Rosen mit Zucker haltbar machen: Ausführliche Anleitung und vielseitige Anwendungsideen

Kandierte Rosen sind nicht nur ein edler Hingucker auf Torten und Süßspeisen, sondern auch eine herrlich romantische Möglichkeit, Rosenblüten lange haltbar zu machen. In dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung erfährst du, wie man Rosen mit Zucker oder Eiweiß konservieren kann, welche Rohstoffe du benötigst, welche Varianten es gibt und was sich mit den süßen Blüten alles anstellen lässt.

Kandierte Rosen und ihre Verwendungsmöglichkeiten

Warum Rosen kandieren?

Wer Rosen haltbar machen will, kann sie kandieren. Vielleicht die Rose, die man erst verschenken will oder eine, die man geschenkt bekommen hat. Durch das Kandieren werden Rosen haltbar gemacht. Eine solche Rose hält sich lange. Man kann sie z. B. in eine Flasche oder ein Glas tun und luftdicht verschließen. Torten oder Desserts verleihen kandierte Rosen eine florale Note - noch dazu sind sie essbar!

Kandierte Rosen sind der Hingucker auf Torten und anderen Süßspeisen: Dabei ist es gar nicht so schwer, Rosen zu kandieren, wenn man einmal weiß, wie das Rezept funktioniert. Rosen sind nicht nur schöne Zierpflanzen, sondern finden auch in der Küche Verwendung - zum Beispiel in Form von Rosensirup oder Rosengelee.

Worauf sollte man besonders achten?

  • Du solltest unbedingt in der Gärtnerei ungespritzte Rosenbütenblätter bestellen bzw. welche aus dem eigenen Garten benutzen.
  • Dazu also nur Rosen aus eigenem Anbau verwenden oder Rosen aus einer Quelle deines Vertrauens und dann natürlich vor dem Kandieren vorsichtig und gründlich waschen.
  • Sie sind nicht nur zum Verzehr geeignete Deko, sondern sogar unheimlich lecker!
  • Die Blütenblätter vorsichtig mit Küchenkrepp säubern und die hellen Stielansätze mit der Küchenschere abschneiden, denn sie sind bitter.
Unbehandelte Duftrosen aus eigenem Garten

Zutaten und Materialien zum Kandieren von Rosen

  • Duftende Rosenblätter oder ganze Rosenköpfe - möglichst ungespritzt
  • Eiweiß von mindestens 1-2 Eiern (je nach Menge der Rosenblätter)
  • Zucker: Ob grobn oder fein, beides ist möglich
  • Optional: Zuckersirup, Wasser und zusätzlicher feiner Zucker zum Bestreuen
  • Backpapier und Küchentuch zum Trocknen
  • Backblech und Backpinsel
  • Gut verschließbare Gläser oder Dosen zur Aufbewahrung

Für den Zuckersirup braucht man:

  • 1 Becher Zucker
  • 1 Becher Wasser

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Rosen kandieren mit Eiweiß

  1. Die Rosenblätter und Blüten vom Strauch zupfen und vorsichtig in einer Schüssel waschen.
  2. Sorgfältig mit etwas Küchenpapier trocken tupfen und - falls noch vorhanden - Stiele entfernen.
  3. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  4. Das Eiweiß mit einer Gabel etwas aufschlagen, jedoch nicht bis es weiß wird! Die Eiweiße so lange aufschlagen, bis sie fest, aber nicht steif sind.
  5. Die Rosenblätter mit einem feinen Pinsel von beiden Seiten mit dem Eiweiß bestreichen oder direkt darin tauchen.
  6. In den Zucker legen und weiteren Zucker darüberstreuen, sodass die Blätter beidseitig mit Zucker bedeckt sind. Noch besser: in Zucker tunken.
  7. Die Rosenköpfe oder Blätter auf das Backblech legen, am besten mit Backpapier, und dann 1 Stunde bei 50 Grad im Backofen trocknen.
  8. Beim Trocknen die Ofentür immer wieder öffnen, um Feuchtigkeit entweichen zu lassen.
  9. Abschließend abkühlen lassen und luftdicht aufbewahren.
Kandieren von Rosen Schritt für Schritt

Alternative Methode: Kandieren mit Zuckersirup

  1. Den Zucker und das Wasser in einen Topf geben und erhitzen. So lange rühren, bis sich alles gelöst hat.
  2. Die Lösung einmal aufkochen lassen und in ein Gefäß füllen. Abkühlen lassen. Jetzt hat man einen Sirup.
  3. Die Rose in den Sirup tauchen oder den Sirup mit einem Pinsel auftragen.
  4. Die Rose trocknen lassen. Ggf. die Prozedur wiederholen.
  5. Wer es nicht zu kitschig findet, kann auch groben Zucker auf die Rose streuen, solange der Sirup noch feucht ist. Das sieht aus wie Kristalle auf der Rose.

