Schokolade für laktoseintolerante Personen: Alternativen und Inhaltsstoffe

Nicht immer ist auf den ersten Blick klar, ob Lebensmittel Milchzucker enthalten. Bei einer Milchzucker-Unverträglichkeit hilft es daher, beim Einkaufen auf die Inhaltsangaben der Lebensmittel-Etiketten zu achten. Dort finden sich Informationen zum Milchzuckergehalt.

Warum Laktose Probleme verursacht

Menschen mit Laktoseintoleranz vertragen Milchzucker nicht gut: Wenn sie größere Mengen davon essen, bekommen sie Verdauungsbeschwerden wie Blähungen oder Durchfall. Grund dafür ist ein Mangel an Laktase im Darm - ein Enzym, das Milchzucker spaltet, damit er ins Blut aufgenommen werden kann. Laktoseintoleranz, von Medizinern als Laktasemangel bezeichnet, ist die Unfähigkeit, den Milchzucker Laktose abzubauen und im Körper zu verwerten.

Im menschlichen Körper hat das Enzym Laktase die Aufgabe, den Milchzucker Laktose in seine Bestandteile Glukose (Traubenzucker) und Galaktose (Schleimzucker) zu zerlegen. Laktase ist in den Zellen der Dünndarmoberfläche zu finden. Besteht ein Mangel an diesem Enzym, wird der Milchzucker im Dünndarm nicht wie vorgesehen verdaut, sondern wandert weiter in den Dickdarm. Dort wird die Laktose von Bakterien der Darmflora in Essigsäure, Milchsäure und Gase (Kohlendioxid, Methan) umgewandelt. Die Abbauprodukte verursachen dann die typischen Symptome der Laktoseintoleranz.

Formen und Ursachen der Laktoseintoleranz

Der Laktasemangel tritt in verschiedenen Formen auf:

  • Primäre oder angeborene Laktoseintoleranz: Kongenitale Form: Die Symptome beginnen im Neugeborenenalter und eine spezielle Ernährung ohne Laktose wird benötigt. Die Form tritt sehr selten auf. Mediziner bezeichnen sie auch als Durand-Holzel-Syndrom.
  • Adulte Form: Zu Beginn des Lebens, während der Stillzeit, produzieren gesunde Säuglinge die meiste Laktase. Mit der zunehmenden Reduktion des Milchkonsums nimmt auch die Enzymproduktion ab. Symptome treten meist frühestens ab dem fünften Lebensjahr auf. Es sind circa zehn Prozent der deutschen Bevölkerung betroffen. In Asien und Afrika sind über 90 Prozent der Bevölkerung von Laktasemangel betroffen, in der schwarzen Bevölkerung der USA sogar bis zu 95 Prozent.
  • Sekundäre oder erworbene Laktoseintoleranz: Die erworbene Form entsteht aufgrund von Erkrankungen des Dünndarms, die die Darmoberfläche schädigen und so die Laktaseproduktion beeinträchtigen. Bekannte Erkrankungen sind: Morbus Crohn, Zöliakie, Lambliasis, Darmoperationen, Magen-Darm-Infektionen. Wird die Grunderkrankung behandelt, kann sich der Darm eventuell wieder erholen und die Laktoseintoleranz ist nur vorübergehend.

Symptome und Verlauf

Beschwerden treten bei einer Laktoseintoleranz nach dem Konsum von Milch und Milchprodukten auf, da diese Laktose (Milchzucker) enthalten. Aufgrund der fehlenden Spaltung der Laktose im Dünndarm gelangt der Milchzucker in den Dickdarm und es entstehen durch den Einfluss von Darmbakterien Essigsäure, Milchsäure und Gase (Kohlendioxid, Methan). Diese Stoffe verursachen: Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Übelkeit, Unwohlsein, Kaltschweißigkeit.

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Es gibt auch unspezifische Symptome einer nicht erkannten Laktoseintoleranz. Daneben führt eine nicht erkannte Laktoseintoleranz häufig zu eher unspezifischen Symptomen, welche durch die ständige Belastung des Körpers hervorgerufen werden. Zu diesen gehören zum Beispiel: starker Gewichtsverlust, Müdigkeit, Kopfschmerzen, innere Unruhe, depressive Verstimmung.

Wie lange bestimmte Symptome wie Durchfall, Bauchschmerzen und Blähungen auftreten bzw. anhalten, lässt sich pauschal nicht beantworten. Dies hängt immer auch von der zugeführten Laktosemenge und der Ausprägung der Laktoseintoleranz ab. Während einige Betroffene davon berichten, dass die Beschwerden über einige Stunden andauern und beendet sind, wenn sie Durchfall hatten, können sich Symptome bei anderen Personen wiederum auch zwei Tage hinziehen.

