Einfaches Rumkugel Rezept: Ein Klassiker neu entdeckt
Rumkugeln sind ein zeitloser Genuss, der besonders in der Vorweihnachtszeit eine besondere Rolle spielt. Sie sind schokoladig, cremig, reichhaltig im Geschmack und haben ein wunderbares Rumaroma. Ob als selbstgemachtes Mitbringsel für Freunde und Kollegen oder als Teil der eigenen Weihnachtsnaschereien - Rumkugeln versüßen die Adventszeit. Dieses Rezept, inspiriert von alten Traditionen und verfeinert für moderne Geschmäcker, zeigt, wie einfach und köstlich die Zubereitung sein kann.
Was sind Rumkugeln?
Rumkugeln sind kleine Konfektstücke, die traditionell aus Resten von Kuchen oder Keksen hergestellt werden. Diese werden mit Schokolade, Butter, Zucker und natürlich Rum vermischt und zu Kugeln geformt. Anschließend werden sie in Schokostreuseln, Kakao oder Kokosraspeln gewälzt. Obwohl sie Pralinen ähneln, zählen Rumkugeln zum Konfekt, da ihr Schokoladenanteil oft unter 25 Prozent liegt.
Die Geschichte der Rumkugel
Die genaue Herkunft der Rumkugel ist unklar, aber erste Rezepte tauchten im 19. Jahrhundert auf. Damals wurden Reste von Kuchen oder Biskuit verwertet, mit Rum aromatisiert und zu kleinen Kugeln geformt.
Zutaten für einfache Rumkugeln
Die Zutatenliste für selbstgemachte Rumkugeln ist überschaubar und die meisten Zutaten hat man oft bereits zu Hause. Hier eine Zusammenfassung:
- 250 g Kuchenreste (Biskuit oder Rührkuchen)
- 100 g Butter
- 100 g Puderzucker
- 200 g Schokolade (Vollmilch- und Zartbitterschokolade)
- 4 EL Rum (54%)
- Vollmilchschokostreusel
Alternativen und Variationen
- Kuchenreste: Statt Biskuit oder Rührkuchen können auch andere Kuchenreste oder Kekse verwendet werden.
- Schokolade: Eine hochwertige Schokolade mit hohem Kakaoanteil kann den Geschmack verbessern.
- Nüsse: Gemahlene Mandeln oder Nüsse (z.B. Haselnüsse) können hinzugefügt werden.
- Rum: Für eine kinderfreundliche Variante kann Milch anstelle von Rum verwendet werden.
- Überzug: Anstelle von Schokostreuseln können auch Kakao, Kokosraspeln oder Krokant verwendet werden.
Schritt-für-Schritt Anleitung zur Zubereitung
Die Zubereitung von Rumkugeln ist denkbar einfach und erfordert nur wenige Arbeitsschritte.
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- Vorbereitung: Die Butter schaumig rühren. Die Vollmilchschokolade und die Zartbitterschokolade über dem Wasserbad schmelzen.
- Masse zubereiten: Die geschmolzene Schokolade mit der schaumigen Butter verrühren. Anschließend den Rum unterrühren.
- Kühlen: Die Masse ca. 1 - 1,5 Stunden kaltstellen, bis sie sich gut rollen lässt.
- Formen: Mit kalten und leicht angefeuchteten Händen Kugeln mit ca. 12 - 13 Gramm formen.
- Wälzen: Die Kugeln in Schokostreuseln wälzen und noch einmal in der Hand rollen, damit die Streusel gut haften.
- Erneutes Kühlen: Die fertigen Rumkugeln erneut für 1 Stunde kühlstellen.
Tipps und Tricks für perfekte Rumkugeln
- Konsistenz der Masse: Die Masse sollte so lange gekühlt werden, bis sie sich gut rollen lässt. Die Konsistenz zwischendurch kontrollieren.
- Rollen: Beim Rollen sollte es schnell gehen. Kühle Hände, eventuell leicht angefeuchtet mit Wasser, sind von Vorteil.
- Schokolade schmelzen: Beim Schmelzen der Schokolade über dem Wasserbad darauf achten, dass die Schüssel nicht mit dem Wasser in Berührung kommt.
- Kühlzeit: Bevor die Rumkugeln geformt werden, sollte die Masse wenigstens 30 Minuten im Kühlschrank auskühlen.
Was tun, wenn die Masse zu weich ist?
Wenn die Masse zu weich ist, um Kugeln zu formen, gibt es mehrere Möglichkeiten:
- Kühlen: Die Masse über Nacht in den Kühlschrank stellen.
- Trockene Zutaten hinzufügen: Mehr Kuchenreste, gemahlene Mandeln oder Kakaopulver hinzufügen, um die Masse fester zu machen.
- Kühle Hände: Die Hände vor dem Rollen mit kaltem Wasser befeuchten oder kurz in den Kühlschrank legen.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Rumkugeln halten sich im Kühlschrank am besten. Sie bleiben dort etwa 1-2 Wochen frisch. Für eine längere Haltbarkeit können sie auch eingefroren werden.
Variationen und besondere Rezeptideen
Rumkugeln sind vielseitig und können nach Belieben variiert werden. Hier einige Ideen:
- Rumkugeln mit Kokos: Die fertigen Kugeln in Kokosraspeln wälzen.
- Rumkugeln mit Nüssen: Gehackte Nüsse in die Masse geben oder die Kugeln darin wälzen.
- Rumkugeln mit Kaffee: Einen Schuss Espresso oder Kaffeeextrakt in die Masse geben.
- Rumkugeln mit Gewürzen: Zimt, Nelken oder Kardamom verleihen den Kugeln eine weihnachtliche Note.
- Rumkugeln mit Orangenabrieb: Orangenabrieb in die Masse geben, um einen fruchtigen Geschmack zu erzielen.
Rumkugeln als Resteverwertung
Rumkugeln sind ideal zur Resteverwertung von Kuchen, Keksen oder anderem Gebäck. Statt die Reste wegzuwerfen, können sie in köstliche Rumkugeln verwandelt werden. Dies ist nicht nur nachhaltig, sondern auch eine einfache Möglichkeit, leckere Naschereien zu zaubern.
Warum Rumkugeln selber machen?
Es gibt viele Gründe, Rumkugeln selbst zu machen:
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- Frische Zutaten: Man weiß genau, welche Zutaten verwendet werden und kann auf hochwertige Produkte achten.
- Individueller Geschmack: Die Zutaten und das Rumaroma können nach eigenem Geschmack angepasst werden.
- Resteverwertung: Übrig gebliebene Kuchenreste können sinnvoll verwertet werden.
- Kreativität: Die Zubereitung bietet Raum für kreative Variationen und Experimente.
- Freude am Selbermachen: Selbstgemachte Rumkugeln sind ein besonderes Geschenk und bereiten Freude beim Zubereiten und Genießen.
Rum vs. Milch
Beim Thema Alkohol wird oft gefragt, ob man den Alkohol weglassen kann. Bei den leckeren Rumkugeln würde das aus meiner Sicht keinen Sinn machen. Für eine kinderfreundliche Variante kann der Rum durch Milch ersetzt werden.
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