Schoko-Pekannuss-Kuchen Rezept einfach
Tut mir leid, aber ich musste es wieder tun: mit Nüssen backen. Mein Rezept für saftige Himbeer-Blondies war im Sommer ein echter Renner und wenn man mit wenigen (zudem noch meist im Haushalt befindlichen) Zutaten nur etwas Kleines, Süßes backen möchte, ist dieser Blondie definitiv ein geeigneter Kandidat.
Was sind Blondies und wie passen Pekannüsse dazu?
Blondies sollen gar keine kuchige Konsistenz erhalten und durch ein Backtriebmittel Volumen erhalten. Sie sind innen, wie der englischsprachige Gebäckliebhaber sagen würde, “fudgy” oder “gooey“. Saftig eben und dicht. Wie ein richtig guter Brownie. Mit Brownies haben sie auch noch gemein, dass es sich eher um flache Würfel oder Schnitten handelt, weswegen ich im übrigen nicht empfehlen würde, eine größere Form zu verwenden, ohne die Zutatenmengen anzupassen.
Auch wenn es vereinzelt originale Blondie-Rezepte gibt, die wie Brownies ebenfalls geschmolzene Schokolade als Teigzutat beinhalten, ist das nicht der eigentliche Ursprung des Gebäcks. Statt geschmolzener Schokolade als Teigbestandteil enthalten Blondies oft Vanilleextrakt, was nicht wirklich das Gegenteil von Schokolade ist, sondern vielleicht eher als Gegenspieler angesehen werden kann.
Zutaten (für eine Form 20x20 cm, ca. 9-16 Stück)
- 125 g Butter in Würfeln
- 175 g brauner Zucker
- 1 ganzes Ei (Gr. M) plus 1 Eigelb
- Mehl (Menge je nach Rezeptabschnitt; insgesamt so viel, dass der Teig homogen wirkt)
- 1 Prise Salz
- Grob gehackte Pekannüsse (etwa 120-200 g, je nach Vorliebe)
- Schokoladenstücke oder grob gehackte Zartbitterschokolade (Menge nach Geschmack)
- Optional: grobe Meersalzflocken zum Bestreuen
Vorbereitung und wichtige Hinweise
Den Backofen auf 175° Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Browniebackform des Formates 20x20cm oder aber eine etwas breitere (dafür aber kürzere) Brotbackform mit 23x12cm mit Backpapier auslegen (wer keine Form mit herausnehmbarem Boden hat, gerne so, dass das Backpapier an den Seiten hoch schaut, so kann man die Blondies später einfacher entnehmen) oder mit etwas weicher Butter einfetten.
Kleiner Hinweis vorweg: Diese Blondies sind ein sehr flaches Gebäck. Ich würde hier also auf keinen Fall empfehlen, eine größere Form zu benutzen, ohne die Zutatenmengen (am besten per good old Dreisatz) zu erhöhen.
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Die Zutaten (vorher korrekt abgewogen) nicht zu lange und dolle verrühren, besonders, nachdem Eier und Mehl dazu kamen. Der Mixer bleibt heute mal gänzlich im Schrank. Bitte die Zuckermenge nicht reduzieren. Was gerne unterschätzt wird. Zucker hat in Gebäck nicht bloß die Funktion des Süßens, er verändert die Konsistenz maßgeblich. Backen ist Chemie sagt man so schön.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Die Butter in einem Topf bei sachter Hitze schmelzen lassen, sodann handwarm abkühlen lassen, sonst erschrecken sich die Eier später.
- Geschmolzene, nur noch laufwarme Butter samt des braunen Zuckers in eine Rührschüssel geben. Mit einem Holzlöffel oder Silikonspachtel sehr gut verrühren, wir arbeiten heute mal ganz Mixerfrei.
- Ei und zusätzliches Eigelb verquirlen, dann zur Butter-Zucker-Mixtur geben und gut einmischen.
- Mehl und Salz darüber geben und mit einem Silikonspatel oder Kochlöffel sehr gut unterheben. Zu dolle und lange muß hier gar nicht gemixt werden. Es ist nur wichtig, dass der Teig homogen und glatt ist, keine Mehlinseln mehr zu sehen sind.
- Grob gehackte Nüsse und Schokoladenstücke unterheben.
- Den Blondie-Teig in die vorbereitete Form gießen und bis in die Ecken glatt streichen. Wer möchte, kann nun noch ein paar Nüsse und Schokostücke obenauf geben.
