Beste Schokolade für Cookies backen: Tipps für perfekte Chocolate Chip Cookies

Wenn es um Kekse geht, scheiden sich die Geister. Und das schöne ist ja: Erlaubt ist, was schmeckt! Mit diesen Tipps, einem soliden Grundrezept und der richtigen Schokolade gelingen euch riesige, dicke, weiche Cookies mit schmelzender Schokolade.

Welche Schokolade passt am besten?

Die wichtigste Zutat eines Chocolate Chip Cookies ist natürlich die Schokolade. Ob gehackte Zartbitterschokolade oder Schokoladentropfen: Schokolade macht die schlichten Kekse einfach unwiderstehlich. Zwei verschiedene Schokoladensorten werden oft empfohlen: Eine etwas süßere mit ca. 50% Kakaoanteil und eine etwas herbere, mit 70% Kakaoanteil. Ich habe für die süßere Schokolade spezielle Schokoladentröpfchen zum Backen verwendet, da sie besser die Form behalten. Für die herberen Schokostückchen verwende ich gerne eine hochwertige Schweizer Schokolade. Wichtig ist, die Schokolade nach dem Hacken zu sieben, damit der Teig nicht zu viel Schokoladenstaub abbekommt und schön gelb bleibt.

verschiedene schokoladensorten für cookies

Der weiße Zucker ist übrigens kein Puderzucker oder so, sondern ganz normaler Rübenzucker bzw. Haushaltszucker. Ob weiß, Vollmilch, Zartbitter oder weiß: Schokolade peppt fast jedes Cookiesrezept auf! Wer besonders viel Schokolade mag, kann dem Teig einfach noch 1-2 EL dunkles Kakaopulver zufügen oder eine Mischung aus Vollmilch-, Zartbitter- und weißer Schokolade verwenden.

Warum die Schokoladeform wichtig ist

Bezüglich Schokolade und Co gilt, dass du am besten Chocolate Chips bzw. Morsels verwendest, da diese beim Backen weniger stark schmelzen. Dadurch bleibt der Cookie kompakter und wird höher. Ich weiß aber durchaus, dass diese Chocolate Chips bei uns sehr teuer sind und verwende daher oft auch „nur“ grob gehackte Schokolade. Dann muss man aber mit etwas dünneren Cookies leben.

Welche Rolle spielen Zucker und Butter?

Beim Süßen setze ich meist auf eine Kombination aus weißem und braunen Zucker. Das sorgt für die perfekte Konsistenz und eine leichte Karamell-Note. Fett und Zucker, die Kombination aller Foodie-Träume, kommen hier zusammen und vereinen sich zu einer Köstlichkeit, die einem die Tränen in die Augen treiben könnte…

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Brauner Zucker ist nicht gleich brauner Zucker: Bei uns in Deutschland gibt es zwei komplett verschiedene Sorten braunen Zucker. Kandis-Farin oder klassischer brauner Zucker aus Zuckerrüben besteht aus weißem Zucker, dem Zuckersirup zugesetzt wurde. Rohrohrzucker oder Vollrohrzucker aus Zuckerrohr enthält mehr natürliche Melasse, schmeckt malziger und sorgt für dunklere, etwas weichere Cookies. Wer möglichst nah ans Original kommen will, kann daher Rohrohrzucker oder Vollrohrzucker nehmen. Kandis-Farin funktioniert aber eben auch.

Butter spielt eine ganz wichtige Rolle für die perfekte Konsistenz dieser Cookies. Die Temperatur ist aber entscheidend. Zu kalte Butter lässt sich schlecht mit Zucker vermischen, zu warme oder geschmolzene Butter verändert die Textur der Cookies komplett. Als Faustregel gilt: 1 Stunde vor dem Backen. Im Sommer reichen oft schon 20 Minuten, im Winter kann es länger dauern. Geschmolzene Butter macht die Cookies nämlich flacher! Die Cookies verlaufen beim Backen und behalten weniger von ihrer typischen dicken, weichen Konsistenz.

Mehl, Backtriebmittel und Ersatz für Self-Raising Flour

Im Original wird Self-Raising Flour verwendet, ein in Australien, Großbritannien und den USA übliches Mehl mit bereits enthaltenem Backpulver (und Salz). Das gibt es in Deutschland so nicht, aber der Ersatz ist einfach mit Mehl, Backpulver und Salz. Ich verwende eine Mischung aus Weizenmehl Type 405 und 550, weil 405er Mehl die Cookies zart und weich macht und 550er Mehl ihnen etwas mehr Struktur gibt. Wer nicht beide Mehlsorten hat, kann auch nur eine Sorte nehmen - funktioniert auch!

