RTL Dubai Schokolade Hintergrund und Informationen

Dubai-Schokolade ist Schokolade, die mit Pistaziencreme und Kadaifi gefüllt ist. „Can’t Get Knafeh of It“ wurde 2021 von Sarah Hamouda, der Gründerin von Fix Dessert Chocolatier, in Dubai entwickelt. Als Schokolade wird meist Vollmilchschokolade verwendet, alternativ Bitterschokolade. Die Schokolade des Originals wird vom Schweizer Hersteller Max Felchlin AG produziert.

Was ist die Füllung und wie wird sie hergestellt?

Die Füllung besteht aus geröstetem und gehacktem Kadaifi („Engelshaar“), gehackten Pistazien bzw. Die Kombination aus Pistaziencreme und dünnen Teigfäden macht die Besonderheit der Dubai-Schokolade aus. In der Füllung spielen Pistazien eine zentrale Rolle: drei Tafeln verraten gar nicht erst, wie viel Pistazie drinsteckt, dabei müssten sie es, da Pistazien für Dubai-Schokolade charakteristisch sind. Bei den drei anderen Tafeln steht auf der Verpackung, wie viel Pistazie enthalten ist: Der Spitzenreiter Chocovia Kadayif Chocolate with Pistachio Dubai Style enthält 19 Prozent, in den zwei anderen steckt etwas mehr als die Hälfte davon (knapp über zehn Prozent).

Engelshaar und Pistazienfüllung

Ursprung, Entwickler und Originalprodukt

„Can’t Get Knafeh of It“ wurde 2021 von Sarah Hamouda, der Gründerin von Fix Dessert Chocolatier, in Dubai entwickelt. Die Schokolade des Originals wird vom Schweizer Hersteller Max Felchlin AG produziert. Die erste gehypte Variante entstammt also einer Mischung aus Nahost-Inspiration und hoher handwerklicher Chocolatier-Tradition.

Der Hype in sozialen Medien und Verbreitung

Dubai-Schokolade erlebte 2024 und Anfang 2025 einen Hype in den sozialen Medien. „Dubai-Schokolade“ ist DAS Social-Media-Phänomen 2024. ‘Can’t Get Knafeh of It’: Viral ‘Dubai Chocolate’ sparks global craze fueled by social media. Inzwischen bekommt man die begehrte Süßigkeit im Discounter oder kann sie per Rezept zu Hause Selbermachen. In ihren Anfangszeiten gab es die gehypte Dubai-Schokolade nur bei ausgewählten Chocolatiers, und das hatte seinen (hohen) Preis. Doch nach und nach sprangen Discounter wie Aldi, Lidl und Netto auf den süßen Zug auf und bieten mittlerweile die Trend-Süßigkeit deutlich günstiger an.

Preis, Nachfrage und Trendforschung

100 Gramm Dubai-Schokolade kosten bis zu 20 Euro. Bis zu 25 Euro für 100 Gramm: Auch, wenn der Hype sich inzwischen etwas beruhigt hat - die Preise für Dubai-Schokolade sind weiterhin nichts für schwache Nerven. In der repräsentativen Umfrage unter 2.030 Teilnehmern gaben 95 Prozent der Konsumenten der Schokolade an, sie empfänden die Süßigkeit als zu teuer. Mehr als 60 Prozent planten demnach keinen weiteren Kauf. Die Forscher des Instituts für Generationenforschung sehen im Schokoladen-Hype ein Beispiel für die Kurzlebigkeit von Trends, die durch Social Media beschleunigt werden.

