Dürfen Katzen Kekse essen? Gesundheitsrisiken und sichere Alternativen
Katzen sind von Natur aus Fleischfresser, und ihre Ernährung sollte hauptsächlich aus tierischen Proteinen bestehen. Hochwertiges Katzenfutter, das reich an tierischem Eiweiß ist, stellt eine ideale Ernährungsgrundlage dar. Ergänzend dazu können gelegentlich kleine Mengen bestimmter Obst- und Gemüsesorten gefüttert werden, wobei pflanzliche Nahrungsmittel von Katzen nicht so gut verdaut werden wie Fleisch.
Was Katzen fressen dürfen und was nicht
Die Frage, was Katzen fressen dürfen, ist eng verbunden mit der Form, in der das Futter angeboten wird. Rohes Fleisch birgt beispielsweise das Risiko von Toxoplasmose, einer Katzenerkrankung, die durch den Verzehr von rohem Fleisch oder kontaminiertem Gemüse verursacht werden kann. Beim BARFen, einer Rohfütterungsmethode, ist daher auf höchste Qualität und fachgerechte Lagerung der Zutaten zu achten. Generell gilt: Einem zugelassenen Katzenfutter können Sie vertrauen. Wenn Sie das Futter selbst kochen oder mischen möchten, sollten Sie sich vorab informieren, welche Anteile von jeder Komponente wichtig sind. Auch die Versorgung mit Nährstoffen, wie essenziellen Aminosäuren, sollte gewährleistet sein.
Sichere Snacks und Leckerlis
Als gelegentlicher Gaumenschmaus eignen sich zuckerarme Obstsorten wie Bananen, Wassermelone und Beeren (Himbeeren, Heidelbeeren, Erdbeeren) in kleinen Mengen. Gekochtes Gemüse wird von einigen Katzen ebenfalls gut vertragen. Es ist wichtig zu beachten, dass jede Katze einen individuellen Geschmack hat. Kohlenhydrate sind für Katzen nicht unbedingt notwendig und sollten in ihrer Ernährung nur in begrenzten Mengen vorkommen. Einige kommerzielle Katzenfuttersorten enthalten Getreide wie Reis, Hafer oder Gerste. Kartoffeln sind für Katzen nicht giftig, aber sie sollten nur in sehr begrenzten Mengen und in gekochter Form gefüttert werden.
Gefährliche Lebensmittel für Katzen
Bestimmte Lebensmittel sind für Katzen jedoch tabu, da sie giftige Substanzen enthalten oder gesundheitsschädliche Auswirkungen haben können. Dazu gehören:
Schokolade: Schokolade ist giftig für Katzen, da sie Theobromin und Koffein enthält. Diese Substanzen können zu Herzrhythmusstörungen, Muskelzittern und Krampfanfällen führen. Selbst kleinste Mengen Schokolade können für Katzen gefährlich sein.
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Zwiebelgewächse: Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Schnittlauch und Bärlauch sind in jeder Form (roh, gekocht, getrocknet oder pulverisiert) giftig für Katzen. Sie enthalten Schwefelverbindungen, die die roten Blutkörperchen der Tiere angreifen und zu Erbrechen, Durchfall, Schleimhautreizungen und Anämie führen können.
Rohes Schweinefleisch: Rohes Schweinefleisch kann das Aujeszky-Virus enthalten, das bei Katzen eine unheilbare Gehirn- oder Rückenmarksentzündung verursacht. Außerdem kann rohes Schweinefleisch mit Trichinen, Bandwürmern, Salmonellen oder Erregern der Toxoplasmose belastet sein.
Weintrauben und Rosinen: Weintrauben und Rosinen können bei Katzen zu Nierenversagen führen.
Avocado: Avocados enthalten Persin, einen Stoff, der bei Katzen Magen-Darm-Beschwerden oder Herzmuskelschäden auslösen kann.
Alkohol: Alkohol kann bei Katzen zu schweren Leber- und Hirnschäden führen. Bereits kleine Mengen können zu Vergiftungen, Koma und Tod führen.
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Koffein und Teein: Kaffee, Tee und Energydrinks enthalten Koffein und Theophyllin, die für Katzen giftig sind und zu Herzrasen, Muskelzittern, Erbrechen, Durchfall, Zittern oder Krämpfen führen können.
Xylit: Xylit, ein Zuckerersatzstoff, der in vielen Süßigkeiten und Kaugummis enthalten ist, kann bei Katzen zu Leberschäden und lebensgefährlicher Unterzuckerung führen.