Diagnose und Behandlung

Verschiedene Tests helfen dem Arzt, eine Laktoseintoleranz zu diagnostizieren. Die Therapie basiert auf einer laktosearmen Ernährung und kann durch Laktase-Tabletten ergänzt werden. Ob eine der beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden.

Ernährung: Grundprinzipien und versteckte Laktose

Laktose kommt in natürlichen und unverarbeiteten Lebensmitteln nur in Milch und den daraus hergestellten Produkten vor, allerdings wird vielen Fertigprodukten Laktose zugegeben. In Brot, Wurst, Eis & Fertigprodukten sollte auf versteckte Laktose geachtet werden. Achten Sie auf versteckte Laktose in: Fertigprodukten, Wurstwaren, Süßigkeiten, Konserven, Backwaren. Bei vielen Fertigprodukten wie Nudelgerichten, Rahmgemüse und Fix-Produkten wurde Milchzucker zugesetzt.

Lesen Sie bei diesen immer die Zutatenliste - es sei denn, das jeweilige Produkt ist ausdrücklich als laktosefrei gekennzeichnet. Leider finden Sie nicht nur Laktose oder Milchzucker im Zutatenverzeichnis ausgeschrieben, sondern oft auch artverwandte Begriffe. Zu diesen gehören beispielsweise folgende Bezeichnungen: Milch, Vollmilchpulver, Sahnepulver, Laktosemonohydrat, Milchzubereitung, Trockenmilch, Magermilchpulver, Molke, Molkenpulver, Molkenerzeugnis, Rahm, Schokoladenzubereitung, Laktit, E966, Süßmolke, Kefir, Käsepulver.

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Die Bezeichnung "kann Spuren von Laktose enthalten" ist häufig auf vielen verpackten Lebensmitteln zu finden. Eine strikte Vermeidung von solchen Produkten ist nicht unbedingt notwendig, da diese Aussage lediglich zur Absicherung der Hersteller dient. Lass Sie sich zudem beim Zutatenverzeichnis von Begriffen wie Laktat, Lactat, Milcheiweiß, Milchsäure sowie Milchsäurebakterien und milchsauer vergoren nicht abschrecken - diese zeigen keinen Laktosegehalt in dem Produkt an.

Welche Milchprodukte sind problematisch und welche verträglich?

Kuhmilch, Joghurt, Quark oder Schmelzkäse enthalten viel Laktose. Kuhmilch und Schafsmilch sind mit 5g pro 100ml besonders hoch im Laktosegehalt - wenn Sie von diesen ein Glas mit 200ml trinken, dann haben Sie bereits zehn Gramm Milchzucker aufgenommen und werden auch bei einer leichten Laktose-Intoleranz mit Beschwerden rechnen müssen. Ebenso zu den Spitzenreitern gehören Ziegenmilch, Dickmilch, Joghurt, Buttermilch, Sahne, Creme fraiche, Kaffeesahne, Kondensmilch, Molke, Quark, Frischkäse, Schmelzkäse, Schichtkäse und Hüttenkäse. Diese Produkte sollten Sie nach Möglichkeit meiden und auch bei einer leichten Laktoseintoleranz nur in geringen Mengen essen.

Einige Produkte dagegen sind gut verträglich: Butter ist mit einem Laktosegehalt von 0,6 - 0,7g je 100g gut verträglich, denn ein Gramm Laktose wird selbst bei einer starken Laktoseintoleranz gut vertragen und 100g Butter wird kaum innerhalb einer Mahlzeit gegessen. Ein Teelöffel Butter entspricht ungefähr fünf Gramm und ist in der Regel auf einer Scheibe Brot völlig ausreichend. Anders sieht es allerdings bei Butter aus, welche zusätzlich mit Joghurt angereichert wurde. Diese weisen zum Teil sehr hohe Laktosemengen auf - verzichten Sie daher besser auf diese Varianten.

Laktosefreie Alternativen zur Kuhmilch

Milchersatz-Getränke auf pflanzlicher Basis, die keinen Milchzucker enthalten, sind eine gute Alternative. Soja-, Reis- oder Hafermilch sind laktosefreie Alternativen zur Kuhmilch. Daneben haben Sie auch die Möglichkeit, auf natürlich laktosefreie Milcharten zurückzugreifen. Zu diesen gehören Kokosmilch, Sojamilch, Reismilch, Hafermilch und Mandelmilch. Achten Sie bei diesen allerdings auf den Calciumgehalt - bei den gängigen Sojaprodukten ist dieser an die gewöhnliche Kuhmilch angeglichen worden.