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Herstellungsstandorte, Markenanmeldungen und rechtliche Fragen

Laut dem Deutschen Patent- und Markenamt gab es in Deutschland zum Stand 4. Dezember 2024 insgesamt 19 aktive Markenanmeldungen, die den Begriff „Dubai“ im Zusammenhang mit Süßwaren umfassen. In Europa wurden mehr als 30 ähnliche Markenanmeldungen für Schokolade registriert. Im Dezember 2024 mahnte ein Importeur andere Hersteller ab, da deren Dubai-Schokolade nicht in Dubai produziert wird. Trotz der Abmahnungen vertreiben zahlreiche Hersteller weiter unter der Bezeichnung Dubai-Schokolade. Der Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie ist der Meinung, dass als „Dubai-Schokolade“ bezeichnete Schokoladenerzeugnisse auf der ganzen Welt hergestellt werden dürfen. „Dubai-Schokolade“ ist eine Gattungsbezeichnung und darf auf der ganzen Welt hergestellt werden.

Warnungen, Prüfungen und Qualitätsmängel

Im Dezember 2024 führte die Lebensmittelüberwachung in Baden-Württemberg eine Untersuchung von acht Proben „Dubai-Schokolade“ durch: Fünf Proben waren unterschiedliche Chargen eines Herstellers aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), drei stammten von verschiedenen Produzenten aus der Türkei. Dabei wurde der Einsatz von Palmöl anstelle von Kakaobutter in den VAE-Proben beanstandet, was eine Verbrauchertäuschung darstellt, da das Produkt nicht den rechtlichen Anforderungen für Schokolade entspricht. Zudem enthielten die VAE-Proben herstellungsbedingte Verunreinigungen, was ihre Eignung für den menschlichen Verzehr in Frage stellt. In den Proben aus der Türkei wurde nicht deklarierter Sesam nachgewiesen, was für Personen mit Sesamallergie ein Gesundheitsrisiko darstellt. Fast alle untersuchten Proben enthielten zudem künstliche Farbstoffe, die einen höheren Anteil an hochwertigen Zutaten vortäuschten.

Stiftung Warentest stellte ebenfalls Qualitäts- und Sicherheitsmängel fest: Statt feinster Zutaten fanden die Experten Schimmelpilzgifte und Fettschadstoffe in einigen getesteten Produkten. Zwei Tafeln im Test stammen tatsächlich aus Dubai: Fex Dessert Milk Chocolate Pistachio Kadayif und Le Damas Dubai Chocolate Kunafa & Pistachio. In beiden entdeckte das Test-Team Fettschadstoffe, genauer gesagt 3‑Monochlorpropandiol‑ und Glycidylester, die als möglicherweise krebserregend eingestuft werden. In der Schokolade von Le Damas wurden zudem Schimmelpilzgifte, sogenannte Aflatoxine, nachgewiesen. Diese Substanzen kommen häufig in Pistazien vor und gelten als krebserregend.

Die Inhaltsangaben sind auch der Grund, warum vier der sechs Produkte Stiftung Warentest zufolge so in Deutschland gar nicht hätten verkauft werden dürfen. Denn verpflichtende Angaben fehlen hier nicht nur in Sachen Pistazien. So wurden zum Teil Zusatzstoffe nicht genannt oder Hinweise für Allergiker - etwa auf Sesam - fehlten. Das kann im Fall für Verbraucher gefährlich werden.

Labortest von Schokoladentafeln

Gesundheitliche Bewertung und Verbraucherschutz

Im Ergebnis heißt es, mit Auswirkungen auf die Gesundheit sei „durch den Verzehr der Schokoladen zwar nicht zu rechnen“, da sie zu 70 Prozent aus Füllung besteht. Dennoch wurden Schimmelpilzgifte und Fettschadstoffe nachgewiesen. Die Lebensmittelaufsicht warnte vor importierter Dubai-Schokolade. Stichproben von Dubai-Schokoladen enthüllen erhebliche Mängel. Die Stiftung Warentest empfahl alternativ klassische Pistazienschokolade ohne Dubai-Füllung, die schon für deutlich weniger Geld erhältlich ist.

