Traditionelle rumänische Kekse: Die besten Rezepte und ihre Geschichten
Rumänische Küche ist ein faszinierender Mix aus mittel- und südosteuropäischen Einflüssen, geprägt von Geschichte, Geografie und regionalen Traditionen. Besonders die Backwaren nehmen einen besonderen Platz ein und spiegeln die Vielfalt des Landes wider. Zahlreiche Rezepte für rumänische Kekse werden von Generation zu Generation weitergegeben und verbinden Familiengeschichten mit dem Geschmack des Landes.
Rumänien: Kulinarische und geografische Einflüsse
Rumänien liegt zwischen Mittel- und Südosteuropa. Im Osten grenzt das Land an das Schwarze Meer. Im Übrigen wird das Land begrenzt von fünf Staaten: Bulgarien, Serbien, Ungarn, die Republik Moldau und die Ukraine. Siebenbürgen, auch bekannt als Transsilvanien, bildet das geografische Zentrum des Landes. Hier liegt auch eines der touristischen Highlights der Region: Die Burg Bran. Hier soll Graf Dracula - eine Romanfigur des Schriftstellers Bram Stoker - gelebt haben.
Bisher war ich noch nicht in Rumänien, lediglich mit dem Finger auf der Landkarte. Die Landschaft Rumäniens gliedert sich in Gebirge, Hochland und Ebenen. Wobei die Karpaten der prägendste Gebirgszug sind.
Die rumänische Küche ist bodenständig und setzt auf regionale Zutaten wie Mais, Schafsmilch und Schaffleisch sowie vielseitige Backwaren. Am wichtigsten Grundnahrungsmittel des Landes ist der Mais. Er wird als Maisgries oder -mehl beim Kochen und Backen verwendet.
Eine Reise durch die rumänischen Kekse und Kleingebäck
Rumänische Kekse und süße Backwaren sind fester Bestandteil der Festtage und der Alltagsküche. Besonders beliebt sind verschiedene Formen von Nussfladen, Hefestrudel, Kipferl oder auch Brotkränze namens Covrigi.
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Nussfladen - Prăjitura de la Naşa
Im März ist Rumänien das Thema der Aktion “Die kulinarische Weltreise”. Durch Zufall bin ich auf das Rezept dieser Nussfladen aus Rumänien gestoßen. Gefunden habe ich das Familienrezept bei Ioana auf ihrem Blog Miss Red Fox. In Ioanas Rezeptebuch heißt der Blechkuchen Prăjitura de la Naşa (Der Kuchen von der Patentante). Dieser Nusskuchen vom Blech wird seit vielen, vielen Jahren in Ioanas Familie gebacken.
Super easy! Ihr verrührt weiche Butter mit Zucker, gebt danach Zitronenabrieb, Vanillezucker, Backpulver, Rum (oder Rum-Aroma) und eine Ei dazu. Das Backblech schiebt ihr dann gute 10 Minuten in den Backofen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Dadurch, dass der Teig so dünn ausgerollt wird, erinnern die Nussfladen eher an große Nussplätzchen. Diese Nussfladen sind von der Konsistenz und auch vom Geschmack ungewohnt, aber total lecker!
Den Teig zu dünn wie möglich auf dem Backpapier ausrollen, in die Ecken kommt man entweder mit einem Mini-Ausroller oder mit dem Handballen. Im vorgeheizten Backofen backen bis die Ränder leicht braun werden. Das hat bei mir 12 Minuten gedauert. Anschließend den Nusskuchen aus dem Ofen nehmen und noch warm in Stücke schneiden.
Rumänische Kipferl - Kleingebäck mit Nussfüllung
Kipferl, ein köstliches Kleingebäck, das man so nicht kennt und das süchtig macht. Aus Mehl, Eigelb, der weichen Butter und der sauren Sahne (alles in eine Schüssel geben, es kommt kein Zucker an den Teig!) mit den Knethaken des Handrührgerätes einen Teig kneten. Er hat eine ganz eigene elastische Konsistenz.
