Gefüllte Plätzchen mit Marmelade backen: Das ausführliche Rezept und Tipps für perfekte Marmeladenkekse
Es ist wieder soweit: Die schöne Adventszeit beginnt und wir freuen uns auf besinnliche und ruhige Tage im Kreis der Familie. Beim gemütlichen Zusammensein darf leckeres Weihnachtsgebäck natürlich nicht fehlen. Marmeladenplätzchen - ob als Hildabrötchen, Engelsaugen, Linzer Plätzchen oder Spitzbuben - sind fester Bestandteil auf dem Plätzchenteller und begeistern durch ihren fruchtig-buttrigen Geschmack und ihre hübsche Optik.
Die beliebtesten Sorten: Spitzbuben, Engelsaugen & Co.
Hildabrötchen, Engelsaugen oder Spitzbuben - je nach Region besitzen die Marmeladenplätzchen unterschiedliche Namen. Die bekanntesten Plätzchen mit Marmelade sind Spitzbuben, Linzer Plätzchen, Engelsaugen und Terrassenplätzchen - wer kennt und liebt sie nicht! Aber auch neue fruchtige Plätzchen-Ideen erobern immer wieder unsere Herzen. Besonders im Advent beliebt und begeistern mit ihrem hübschen Aussehen und feinen Geschmack!
Omas mit Marmelade gefüllten Weihnachtsplätzchen schmecken herrlich und sehen einfach hübsch aus. Kein Wunder, dass Spitzbuben so beliebt sind! Der buttrig-zarte Teig der Spitzbuben zergeht auf der Zunge; die Marmelade sorgt für einen fruchtigen Touch. Zudem sieht die Kombination aus hübschen Formen und leuchtender Konfitüre einfach toll aus.
Wichtige Zutaten und Varianten
- Mehl - klassisch ist Weizenmehl Type 405 oder Dinkel 630.
- Butter - sorgt für den feinen, buttrigen Geschmack, kann in veganer Variante durch Margarine ersetzt werden.
- Zucker - am besten weißer Zucker für Süße und die richtige Teigkonsistenz.
- Eier - optional, für veganen Mürbeteig einfach weglassen.
- Vanillezucker, Prise Salz, Backpulver, gelegentlich Mandeln für Linzer oder Spitzbuben mit Nussnote.
- Marmelade/Konfitüre/Gelee - Johannisbeer, Himbeer, Aprikose, Zwetschge, Orangenmarmelade oder spezielle Wintersorten wie Glühwein-Gelee.
Wer es würziger mag, knetet weihnachtliche Gewürze (Zimt, geriebene Orangenschale) unter den Teig oder bestreicht die Plätzchen mit Orangen- oder Apfel-Ingwer-Gelee. So verwandelst du dein Lieblingsplätzchen im Nu zum Weihnachtsklassiker.
Tabelle: Klassische Grundzutaten für Marmeladenplätzchen
| Zutat | Menge | Tipp/Vegane Option |
|---|---|---|
| Mehl (Weizen 405) | 250-300 g | Dinkel funktioniert auch |
| Butter (kalt oder weich) | 100-200 g | Margarine für vegan |
| Zucker | 70-150 g | Rohrzucker oder weißer Zucker |
| Eier | 1-3 Eigelb | Weglassen für vegan |
| Backpulver | 1 TL | - |
| Vanillezucker | 1 Päckchen | - |
| Prise Salz | 1 Prise | - |
| Marmelade | nach Bedarf | am besten ohne Stückchen |
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Perfekte Marmeladenplätzchen backen
1. Teig zubereiten
Das Mehl in eine große Schüssel geben und mit dem Backpulver und einer Prise Salz vermischen. Eine Mulde in die Mitte formen. Die kalte Butter in kleinen Stückchen in die Mulde geben, anschließend die Eigelbe und den Zucker zusammen mit dem Vanillezucker darüber geben. Alle Zutaten mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten.
