Rote Glasur für Äpfel: Ein Rezept für den Jahrmarkt-Klassiker

Der Liebesapfel, auch bekannt als Paradiesapfel oder Zuckerapfel, ist ein beliebter Genuss auf Kirmessen und Jahrmärkten. Mit seiner leuchtend roten Zuckerglasur und dem knackigen Biss weckt er Kindheitserinnerungen und versüßt den Tag. Doch man muss nicht auf den nächsten Jahrmarkt warten, um diesen Klassiker zu genießen. Mit diesem einfachen Rezept lässt sich der Liebesapfel auch zu Hause zubereiten.

Die Magie des Liebesapfels

Der Liebesapfel hat seinen Namen nicht umsonst. Seine leuchtend rote Farbe wird oft mit Liebe, Romantik und Verführung in Verbindung gebracht. Daher ist er ein ideales Geschenk, um jemandem eine Freude zu machen oder Zuneigung auszudrücken. Selbstgemacht wird er zu einer besonders persönlichen und romantischen Geste.

Zutaten für den perfekten Liebesapfel

Für die Zubereitung von Liebesäpfeln benötigt man folgende Zutaten:

  • Säuerliche Äpfel (z.B. Boskop, Holsteiner Cox, Klarapfel oder Granny Smith)
  • Zucker
  • Wasser
  • Zitronensaft
  • Rote Lebensmittelfarbe
  • Holzspieße
  • Optional: Zuckerstreusel, gehackte Nüsse oder andere Dekoration

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Vorbereitung der Äpfel: Die Äpfel gründlich waschen und abtrocknen. Stiele und Blütenansätze entfernen. Um eine natürliche Wachsschicht zu entfernen, die das Haften der Glasur beeinträchtigen könnte, die Äpfel kurz in heißes Wasser tauchen und anschließend abtrocknen. In jeden Apfel einen Holzspieß stecken, am besten leicht schräg am Kerngehäuse vorbei.

  2. Vorbereitung des Arbeitsplatzes: Ein Backblech mit Backpapier auslegen und entweder leicht mit Zucker bestreuen oder dünn mit Öl bepinseln. Alternativ ein Brettchen oder einen Teller mit Zucker bestreuen. Hier werden die fertigen Liebesäpfel zum Abkühlen und Aushärten platziert.

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  3. Zubereitung des Zuckersirups: In einem kleinen Topf Zucker, Wasser und Zitronensaft verrühren. Unter Rühren aufkochen lassen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Die rote Lebensmittelfarbe einrühren. Die Masse unter ständigem Rühren kochen, bis ein dickflüssiger, klarer Sirup entsteht. Wer ein Zuckerthermometer besitzt, kann die Temperatur überprüfen: Der Sirup sollte etwa 150-155 °C erreichen (Hard-Crack-Stadium). Dies ist wichtig, damit die Zuckerhülle fest und knusprig wird. Vorsicht: Der Zucker wird sehr heiß!

  4. Glasieren der Äpfel: Die Äpfel am Holzspieß festhalten und in den heißen Zuckersirup eintauchen. Drehen, bis der Apfel gleichmäßig mit Sirup ummantelt ist. Den Apfel über dem Topf drehen, damit überschüssiger Sirup abtropfen kann.

  5. Verzieren der Äpfel (optional): Solange die Glasur noch feucht ist, können die Liebesäpfel nach Belieben verziert werden. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt:

    • In Zuckerstreusel, gehackte Nüsse oder Kokosraspeln tunken.
    • Mit geschmolzener Schokolade beträufeln.
    • Mit essbaren Blüten dekorieren.
    • Mit Spekulatius- oder Lebkuchengewürz bestreuen (für weihnachtliche Aromen).
    • Einen Hauch Fleur de Sel auf die Schokolade geben (für eine salzig-süße Note).
  6. Abkühlen und Aushärten: Die glasierten Äpfel auf das vorbereitete Backblech oder den Teller stellen und vollständig abkühlen und aushärten lassen. Die Äpfel dürfen sich dabei nicht berühren, da sie sonst zusammenkleben.

Tipps und Tricks für den perfekten Karamell

  • Die richtige Apfelsorte: Um die Süße des Zuckers auszugleichen, sollte man säuerliche Apfelsorten wie Boskop, Holsteiner Cox, Klarapfel oder Granny Smith verwenden.

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  • Gute Beleuchtung: Beim Karamellisieren ist gute Sicht wichtig, da der Zuckersirup innerhalb von Sekunden braun werden und unbrauchbar werden kann.

  • Holzlöffel zum Rühren: Da der geschmolzene Zucker sehr heiß wird, empfiehlt sich ein Holzlöffel zum Rühren, da dieser die Wärme nur minimal leitet.

  • Haushaltszucker genügt: Zum Karamellisieren ist kein spezieller Zucker erforderlich. Einfacher weißer Haushaltszucker ist ausreichend.

  • Alternativer Sirup: Für eine besondere Note kann dem Zuckersirup Glukosesirup hinzugefügt werden. Dieser sorgt dafür, dass die Zuckerschicht nicht so leicht bricht und sich die Äpfel besser essen lassen.

Variationen für besondere Anlässe

  • Schokoladen-Liebesäpfel: Anstelle der roten Zuckerglasur kann man auch eine Schokoladen- oder Kakao-Nougat-Glasur verwenden. Dafür die gewünschte Schokolade über einem heißen Wasserbad schmelzen und die Äpfel darin eintauchen.

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  • Liebesäpfel mit Allgäuer Note: Für eine spezielle Variante kann man dem Zuckersirup eine Allgäuer Zutat hinzufügen, beispielsweise etwas Enzian oder Kräuterlikör.

Lagerung und Haltbarkeit

Kandierte Äpfel sollten trocken und kühl gelagert werden, aber nicht im Kühlschrank, da Feuchtigkeit die Zuckerhülle klebrig macht. Bei richtiger Lagerung bleiben sie etwa 2-3 Tage frisch.

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