Tipps für die Aufbewahrung

Lagenweise auf feines Papier schichten und in gut verschlossenen Dosen oder Gläsern bis zum Verbrauch aufbewahren.

Wichtig ist die Abfüllung in gut verschließbaren Gläsern, damit die Duftstoffe lange erhalten bleiben und die Produkte vor Keimen geschützt sind.

Lesen Sie auch: Rosen aus Marzipan selbst gestalten – so geht's

Verschiedene kandierte Blüten auf Backpapier

Essbare Blüten: Noch mehr Vielfalt!

  • Auf diese Weise lassen sich auch einzelne Rosenblätter kandieren oder auch jede andere Blüte.
  • Essbar sind, wenn ungespritzt, z. B. auch Löwenzahn oder Veilchen.
  • Natürlich kann man auf diese Art nicht nur Rosen kandieren, sondern auch andere essbare Blüten wie z.B. Veilchen.

Rosenzucker: Blütenträume für Tee & Süßspeisen

Rosenzucker hat einen intensiv blumigen Geschmack und harmoniert gut mit verschiedenen Teesorten, insbesondere mit mildem Schwarztee. Aber auch Malven- oder Hagebuttentee kannst du damit verfeinern. Darüber hinaus macht sich etwas Rosenzucker gut in Süßspeisen wie Sahne, Cremes, Keksen oder Kuchen.

Optisch wirkt der Rosenzucker am schönsten, wenn du weißen Zucker als Grundlage verwendest. Eine nachhaltigere Alternative zu herkömmlichem Kristallzucker ist Rübenzucker, der auch in weißer Farbe erhältlich ist.

Zutat Menge Anwendung
Getrocknete Rosenblätter 20 Blätter Mit Zucker im Mörser zerkleinern
Weißer Zucker ca. 100 g auf 20 Blätter Nach gewünschtem Geschmack

Tipp: Um Rosenzucker selber zu machen, verwendest du am besten einen Mörser. Alternativ kannst du die Blüten auch mit den Fingern zerbröseln und unter den Zucker mischen.

Kurzanleitung Rosenzucker

  1. Rosenblätter auf einem sauberen Küchentuch zum Trocknen ausbreiten (einige Tage bei Zimmertemperatur oder auf der Heizung; nicht im Backofen).
  2. Getrocknete Rosenblätter zusammen mit 1-2 EL Zucker in einen Mörser geben und zerkleinern.
  3. Zucker-Rosenblüten-Mischung gut mit dem restlichen Zucker vermengen.
  4. In ein fest verschließbares Gefäß füllen.
Rosenzucker im Glas mit getrockneten Blüten

Verwendung und Genuss kandierter Rosen

  • Kandierte Rosen verleihen Torten und Desserts eine romantisch-liebliche Note.
  • Als edle Deko für Plätzchen, Torten und Pralinen werten sie jede Kaffeetafel auf.
  • Die kandierten Blätter sind sehr lecker und verleihen Süßspeisen eine außergewöhnliche Note.
  • Kandierte Rosen sind auch als Geschenk zum Valentinstag, Muttertag oder zum Beispiel zum 8. März, dem internationalen Frauentag, eine zauberhafte Idee.
  • Rosenzucker und Rosensalz eignen sich hervorragend als Aroma für Tee, Süßspeisen oder als kulinarischer Hingucker.

Durch das Kandieren werden die Blätter relativ hart. Das ist eine sehr leckere Deko, mit der man auf Torten, Plätzchen und Pralinen nicht sparen sollte. Es ist ein sehr feiner und edler Geschmack, nicht dermaßen intensiv. Sicher hast Du schon mal Rosenwasser verwendet, da hast du einen geschmacklichen Anhaltspunkt.

Kandierte Rosen auf Torten und Pralinen

Erweiterte Tipps und Hinweise

  • Stiele von den Blütenköpfen abschneiden.
  • Lagenweise mit Pergamentpapier schichten und in einer Schachtel kühl und trocken lagern.
  • Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft! Rosenzucker, Rosensalz oder Rosenbadesalz sind perfekte Mitbringsel.
  • Die kandierten Blüten sollten vor Feuchtigkeit geschützt und möglichst binnen weniger Wochen verbraucht werden.

Kleine Kärtchen mit Inhaltsstoffen und Anwendungs-Tipps sowie ein hübsches Bändchen werten jedes DIY-Geschenk weiter auf!

Lesen Sie auch: Torten dekorieren mit echten Rosen

Selbstgemachte kulinarische Rosen-Geschenke

Lesen Sie auch: Elegante Rosenmarmelade

tags: #rosen #mit #zucker #haltbar #machen #anleitung

Populäre Artikel: