Schoko & Gras: Ritter Sports limitierte Edition sorgt für Gesprächsstoff
Ritter Sport, bekannt für seine quadratische Schokolade und innovativen Sorten, sorgte im April 2018 mit einer limitierten Edition für Aufsehen: "Schoko & Gras". Die Sorte, angereichert mit Hanfsamen, war zwar legal und hatte keine berauschende Wirkung, traf aber dennoch den Nerv der Zeit und löste eine rege Diskussion aus.
Die Idee hinter "Schoko & Gras"
Die Idee zu "Schoko & Gras" entstand nicht von ungefähr. Ritter Sport beobachtet aufmerksam die Wünsche und Vorschläge seiner Fangemeinde, insbesondere über das Onlinetool Sortenkreation, wo Nutzer ihre eigenen Schokoladensorten gestalten und veröffentlichen können. Hanfschokoladen waren dort schon länger ein Thema. Markenmanagerin Jasmin Krause erklärte, dass man bereits länger mit Hanfsamen experimentiert habe.
Inspiriert von den zahlreichen Vorschlägen mit Hanf, entwickelte Ritter Sport eine Rezeptur mit gerösteten und geschälten Bio-Hanfsamen in Vollmilchschokolade. Die neue Limited Edition sollte am internationalen Cannabis-Tag "420" erscheinen, um eine vorurteilsfreie Diskussion über die Nutzpflanze Hanf anzustoßen.
Superfood im Schokoladenquadrat
Die Hanfsamen in "Schoko & Gras" sind reich an Nährstoffen, darunter Kohlenhydrate, Proteine, Vitamine sowie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Ritter Sport positionierte die Sorte daher als Superfood-Schokolade.
Wichtig zu betonen: Der verwendete Nutzhanf enthält kein THC und hat somit keine berauschende Wirkung. "Von unserer Schoki wird man also höchstens high vor Schokoglück!", so Ritter Sport.
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Ausverkauf in Rekordzeit
Die limitierte Edition von 100.000 Tafeln "Schoko & Gras" war innerhalb von nur 44,22 Stunden ausverkauft. Der Webshop und die Shops in Berlin und Waldenbuch wurden förmlich überrannt. Die Nachfrage übertraf die Erwartungen des Unternehmens deutlich.
Die große Beliebtheit der Sorte führte sogar dazu, dass einige findige Verkäufer die Schokolade auf Online-Auktionsplattformen wie Ebay zu horrenden Preisen anboten.
Marketing-Coup mit Gesprächspotenzial
Die Entwicklung und Vermarktung von "Schoko & Gras" wurde von der Hamburger Agentur Elbkind begleitet, die bereits 2013 das Onlinetool Sortenkreation realisiert hatte und auch hinter der Einhorn-Schokolade steckte.
Gianna Krolla, Senior Social Media Managerin bei Elbkind, bezeichnete "Schoko & Gras" als einen würdigen Nachfolger für die Einhorn-Schokolade. Im Gegensatz zum glitzernden Vorgänger sei das Thema dieses Mal jedoch polarisierender. Die neue Limited Edition solle eine vorurteilsfreie Diskussion zur Nutzpflanze Hanf anstoßen.
Die Kampagne von Elbkind setzte auf Humor und Provokation. Anstelle von "komplett legal" wurde das Produkt als "komplett egal" angepriesen. Nach dem Ausverkauf wurde verkündet: "Das Gras ist alle."
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