Runde Schokolade mit Streusel: Herstellung und Besonderheiten

Runde Schokolade mit Streusel kann zu Hause ganz einfach hergestellt werden und eignet sich hervorragend als Geschenk, Mitbringsel oder für die eigene Nascherei. Bei uns zu Hause ist das jedes Jahr ein kleines Spektakel und inzwischen eine richtige Familientradition.

Grundidee und Anlass

Bruchschokolade selber machen geht mit meinem Rezept ganz einfach. Wenn der Advent beginnt, treffen wir uns in der Küche, schmelzen Schokotafeln auf einem Blech im Backofen und machen daraus dann die schönste Bruchschokolade überhaupt. Die ist so hübsch, dass sie fast zu schade ist zum Naschen. Sie eignet sich super zum Verschenken - in der Weihnachtszeit, aber auch zu anderen Anlässen wie Geburtstag, Ostern, Namenstag.

Runde Schokoladenstücke mit bunten Streuseln auf Backblech

Zutatenwahl: Schokolade und Streusel

Für mein Bruchschokolade Rezept verwende ich normale Schokolade aus dem Supermarkt. Ich kaufe dafür meist günstige Supermarkt-Eigenmarken, denn die sind meist richtig lecker und eine gute Basis dafür. Welche Sorte du wählst, ist egal. Ich nehme meist einen Mix aus Vollmilch, Zartbitter und weißer Schokolade. Ein großer Supermarkt-Discounter verwendet sogar Schweizer Schokolade für die Eigenmarke.

Streusel bestehen ähnlich wie Mürbeteig nur aus Mehl, Butter und Zucker. Gute Streusel sind herrlich: buttrig, mürbe und knusprig zugleich. Mit unserem einfachen Grundrezept gelingen klassische Butterstreusel aus 3 Zutaten - perfekt für Kuchen, Crumbles und viele andere Backrezepte. Die Butter sollte möglichst kalt sein. Dadurch entstehen schöne große Butterstreusel, die beim Backen ihre Form behalten.

Einfaches Streusel-Grundrezept

ZutatMenge
Weizenmehl300 g
Butter (kalt)150 g
Zucker120 g

Die Butter in kleinen Stückchen oder Flöckchen mit Mehl und Zucker in eine Rührschüssel geben. Zutaten zunächst kurz mit den Knethaken verkneten, bis die Masse einigermaßen homogen ist. Dann nochmal kurz mit den Händen nacharbeiten und mit den Fingern zu großen oder kleinen Streuselchen verarbeiten. Wer mag, kann die vorbereiteten Streusel noch 15 Minuten in den Kühlschrank stellen; dann behalten sie beim Backen besser ihre Form.

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Vorbereiten und Schokolade schmelzen

Alles bereit legen: Suche alle Toppings schon zusammen und lege sie auf die Küchenzeile, bevor die Bruchschokolade in den Backofen wandert. Nimm die Schokolade aus ihrer Verpackung und lege sie auf das Blech (das mit Backpapier ausgelegt ist), so dass es komplett gefüllt ist. Wenn du verschiedene Sorten verwendest, lege sie durcheinander aufs Backblech, damit ein schöner Mix entsteht.

Du kannst auch Riegel von den unterschiedlichen Schoki-Sorten abbrechen und diese dann auf dem Backblech schön zusammenpuzzeln. Wer sehr kreativ ist, kann die Schokolade sogar in einzelne Stücke brechen und ein schokoladiges Muster legen. Von der Zartbitter-Schokolade lege ich nur kleinere Stücke aufs Blech und mogele sie zwischen größeren Stücken aus Vollmilch und weißer Schoki, da Zartbitter-Schoki im Backofen etwas langsamer schmilzt.

Backofen-Methode zum Schmelzen

Ich stelle den Backofen auf 50°C Umluft ein und schiebe die Schokolade auf dem Blech für 12 Minuten hinein. Ja, du kannst die Schokolade auch im vorgeheizten Ofen bei Ober- und Unterhitze schmelzen. Manchmal erkennt man mit dem bloßen Auge nicht, ob die Schokolade schon angeschmolzen ist. Deshalb mache ich den Holzstäbchen-Test: Pikse nach dem Ablauf der 12 Minuten Backofenzeit mit einem Holzstäbchen vorsichtig in die Schokolade rein. Wenn sie schon weich ist, kannst du das Blech herausnehmen. Fühlt sie sich noch etwas fest an? Dann lass sie noch ein paar Minuten länger im Backofen.

