Bedeutung und Herkunft der Marmeladenkatze (Aulonocara Marmelade Cat) im Fischbereich

Die Marmeladenkatze, wissenschaftlich bekannt als Aulonocara marmelade cat, ist eine faszinierende Zuchtform unter den Buntbarschen, die im Malawisee beheimatet sind. Ihr besonderer Name rührt von einer sogenannten OB-Morphe her, die vermutlich aus dem Komplex der Metriaclimas stammt. Diese Art ist im natürlichen Malawisee in dieser Form nicht anzutreffen, sondern entstand durch gezielte Zucht im Aquarium.

Der Biologe Frank Schäfer, geboren 1964 und seit Jugend an leidenschaftlicher Tierhalter mit Schwerpunkt auf Fische, Terrarientiere und Pflanzen, hat sich intensiv mit der Biologie und Haltung von Aquarienbewohnern beschäftigt. In seiner langjährigen Erfahrung stellte er fest, dass der Aulonocara ‚marmelade cat‘ im Aquarium eine deutlich bulligere Erscheinung als andere Kaiserbuntbarsche aufweist, wobei er eine maximale Größe von etwa 16 cm erreicht.

Aggressionsverhalten und Haltung im Aquarium

Die Aggressivität dieses Fisches ist bemerkenswert. Im Gegensatz zu vielen anderen Aulonocara-Arten zeigt die Marmeladenkatze ein aggressives Verhalten, das dem der Mbuna-Arten im Malawisee ähnelt, obwohl sie eigentlich zu den Non-Mbuna gehört. Dies hat weitreichende Konsequenzen für die Besatzplanung von Malawisee-Aquarien:

  • In den ersten Jahren kann Aulonocara ‚marmelade cat‘ relativ friedlich sein, dennoch birgt die Haltung Risiken.
  • Mit zunehmendem Alter wird die Aggressivität deutlich problematischer und kann zu Stress bei anderen Aquarienbewohnern führen.
  • Stress kann sich in tödlichen Auseinandersetzungen mit anderen Fischen manifestieren.

Aufgrund dieser Probleme wird empfohlen, den Aulonocara ‚marmelade cat‘ nur in sehr großzügigen Aquarien zu pflegen. Schäfer rät dazu, das Aquarium nicht unter 600 Litern und einer Kantenlänge von mindestens 180 cm zu wählen, um den Bedürfnissen der Tiere gerecht zu werden. Dennoch bleibt die Meinung: In naturnah gestalteten Malawisee-Becken haben diese Zuchtformen grundsätzlich nichts verloren, vor allem angesichts der Vielzahl an natürlich vorkommenden, farbenprächtigen und weniger aggressiven Buntbarsch-Arten.

Marmeladenkatze im Malawisee-Aquarium

Hybridenbildung

Ein weiteres Problem bei der Haltung ist die Möglichkeit der Kreuzung mit anderen Aulonocara-Arten. Diese Kreuzungen führen unweigerlich zu Hybriden, die aus aquaristischer Sicht problematisch sind. Dies macht die weitere Verbreitung und Haltung der Nachkommen aus besonderen Vorsichtsgründen fragwürdig. Aquarianer werden eindringlich gebeten, keine Nachzuchten weiterzugeben, um eine genetische Verwässerung der Arten zu vermeiden.

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Taxonomischer Hintergrund und Forschungsgeschichte

Frank Schäfer, der das Studium der Biologie mit Schwerpunkt Zoologie, Botanik, Ökologie und Psychologie absolvierte, beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Aquaristik, insbesondere mit Süßwasserfischen. Er verfasste bereits seit den frühen 1980er-Jahren zahlreiche Fachartikel zur Pflege und Zucht verschiedener Fischarten, unter anderem auch zu Puntius vittatus und Polypterus senegalus.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen insbesondere auf der Süßwasserfischfauna des Ganges und der wissenschaftlichen Revision der historischen Arbeiten von Francis Hamilton (1822) zu Fischarten des Ganges. Gemeinsam mit Kollegen beschrieb er wissenschaftlich neue Arten wie Oreichthys crenuchoides sowie Polypterus mokelembembe.

Seit 1996 ist Frank Schäfer Redakteur bei Aqualog und ein wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Fischbestimmung bei Aquarium Glaser in Rodgau. Dort trägt er mit über 20 Buchveröffentlichungen und über 400 Fachartikeln wesentlich zum Wissensstand in der Aquaristik bei. Seine Erfahrung macht ihn zu einer Autorität in der Bewertung und Haltung von Buntbarschen, darunter die Marmeladenkatze.

Vergesellschaftung und Fütterung

Obwohl innerhalb des aquaristischen Kontextes Aulonocara als Carnivoren klassifiziert werden, sind die Fütterungsansprüche der Marmeladenkatze anspruchsvoll. Die Fische besitzen ein ausgeprägtes Aggressionspotenzial, das besonders bei unpassender Haltung und Fütterung zu Problemen führen kann.

Die Vergesellschaftung mit anderen Malawicichliden gestaltet sich mit dieser Art als herausfordernd, da das Aggressionsverhalten mit dem Größenwachstum zunimmt. Die Erfahrung zeigt, dass der Aulonocara ‚marmelade cat‘ trotz der Erscheinung eines Non-Mbuna-Verhaltens intensiven Konflikten nicht ausweicht.

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Aggression von Aulonocara marmelade cat im Gemeinschaftsaquarium

Fazit zur Bedeutung und Herkunft

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Marmeladenkatze ein Produkt gezielter Zucht ist, die auf natürlichen Aulonocara-Arten basiert, jedoch durch ihre hybride Herkunft und das starke Aggressionsverhalten innerhalb der Aquaristik eine herausfordernde Art darstellt. Ihr Status als Zuchtform ohne Vorkommen im natürlichen Malawisee unterstreicht ihre besondere Stellung.

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