Rosenblätter mit Zucker konservieren: Detaillierte Anleitung zum Kandieren und Herstellen von Rosenzucker
Rosen sind nicht nur eine zauberhafte Zierde für unseren Garten, sondern auch eine exquisite Zutat in der Küche. Besonders das Kandieren von Rosenblättern und die Herstellung von Rosenzucker ermöglichen es, das Aroma und die Schönheit der Rosen dauerhaft zu genießen. Wer Rosen haltbar machen will, kann sie kandieren. In diesem Artikel erfährst du Schritt für Schritt, wie du Rosenblätter mit Zucker konservierst, worauf du bei der Auswahl achten solltest und wie du diese Delikatesse vielseitig verwenden kannst.
Die richtige Auswahl der Rosenblätter
Ganz wichtig ist, was für Rosenblütenblätter ihr verwendet. Eure Rosen sollten zum Verzehr geeignet sein. Nicht jede Sorte kann man verwenden, es gibt sogar welche die giftig sind. Nur ungespritzte, makellose Pflanzen weit abseits der Straße auswählen. Eine kleine Gartenschere ist bei der Ernte der Rosenknospen hilfreich, kleine Blätter lassen sich auch mit den Fingern abknipsen. Die Rosen dürfen keinesfalls gespritzt sein, am besten verwendest du Rosenblüten aus eigenem Anbau oder aus einer vertrauenswürdigen Quelle. Um auf Nummer sicher zu gehen, gibt es in Feinkostläden bereits verpackte Blütenblätter die zum Verzehr geeignet sind. Vor dem Kandieren jede einzelne Blüte und Knospe noch einmal prüfen, manchmal verstecken sich winzige Tiere. Die Rosenblüten nicht ins Wasser tauchen, falls nötig nur mit einem Pinsel vorsichtig reinigen.
Vorbereitung der Blätter
- Die Blütenblätter vorsichtig mit Küchenkrepp säubern und die hellen Stielansätze mit der Küchenschere abschneiden, denn sie sind bitter.
- Den gelblichen Blütenansatz bei den Rosenblüten entfernen, er schmeckt leicht bitter.
- Die geernteten Rosen aus dem Garten nicht waschen, sondern nur genau kontrollieren.
Rosenblätter kandieren - die klassische Methode mit Eiweiß und Zucker
Die süße Blütenkunst beginnt in der Küche: Die Blüten und Blätter werden durch das Kandieren konserviert und eignen sich wunderbar zum Dekorieren von Kuchen, Torten, Pralinen und feinen Desserts. Als Einstieg empfehlen sich einfache Rosenblütenblätter.
Rezeptanleitung: Kandieren mit Eiweiß
- Eiweiß von Eigelb trennen und mit der Gabel leicht aufschlagen. Es soll kein Eischnee entstehen, das Eiweiß soll lediglich etwas ”blasig” werden.
- Die Rosenblüten mit den Fingerspitzen in die Hand nehmen und mit Hilfe eines weichen Kuchenpinsels sorgfältig rundum mit Eiweiß bestreichen. Die Blüten dürfen nicht in das Eiweiß eingetaucht werden.
- Wälzt das Blütenblatt danach in Haushaltszucker. Viele verwenden hier auch feineren Zucker.
- Die kandierten Rosen zum Trocknen auf ein Sieb (Pfannenspritzsieb) oder einen feinen Kuchenrost legen.
- Im Ofen bei 40 Grad (Umluft) ca. 3 Stunden lang trocknen lassen. Lasst den Backofen einen Spalt offen.
Lagerung und Haltbarkeit
In einer Schachtel zwischen Seidenpapier bleiben die gezuckerten Blüten an einem trockenen Ort für mehrere Monate haltbar. Lagenweise auf feines Papier schichten und in gut verschlossenen Dosen oder Gläsern bis zum Verbrauch aufbewahren. Sie würden sich ca. 3-6 Monate halten, wenn sie nicht vorher schon immer aufgegessen wären.
Anwendung & Genuss
Man kann sie nun einfach so naschen oder sie z.B. als schöne Verzierung für einen Kuchen oder eine andere Leckerei verwenden. Besonders schön sehen die Rosen auf einer Sahnetorte aus.
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Kandieren von Rosenblättern mit Zuckersirup
Zudem ist das Kandieren mit Zuckersirup eine etwas langwierige, aber haltbarere Alternative. Lösen Sie dazu 100 g Zucker in 80 g Wasser und kochen Sie die Mischung auf, bis sie Blasen wirft. Blüten kurz in den Sirup tauchen und auf ein mit Kristallzucker bestreutes Backpapier legen. Rundherum zusätzlich mit Zucker bestreuen. Sobald sich die Blüten klebrig anfühlen, die Blüten nochmals mit Zucker bestreuen.
- Die Rose in den Sirup tauchen oder den Sirup mit einem Pinsel auftragen.
- Die Rose trocknen lassen. Ggf. die Prozedur wiederholen.
- Wer es nicht zu kitschig findet, kann auch groben Zucker auf die Rose streuen, solange der Sirup noch feucht ist.