Für die Füllung die Eiweiß mit Zucker steif schlagen und die Nüsse mit dem Schneebesen unterziehen. Aus dem Teig nach und nach walnussgroße Kugeln formen (ich mache zuerst eine Rolle und schneide diese in Stücke und rolle dann die Kugeln, nicht alle auf einmal, sonst trocknen die Kugeln zu sehr an), ergibt etwa 60-70 Stück.
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Jede Kugel mit Mehl hauchdünn ausrollen (das ausgerollte Stück kann ganz ungleichmäßig sein). Mit einem normalen Messer etwas von der Füllung darauf verteilen und durch Anheben eines Zipfels des Teiges locker aufrollen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Ich backe immer bei Heißluft etwa 160 Grad 20 Minuten. Sie sollen schön hell bleiben. Sie gehen beim Backen luftig auf.
Nach dem Abkühlen dick mit Puderzucker bestäuben. Gut verpackt halten sie sich bis zu 2 Wochen.
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Mehl | 8 Eigelb, Buttersaure Sahne |
| Füllung | 8 Eiweiß, 330 g Zucker, 330 g gemahlene Haselnüsse |
| Mehl | zum Ausrollen |
| Puderzucker | zum Bestäuben |
Covrigi - Rumänische Brotkränze
Ich habe mich letztlich für ein Rezept aus Rumänien entschieden. Nämlich für Covrigi - Rumänische Brotkränze. Vermischt das Mehl mit dem Salz und dem Zucker und krümelt die Hefe darüber. Gebt 1 Ei, 3/4 des Käses, die weiche Butter und das Wasser hinzu und verknetet das ganze zu einem geschmeidigen Hefeteig. Wie immer lautet die Devise: Kneten was das Zeug hält, das mag Hefeteig einfach!
Teig zu einer Kugel geformt und zugedeckt etwa 1,5 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen. Teilt den Teig in 8 Stücke und rollt diese jeweils auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu ca. 40 cm langen Strängen aus. Legt jeweils zwei der Stränge über Kreuz und dreht sie zu einer Kordel. Verschließt diese zu einem Ring und drückt die Enden gut zusammen. Heizt den Backofen auf 180°C vor.Verquirlt das zweite Ei und bestreicht die Covrigi damit. Bestreut die Brotkänze dann mit Mohnsamen, Salzflocken und dem restlichen Käse. Nun kommen die rumänischen Brotkränze für etwa 20 Minuten in den Backofen.
Brotkränze auf das Backblech legen, mit einem Tuch bedecken und noch mal 30 Minuten gehen lassen. Ei verquirlen und die Covrigi damit bestreichen. Brotkänze mit Mohnsamen, Salzflocken und dem restlichen Käse bestreuen. Etwa 20 Minuten im Backofen backen.
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Butterkekse mit Rum - Ein typisches Keksrezept
Butterkekse zerbröseln und in eine Schüssel geben. Butter in einem Topf schmelzen lassen (dabei aufpassen, dass sie nicht kocht). Danach die Butter mit Kakaopulver mischen. Zucker im Wasser lösen und zu der Butter-Kakaomasse geben. Die flüssige Masse und das Rumaroma in die Kekse unterrühren und zu einem Teig kneten. Die Masse in Frischhaltefolie wickeln (Wurstform). Ergibt 2 Stangen.
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Butterkekse | 800g |
| Butter od. Margarine | 250g |
| Kakaopulver | 4 EL |
| Zucker | 5 EL |
| Rumaroma | 1 Packung |
| Wasser | 1 Tasse |
Savarină - Rumänischer Savarin-Kuchen
Savarin Kuchen in Rumänien als Savarină Kuchen bekannt ist ein in Rum getränkter süßer Hefeteigkuchen. Savarină ist praktisch identisch mit dem französischem Baba au rhum und der polnischen mit Rum getränkten Babka. Benannt nach Jean-Anthelme Brillat-Savarin, dem berühmten französischen Richter, Schriftsteller, Gourmet und Gastronomiekritiker.
Für einen Savarin ist charakteristisch die ringförmige Form und dass er mit alkoholischer Flüssigkeit (Rum) oder Sirup getränkt wird. Nach dem Backen wird er glasiert. Das Loch in der Mitte füllt man mit Sahne und garniert es mit Früchten.