Geschmacklich unterscheiden sich diese natürlich laktosefreien Milchsorten von der gewöhnlichen Kuhmilch, so dass ein Austausch der Milch in den herkömmlichen Rezepten von 1:1 durch diese daher nicht immer empfehlenswert ist. Hier heißt es: einfach auszuprobieren und bei Bedarf auf die laktosefreie Kuhmilch zurückzugreifen.

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Schokolade und Laktose: Was gilt?

In der Regel enthält herkömmliche Schokolade Laktose, da Milchbestandteile wie Milchpulver oder Sahne oft Teil der Rezeptur sind. Bei dunkler Schokolade ist der Laktosegehalt meist geringer, aber auch hier kann Laktose enthalten sein. Für Menschen mit Laktoseintoleranz ist daher der Griff zu laktosefreien Produkten eine sichere Alternative.

Für den Verzehr von Schokolade bei Laktoseintoleranz gilt grundsätzlich: dunkel vor hell! Denn für Milchschokoladen wird in der Regel Milchpulver verwendet. Dunkle Schokoladensorten ohne Milchfüllungen oder -zusätze enthalten normalerweise keinen Milchzucker. Bitterschokolade ab einem Kakaogehalt von mindestens 60 Prozent enthält von Natur aus keine Milch und kann daher auch bei einer Laktoseintoleranz oder Milchallergie ohne Probleme verzehrt werden.

Jedoch ist für Menschen mit extremen Unverträglichkeiten zu beachten, dass in Fabriken, die verschiedene Schokoladensorten erzeugen, trotz größter Hygienemaßnahmen Spuren von Milch in andere Produkte gelangen können. Auf einigen Süßwaren ist der Hinweis ‚Kann Spuren von Milch enthalten‘ vermerkt.

dunkle und laktosefreie Schokoladentafeln

Welche Schokoladen-Alternativen gibt es?

Es gibt zahlreiche laktosefreie Alternativen: Produkte, die mit „laktosefrei“ gekennzeichnet sind, sowie Hinweise wie „milchfrei“, „pflanzlich“ oder „vegan“ zeigen, dass bei der Herstellung auf Milch verzichtet wurde. Laktosefreie Schokolade enthält statt Kuhmilch häufig pflanzliche Milchalternativen wie Hafer-, Mandel- oder Reismilch. Auch Pulver aus Reis, Mandeln oder Soja wird der Schokolade oft zugefügt.

Doch vielen Verbrauchern fehle bei milchfreier Schokolade die zarte Textur, da Kuhmilch nicht nur ein beliebter Geschmacksträger, sondern auch für eine cremige Konsistenz verantwortlich ist. Um den Geschmacksträger Milchfett möglichst naturgetreu zu imitieren, greifen einige Hersteller zu pflanzlichen Proteinen. So kann Eiweiß aus Erbsen die Textur der Schokolade verbessern. Dazu wird das Protein aus der Erbse extrahiert und dann zu Pulver verarbeitet. Damit die pflanzliche Schokolade dann wie echte Milchschokolade schmeckt, muss allerdings das Verhältnis von Proteinen, Fett und Kakaoanteil optimal ausgeglichen sein.

Eine weitere Produktionstechnik für laktosefreie Schokolade ist die Zugabe des Enzyms Laktase während des industriellen Prozesses. Dieser spaltet bei der Schokoladenherstellung den Milchzucker in Glukose und Galaktose. Diese Aufteilung ist notwendig, damit laktoseintolerante Menschen Milchzucker ohne Beschwerden verdauen können.

Kommerzielle laktosefreie Schokoladen und Herstellerhinweise

Mittlerweile haben einige Hersteller laktosefreie Schokoladen im Sortiment. Hersteller kommunizieren teils die Laktosegehalte auf der Verpackung, wobei Messmethoden zu unterschiedlichen Angaben führen können. Auf beiden Sorten wird ab sofort wieder ein Laktosegehalt von 0,1% pro 100g angegeben. Bisher stand auf den Verpackungen noch 0,01% Laktose pro 100g. Die Angabe ändern wir ab sofort, da durch verschiedene Messmethoden und -analysen der gemessene Laktosewert unterschiedlich ausfallen kann. An der Rezeptur und dem Herstellungsfahren hat sich aber seit Oktober 2014 nichts geändert!