Rohe Kartoffeln, Auberginen und unreife Tomaten: Diese enthalten Solanin, das die Schleimhäute von Katzen schädigt und zu Durchfall, Krämpfen und Atemlähmung führen kann.
Milchprodukte: Viele Katzen sind laktoseintolerant und vertragen Milchprodukte wie Kuhmilch, Käse und Quark nicht gut. Der Verzehr kann zu Verdauungsstörungen und Durchfall führen. Laktosefreie Produkte können eine Alternative darstellen, sollten aber dennoch nur in Maßen gefüttert werden.
Salz und Gewürze: Gesalzene oder stark gewürzte Speisen sind schädlich für Katzen und können den Nierenstoffwechsel belasten. Gewürze wie Chili, Pfeffer, Muskatnuss und Curry sollten vermieden werden.
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Nüsse: Nüsse sind fettreich und können bei Katzen eine Bauchspeicheldrüsenentzündung verursachen. Rohe Cashewnüsse sind giftig für Katzen.
Hefe- und Brotteig: Hefe- und Brotteig können sich im Magen der Katze ausdehnen und zu Blähungen und Gefäßschädigungen führen.
Bestimmte Pflanzen: Viele Zimmerpflanzen wie Maiglöckchen, Engelstrompete, Weihnachtsstern, Lilien und Efeu sind giftig für Katzen.
Dürfen Katzen Kekse essen?
Kommen wir nun zur Ausgangsfrage zurück: Dürfen Katzen Kekse essen? Die Antwort ist ein klares Nein. Kekse enthalten in der Regel viel Zucker, Fett und möglicherweise Schokolade, die alle schädlich für Katzen sind. Der hohe Zuckergehalt kann zu Übergewicht und Diabetes führen, während das Fett Verdauungsprobleme verursachen kann. Schokolade ist, wie bereits erwähnt, sogar giftig für Katzen.
Gesundheitliche Folgen von ungeeigneter Ernährung
Eine ungeeignete Ernährung kann bei Katzen zu einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen führen, darunter:
- Übergewicht: Übergewicht ist ein häufiges Problem bei Katzen und kann zu Diabetes, Gelenkproblemen und Herzerkrankungen führen.
- Diabetes: Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der der Körper nicht in der Lage ist, Glukose richtig zu verarbeiten.
- Verdauungsprobleme: Ungeeignete Ernährung kann zu Verdauungsstörungen wie Erbrechen, Durchfall und Verstopfung führen.
- Allergien: Einige Katzen entwickeln Allergien gegen bestimmte Inhaltsstoffe in ihrem Futter.
- Nierenerkrankungen: Nierenerkrankungen sind eine häufige Todesursache bei älteren Katzen.
- Lebererkrankungen: Lebererkrankungen können durch eine ungeeignete Ernährung oder durch den Verzehr giftiger Substanzen verursacht werden.
- Mangelerscheinungen: Eine unausgewogene Ernährung kann zu Mangelerscheinungen führen, die sich in verschiedenen Symptomen wie Haut- und Fellproblemen, Schwäche und Anfälligkeit für Infektionen äußern können.
Was tun, wenn die Katze Schokolade oder andere giftige Substanzen gefressen hat?
Wenn Sie vermuten, dass Ihre Katze Schokolade oder andere giftige Substanzen gefressen hat, ist schnelles Handeln entscheidend. Kontaktieren Sie umgehend Ihren Tierarzt oder eine Tierklinik. Versuchen Sie nicht, die Katze selbst zum Erbrechen zu bringen, da dies die Situation verschlimmern könnte.
Sichere Alternativen zu Keksen
Um Ihre Katze zu verwöhnen, ohne ihre Gesundheit zu gefährden, gibt es zahlreiche sichere Alternativen zu Keksen:
- Hochwertige Katzenleckerlis: Wählen Sie Leckerlis, die speziell für Katzen entwickelt wurden und einen hohen Fleischanteil sowie wenige Füllstoffe enthalten.
- Selbstgemachte Leckerlis: Sie können auch selbstgemachte Katzenleckerlis zubereiten, z.B. aus gekochtem Hühnchen oder Fisch.
- Katzenminze: Katzenminze ist für die meisten Katzen unwiderstehlich und eine gesunde Möglichkeit, sie zu beschäftigen und zu verwöhnen.
- Spielzeug: Bieten Sie Ihrer Katze ausreichend Spielzeug an, um sie zu beschäftigen und zu fordern.
- Zuneigung: Die beste Art, Ihre Katze zu verwöhnen, ist, ihr Zuneigung und Aufmerksamkeit zu schenken.
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