Schokoladenmanufaktur Bad Homburg: Geschichte und Besonderheiten von Chocolat Plus

Die Schokoladenmanufaktur „Chocolat Plus“ von Daniel Schwaabe in Bad Homburg hat sich zu einem echten Geheimtipp entwickelt und ist aus der Altstadtnähe nicht mehr wegzudenken. Mit viel Leidenschaft und einer spannenden Geschichte begeistert das kleine Geschäft Kundinnen und Kunden mit besonderen Schokoladenkreationen und persönlichem Ambiente.

Der Werdegang von Daniel Schwaabe liest sich wie ein Märchen, hat aber sehr reale Grundlagen: Schon als Kind musste ihn seine Mutter häufig zum Arzt bringen, weil er täglich ein halbes Glas Nutella verdrückte. „Schokolade“, sagt er, „war schon immer meine große Leidenschaft.“ Beruflich war Schwaabe viele Jahre in einer Werbeagentur tätig, arbeitete mal in Frankfurt, Hamburg, Berlin und sogar in den USA. „Der Job machte mir Spaß, die Bezahlung war nicht schlecht, und ich lernte viele interessante Menschen kennen,“ erinnert er sich. Doch Schwaabe wollte einmal hinter einer Theke stehen und etwas verkaufen - ein Lebenstraum, den er sich mit Chocolat Plus erfüllte.

Daniel Schwaabe im Laden Chocolat Plus

Der Einstieg: Vom Traum zum eigenen Geschäft

Die Idee zu „Bad Homburgs Schokoladenseite“, wie sich Chocolat Plus auf der Homepage selbst nennt, kam durch die Frau seines besten Freundes. Zufällig wurde zu jener Zeit ein winziges Ladenlokal am Schulberg frei, das eigentlich nach sechs Monaten abgerissen werden sollte - so lange durfte Schwaabe es ausprobieren. Doch der Abriss kam nicht, das Lokal steht immer noch und der Schokoladenladen gibt es mittlerweile seit elf Jahren.

Mitten im Rhein-Main-Gebiet, zwischen all den alteingesessenen Geschäften, hatte Daniel Schwaabe von Anfang an eine ganz eigene Vision. Ein Freund riet zu feiner Schokolade - das erschien Schwaabe einleuchtend, den die Mutter schon im Kindesalter wegen seiner großen Vorliebe für Süßes zum Arzt schleppte. Was als experimentelles Jahr begann, wurde zur Langzeitliebe. Die Kunden kommen nicht nur zum Einkaufen, sondern auch für das entspannte Gespräch, einen Espresso oder einfach, um Schokolade zu genießen.

Besonderes Ladenkonzept und Kundenerlebnis

Schwaabe öffnet sein Geschäft erst um 10 Uhr - Großmarkt und Blumenladen waren nichts für ihn, ein Langschläfer wie er konnte sich das nicht vorstellen. Im Laden herrscht eine freundliche Atmosphäre. Der Besitzer ist zugänglich, aber niemals aufdringlich und legt Wert darauf, den Kunden Raum zu geben. Wer ins Geschäft kommt, bekommt einen Kaffee, kann aus allerlei Schokoladenspezialitäten wählen und wird auf Wunsch mit „Kurschatten“-Trüffeln verwöhnt.

Lesen Sie auch: Hype, Inhaltsstoffe und Qualität: Dubai-Schokolade im Vergleich

Schokoladenspezialitäten, Trüffel und Bruchschokolade von Chocolat Plus

Die Stammkundschaft genießt den Espresso, während sie Trüffel oder Bruchschokolade einpacken, selbst wenn sie „auf Diät“ sind. Auch der Postbote und sogar Hartz IV-Empfänger schauen gerne auf einen Kaffee vorbei. Beim Einpacken der Trüffel muss jeder Kunde persönlich beim Bändchen-Drumherumknoten helfen - das gehört zum Ritual. Für das Süße zum Espresso ist immer gesorgt. Manche kommen nur zum Plaudern oder aus ganz eigenen Gründen. Daniel Schwaabe strahlt, wenn er davon erzählt.