Um auch besonders empfindlichen Verbrauchern ein sicheres Lebensmittel zu gewähren, passen einige Hersteller die Angabe daher an. Achtung: Unsere drei Sorten Edel-Bitter, Dunkle Voll-Nuss und Pfefferminz enthalten außer Butterreinfett keine Zutaten aus Milch. Das Butterreinfett ist in geringer Menge (ca. 1,2-3g/100g) enthalten. Bei dem Zentrifugieren der Butter zu Butterreinfett wird Wasser, Milch, Eiweiß und Milchzucker abgetrennt. Daher ist der Anteil an Laktose im Butterreinfett wesentlich geringer bzw.

Praktische Tipps beim Einkauf

  • Für Menschen mit Laktoseintoleranz ist das Zutatenverzeichnis am wichtigsten. Eine Liste sämtlicher Zutaten des Lebensmittels nach ihrem Anteil am Gesamtgewicht, und zwar in absteigender Reihenfolge: An erster Stelle steht die Hauptzutat, an letzter Stelle die mit der geringsten Menge.
  • Die Allergenkennzeichnung umfasst derzeit 14 Stoffe: Neben Milch gehören zum Beispiel auch Soja, Weizen, Eier, Erdnüsse, Mandeln und Walnüsse dazu. Diese Bestandteile müssen durch die Schriftart, den Schriftstil (etwa Fettdruck) oder durch eine Hintergrundfarbe im Zutatenverzeichnis besonders hervorgehoben werden.
  • Die Angabe, dass ein Produkt Milch oder Milchzucker (Laktose) enthält. Allerdings ist die Angabe der Menge nicht vorgeschrieben.
  • Bei Milchprodukten wie etwa Butter, Joghurt oder Crème fraîche wird nicht immer extra angegeben, dass sie Milch oder Milchzucker enthalten.
  • Unter unverpackter Ware versteht man zum Beispiel ein Stück Kuchen vom Bäcker, eine Wurst aus der Kühltheke eines Metzgers oder ein Gericht im Restaurant. Die europäische Lebensmittel-Informationsverordnung regelt, dass Unternehmen beim Verkauf von unverpackten Waren über Allergene informieren müssen. Die Informationen können zum Beispiel in der Speisekarte oder auf einem Informationsblatt stehen.
  • Wer beim Einkaufen auf den Aufdruck „laktosefrei“ achtet, kann sich die Mühe sparen, erst die Zutatenliste zu prüfen. Ein Produkt mit einem Anteil von weniger als 0,1 Gramm Laktose pro 100 Gramm darf als „laktosefrei“ bezeichnet werden. Da die Begriffe nicht geschützt sind, können aus Werbezwecken aber auch Lebensmittel, die von Natur aus überhaupt keine Laktose enthalten, damit gekennzeichnet sein.
Lebensmitteletikett mit Allergenkennzeichnung

Schokolade im Alltag: Empfehlungen und Beispiele

Welche Schokolade kannst du mit Laktoseintoleranz essen? Immerhin steckt in dunkler Schokolade deutlich weniger Milch und damit auch weniger Laktose. Du kannst dir merken: Je dunkler, desto besser. Die Prozentangabe auf dem Etikett der Schokolade verrät dir, wieviel Kakao im Vergleich zu Milch, Zucker und anderen Zutaten enthalten ist. Je höher die Zahl, umso mehr Schokolade steckt in der Tafel.

Reagiert dein Körper sehr sensibel, können auch kleine Mengen unangenehme Reaktionen wie Blähungen, Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen auslösen. Aber keine Panik: Du musst nicht komplett auf Schokolade verzichten. Schließlich gibt es jede Menge Alternativen ohne Laktose, die du naschen kannst. Dazu gehören auf alle Fälle Produkte, die mit „laktosefrei“ gekennzeichnet sind. Aber auch Hinweise wie „milchfrei“, „pflanzlich“ oder „vegan“ zeigen dir, dass bei der Herstellung auf Milch verzichtet wurde.

Von laktosefreier Schokolade mal abgesehen, gibt es noch einige andere Süßigkeiten ohne Laktose. Dazu gehören zum Beispiel Fruchtgummi, Lakritz oder Lollis (es gibt auch vereinzelt Sorten mit Laktose, am besten Zutatenliste prüfen). Du kannst aber auch einige laktosefreie Snacks kaufen, die richtig gut schmecken und die du auch mit einer Unverträglichkeit naschen darfst. Ob mit knackigen Nüssen oder fruchtiger Füllung - viele gibt es mittlerweile ohne Laktose.