Für mein Rezept verwende ich normale Schokoladentafeln, die ich auf dem Blech im Backofen schmelze und keine Kuvertüre, die ich über dem Wasserbad schmelze. Denn ich bin kein Chocolatier, sondern Mama von drei Kindern. Und im Familienalltag muss es einfach schnell gehen. Die fertige Bruchschokolade ist deshalb etwas weicher und cremiger, aber wir mögen das sehr gerne.

Verzieren: Toppings und kreative Ideen

Das Verzieren ist ein großer und wichtiger Punkt beim Bruchschokolade selber machen. Meine Kinder verzieren die Schokolade am liebsten mit bunten Schokolinsen, Mini-Marshmallows oder anderen Süßigkeiten. Einen Teil der Schokolade bestreue ich für die Erwachsenen mit rosa Pfeffer und Meersalz. Meine Eltern lieben die Kombi.

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  • Bunte Streusel oder Schokolinsen - gehen immer, vor allem für Kinder.
  • Gehackte Nüsse oder Krokant - bringen Biss rein.
  • Chiliflocken oder rosa Pfeffer - Schärfe und Spannung für Erwachsene.
  • Gummibärchen, Marshmallows - weiche Texturen kombinieren.
  • Krümel von zerkrümelten Keksen, Cornflakes, gebrannte Mandeln, Krokant - als Alternative zu Nüssen.

Mein Tippi-Toppi-Topping-Tipp: Kombiniere verschiedene Texturen miteinander. Also zum Beispiel etwas Knuspriges wie Krokant mit etwas Weichem wie Gummibärchen oder Marshmallows. Das macht die Bruchschokolade noch spannender.

Schokolade marmoriert mit weißen Linien und bunten Streuseln

Marmorieren und Figuren

Marmorieren: Eine besonders schöne Optik bekommst du, wenn du verschiedene Sorten miteinander marmorierst. Deshalb lege ich auch so gerne weiße Schokolade zwischen Zartbitter und Vollmilch, dann kann man die Bruchschokolade ganz einfach marmorieren. Dafür kannst du ein Holzstäbchen oder eine Gabel verwenden. Ziehe damit vorsichtig wellenförmige Linien oder Zick-Zack-Linien durch die verschiedenen Schokoladensorten - vor allem dort, wo sie direkt nebeneinander liegen.

Rentier: Für ein Rentier drückst du zwei kleine Salzbrezeln als Geweih in die Bruchschokolade. Darunter platzierst du zwei Zuckeraugen und eine rote Zuckerperle oder eine rote Schokolinse als Nase. Manchmal nehme ich einen roten Zuckerstern als Nase, das sieht auch niedlich aus.

Schneemann: Für einen niedlichen Schneemann legst du zwei kleine Stücke Zartbitterschokolade in unterschiedlicher Größe übereinander als Hut. Darunter platzierst du zwei Zuckeraugen und eine kleine Marzipan-Möhre als Nase.

Festwerden, Brechen und Haltbarkeit

Fest werden lassen: Lass die Bruchschokolade an einem kühlen Ort wieder fest werden, das kann mehrere Stunden dauern. Das geht im Herbst und Winter meist ganz gut auf der Terrasse oder dem Balkon, allerdings nur, wenn es nicht zu kalt ist. Du kannst sie auch einfach in die kalte Speisekammer stellen. Die fertige Schoki braucht ein schönes, kühles Plätzchen zur Aufbewahrung, aber bitte nicht im Kühlschrank! Am besten packst du sie in einen luftdichten Behälter und stellst diesen in die Vorratskammer oder an einen anderen kühleren Ort bei dir zu Hause.

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Die Bruchschokolade hält sich bis zu vier Wochen, wenn du sie so aufbewahrst, wie ich es beschrieben habe. Falls sie überhaupt so lange überlebt. Weil mein Rezept so schnell und einfach geht, bereite ich meist erst kurz bevor ich sie verschenken möchte eine Portion zu. So ist sie garantiert in Top-Form und sieht am schönsten aus.