In diesem Rezept setze ich wie immer bewusst auf Weinstein-Backpulver - nicht aus fancy Gründen, sondern weil ich den leicht metallischen Nachgeschmack von normalem Backpulver absolut nicht mag! Weinstein-Backpulver ist die natürlichere Alternative, da es kein Phosphat enthält und dadurch milder schmeckt.

Die richtige Technik: Rühren, Kühlen, Formen

Die Basis für jeden Kekstyp bildet ein Grundrezept. Dieses können Sie dann ganz nach Gusto anpassen. Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen. In einer Schüssel das Mehl mit dem Salz und dem Backpulver mischen. Die Butter mit dem Zucker cremig rühren und das Ei mit dem Vanilleextrakt hinzufügen. In kleinen Mengen das Mehl unterrühren. Zuletzt 2/3 der Schokoladenstücke gleichmäßig unterheben.

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Übrigens versteht es sich von selbst, dass der Teig keinesfalls zu lange gerührt werden darf! Bei einem Cookie-Teig vermengt ihr zuerst die feuchten Zutaten und vermengt sie anschließend mit den trockenen Zutaten. Dabei ist es sehr wichtig, dass der Teig so kurz wie möglich gerührt wird. Wenn die Zutaten gerade anfangen sich zu verbinden, sollten schon Schokolade, Nüsse, Trockenfrüchte etc. hinzugefügt werden. Auch danach wird der Teig nur kurz gerührt, damit sich die Zutaten verteilen. Falls der Teig zu lange gerührt, dann wird er zäh.

Der Teig MUSS zu Kugeln geformt 30 Minuten ins Gefrierfach oder 3 Stunden in den Kühlschrank. Wer es ganz perfekt machen will, kann die geformten Cookie Balls sogar über Nacht in Kühlschrank stellen. Kühlere Butter hält die Cookies wie gesagt dicker, damit sie nicht verlaufen. Auch der Zucker löst sich beim Backen langsamer auf. Und die Aromen verbinden sich besser!

geformte cookie-balls auf blech zum einfrieren

Mein Trick: Cookie-Balls einfrieren und jederzeit backen. Ihr könnt die geformten Cookie-Balls einfrieren und später backen - einfach einzeln und ohne vorheriges Auftauen! Dafür lege ich sie zunächst auf Bleche und friere sie ein, damit sie nicht zusammenkleben. Anschließend packe ich die Bällchen luftdicht verpackt in Plastiktüten oder gefriergeeignete Boxen.

Backen: Temperatur, Unterlage und Zeit

Auch die Temperatur beeinflusst das Resultat. Nicht nur die Zutaten, sondern auch die Back-Temperatur entscheidet maßgeblich über die Konsistenz eurer Cookies. Je heißer der Ofen, desto knuspriger, aber auch trockener werden eure Kekse. Für die gewollte, chewy Konsistenz stellt ihr euren Backofen am besten auf 180 °C Ober-Unterhitze bzw. 160°C Umluft ein. Die Backzeit beträgt 10-15 Minuten bei Heißluft, auch wenn sie noch unfertig aussehen. Sie garen beim Abkühlen nach! Ich finde 12-14 Minuten perfekt und ich backe die Bleche immer nur einzeln!

In ihrem Video sagt sie auch, dass sie die Cookies nie auf Silikon-Backmatten backt, weil sie da immer zerlaufen. Die Verwendung von normalem Backpapier ist also elementar wichtig. Die Backunterlage - Brooki bäckt nur auf normalem Backpapier, weil die Cookies auf Silikonmatten zu stark verlaufen.

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Airfryer-Trick: frisch gebackene Cookies aus dem Tiefkühler

Mein absoluter Gamechanger ist nämlich das Backen direkt aus dem Tiefkühler! Das funktioniert blitzschnell entweder im Ofen oder - noch besser - in der Heißluftfritteuse. So habt ihr jederzeit frisch gebackene Cookies mit der perfekten Mischung aus knusprigem Rand und weichem Kern. Das Aufbacken und Genießen geht dann ganz easy auf einem Stück Backpapier:

  • In der Heißluftfritteuse: 160 °C, ca. 18 Minuten (kein Vorheizen nötig!)
  • Im Backofen: 160 °C Umluft/Heißluft, ca. 16 Minuten auf einem Blech (hier besser vorheizen)

Lasst die Cookies danach 10 Minuten abkühlen und genießt sie warm mit innen zart schmelzender Schokolade!

airfryer cookies trick

Größe macht’s: New York Style Cookies

Wenn von New York Style Cookies die Rede ist, geht es meistens um die berühmten American Cookies der Levain Bakery in Manhattan. Diese Cookies sind riesig - oft um die 150-170 g pro Stück - und sie haben eine ganz besondere Textur: Außen goldbraun und leicht knusprig, innen weich, fast noch teigig und voller geschmolzener Schokolade. Die Größe - Jede Teigportion wiegt 150 g! Das ist doppelt so viel wie bei klassischen Cookies und sorgt für die perfekte weiche Mitte. Ja. Wirklich. Für New York Style ist das wirklich wichtig.

Praktische Tipps & Zubehör

Da wäre zunächst ein Handrührgerät. Ebenfalls unverzichtbar ist Backpapier. Beim Portionieren hilft ein Eisportionierer. Beim Süßen setze ich meist auf eine Kombination aus weißem und braunen Zucker. Die Eier sollten unbedingt Zimmertemperatur haben! Also ruhig schon 1 Stunde vor dem Backen herausnehmen!

Haltet in weiser Voraussicht genug Abstand auf dem Backblech. Setzt ihr die Teigkugeln nämlich zu dicht nebeneinander, kann es passieren, dass sie beim Backen ineinander zerlaufen. Bei viel Teig lieber zwei Bleche benutzen bzw. hintereinander backen. Die Kugeln sollten ca. 3-4 cm Durchmesser haben und in genügend Abstand zueinander platziert werden.

Aufbewahren, Einfrieren und Variationen

Fertige Cookies verstaut ihr am besten in einer luftdicht verschließbaren Keksdose aus Metall, die ihr mit Backpapier auslegt. Alternativ könnt ihr auch ein Cookie-Glas verwenden. 2-3 Tage halten sich die Kekse darin problemlos. Mit jedem Tag mehr tendieren sie dazu, trocken und hart zu werden.

Das klassische Cookies Grundrezept lässt sich super einfach abwandeln! Zum Beispiel können Sie einen Teil der Schokolade durch Nüsse ersetzen. Für Cranberry Cookies mit weißer Schokolade einfach im Grundrezept die Zartbitterschokolade durch weiße Schoki ersetzen und zusätzlich getrocknete Cranberries zum hellen Keksteig geben. Peanut Butter Cookies, Schoko Cookies Deluxe, Nuss Cookies oder gefüllte Cookies sind weitere schöne Varianten.

verschiedene cookie-variationen

Kurzanleitung Grundrezept (kompakt)

  1. Den Ofen auf 160-180 °C (Umluft 160 °C) vorheizen und Backpapier auslegen.
  2. Mehl mit Salz und Backpulver mischen.
  3. Butter mit Zucker cremig rühren, Ei hinzufügen.
  4. Mehl in kleinen Mengen unterrühren, Schokolade unterheben.
  5. Teig kugeln, 30 Min. einfrieren oder 3 Std. kühlen (150 g pro Kugel für New York Style).
  6. Bei 160-180 °C 10-18 Min. backen (je nach Gerät und Größe), kurz abkühlen lassen.

Letzte Hinweise

Auch wenn Cookies eigentlich ganz unscheinbar aussehen: Sie sind ziemlich anspruchsvoll! Ein wenig zu lang gebacken - zack, trocken und crunchy. Zutaten zu kalt - der Teig läuft auseinander. Zutaten zu lange geschlagen - Cookies werden flach. Zucker nicht richtig aufgelöst - Cookies werden ebenfalls flach. Meine Erfahrungen auf diesem Weg möchte ich mit euch teilen - vielleicht könnt ihr so einige Fehler vermeiden und kommt schneller zu richtig schön dicken, saftigen American Cookies!

Mit diesen Tipps können Sie sich selbst und Ihre Gäste mit leckeren Cookie-Kreationen überraschen und verwöhnen. Viel Spaß beim Nachbacken!

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