Die süße Geschichte von Bad Kissingen: Mehr als nur Heilquellen

Bad Kissingen, bekannt für seine heilenden Quellen, beeindruckende Geschichte und Architektur sowie seine idyllische grüne Umgebung, hat auch kulinarisch einiges zu bieten. Doch wer hätte gedacht, dass in diesem bayerischen Staatsbad süße, runde Oblaten hergestellt werden, die man eigentlich eher mit Karlsbad in Verbindung bringt? Und dass es hier auch noch weitere süße Köstlichkeiten gibt, die den Ort zu einer Top-Destination für Naschkatzen machen? Dieser Artikel taucht ein in die süße Geschichte von Bad Kissingen und enthüllt einige seiner köstlichsten Geheimnisse.

Die Kissinger Oblaten: Eine Tradition seit 1937

Seit 1937 stellt die Familie Zintl in Bad Kissingen Oblaten her, mittlerweile in der dritten Generation. Die Kissinger Oblaten sind ein feines Waffelgebäck mit Vanille- und Nussfüllung, das nach einem geheimen Familienrezept der Oblatenbäckerei Zintl in Handarbeit und mit speziell angefertigten Maschinen hergestellt wird.

Die Anfänge in Marienbad

„Die Anfänge der Kissinger Oblaten gehen auf das Jahr 1928 zurück. Laut einer zeitgenössischen Urkunde hat sich damals ein gewisser Franz Hauer in der Kurstadt niedergelassen“, berichtet Gabi Zintl, die 2003 in den elterlichen Betrieb eingestiegen ist. „Er stammte aus Marienbad und backte in einem Hinterhof Oblaten nach dem bekannten Karlsbader Rezept. Schon ein Jahr später wird Franz Freiberg als Hersteller genannt, bevor 1937 schließlich Konditormeister Alois Zintl (mein Opa) die Oblaten- und Waffelbäckerei übernahm. Er entwickelte seine eigene Kreation, die heutigen Kissinger Oblaten“, erzählt die gelernte Hotelfachfrau stolz.

Ein Familienrezept für den Erfolg

In der Bäckerei werden heute ausschließlich die Kissinger Oblaten hergestellt. Durch das besondere Rezept bleiben sie, anders als andere Oblaten, etwa drei Monate knusprig und sind auch nicht so süß. Die Oblaten werden nur in Bad Kissingen verkauft und finden bei Gästen wie auch Einheimischen großen Anklang. „Bad Kissingen ist als Kurstadt sehr gut besucht, und viele Gäste möchten ein besonderes Mitbringsel oder Andenken mit nach Hause nehmen. Da eignen sich die Oblaten wunderbar, denn sie sind noch einige Monate haltbar“, so Gabi Zintl.

Gabi Zintl übernahm den Betrieb, weil sie die Tradition ihres Großvaters und ihrer Eltern weiterleben lassen möchte. Sie schätzt an Bad Kissingen die Überschaubarkeit und Gemütlichkeit, die Parks und Wälder, aber auch die Nähe zur Rhön zum Wandern und Skifahren. Sie empfiehlt Urlaubern den Luitpoldpark, den Rosengarten, den Kurgarten mit Wandelhalle und den Regentenbau sowie eine Wanderung zu den Wichtelhöhlen. Und natürlich das Genießen der Kissinger Oblaten.

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Otmar Troll: Der Schokoladenmeister von Bad Kissingen

Neben den Kissinger Oblaten gibt es in Bad Kissingen noch weitere süße Verführungen. Sanddorn Orange Trüffel, Otilika Trüffel, Secret Mango Trüffel, Basilikum Praline, Troll Praline, Brombeer-Rosmarin Trüffel, Rhön Praline… schon beim Lesen dieser Namen läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Diese exklusiven Kreationen aus Schokolade und Co. werden in der Pralinenmanufaktur von Otmar Troll hergestellt und machen Bad Kissingen zu einer Top-Destination für Naschkatzen.

Vom Zugersee nach Bad Kissingen

Der erfahrene Konditormeister Otmar Troll ist gebürtiger Franke, der sein Know-how am Zugersee in der Schweiz, am Tegernsee in den Bayerischen Alpen, im Großraum Würzburg und zuletzt auf der Insel Norderney erweitern konnte. Vor über acht Jahren hat er sich mit der Herstellung von köstlichen Pralinen, Trüffeln und Schokoladen selbstständig gemacht und betreibt seinen eigenen Laden in Bad Kissingen. „Die Pralinenherstellung und das Kreieren von neuen Kompositionen ist mein Leben“, erzählt Troll. Seine Leidenschaft, mit Schokolade zu arbeiten, hat er zu seinem Beruf gemacht.

Die Rakoczy-Praline und andere Hommagen an Bad Kissingen

Trolls Verbundenheit zu Bad Kissingen findet sich in seinen Kreationen wieder, etwa in der Rakoczy Praline. Ein besonderes Highlight in Bad Kissingen ist das Rakoczy-Fest, das die Wiederentdeckung der Rakoczy-Heilquelle im Jahre 1737 zelebriert. Das inspirierte den Schokoladenmeister dazu, eine eigene Praline zum Fest zu kreieren. Weitere neue Pralinen anlässlich des Fests folgten in jedem Jahr: Die Quellenkönigin Praline mit echtem Heilwasser, die auf Marzipan-Nougat basierende Praline Otto von Bismarck, die Peter Heil Praline aus Kirsche und Honig, die Prinzregent Luitpold Praline und die Beatrix von Botenlauben Praline mit orientalischem Geschmack. Zum nächsten Rakoczy-Fest ist wieder eine neue süße Kreation geplant.

Die Georg Anton Boxberger-Praline: Eine Hommage an den ersten Apotheker

Auch Georg Anton Boxberger, der in Kissingen die erste Apotheke eröffnete, wurde von Otmar Troll mit einer Praline geehrt. Nachdem aus dem Rakoczy-Heilwasser das Bitterwasser hergestellt wird, sind Bitterstoffe bei der Praline die zentrale Note: „In der Praline sind Wermut, richtig gute Kräuterliköre und Zutaten, die wir hier nicht verraten“, so Troll. Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel lobt die Praline als authentisches Produkt, das Genuss und Kulinarik mit der Geschichte Bad Kissingens verbindet.

Weitere kulinarische Highlights in Bad Kissingen

Bad Kissingen hat aber nicht nur Oblaten und Pralinen zu bieten. Hermann Laudensack führt als Genussmensch und Genussexperte durch das kulinarische Bad Kissingen und bietet in seinem Parkhotel Laudensack seit 26 Jahren in Folge eine Michelin-Sterne-Küche. Im Schuberts Wein und Wirtschaft gibt es fränkisch-bayerische Küche in moderner Interpretation, und bei Feinkost Faber kann man sich von Fleischsommelier Thomas Faber in die Welt des Fleisches entführen lassen.

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Das Café Kaiser: Ein Stück Ewigkeit

Auch das Café Kaiser ist ein Ort mit Geschichte. Der Seniorchef kreierte einst die Torte für Charles und Diana - ein Kunstwerk der Zuckerbäckerei, das bis heute legendär ist. Lisa Borst, Junior-Chefin des Hauses, sorgt mit ihrem Team für Frühstücksfreuden, und Nicolas Borst steht für leidenschaftliches Konditoreihandwerk. Die Pralinenauswahl im Café Kaiser ist groß, und die Pralinen werden hier als Poesie zur Schokolade verstanden.

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