- Den Kuchen auf mittlerer Einschubleiste des Ofens für ca. 30-35 Minuten in den Ofen geben.
Backzeit, Garprobe und typischer Fehler
Obacht: Die sonst beim Kuchenbacken übliche Stäbchentestmethode hilft uns hier heute leider nicht weiter, denn Blondies sind - wie Brownies - innen ja sehr „fudgy“ weich und sollen auch so sein - nicht also wie der bei uns gängige Rührkuchenteig. Verlasst Euch einfach auf Euer Auge, denn jeder Ofen backt anders und auch die gewählte Backform kann Einfluss auf die Backzeit haben.
Wenn die Blondies an den Rändern golden braun sind und die Oberfläche etwas fester aussieht, sind sie fertig. Auf keinen fall sollte man sie überbacken, also zu lange im Ofen lassen, denn sie härten beim Abkühlen ohnehin noch etwas nach (ähnlich wie bei Cookies) und wer sie schon fest aus dem Ofen holt, hat später schlimm zu beissende Briketts auf dem Teller.
Die Blondies sollten bitte nicht zu lange gebacken werden. Sobald der Rand etwas gebräunt ist und sich auf der Oberfläche eine etwas festere Schicht gebildet hat, sind sie fertig. Meine Blondies benötigen zumeist 34 Minuten. Eure Backzeit hängt aber - wie immer - etwas von Eurem Backofen und auch der Form ab.
Serviervorschläge und Variationen
Die Nuss-Schoko-Blondies nun zunächst etwas abkühlen lassen, dann aus der Form holen und in 9 oder 16 Stücke schneiden. P.S.: Ich habe meinen Blondies noch ein paar grobe Meersalzflocken auferlegt. Ist aber optional.
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Pekan-Chocolate-Pie, Pekannuss-Schnecken oder Schokoladiger Pecan Pie mit Bourbon, Vanille und Zimt sind schöne Varianten, wenn man ein größeres oder herbstliches Dessert machen möchte. Diese herrlich intensive, super schokoladige und wunderbar nussige Tarte ist allerbestes Seelenfutter an kalten Tagen. Besonders praktisch ist, dass dieser Pie sowohl kalt als auch frisch aus dem Ofen ganz köstlich ist. Und somit einerseits für spontane Back-Aktionen geeignet und andererseits auch super vorzubereiten ist.
Alternative Teig- und Füllideen aus dem Material
- Für eine noch schokoladigere Variante: Beide Schokoladen grob hacken und mit Butter über einem heißen Wasserbad schmelzen. Nüsse grob hacken und in die Masse geben.
- Für eine Tarte: Schoko-Mürbteig mit Kakao als Boden und eine sandige Pekannuss-Schoko-Masse als Füllung verwenden. Die Form ev. die letzten 10 Backminuten mit Alufolie abdecken, damit der Mürbteig keine Farbe nimmt.
- Für Schnecken: Pekannüsse rösten, mahlen, mit Ahornsirup und geschmolzener Schokolade mischen, auf Germteig streichen, aufrollen und in Schnecken schneiden.
Praktische Tipps
- Rösten der Pekannüsse ohne Öl auf mittlerer Hitze intensiviert das Aroma - diesen Schritt bitte nicht auslassen.
- Die Butter für den Teig nur so lange schmelzen, dass sie noch handwarm ist, damit die Eier nicht gerinnen.
- Bei Verwendung von Zartbitterschokolade mit hohem Kakaoanteil gleicht sie die süße Füllung schön aus und passt hervorragend zu Pekannüssen.
- Mit Fertigteig lässt sich ein ähnlicher Schokokuchen deutlich schneller zubereiten; wer Zeit hat, kann Mürbeteig allerdings selbst machen und erhält extra Aroma.
Kurze Rezeptübersicht (Kernschritte)
| Schritt | Kernaktion |
|---|---|
| 1 | Butter schmelzen und abkühlen lassen |
| 2 | Butter + brauner Zucker verrühren |
| 3 | Eier einrühren |
| 4 | Mehl + Salz unterheben |
| 5 | Pekannüsse & Schokolade unterheben |
| 6 | In Form füllen und bei 175°C 30-35 Min. backen |
Das Natron im Teig sorgt dafür, dass er zwar schön aufgeht, aber nicht zu fluffig wird und schokoladig-kompakt bleibt. Das „vielleicht“ tausche ich übrigens jetzt gegen ein „bestimmt“.
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