Das Sortiment: Kreativität und regionale Innovation

In den wenigen Regalen des Ladens geht es bunt und überraschend zu: Weihnachtsmänner und -bäume aus Schokolade werden in pinkfarbenem oder grasgrünem Staniol verpackt. Nostalgische Gartmann-Zuckerkringel, die sonst nur in Hamburg erhältlich sind, schmücken den Weihnachtsbaum der Kunden. Die hauseigenen Schokoladen stehen im Mittelpunkt: Weiße mit rosa Pfeffer, Vollmilch mit selbstgeschlagenem Karamell, dunkle Sorten mit Rosenöl und -blüten, sowie 70-Prozentige mit Oliven- oder Orangenöl - ein Sortiment, das zum Durchprobieren einlädt.

Weihnachtliche Schokoladenfiguren und exklusive Sorten
SchokoladensorteBesonderheit
Weiße SchokoladeMit rosa Pfeffer
VollmilchMit selbstgeschlagenem Karamell
Dunkle SchokoladeMit Rosenöl und -blüten
70-ProzentigeMit Oliven- und Orangenöl

Die „Kurschatten“: Bad Homburger Spezialität und Verkaufsschlager

Der große Renner, nicht nur im Weihnachtsgeschäft, sind die „Kurschatten“. Schwaabe experimentierte zusammen mit der Patissière und Chocolatier Mirian Rocha bei der Schokoladenherstellung. Mit Madagaskar-Kakao, Sahne und Zucker entstand eine kleine Schokokugel - außen Schokolade, darin ein Wälzbad in Kakao. Obwohl Schwaabe den Madagaskar-Kakao wegen seiner Säure eigentlich nicht so liebte, überzeugte ihn das Experiment. Sein Vater schlug vor, den Trüffel „Kurschatten“ zu nennen - eine Hommage an die berühmte Kurbad-Tradition von Bad Homburg.

Die „Kurschatten“ fanden sofort Anklang und entwickelten sich zum Verkaufsschlager: Die Kur- und Kongressgesellschaft nimmt ihm Hunderte der süßen Versuchungen ab, sie werden Künstlern im Kurtheater gereicht und Gästen als Präsent übergeben. Eine exklusive Verpackung - schwarze Schachtel mit goldenem Schriftzug - macht sie zum Markenzeichen. Fast jeder Kunde, der den Laden betritt, nimmt ein paar von den unscheinbaren „Kurschatten“ mit.

Herstellung der Bad Homburger „Kurschatten“

Saisonale Besonderheiten: Sommerpause und Genuss

Im Sommer, wenn die feinen Schokoladen durch die Hitze zu schmelzen drohen, macht Schwaabe seinen Laden für zwei Monate zu und geht segeln. So bleibt die Qualität erhalten und die besondere Atmosphäre des Geschäfts wird bewahrt.

Lesen Sie auch: Schnelle Schokoladenhärtung

Sommerpause - Segeln statt Schokolade in Bad Homburg

Chocolat Plus als Treffpunkt und einzigartiges Erlebnis

Die Geschichte der Schokoladenmanufaktur ist geprägt von Leidenschaft und Kreativität, aber vor allem auch von der Verbindung zur Stadt Bad Homburg und ihren Menschen. Der persönliche Ansatz, die hauseigenen Kreationen und die relaxte Atmosphäre machen Chocolat Plus zu einem Ort, an dem Schokolade mehr ist als nur Genuss - sie verbindet Menschen.

Die Kunden fühlen sich wohl, genießen das Gespräch und die ausgesuchten Schokoladen, die, dank kreativer Experimente und regionaler Verankerung, zu echten Spezialitäten wurden.

Schokoladenmanufaktur als soziales Zentrum

Fazit: Die Schokoladenmanufaktur Bad Homburg ist ein Paradebeispiel für gelebte Leidenschaft, regionale Verbundenheit und kreative Spezialitäten.

Lesen Sie auch: Alles über Camondas Dubai Schokolade

tags: #Schokoladenmanufaktur #Bad #Homburg #Geschichte #und #Besonderheiten

Populäre Artikel: