Aktueller Rückruf von Keksen: betroffene Marken, Chargen, Risiken und Erstattungen im Überblick
Bei einer bestimmten Zuckerbombe sollten Schleckermäuler aktuell vorsichtig sein. Vor allem Verbraucher sind auf transparente Information seitens der Unternehmen angewiesen!
Es gibt mehrere hunderttausend Deutsche, die kein Gluten vertragen. Während das früher eine große Herausforderung in Sachen Ernährung darstellte, gibt es heute selbst im regulären Supermarkt ein Angebot an glutenfreien Produkten.
TK Maxx: „Les Florentins Chocolate Biscuits“ - Rückruf wegen möglicher Gluten-Beimischung
Bei einem bei TK Maxx verkauftem Keks, der als glutenfrei beworben wurde, ist diese Kennzeichnung jedoch möglicherweise falsch. Deshalb gibt es jetzt einen Rückruf.
Diese bei TK Maxx verkauften Kekse sind aktuell von einem Rückruf betroffen. Kunden mit einer Allergie oder Unverträglichkeit gegen Gluten sollten betroffene Produkte keinesfalls verzehren, rät TK Maxx.
Die Kekse wurden zwischen Juli und September 2025 in den TK-Maxx-Filialen verkauft. Betroffene Produkte lassen sich anhand der Produktcodes identifizieren.
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Diese finden sich sowohl auf dem Preisetikett als auch auf dem Kassenbeleg wieder. Insgesamt sind 36 Codes von dem Rückruf betroffen.
Betroffene Daten und Identifikatoren
- Produkt: Les Florentins Chocolate Biscuits
- Hersteller/Inverkehrbringer: TJX Europe/TK Maxx
- Verkaufszeitraum: Juli bis September 2025
- Betroffene Produktcodes: 22927, 22928, 22929, 22930, 22931, 22932, 22935, 22936, 22937, 22939, 22940, 22941, 22943, 22944, 22945, 22948, 22949, 22951, 808264, 808265, 808266, 808267, 808268, 808269, 808270, 808271, 808272, 808273, 808274, 808275, 808276, 808277, 808278, 808279, 808280, 808281
Verbraucher können sie stattdessen in jedem TK Maxx Store zurückgeben und bekommen den vollen Kaufpreis zurückerstattet.
Rewe: „Sapori Amaretti Almonds“ (Colussi S.p.A.) - erhöhte Blausäure-Werte
Beim aktuellen Rückruf geht es um die „Sapori Amaretti Almonds“ des Herstellers Colussi S.p.A. Die Kekse weisen erhöhte Blausäure-Werte auf.
Der Verzehr kann laut Bayerischem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sowie dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bei empfindlichen Personen zu vorübergehendem Unwohlsein führen.
Weitere Symptome einer Blausäure-Vergiftung können leichte Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit sein.
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Diese bei Rewe verkauften Mandel-Kekse sind aktuell von einem Rückruf betroffen.
Betroffene Chargen und Geltungsbereich
- Betroffenes Produkt: Sapori Amaretti Almonds
- Verpackungsgröße: 175 Gramm
- Hersteller: Colussi S.p.A.
- Betroffen sind die Mindesthaltbarkeitsdaten 02.05.2026 und 25.08.2026 mit den Chargennummern L355122 1 und L355237 1.
- Wie nun bekannt wurde, ist auch das MHD 04.07.2026 (Losnummer: 355185 2) betroffen.
- Vertrieb: unter anderem über Rewe
Denn inzwischen gilt der Rückruf laut BVL bundesweit, statt nur in 14 Bundesländern.
Wer eine der betroffenen Packungen gekauft hat, sollte diese auf keinen Fall essen.
Stattdessen das Produkt zurück in den Verkaufsladen bringen.
Dort erhalten Rewe-Kunden ihr Geld zurück, auch ohne Kassenbon.