Für den Sirup gebt Ihr Zucker, Wasser, Vanilleextrakt und etwas Abrieb einer Bio-Orange in einen Topf und kocht es kurz auf dem Herd auf. Den Zuckersirup danach abkühlen lassen. Wenn das Zuckerwasser ausgekühlt ist, den Rum zugeben und bis zum Gebrauch zur Seite stellen. Den Teig abgedeckt 45 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen, anschließend den Teig in die Savarin Backform geben und nochmals abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen. Nach der Teigruhe die Form in den vorgeheizten Backofen geben und den Savarină je nach Backofen 30-35 Minuten backen. Nach dem Backen den Kuchen 10 Minuten in der Form abkühlen lassen und anschließend aus der Form stürzen und erkalten lassen. Den Savarină auf einen tiefen Teller oder kleines Backblech stellen und mit dem Rum-Sirup tränken. Als nächstes erwärmt Ihr etwas Aprikosenmarmelade und glasiert den Kuchen damit. Nun schlagt Ihr Sahne mit Sahnesteif und Vanillezucker steif.
Das Loch in der Mitte füllt man mit Sahne und garniert es mit Früchten.
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Mehl | 250g |
| Eigelb | 4 Stück |
| Butter, ungesalzen | 125g |
| Sauerrahm | 100g |
Rumänische Keksvielfalt: Inspirationen von Bloggern
Schon probiert? Unsere Partner haben uns ihre besten Rezepte verraten. Jetzt nachmachen und genießen. Mit der Bloggerin, Buchhändlerin, Freizeitköchin und Kochbuchsammlerin habe ich so manches gemeinsam! Neben unsere Liebe zum Kochen und Backen nämlich auch das Sammeln von Kochbüchern und Kochzeitschriften. Da es sich bei ihrem Blog um den „Foodblog aus dem Herzen des Schwabenlandes“ handelt, ist es nicht verwunderlich, dass wir so manche regionale Leckerei bei ihr finden. Es war nicht leicht, mir ein Rezept von Simone auszusuchen - ich hätte auf so ziemlich alles Hunger gehabt!
Rumänien ist auch diesen Monat unser Reiseziel von Die kulinarische Weltreise. Die Rezepte der Mitreisenden Bloggerkollegen verlinke ich Euch wie immer am Ende vom Beitrag. Ihr findet hier schon die besten Rezepte aus Serbien - Rezeptsammlung mit 23 tollen serbischen Gerichten und auch 31 Rezepte und Gerichte aus Ungarn - das beste der ungarischen Küche gibt es schon. Die Aktion ist inzwischen beendet. Habt ihr die Nussfladen aus Rumänien schon gebacken und seid ihr auf Instagram unterwegs?
Rumänische Backtraditionen und Festtagsgebäck
Sehr beliebt in Rumänien sind die Poale n’brau - Rumänische Quarktaschen sowie Papanaşi: Frittierte Quarkkringel aus Rumänien. Zum Schluss wird der nussige Abschluss oft von Köstlichkeiten wie dem rumänischen Nussstrudel oder Saravină gebildet. Gut verpackt halten sich die Kipferl bis zu 2 Wochen und sind daher ideal für große Feste und Familientreffen.
Die Rezepte präsentieren die Bandbreite der rumänischen Backkunst: von saftigen Hefeteig-Kuchen, über klassische Butterkekse bis hin zu filigranen Kipferl rollt sich die süße Vielfalt des Landes. Ein Streifzug durch die rumänische Geografie wird auch zu einer Entdeckungsreise der kulinarischen Traditionen des Landes.
Entdecken, Nachbacken und Teilen
Jetzt nachmachen und genießen - das Beste aus Rumänien. Wer mitmachen möchte, kann sich im Dokument, welches wir über die FB Gruppe verlinken, eintragen. Die Beiträge müssen bis zum letzten Sonntag im Monat eingetragen und veröffentlicht sein. Ihr findet hier eine Übersicht der bald über 1250 Rezepten aus über 50 Ländern und den kulinarischen Reisezielen für den Rest des Jahres.
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