Rezept Rührkuchen mit flüssiger Butter: Grundrezept, Tipps und Variationen
Ob für Obstkuchen, Blechkuchen, Cupcakes oder Gugelhupfe: Rührteig ist eine der wichtigsten Teigarten überhaupt - und der perfekte Teig für Backanfänger. Seine Beliebtheit liegt vor allem daran, dass Rührteig vielfältig und gelingsicher ist. Insgesamt ist der Teig die Basis für viele der beliebtesten Kuchen überhaupt.
Warum flüssige Butter verwenden?
Ist flüssige Butter das Gleiche wie geschmolzene Butter? Ja! Wichtig ist nur, dass du sie nicht heiß, sondern lauwarm einrührst. Dieser kleine Kniff macht den großen Unterschied: Die geschmolzene Butter darf nur lauwarm sein. Rührst du sie zu heiß ein, stockt die Masse sofort und der Teig verliert seine Cremigkeit.
Geschmolzene Butter verändert die Teigkonsistenz in Richtung Kuchen mit Öl: da das Fett flüssig ist, verteilt es sich gleichmäßig und der Kuchen wird sehr homogen. Allgemein gilt: ob die Butter flüssig oder fest verarbeitet wird: es funktioniert beides bei jedem Rezept. So bleibt dein Rührteig geschmeidig, cremig und gelingsicher - ganz ohne Kuchenfrust.
Wichtige Vorbereitung und Grundregeln
- Mit das Wichtigste am Backen allgemein ist eine gute Vorbereitung. Dazu gehört, das Rezept einmal komplett durchzulesen und alle erforderlichen Utensilien und Zutaten bereit zu stellen.
- Für Rührkuchen müssen alle Zutaten Zimmertemperatur haben. Das heißt: Am besten nimmt man Butter bzw. Margarine und Eier schon einige Zeit zuvor aus dem Kühlschrank. Ich mache das gerne sogar schon am Vorabend.
- Eure Backform müsst ihr zunächst mit einem Pinsel mit etwas weicher Butter ausstreichen und dann mit ein wenig Mehl bestäuben, sodass die komplette Form leicht ausgekleidet ist. Ein praktischer, einfacher Ersatz für die Butter ist Trennspray aus der Dose. Je nach Rezept eignen sich zum Ausstreuen auch gemahlene Mandeln oder Grieß.
- Stellt die Form in den Kühlschrank, während ihr den Teig vorbereitet.
Grundrezept: Klassischer Rührkuchen mit flüssiger Butter (einfaches Basisrezept)
Dieses einfache Rührteig eignet sich bestens für Anfänger. Eine mittelgroße Guglhupfform oder Kastenform (ca. 24-26 cm) mit etwas weicher Butter bepinseln und mit Mehl dünn bestäuben. Den Ofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
Die weiche Butter und den Zucker mithilfe eines Handrührgeräts oder der Küchenmaschine 2-3 Minuten cremig schlagen. Nach und nach einzeln alle Eier unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und in mehreren Schritten im Wechsel mit der Milch unterrühren. Dabei so viel Milch zugeben, dass der Teig weder zu fest noch zu flüssig ist. Man sagt: Er fällt schwer reißend vom Löffel.
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Den Teig in die vorbereitete Form geben; diese sollte zu etwa zwei Dritteln gefüllt sein. Rührkuchen je nach Form-Art ca. 50-60 Minuten backen. Gegen Ende der Backzeit eine Stäbchenprobe machen.
| Zutaten (ca. 24-26 cm Form) | Menge |
|---|---|
| Weiche Butter | 170-250 g (je nach Rezept) |
| Zucker | 170-250 g |
| Eier | 3-6 Stück (Größe M, je Rezeptangabe) |
| Mehl (Type 405) | 300-500 g |
| Backpulver | 1 Päckchen |
| Milch/Crème Fraîche/Sahne | nach Bedarf, bis Teig fällt "schwer reißend" |
Alternative Zubereitung mit flüssiger Butter (schnell und saftig)
Das Beste: Durch die flüssige Butter und die Crème Fraîche bleibt der Teig cremig, saftig und super einfach in der Zubereitung. Schneller Kuchen gesucht? Eier, Zucker, Zitronenabrieb und Salz hell, luftig und cremig aufschlagen (~ 5 Minuten). Crème Fraîche dazugeben, kurz unterrühren. Die geschmolzene, abgekühlte Butter einarbeiten. Mehl + Backpulver mischen; diese Mischung löffelweise unterheben, bis ein leicht zäher, sehr glatter Rührteig entsteht. Nun nach Lust und Laune verfeinern - mit Obst, Streuseln, Schokolade oder Gewürzen.
Tipps zur Konsistenz und Fehlervermeidung
- Der Teig hat die richtige Konsistenz, wenn ihr ein bisschen auf einen Löffel nehmt und dieser beim Kippen „schwer reißend“ vom Löffel fällt.
- Insgesamt solltet ihr den Rührteig nicht „über-rühren“. Sobald das Mehl dazu kommt, sollte der Teig aber nicht mehr lang gerührt werden und schnell in den Ofen kommen.
- Der Teig wurde zu lange gerührt. Sobald das Mehl und die übrigen Zutaten wie Backpulver oder Milch zum Rührteig kommen, dürfen die Zutaten nur noch zügig und auf niedriger Stufe gerührt werden, sonst wird der Rührteig zäh.
- Wichtig für einen lockeren Rührkuchen ist natürlich auch die Konsistenz des Teigs. Dafür gibt man die Flüssigkeit nicht auf einmal, sondern nach und nach dazu.
