Rumrosinen im Rührkuchen: Omas saftiger „Englischer Kuchen“ als perfektes Rezept
Rosinenkuchen. Klingt erstmal eher langweilig, oder? Ist es aber überhaupt nicht! Denn Omas Rührkuchen mit Rosinen wird wirklich besonders saftig und fruchtig. Nachdem er einige Zeit durchgezogen ist, schmeckt er sogar noch besser.
Das Rosinenkuchen-Rezept stammt, wie so oft, von meiner Oma. Sie hat es als Jugendliche von einem Konditor erhalten - allerdings unter einem anderen Namen. Denn bei ihr heißt er „Englischer Kuchen“. Oder einfach „Der Englische“ 😉 . Spätestens, wenn Omas saftiger Rosinenkuchen in eurem Mund landet, sind solche Wortklaubereien eh egal. So lecker und fein ist er!
Warum dieser Rosinen-Rührkuchen so saftig gelingt
Dass so ein einfacher Rosinenkuchen saftig wird, und zwar richtig, hat mehrere Gründe: Zunächst ist der Rührteig an sich schon recht üppig, beinhaltet im Verhältnis zur Mehlmenge also viel Butter und Eier. Eigentlich genauso wie z.B. beim klassischen Marmorkuchen oder Sandkuchen. Außerdem werden die Rosinen in Saft oder Rum eingelegt.
Der Rum macht die getrockneten Weinbeeren saftiger, wodurch sie beim Backen nicht so leicht verbrennen und schwarz werden. Dazu wird das Trockenobst einfach im Alkohol eingeweicht und in Mehl gewälzt, bevor es in den Teig kommt. Der Mantel bewirkt, dass die Rosinen nicht im Teig untergehen und sich gleichmäßig verteilen.
Zutatenvarianten für Rum-Rosinen-Rührkuchen
Ich habe Omas Rezept für den traditionellen englischen Teekuchen leicht angepasst. So steckt in meiner Variante z.B. weniger Zucker; die Eier müssen nicht getrennt werden, sondern kommen als Ganzes in den Rosinenkuchen-Teig. Die Zuckermenge im Teig ist im Verhältnis zur Butte- und Eiermenge vergleichswese gering.
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Statt Rum kommen übrigens auch andere Flüssigkeiten zum Einweichen infrage, um unseren saftigen Rosinenkuchen in der Kastenform zu backen. Wer ein paar Kalorien einsparen möchte, verwendet für das Gebäck einfach weniger Trockenbeeren.
- Rosinen waschen, trocken tupfen, mit Rum vermengen und ca. 30 Minuten marinieren.
- Die Rosinen in Rum einweichen, am besten über Nacht.
- Rosinen abgießen und mit 2-3 EL Mehl vermischen.
- Die Rosinen unbedingt in Rum oder Brandwein über Nacht ziehen lassen! Vor der Verarbeitung zuerst abtropfen und dann in etwas Mehl gewälzt.
Grundausstattung und Formwahl
Eine Kastenform mit (je nach gewünschter Höhe) 22-24 cm Länge einfetten und mit etwas Mehl bestäuben. Eine Kastenform (1,5 Liter Inhalt, 25 cm Länge) ausfetten. Eine Guglhupfform mit 24 cm Durchmesser gründlich einfetten und mit Mehl bestäuben.
Eine Kastenform (ca. 30x11x8cm) einfetten (oder mit Backpapier auslegen) und den Backofen auf 170 Grad Ober-/ Unterhitze (Umluft: 150 Grad) vorheizen. Gugelhupfform fetten und mehlen.
Rezept: Saftiger Rührkuchen mit Rumrosinen (Kastenform)
Omas leckerer Rum-Rosinen-Gugelhupf ist ein Klassiker aus dem Backofen. Er ist schnell gebacken und ein schmackhafter Kuchen für Erwachsene. Du kannst den Rum natürlich durch Rumaroma ersetzen, so wird er zu einem Genuss für die ganze Familie!
Zutaten (klassische Variante, Kastenform)
- 100 g Rosinen
- 4 EL Rum
- 175 g Butter oder Margarine
- 175 g Zucker
- 1 Pck. Vanillin-Zucker
- 1 Prise Salz
- 3 Eier (Gr. M)
- 225 g Mehl
- 100 g gemahlene Mandeln
- 2 TL Backpulver
Zubereitung
- Als erstes die Rosinen z.B. in einer Tupperdose mit Saft oder Rum mischen und beiseite stellen. Wer Zeit hat, macht das bereits am Vorabend.