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Selbstmachen: Rezept und Vorgehen

Inzwischen gibt es Rezepte, mit denen man die Dubai-Schokolade zu Hause nachmachen kann. Die selbstgemachte Morgencrew-Dubai-Schokolade (für 4 Portionen) verwendet 250 g Schokolade, 100 g Engelshaar, 125 g Pistaziencreme, 1 TL Tahin und 30 g Butter. Anleitung: 1. 150 g Schokolade in kleine Stücke schneiden und über einem Wasserbad erhitzen. Die flüssige Schokolade in eine Form gießen. Die Schokolade ins Kühlfach stellen für mindestens 30 min. 2. Engelshaar (Kadayif) in kurze Stücke schneiden und in einer Pfanne knusprig, goldbraun anbraten. Danach das Engelshaar mit der Pistaziencreme und Tahin zu einer Paste vermischen. 3. Die Pistazienfüllung auf der Schokolade verteilen. Wieder zum Kühlen ins Kühlfach stellen, für ca. 15 Minuten. 4. Die restliche Schokolade erneut über einem Wasserbad schmelzen. Die flüssige Schokolade als dritte Schicht über die Pistazienfüllung geben. Die Schokolade nochmal für mindestens 30 min kühlen.

Selbstgemachte Dubai-Schokolade im Schnitt

Mediales Interesse und Prominente

Niemand konnte ihr widerstehen! Sogar Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Prominente wie Model Monica Meier-Ivancan und Köchin Cornelia Poletto haben sie probiert. Arno Müller, Morgenmoderator und Programmdirektor von 104.6 RTL: „Wenn aus einer Schnaps-Idee in der Show plötzlich was richtig Großes wird,“ so Müller. Die Morgencrew hat sich mächtig ins Zeug gelegt und in nur zwei Tagen alles organisiert. Morgencrew-Hörer Mike wurde ausgelost. Er setzte sich Freitagfrüh in den Flieger nach Dubai, fand die Original Dubai-Schokolade von „FIX Dessert Chocolatier“ und brachte die begehrten Tafeln Sonntagabend mit. Tafeln der begehrten Original-Hype-Schokolade werden nun bei 104.6 RTL verlost.

RTL Morgencrew: Hörer holt Original Dubai-Schokolade aus Dubai

Kritische Betrachtung des Trends

Der Hype um die Schokolade mit einer Füllung aus Pistaziencreme und dünnen Teigfäden habe seinen Höhepunkt Ende 2024 erreicht und dürfte bald vorbei sein, geht aus der „Trendstudie 2025” des Instituts für Generationenforschung hervor. Die Studie zeige, dass besonders jüngere Generationen von der Kombination aus Luxus-Image und viralem Trend angesprochen würden. Produkte oder Entscheidungen wirkten unter anderem deshalb populärer: Dem Mitläufer-Effekt zufolge bevorzugen Menschen etwas, weil es bereits viele andere tun. Trendforscher sehen im Schokoladen-Hype ein Beispiel für die Kurzlebigkeit von Trends, die durch Social Media beschleunigt werden.

Tabellarische Übersicht: Wichtige Fakten auf einen Blick

Aspekt Info
Hauptzutaten Pistaziencreme, Kadaifi (Engelshaar), Vollmilch- oder Bitterschokolade
Ursprung des Originals Fix Dessert Chocolatier, Dubai (Entwicklung 2021)
Produktion Original Max Felchlin AG (Schweiz)
Hype 2024-Anfang 2025, starke Verbreitung über Social Media
Preisspanne Bis zu 20-25 Euro pro 100 g
Qualitätsprobleme Palmöl statt Kakaobutter, Schimmelpilzgifte, Fettschadstoffe, undeutliche Kennzeichnung
Rechtliches Mehrere Markenanmeldungen; „Dubai-Schokolade“ als Gattungsbezeichnung umstritten

Wo lohnt sich der Kauf?

Wer Sicherheit und klare Deklaration möchte, sollte auf Hersteller mit transparenter Inhaltsangabe und geprüften Laborbefunden achten. Stiftung Warentest und die Lebensmittelüberwachung haben gezeigt, dass nicht alle Produkte den Anforderungen entsprechen. Vielleicht macht ja auch klassische Pistazienschokolade ohne Dubai-Füllung glücklich. Die gibt’s schon für deutlich weniger Geld.

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