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Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen. Der Teig sollte vor der Weiterverarbeitung wirklich kalt und fest sein! Richtige Teig-Verarbeitung: Die weiche Masse muss für mindestens 1 Stunde (besser länger) in den Kühlschrank. Das sorgt dafür, dass sie sich besser ausrollen lässt und sich die Zutaten verbinden.
2. Kekse formen und ausstechen
Sobald der Teig richtig schön kalt und fest ist, kann man den Backofen vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Für die klassischen Doppeldecker wie Spitzbuben teilt man den Teig und rollt ihn ca. 2-3 mm (oder 0,5 cm) dick aus. Dann Kreise, Herzen oder Sterne ausstechen; die Hälfte der Ausstecher mit einem kleinen Loch in der Mitte versehen.
Für Engelsaugen: Teig zu etwa 2 cm großen Kugeln rollen und mit dem Daumen eine Mulde eindrücken. Wichtig: die Mulde sollte tief genug und der Rand drumherum nicht zu dünn sein! Damit verhindert ihr, dass beim anschließenden Backen die Marmelade aus dem Keks herausläuft.
Wer keinen passenden Ausstecher besitzt, kann den Teig auch mit unterschiedlich großen Gläsern ausstechen.
3. Backen
Backofen auf 170-180 °C (Ober-/Unterhitze) oder 150-160 °C Umluft vorheizen. Die Kekse mit etwas Abstand auf das Blech legen und etwa 10-15 Minuten goldgelb backen (lieber etwas zu hell als zu dunkel). Jeder Ofen ist anders, daher können die Backzeiten leicht variieren. Sobald der Rand der Kekse goldgelb ist und anfängt leicht zu bräunen, sind sie fertig.
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Kekse nach dem Backen auf ein Gitter legen und vollständig auskühlen lassen.
4. Füllen und Zusammensetzen
Marmelade, Konfitüre oder Gelee vor dem Bestreichen leicht erwärmen - sie lässt sich flüssiger besser verstreichen und bildet eine glattere Oberfläche. Auch haftet die Marmelade besser am Gebäck. Für Doppeldecker-Kekse etwas Marmelade auf die Unterseite geben, die Oberseite (meist mit Loch) leicht andrücken - die Marmelade verteilt sich dann bis an den Rand.
Die gelochten Scheiben mit Puderzucker bestäuben, die anderen Hälften gleichmäßig mit dem Gelee bestreichen, dann die Puderzucker-Hälften aufsetzen. Die Marmelade ist entweder das süße Topping, oder die fruchtige Füllung zwischen knusprigen Keksschichten. Die Wahl des Fruchtaufstrichs ist ganz dir überlassen. Von Aprikosenmarmelade bis Quittengelee ist alles möglich.
Tipps, FAQs & Aufbewahrung
Welche Marmelade ist die beste?
Marmelade wird meist als Synonym für Konfitüre verwendet. Für die fruchtig-knusprigen Kekse eignet sich Gelee am besten, da der Aufstrich schön glatt ist und sich gut verarbeiten lässt. Auch diese kannst du für die Marmeladenplätzchen verwenden. Wer keine Lust auf Stückchen oder Kerne hat, streicht sie besser vor der Verarbeitung durch ein Sieb.
Meine Kinder mögen nur fein passierte Marmelade ohne Kerne und ohne Stückchen. Die Klassiker sind Johannisbeermarmelade, Himbeermarmelade oder Aprikosenmarmelade, aber grundsätzlich funktioniert jedes Obst als Basis.
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Wie lange halten sich Plätzchen mit Marmelade?
Plätzchen mit Marmelade sind im Vergleich zu trockenen Sorten etwas empfindlicher. In einer luftdicht verschlossenen Dose und kühl gelagert halten sie sich in der Regel etwa 2-3 Wochen. Spitzbuben halten sich bei richtiger Lagerung sogar bis zu 4 Wochen. Wichtig ist, die Plätzchen getrennt von feuchten oder sehr saftigen Sorten zu lagern, da sie sonst zu weich werden könnten.
Tipp: Lege zum Aufbewahren der Plätzchen eine Lage Backpapier zwischen die Schichten von Marmeladenplätzchen, damit der Fruchtaufstrich nicht verschmiert und sie nicht zusammenkleben.
Kann man Marmeladenplätzchen einfrieren?
Man kann sowohl den rohen Teig als auch die fertig gebackenen, gefüllten Spitzbuben einfrieren.
Backen mit Kindern
Holt Euch für die Zubereitung Unterstützung von kleinen Helfern und Helferinnen und macht es so zu einem kleinen Event. Diese Marmeladen-Kekse kann man auch super mit kleinen Kindern backen. Sie sind ein köstlicher Snack zum Nachmittags-Tee oder -Kaffee und lassen sich mit jedweder Marmelade füllen. Meine Kinder waren immer stolz wie Oskar, wenn ich ihnen eine kleine Schürze umgebunden habe und sie beim Teig kneten helfen durften.
Variationen: Linzer-Plätzchen & festliche Versionen
Obwohl wir von Plätzchen nicht genug bekommen können, möchten wir euch die weihnachtliche Linzertorte nicht vorenthalten. Der feine Mürbteig besteht aus drei verschiedenen Nusssorten und wird mit herrlichen Aromen wie Nelken, Vanille, Rum, Bittermandel und Kirschwasser verfeinert. Gefüllt wird die Linzertorte mit fruchtiger Himbeermarmelade.
Terrassenplätzchen entstehen, wenn ihr für jedes Plätzchen statt zwei Ausstechförmchen drei verwendet: Ihr benötigt 3 unterschiedlich große Sterne, Kreise oder Herzen (ohne Loch), die dann aufeinander geklebt werden.
Spitzbuben ausstechen und backen: Der vorher gekühlte Teig wird portionsweise ausgerollt, damit er nicht zu warm wird und beim Backen ggf. bricht. Die Hälfte der Plätzchen wird als „Basis“ rund oder mit geriffeltem Rand ausgestochen; die andere Hälfte bekommt ein Mini-Loch in der Mitte. Die Mini-Kreise/Herzen/Sterne, die man aus der Mitte heraussticht, kann man wieder mit dem übrigen Teig verkneten oder ebenfalls backen und später als Mini-Doppeldecker zusammensetzen.
Das Rezept auf einen Blick - Beispiel für gefüllte Spitzbuben
- Butter in Stücken, Mehl, Salz, Mandeln, Zucker und die Eier in eine Schüssel geben. Mit den Knethaken zu einem geschmeidigen Teig verkneten, eventuell mit den Händen nachhelfen. 30 Minuten kühlen.
- Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 0,5 cm dick ausrollen. Mit einem Ausstecher Formen ausstechen. Bei der Hälfte ein kleines Loch einstechen.
- Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad ca. 8-10 Minuten backen (sie sollten nicht zu braun werden). Vollständig abkühlen lassen.
- Marmelade leicht erwärmen und auf die runden Kekse ohne Loch geben. Einen Keks mit Loch darauf setzen und leicht andrücken. Mit Puderzucker bestäuben.
Kreative Genussideen & Haltbarkeit
Die Marmeladen-Kekse sind übrigens nicht nur in der klassischen Kekse-Backen-Saison zur Adventszeit ein Highlight, sondern schmecken zu jeder Jahreszeit. Versucht sie gerne einmal mit unterschiedlichen Marmeladensorten und passt sie so den Jahreszeiten an.
Sofern sie nicht vorher aufgegessen werden, halten sich Marmeladenplätzchen in einer luftdicht verschlossenen Dose ca. 1 Woche, Spitzbuben bis zu 4 Wochen, je nach Lagerung.
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