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Gesundheitsgefahr durch Blausäure
Blausäure, auch bekannt als Cyanid, ist hochgiftig und hemmt die Zellatmung.
Eine akute Vergiftung kann schwerwiegende Symptome wie Krämpfe, Erbrechen und Atemnot bis hin zu tödlicher Atemlähmung auslösen.
Personen, die betroffene Produkte konsumiert haben und anschließend entsprechende Symptome entwickeln, sollten umgehend ärztliche Hilfe aufsuchen.
Ein vorsorglicher Arztbesuch ohne Beschwerden wird hingegen nicht empfohlen.
Bahrami GmbH: „Saghe Talaie“ - Allergen Milch nicht ausgewiesen
In zahlreichen Bundesländern werden aufgrund eines nicht deklarierten Allergens derzeit Kekse zurückgerufen.
Es handelt sich dabei ausschließlich um die Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 12.09.2026.
Diese Kekse „Saghe Talaie“ von Bahrami GmbH werden aktuell zurückgerufen.
Der Rückruf wurde veranlasst, nachdem bekannt wurde, dass bei den betroffenen Keksen das Allergen „Milch“ nicht gekennzeichnet wurde.
Symptome bei Milchallergie
- Laut dem Hersteller des Produkts kann es bei einer Allergie zu Juckreiz im Mund und Hals, Hautreaktionen wie Rötungen, Ausschlag oder Nesselsucht, Schwellungen im Gesicht, an den Lippen oder Augenlidern, Magen-Darm-Beschwerden oder einer laufenden Nase und Niesen kommen.
- Bei stärkerer Allergie sind unter anderem auch Atembeschwerden oder Schwindel.
- In Extremfällen sind auch ein starker Blutdruckabfall, Bewusstlosigkeit, schwere Atemnot oder ein schneller Puls möglich.
Der Rückruf umfasst laut Lebensmittelwarnung.de die Bundesländer Sachsen, Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Bayern, Bremen, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Hamburg.
Angaben der Bahrami GmbH zufolge wurde das Produkt bundesweit verkauft.
KundInnen und Kunden, die allergisch auf Milch reagieren, sollten ihre Vorräte überprüfen und bei Bedarf die Rückgabe des Produkts veranlassen.
Der Kaufpreis wird in der jeweiligen Verkaufsstätte erstattet.
Zöliakie: Warum die Gluten-Kennzeichnung lebenswichtig ist
Besonders wichtig ist der Rückruf für Menschen mit Zöliakie.
Gluten kann bei Menschen mit Zöliakie schwerwiegende Gesundheitsprobleme verursachen.
Bei Zöliakie reagiert das Immunsystem überempfindlich auf Gluten und löst eine chronische Entzündung der Dünndarmschleimhaut aus.
Typische Symptome sind Bauchschmerzen, anhaltender Durchfall oder Verstopfung, Blähungen und ein aufgeblähter Bauch.
Wird eine Zöliakie nicht behandelt und weiterhin Gluten verzehrt, kann es zu schwerwiegenden Folgeschäden kommen.
Dazu gehören Leberschäden, Nervenkrankheiten und ein erhöhtes Krebsrisiko, besonders für Tumoren des Lymphsystems, so das Portal gesundheitsinformation.de.
Rückgaben und Erstattungen: Was Verbraucher tun können
Wer eine der vom Rückruf betroffenen Keks-Packungen gekauft hat, kann diese im jeweiligen Geschäft zurückgeben.
Rewe und andere Supermärkte erstatten den Kaufpreis auch ohne Kassenbon.
Betroffene Produkte sollten nicht konsumiert werden.
Die Artikel können ungeöffnet oder angebrochen in die Verkaufsstellen zurückgebracht werden, der Kaufpreis wird erstattet.
Der Hersteller hebt hervor, dass die Rückrufaktion rein vorsorglich und zum Schutz der Verbraucher durchgeführt wird.