- Den Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
- Eine Kastenform mit (je nach gewünschter Höhe) 22-24 cm Länge einfetten und mit etwas Mehl bestäuben.
- Die Butter mit dem Zucker einige Minuten sehr schaumig schlagen, danach die Eier einzeln nach und nach unterrühren.
- Mehl, Stärke, Backpulver und Salz mischen. Zusammen mit dem Zitronensaft unter die Butter-Eier-Creme rühren - aber nur solange, bis der Teig homogen ist.
- Die Rosinen in ca. 2 Esslöffel Mehl wälzen; alternativ das Mehl mit in den Einlege-Behälter geben, Deckel auflegen und alles ordentlich durchschütteln.
- Rosinen vorsichtig unter den Teig heben.
- Den Teig in die Form geben, glattstreichen und 50-60 Munuten machen. Stäbchenprobe machen.
- Gegen Ende der Backzeit evtl. abdecken, damit der Kuchen nicht zu dunkel wird.
- Rund 15 Minuten abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen.
Obwohl die Zubereitung wirklich einfach und gelingsicher ist (wenn ihr meine Rührkuchen-Tipps beachtet), gibt es einen kleinen Haken. Ok, großen Haken 😉 . Denn mein saftiger Kuchen mit Rosinen muss vor dem Anschneiden unbedingt komplett auskühlen und am besten über Nacht durchziehen. Nur so wird er perfekt. Krümelt weniger.
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Guss- und Glasurideen
Unseren Rosinenkuchen bestäuben Sie zum Schluss mit Puderzucker. Sie können aber auch einen Schokoladen- oder Zuckerguss auftragen, um dem Kuchen einen leckeren Knack zu geben. Zuckerglasur ist sehr einfach zu bewerkstelligen - wie es geht, zeigt das Rezept für Rosinenschnecken.
Für die Glasur Marmelade kurz erwärmen, sodass sie etwas flüssiger ist. Den Kuchen dünn damit bepinseln. Den Marmeladenüberzug kurz antrocknen lassen oder den Kuchen 15 Minuten ins TK Fach stellen. Gesiebten Puderzucker mit Milch oder Zitronensaft zu einem nicht zu flüssigen Guss verrühren. Den Kuchen dünn damit bestreichen.
Alternative: Rum-Rosinen-Gugelhupf
Dieser Rosinen-Gugelhupf wird mit einem Rührteig gebacken. Für einen lockeren Rührkuchen ist es wichtig, die Zutaten nur grob zu vermischen und danach zeitnah im Ofen zu backen. Benutze am besten einen Holzlöffel und hebe die Zutaten nur unter. Wenn du ein Handrührgerät benutzt, stelle es auf eine niedrige Stufe.
Zutaten (Gugelhupf)
- 200 g Rosinen
- 100 ml Brauner Rum, oder Rumaroma
- 250 g Butter, weich
- 200 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 4 Eier, mittelgroß
- 350 g Mehl
- 1 Päckchen Backpulver
- 1 Prise Salz
- 1 TL Zimt, optional
- 150 ml Milch
Zubereitung (Gugelhupf)
- Gib die Rosinen in eine Schüssel und übergieße sie mit dem Rum. Mindestens 2 Stunden, am besten über Nacht, einweichen lassen, bis sie sich vollgesogen haben.
- Nimm Butter und Eier eine Stunde vor dem Backen aus dem Kühlschrank.
- Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Eine Gugelhupfform mit 24 cm Durchmesser gründlich einfetten und mit Mehl bestäuben.
- Verrühre die weiche Butter mit dem Zucker und Vanillezucker in einer großen Schüssel, bis alles cremig wird.
- Die Eier nun einzeln nacheinander unterrühren, bis ein glatter Teig entsteht.
- Mehl, Backpulver, optional den Zimt und eine Prise Salz in einer separaten Schüssel miteinander vermischen.
- Hebe nun die Mehlmischung und die Milch unter den Teig, bis alles gut vermengt ist. Verrühre alles nur kurz.
- Die eingeweichten Rosinen (inklusive des Rums in der Schüssel) locker unter den Teig heben.
