Rhabarbermarmelade Rezepte: Ein fruchtiger Genuss für das ganze Jahr

Rhabarber, obwohl botanisch ein Gemüse, wird kulinarisch wie Obst verwendet und ist besonders im Frühling eine beliebte Zutat für süße Köstlichkeiten. Von April bis Juni erfreuen wir uns an den rot-grünen Stangen, die sich zu vielfältigen Leckereien verarbeiten lassen. Eine davon ist Rhabarbermarmelade, ein Klassiker, der auf keinem Frühstückstisch fehlen sollte. Selbstgemacht schmeckt sie natürlich am besten!

Die Grundlagen der Rhabarbermarmelade

Das Grundrezept für Rhabarbermarmelade ist denkbar einfach und benötigt nur wenige Zutaten:

  • Rhabarber
  • Gelierzucker
  • Zitronensaft
  • Vanille (optional)

Mit diesen Zutaten lässt sich im Handumdrehen eine köstliche Marmelade zaubern, die pur auf Brötchen, zu Pfannkuchen oder im Joghurt ein Genuss ist.

Rhabarber: Vorbereitung ist alles

Bevor es ans Eingemachte geht, muss der Rhabarber vorbereitet werden. Hierbei gibt es ein paar Dinge zu beachten:

  • Waschen und Putzen: Den Rhabarber gründlich waschen, die Enden abschneiden und gegebenenfalls vorhandene Fasern abziehen.
  • Schälen oder nicht schälen? Ob der Rhabarber geschält werden muss, hängt von der Dicke und dem Alter der Stangen ab. Bei sehr dicken und älteren Stangen ist es ratsam, die Schale zu entfernen, da sie mehr Oxalsäure enthält und holziger ist. Jüngere Stangen können mit Schale verarbeitet werden.
  • Blätter entfernen: Die Blätter des Rhabarbers sind giftig und dürfen nicht gegessen werden.
  • Zerkleinern: Den Rhabarber in etwa 2 cm große Stücke schneiden.

Die Zubereitung: Schritt für Schritt zur perfekten Marmelade

  1. Rhabarber ziehen lassen: Die Rhabarberstücke mit dem Gelierzucker, Zitronensaft und optional Vanillemark in einem Topf vermischen und etwa 1 Stunde ziehen lassen. So kann der Rhabarber Saft ziehen und die Aromen verbinden sich bereits vor dem Kochen.
  2. Kochen: Den Topfinhalt unter ständigem Rühren langsam erhitzen und zum Kochen bringen. Sobald die Masse sprudelnd kocht, 4-5 Minuten weiterkochen lassen, dabei stetig umrühren.
  3. Abschäumen: Den Topf vom Herd nehmen und eventuell entstandenen Schaum mit einer Schöpfkelle entfernen.
  4. Abfüllen: Die heiße Marmelade sofort in sterile Gläser füllen und diese fest verschließen.
  5. Abkühlen: Die Gläser für einige Minuten auf den Kopf stellen und anschließend abkühlen lassen.

Variationen für noch mehr Geschmack

Das Grundrezept für Rhabarbermarmelade lässt sich wunderbar variieren und mit anderen Früchten und Gewürzen verfeinern. Hier sind einige Ideen:

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Rhabarber-Erdbeer-Marmelade: Ein Klassiker

Die Kombination aus Rhabarber und Erdbeeren ist ein absoluter Klassiker. Die Süße der Erdbeeren harmoniert perfekt mit der Säure des Rhabarbers. Für diese Variante einfach einen Teil des Rhabarbers durch Erdbeeren ersetzen.

Rhabarber-Apfel-Marmelade: Fruchtige Ergänzung

Auch Äpfel passen hervorragend zu Rhabarber. Sie verleihen der Marmelade eine zusätzliche Süße und eine feine Apfelnote. Hierfür einen Teil des Rhabarbers durch geschälte und in Stücke geschnittene Äpfel ersetzen.

Rhabarber-Bananen-Marmelade: Exotische Süße

Wer es etwas exotischer mag, kann Rhabarber mit Bananen kombinieren. Die Bananen sorgen für eine natürliche Süße und eine cremige Konsistenz. Einfach geschälte und in Stücke geschnittene Bananen zu den vorbereiteten Rhabarberstücken geben.

Rhabarber-Himbeer-Marmelade: Beerige Frische

Himbeeren verleihen der Rhabarbermarmelade eine beerige Frische und eine leuchtend rote Farbe. Für diese Variante einfach einen Teil des Rhabarbers durch Himbeeren ersetzen. Wer keine Kerne in der Marmelade mag, kann die Marmelade nach dem Kochen durch ein Sieb passieren.

Rhabarbermarmelade mit Minze und Gin: Das gewisse Etwas

Für eine besondere Note kann die Rhabarbermarmelade mit frischer Minze und einem Schuss Gin verfeinert werden. Die Minze sorgt für eine erfrischende Note, der Gin für ein feines Aroma.

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Zutaten:

  • 500 g Rhabarber
  • 100 ml Zitronensaft
  • 100 ml Lemonsquash
  • 400 g Gelierzucker 2:1
  • 10 cl Gin
  • 2 Msp. Minze, gehackt

Zubereitung:

  1. Rhabarber waschen und in Stücke schneiden (nicht schälen!).
  2. Rhabarber, Zitronensaft, Lemonsquash und Gelierzucker in einem Topf vermischen und unter Rühren zum Kochen bringen.
  3. 5 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei stetig rühren.
  4. Gin und Minze hinzufügen und kurz mitkochen lassen.
  5. Heiß in sterile Gläser füllen und verschließen.

Weitere Gewürze für den besonderen Pfiff

Neben den genannten Früchten und Kräutern lassen sich auch verschiedene Gewürze verwenden, um der Rhabarbermarmelade eine besondere Note zu verleihen:

  • Zimt
  • Sternanis
  • Anis
  • Gemahlene Zitronenschale

Tipps und Tricks für die perfekte Rhabarbermarmelade

  • Die richtige Zuckersorte: Für Rhabarbermarmelade eignet sich am besten Gelierzucker 2:1 oder 3:1. Die erste Zahl gibt die Fruchtmenge an, die zweite die Zuckermenge. Wer weniger Zucker verwenden möchte, greift zu Gelierzucker 3:1.
  • Die Konsistenz: Wer eine samtig-sämige Marmelade bevorzugt, kann die Marmelade vor dem Kochen und Abfüllen mit dem Pürierstab pürieren.
  • Die Lagerung: Nach dem Abfüllen sollte die Marmelade dunkel und kühl aufbewahrt werden. So hält sie sich bis zu einem Jahr. Alternativ können die Gläser auch im Gefrierfach gelagert werden, um die Oxidation zu verhindern und die Farbe der Marmelade zu erhalten.
  • Vanillearoma: Anstelle von Vanilleschoten kann auch Vanillearoma verwendet werden.
  • Verwendung der Vanilleschote: Die ausgekratzte Vanilleschote kann nach dem Kochen abgewaschen, getrocknet und für Vanillezucker verwendet werden.

Rhabarbermarmelade: Vielseitig verwendbar

Rhabarbermarmelade ist nicht nur ein leckerer Brotaufstrich, sondern auch vielseitig in der Küche einsetzbar:

  • Als Füllung für Gebäck: Rhabarbermarmelade eignet sich hervorragend als Füllung für Kuchen, Torten oder Plätzchen.
  • Als Topping für Desserts: Ob auf Eis, Joghurt oder Quark - Rhabarbermarmelade verleiht jedem Dessert eine fruchtige Note.
  • Als Zutat für Saucen: Rhabarbermarmelade kann auch als Zutat für süß-saure Saucen verwendet werden, beispielsweise zu Gegrilltem oder Käse.
  • Als Mitbringsel: Selbstgemachte Rhabarbermarmelade ist ein tolles Gastgeschenk für Freunde und Familie.

Nachhaltigkeit in der Küche: Tipps für umweltfreundliche Rhabarbermarmelade

  • Regionale Zutaten: Achten Sie beim Kauf von Rhabarber auf regionale Produkte. So unterstützen Sie die heimische Landwirtschaft und vermeiden lange Transportwege.
  • Saisonale Zutaten: Rhabarber hat von April bis Juni Saison. Nutzen Sie diese Zeit, um frischen Rhabarber zu verarbeiten.
  • Unverpackt einkaufen: Kaufen Sie Gelierzucker und andere Zutaten in Unverpacktläden, um Müll zu vermeiden.
  • Mehrweggläser verwenden: Verwenden Sie zum Einkochen Mehrweggläser.
  • Rhabarberschalen verwerten: Aus den Rhabarberschalen lässt sich ein leckerer Sirup kochen.

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