Weitere relevante Rückrufe aus dem Lebensmittel- und Non-Food-Bereich
Die Peter Kölln GmbH informiert über den Rückruf des Artikels Kölln Zauberfleks Schoko in der 375g Packung und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 17.04.2027.
Tedu informiert über den Rückruf der unten abgebildeten Wokpfannen. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde bei Tests eine mögliche Ablösung der Antihaftbeschichtung nachgewiesen.
Das TEDi-Qualitätsmanagement informiert über den Rückruf der unten abgebildeten Aldiva Einhorn-Kekse in der 220g Packung des Lieferanten Modern Chocolate GmbH.
Wie das Unternehmen mitteilt, wiesen Produkttests erhöhte 3-MCPD- und Glycidolwerte nach.
Der belgische Hersteller C.R.V. Corthouts ruft Biskids-Kinderkekse der Marke Belkorn zurück.
Grund für den Rückruf ist eine sehr hohe Belastung (2803 µg/kg - ppb) mit gesundheitsschädlichem Acrylamid.
Noch vorhandene Kekse sollten nicht konsumiert werden!
Standards, Leitfäden und Hinweise zur Produktsicherheit
Die Idee eines zentralen Informationsportals zur Bekanntmachung von Produktsicherheitsrückrufen, Sicherheitswarnungen & mehr ist im Jahr 2007 entstanden.
Mit einem auf die Fertigung, Bereitstellung und Distribution von regelkonformen „Rückrufanzeigen“ spezialisierten "Freelancing" werden inzwischen auch rückrufverantwortliche Unternehmen ohne rückruferprobte PR-Agentur bei der gesetzlich geforderten Verbraucherinformation unterstützt.
Grundlagen für diese diffizile Arbeit sind neben dem internationalen Standard ("ISO 10393:2013") die verbindliche "Verordnung über die allgemeine Produktsicherheit (GPSR)" der EU, der "Leitfaden zur Information der Öffentlichkeit bei gesundheitsgefährdenden Lebensmitteln" der VSMK sowie ...
HINWEISE: ☣️ = "Mikrobiologische Verunreinigung" (bspw. durch Salmonellen, Listerien, Kolibakterien u. v. m.)🔶 = "Fremdkörperbelastung" (bspw. durch Glas-, Kunststoff-, Metallteile, -stücke, -, splitter u. v. m.)
Tabellarischer Überblick wichtiger betroffener Keks-Produkte
| Produkt | Hersteller | Grund | MHD/Chargen | Handlung |
|---|---|---|---|---|
| Les Florentins Chocolate Biscuits | TJX Europe/TK Maxx | inkonsistente Deklarierung (glutenfrei) | Verkaufszeitraum Juli-Sept 2025, Codes 22927-22951, 808264-808281 | nicht verzehren, Rückgabe in jedem TK Maxx Store, Kaufpreis zurück |
| Sapori Amaretti Almonds 175 g | Colussi S.p.A. | erhöhte Blausäure-Werte | 02.05.2026 L355122 1; 25.08.2026 L355237 1; 04.07.2026 355185 2 | nicht essen, Rückgabe im Handel, Erstattung auch ohne Bon |
| Saghe Talaie | Bahrami GmbH | Allergen „Milch“ nicht gekennzeichnet | MHD 12.09.2026 | Vorräte prüfen, Rückgabe, Erstattung |
| Biskids (Belkorn) | C.R.V. Corthouts | sehr hohe Acrylamid-Belastung | - | nicht konsumieren |
| Aldiva Einhorn-Kekse 220 g | Modern Chocolate GmbH (TEDi) | erhöhte 3-MCPD- und Glycidolwerte | - | nicht verwenden, Rückgabe |
Update, Donnerstag (11. Dezember), 12.45 Uhr: Der Keks-Rückruf bei Rewe, über den wir in unserer Erstmeldung berichteten, weitet sich aus.
Laut dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) sind in allen Bundesländern Rückruf-Verpackungen in den Verkauf gelangt.
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