- Fülle den Teig in die Gugelhupfform und streiche ihn glatt.
- Den Rosinen-Gugelhupf auf der mittleren Schiene für etwa 60-70 Minuten backen. Mache dann die Stäbchenprobe mit einem Holzstäbchen.
- Nimm den Kuchen aus dem Ofen und lasse ihn in der Form etwas abkühlen (ca. 15 Minuten). Stürze ihn dann auf ein Kuchengitter und lasse ihn komplett auskühlen.
Statt einer Rumglasur kannst du auch eine andere Glasur versuchen, zum, Beispiel Zitronenguss oder Schokoglasur.
Tipps gegen sinkende Rosinen und für perfekte Krume
- Damit sie (vergleichsweise) wenig versinken, darf der Teig nicht zu flüssig bzw. weich sein.
- Die Rosinen sollten zudem in ordentlich Mehl gewälzt werden, bevor man sie unter den Teig hebt (nicht unterrührt - wie bei den Rosinenmuffins). Probiert´s mal aus!
- Schöne Kruste: Wenn du willst, dass der Kuchen oben gleichmäßig aufreißt, schneide den Kuchen nach ca. 20 Minuten Backzeit mittig ein. Dann reißt er an dieser Linie auf.
Backzeiten, Temperaturen und Ruhezeit
- Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175 °C/ Umluft: 150 °C/ Gas: Stufe 2) ca. 1 Stunde backen. Herausnehmen, ca. 10 Minuten abkühlen lassen und auf ein Kuchengitter stürzen. Auskühlen lassen.
- Form auf dem Rost in den Backofen schieben. Einschub: unten. Backzeit: etwa 45 Min.
- Wartezeit ca. 2 Stunden.
Das Durchziehen sorgt dafür, dass der Kuchen besonders saftig und auch stabil für das Anschneiden ist. Sobald die Glasur fest ist, den Kuchen in Folie wickeln und an einem kühlen Ort am besten über Nacht durchziehen lassen.
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Nährwerte und Portionierung
| Portion | kcal | Eiweiß | Fett | Kohlenhydrate |
|---|---|---|---|---|
| Pro Scheibe (Kastenform) | 370 kcal | 6 g | 21 g | 37 g |
| 1 Stück (Gugelhupf) | 450 kcal | 6 g | 19 g | 61 g |
Der Rosinenkuchen ergibt ca. 16 Stücke und hält sich luftdicht verpackt mindestens 3 Tage.
Weitere Varianten und Hinweise
Wer die Glasur weglässt, sollte u.U. Das Durchziehen sorgt dafür, dass der Kuchen besonders saftig und auch stabil für das Anschneiden ist.
Rum und Rosinen - das passt perfekt zusammen. Die Backzutaten harmonieren geschmacklich bestens und bilden zusammen ein beliebtes Duo in Stollen und Plätzchen.
Die Rum-Rosinen eignen sich perfekt zur Zubereitung von Marzipanstollen, Früchtebrot oder Quarkstollen. Zudem runden sie jeden Apfelstrudel geschmacklich ab, können in Käsekuchen verarbeitet oder in Kombination mit luftigem Kaiserschmarren genossen werden.
Alternative Zutatenlisten (für Variation)
Zutaten für 4 Personen Rosinen 400 g Rum, ersatzweise Zitronensaft 4 Esslöffel Butter weich 175 g Zucker 125 g Eier 5 Vanilleschoten-Mark 1 Mehl 250 g Backpulver 3 Teelöffel Walnüsse gehackt 80 g Rum oder Zitronensaft 3 Esslöffel.
Zutaten 250 g Butter 190 g Zucker 10 g Vanillezucker 500 g Weizenmehl Type 405 oder Dinkelmehl Type 630 1 Pck. Backpulver 4 Ei(er) 250 g Rosinen 70 ml Rum 200 ml Milch 1 Prise(n) Salz etwas Paniermehl für die Form.
Servieren, Lagern, Einfrieren
Reste kannst du gut verpackt für mehrere Tage aufbewahren. Lagere sie bei Zimmertemperatur, nicht im Kühlschrank, denn sonst wird der Teig hart. Zum Einfrieren eignet sich der Gugelhupf besser ohne Guss. Dieser würde nach dem Auftauen zerfließen.
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