Eine solche Rose hält sich lange. Man kann sie z. B. in eine Flasche oder ein Glas tun und luftdicht verschließen.
Rosenzucker selbst herstellen - für Tee & Süßspeisen
Eine einfache Methode, den Rosenduft einzufangen und in lieblichen Getränken und Süßspeisen das ganze Jahr über zu genießen, ist die Herstellung von Rosenblütenzucker. Der blumige Duft und Geschmack passt hervorragend zu Tee, beispielsweise Malven- oder Hagebuttentee, grünem Tee und mildem Schwarztee. Rosenzucker hat einen intensiv blumigen Geschmack und harmoniert gut mit verschiedenen Teesorten. Aber auch Malven- oder Hagebuttentee kannst du damit verfeinern. Darüber hinaus macht sich etwas Rosenzucker gut in Süßspeisen wie Sahne, Cremes, Keksen oder Kuchen.
Zubereitung von Rosenzucker
- 150 g Zucker und 50 g frische Rosenblüten (oder 3 große Rosenblüten auf 200 g Zucker) bereitstellen.
- Zupfe die einzelnen Blütenblätter von der Blüte und gebe diese in einen hohen Becher zusammen mit dem Zucker.
- Mit dem Mixer die Rosenblütenblätter zusammen mit dem Zucker zerkleinern. Alternativ können die Blütenblätter im Mörser mit 1-2 Esslöffeln Zucker gemörsert werden.
- Durch die Feuchtigkeit der Blätter wird der Zucker klumpig und muss nun trocknen.
- Die Mischung schön dünn ausgestreut bei Zimmertemperatur trocknen lassen oder auf einem Backblech bei 50° im Ofen auf mittlerer Schiene für ca. 60 Minuten.
- Vermenge die Zucker-Rosenblüten-Mischung gut mit dem restlichen Zucker und fülle sie dann in ein fest verschließbares Gefäß.
Tipp:
Optisch wirkt der Rosenzucker am schönsten, wenn du weißen Zucker als Grundlage verwendest. Eine nachhaltigere Alternative zu herkömmlichem Kristallzucker ist Rübenzucker, der auch in weißer Farbe erhältlich ist.
Weitere essbare Blüten zum Kandieren
- Nach dieser Anleitung können auch Veilchen, Gänseblümchen, Minzeblätter und andere Blüten kandiert werden.
- Essbar sind, wenn ungespritzt, z. B. auch Löwenzahn oder Veilchen.
- Grüne Rosenblätter eignen sich ebenfalls zum Kandieren, aber viel aromatischer schmecken kleine Minze- oder Zitronenverbeneblätter.
Wirkstoffe und Aroma
Alle Rosen enthalten feinste ätherische Inhaltsstoffe. Sie sind für den charakteristischen Duft verantwortlich. Je nach Rosenart und Sorte setzt sich das ätherische Öl aus Hunderten hochkomplexer Substanzen und Verbindungen zusammen - und ist mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt. Trotzdem muss man auch bei Duftrosen beim Kochen oft etwas nachhelfen, zum Beispiel mit Rosenwasser oder ätherischem Rosenöl. Diese Produkte sind wesentlich milder (Rosenwasser) oder intensiver (ätherisches Rosenöl) und sollten gezielt eingesetzt werden.
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Übersicht: Kandierte Rosenblätter - Schritte & Tipps
| Schritt | Details |
|---|---|
| Auswahl | Nur essbare, ungespritzte Rosen verwenden. |
| Vorbereitung | Blätter abknipsen, bitteren Ansatz entfernen, nicht waschen. |
| Kandieren (Eiweiß) | Mit Eiweiß bepinseln, in Zucker wälzen, 3h bei 40° Ofen. |
| Kandieren (Sirup) | Blüten in Sirup tauchen, mit Zucker bestreuen, trocknen lassen. |
| Trocknen/Lagern | Auf Sieb/Kuchenrost, luftiger Raum, im Glas/Dose mehrere Monate haltbar. |
| Verwendung | Für Kuchen, Süßspeisen, Tee oder als Deko/Nascherei. |
| Weitere Blüten | Veilchen, Minze, Gänseblümchen können ebenfalls kandiert werden. |
Sie sind nicht nur zum Verzehr geeignete Deko, sondern sogar unheimlich lecker! Es ist ein sehr feiner und edler Geschmack, nicht dermaßen intensiv. Sicher hast Du schon mal Rosenwasser verwendet, da hast du einen geschmacklichen Anhaltspunkt. Durch das Kandieren werden die Blätter relativ hart. Das ist eine sehr leckere Deko, mit der man auf Torten, Plätzchen und Pralinen nicht sparen sollte.
Gefällt dir meine DIY-Idee so gut, dass du sie nachmachen möchtest? Schreibe gerne, welche Leckereien du mit kandierten Rosen verfeinern würdest. Wenn du möchtest, findest du weitere Schritt-für-Schritt-Videos zu diesem Thema auf meinem Youtube-Kanal!
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