Herstellung laktosefreier Schokolade und pflanzliche Alternativen

Wo einkaufen und was zum Frühstück?

Glücklicherweise gibt es mittlerweile für laktoseintolerante Personen mehrere Möglichkeiten für laktosefreie ‚Ersatzlebensmittel‘. Diese sind unter anderem im Reformhaus oder einem Naturkosthandel sowie auch im Versandhandel erhältlich. Zudem bieten gut sortierte Supermärkte eine große Auswahl an laktosefreien Ersatzprodukten von laktosefreier Milch über Schokolade bis hin zu Wurst und Brotaufstrichen.

Auf den ersten Blick scheint es, als könnten laktoseintolerante Personen beim eigenen Frühstück gar nicht mehr beherzt zugreifen. Die Milch für Cornflakes, die Milch im Kaffee oder der Schokoaufstrich für das Brötchen. Überall ist Laktose enthalten. Doch keine Sorge, denn diese Produkte lassen sich in den meisten Fällen gut durch verträgliche und laktosefreie Produkte ersetzen: Statt Milch kann auch Mandel-, Soja- oder Reismilch verwendet werden. Für gewöhnlich schmecken die laktosefreien Milchprodukte etwas süßlicher als die normale Milch. Laktosehaltiger Joghurt lässt sich durch Sojadessert oder Sojajoghurt ersetzen. Wurstwaren wie Schinken, Kasseler, Roastbeef oder Braten enthalten praktisch keine Laktose, ebenso wie eine Vielzahl an Käsesorten.

Weitere Hinweise zu Gesundheit und Qualität

Ausreichend Calcium gegen Osteoporose: Nimmt ein Betroffener aufgrund seiner Laktoseintoleranz nicht ausreichend Calcium zu sich, steigt das Risiko für Osteoporose. Achten Sie bei laktosefreien Alternativen daher auf den Calciumgehalt.

IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen. Gesundheitsinformation.de kann das Gespräch mit Fachleuten unterstützen, aber nicht ersetzen. Wir bieten keine individuelle Beratung. Unsere Informationen beruhen auf den Ergebnissen hochwertiger Studien. Sie sind von einem Team aus Medizin, Wissenschaft und Redaktion erstellt und von Expertinnen und Experten außerhalb des IQWiG begutachtet.

Praktische Herstellungs- und Produktbeispiele

Bei der Herstellung laktosefreier Schokolade wird gänzlich auf Milchprodukte verzichtet und stattdessen mit Reisglukosesirup gearbeitet. Dank einer einzigen Tablette Lactosolution, die 15.000 FCC Laktase-Enzym enthält, können Sie die in Ihrer Lieblingsschokolade enthaltene Laktose verdauen, auf die Sie nicht mehr verzichten müssen. Bei deren Herstellung wird gänzlich auf Milchprodukte verzichtet und stattdessen mit Reisglukosesirup gearbeitet.

Das Fairtrade-Siegel auf Schokoladen gibt Ihnen die Gewissheit, dass Arbeiter in den Entwicklungsländern nicht ausgebeutet werden und ihre Arbeits- und Lebensbedingungen durch faire Preise erheblich verbessert werden. Die beiden Linien Chocolat und Praliné tragen ab sofort das myclimate Siegel. Schon seit unserer Gründung engagieren wir uns für nachhaltiges Wirtschaften und einen gesunden Umgang mit Klima und Umwelt. Das myclimate-Siegel belegt, dass der bei Herstellung und Transport entstandene CO2-Ausstoß kompensiert wird.

Produktgruppe Laktosegehalt / Hinweis
Vollmilch Hoher Laktosegehalt (ca. 5g/100ml)
Milchschokolade Hoch (bis ca. 6-9,5g/100g)
Bitterschokolade (≥60% Kakao) Meist laktosefrei, Spuren möglich
Butter Niedrig (0,6-0,7g/100g), meist gut verträglich
Laktosefreie Alternativmilch Keine Laktose, auf Calciumgehalt achten

Mit Bewusstsein beim Einkauf, dem Blick auf die Zutatenliste und der Wahl geeigneter Produkte müssen Menschen mit Laktoseintoleranz nicht auf Schokolade verzichten. Dunkle Tafeln ohne Milchzusatz, zertifizierte laktosefreie Produkte sowie pflanzliche Alternativen eröffnen viele Genussmöglichkeiten.

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