Verpacken und Verschenken

Bruchschokolade lässt sich nicht nur kreativ dekorieren, sondern eignet sich auch als persönliches, kleines Geschenk aus der Küche. Am einfachsten lässt sie sich in kleinen Cellophantüten verpacken. Darin verpacke ich auch immer selbstgebackene Weihnachtsplätzchen, die ich verschenken möchte. Die Cellophantüten bekommst du im Supermarkt oder im Bastelladen. Ich stapele die Bruchstücke hinein und binde die Tütchen dann mit Schleifenband zu. Wenn du magst, kannst du auf die Tütchen noch kleine Sticker draufkleben, zum Beispiel Sterne in der Weihnachtszeit.

Wenn du das ganze Jahr über Pralinenschachteln sammelst, etwa von gekauften Pralinen, hast du immer schöne Schachteln zum Verpacken parat, die nichts extra kosten. Eine besonders schöne Idee, um die selbstgemachte Bruchschokolade zu verpacken, ist ein Weckglas. Das kann die beschenkte Person anschließend dann noch weiter nutzen.

Runde Schokolade verpackt in Cellophan mit Schleife

Tipps zur Qualität: Schokolade, Temperieren und Optik

Der einzige Knackpunkt bei der Herstellung von Bruchschokolade liegt beim Schmelzen und Temperieren der Schokolade oder Couverture. Denn Schokolade richtig schmelzen, sodass sie nach dem erneut Abkühlen und Erstarren keinen grauen Schleier erhält, ist gar nicht so einfach. Die Couverture nicht zu dünn ausstreichen. Die Bruchschokolade darf ruhig etwas dicker sein.

Achte darauf, dass zum Dekorieren nicht zu viel Zeit benötigt wird. Die Couverture sollte innerhalb von 10 Minuten erstarren, damit sie einen schönen Glanz erhält. Falls du keine Nüsse magst, nimmst du zerkrümelte Kekse, caramelisierte Sonnenblumenkerne, gebrannte Mandeln, Krokant, Cornflakes usw.

Varianten: Schoko-Streusel-Törtchen und Streuselschnitten

Die Lösung sind Törtchen von etwa zehn Zentimetern Durchmesser, die mit Schoko-Sahne gefüllt werden. Die Törtchen haben viel Streusel-Knusper und die sahnige Füllung hält sich in überschaubaren Grenzen. Für den Teig alle Zutaten mit den Händen oder den Knethaken von Küchenmaschine oder Mixer zu einem glatten Teig verkneten. Zur Seite stellen und die Streusel kneten. Die Zutaten für die Streusel werden mit den Händen verknetet, bis man lockere Streusel daraus bröseln kann. Dazu kleine Teigportionen auf einem mit etwas Mehl bestreuten Bogen Backpapier ausrollen und mit einem Kreisausstecher mit 10 Zentimeter Durchmesser Kreise ausstechen.

Für Streuselschnitten: Ein Streuselboden wird vorgebacken, dann kommt Karamell darüber, dann die restlichen Streusel. Ein bisschen Schokolade noch dazu, dann ist das ein Traum von Kuchen. Die Streuselschnitten mit Karamell und Schokolade sind sweet, fudgy, klebrig, mit ein bisschen Crunch.

Runde Schokoladenherstellung und Streusel-Dekor Tutorial

Praktische Hinweise

  • Bei Zartbitter-Schokolade kleinere Stücke verwenden, da sie langsamer schmilzt.
  • Die Butter für Streusel möglichst kalt verarbeiten, nicht zu lange kneten.
  • Streusel können vorbereitet oder eingefroren werden; ungebackene Streusel müssen vor dem Backen nicht zwingend aufgetaut werden.
  • Keinen flüssigen Süßstoff für Streusel verwenden.

Für meine Kinder und mich ist das Dekorieren der spaßigste Teil beim Bruchschokolade selber machen! Bei den Toppings kann man sich so richtig austoben und der eigenen Fantasie freien Lauf lassen. Und am Ende hat man mit sehr wenig Aufwand ein Geschenk aus der Küche, das nach richtig viel Arbeit aussieht und für ein WOW bei den Beschenkten sorgt.

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