- Der Ofen wurde geöffnet. Manchmal geht Teig auch dann nicht auf, wenn ihr den Backofen zwischendurch oder zu früh öffnet.
Häufige Probleme und Lösungen
Warum gerinnt Rührteig? Wahrscheinlich hatten eure Zutaten die falsche Temperatur. Grundsätzlich sollten Butter und Eier für Rührteige Zimmertemperatur haben, also früh genug aus dem Kühlschrank geholt werden. Wenn zum Beispiel das Fett zimmerwarm und weich ist, gut mit dem Zucker verrührt wurde, und die Eier dann kalt aus dem Kühlschrank kommen, wird der Teig grieselig oder gerinnt. Oft kann man geronnenen Teig retten, indem man die Masse vorsichtig im Wasserbad erwärmt und die Zutaten damit wieder auf eine einheitliche Temperatur kommen.
Wann wird Kuchen klitschig bzw. speckig? Der Kuchen ist nicht richtig durchgebacken. Das kann daran liegen, dass die Backzeit zu kurz war, aber auch, dass die Temperatur zu niedrig war. Grundsätzlich sollte man die Stäbchenprobe machen, um zu testen, ob der Kuchen tatsächlich schon fertig ist. Im Teig ist zu viel Flüssigkeit. Am besten gebt ihr die Milch erst nach und nach zu, bis der Rührteig die richtige Konsistenz hat, also weder zu fest noch zu flüssig ist. Zuviel sehr saftiges Obst kann Kuchen übrigens auch speckig machen. Triebmittel fehlt. Wenn im Teig kein oder zu wenig Triebmittel in Form von Backpulver steckt, kann der Kuchen ebenfalls speckig werden.
Warum fällt Rührteig zusammen oder wird nicht locker? Der Rührteig wurde nicht lange genug gerührt. Butter bzw. Margarine und Zucker wirklich lange cremig rühren, die Eier dann jeweils einzeln zugeben und wieder sorgfältig unterrühren. Kann durchaus 5-10 Minuten dauern. Der Rührteig wurde zu lange gerührt. Sobald das Mehl und die übrigen Zutaten wie Backpulver oder Milch zum Rührteig kommen, dürfen die Zutaten nur noch zügig und auf niedriger Stufe gerührt werden, sonst wird der Rührteig zäh.
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Variationen und Verfeinerungen
Der Rührteig ist sehr vielfältig und kann z.B. mit Gewürzen (Zitronenschale, Vanille, Zimt etc) aromatisiert werden. Das Grundrezept ist neutral, sodass er bei all deinen Lieben gut ankommen wird. Mit nur einem Grundrezept hast du zig verschiedene Möglichkeiten, den Kuchen zu verfeinern.
- In den Teig passen besonders gut Schokodrops, Zitrone (Saft und Abrieb), Kakao oder Eierlikör bzw. Rum. Auch Kokosflocken und Nüsse eignen sich hervorragend.
- Die einfachste und schnellste Möglichkeit eine feste Glasur herzustellen ist Puderzucker. Dafür verrührst du Puderzucker entweder ganz klassisch mit Wasser oder einem Sirup, Zitronensaft bzw. Alkohol zu einer zähflüssigen Masse.
- Entscheidest du dich für einen Geschmack, wirst du dies beim Verzehr auf jeden Fall gut herausschmecken. Nachdem die Puderzuckerglasur auf den Kuchen gestrichen hast, kannst du so ziemlich alles darauf platzieren.
Formen, Backzeiten und Portionen
Für eine kleine Backform, z.B. eine 25 cm Kastenform, reicht das Rezept in der Regel für einen normalen Gugelhupf oder Muffins. Formen sollten nicht mehr als etwa zwei Drittel voller Teig sein.
Rührkuchen je nach Form-Art ca. 50-60 Minuten backen. Gegen Ende der Backzeit eine Stäbchenprobe machen. Jeder Herd backt anders. Euer Kuchen ist höchstwahrscheinlich fertig, wenn er an der Oberfläche gebräunt, aber nicht schwarz ist, nichts mehr wackelt und bei der Stäbchenprobe kein feuchter Teig mehr am Holzspieß kleben bleibt.
Praktische Tipps aus der Praxis
- Ich schmelze meine Butter oft einfach aus dem Grund weil sie sich leichter im Teig verarbeiten lässt, d.h. wenn sie direkt aus dem Kühlschrank kommt, stelle ich sie erst mal für 1-2 Min. in die Mikrowelle.
- Joghurt ruft im Kuchen ein wenig diesen "Gummi-Effekt" hervor, auch schmeckt der Teig frischer. In kleinen Mengen fällt der Austausch der Milch wahrscheinlich gar nicht auf.
- Zur Not kannst du das Flüssigkeitsdefizit durch Wasser ausgleichen.
- Spontan angekündigter Besuch kann dich also mit diesem Backwerk ab heute nicht mehr schocken. Denn nach circa 60 Minuten kannst du den einfachsten Rührkuchen servieren.
Unser Rührkuchen Grundrezept gehört in jedes Backbuch. Denn nur wenige Kuchen sind einfacher und schneller zu backen als diese Leckerei. Der einfache Rührkuchen ist sowas wie „die eierlegende Wollmilchsau“ für uns Hobbybäcker*innen. Du kannst den Rührkuchen nach deinen Vorlieben verfeinern oder auch einfach so, wie im Rezept beschrieben, backen. Das macht den Kuchen auch so vielseitig.
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