Einfache Pralinen selber machen — Rezepte und Tipps für Anfänger

Ob als süßes Geschenk oder für den eigenen Genuss - leckere Pralinen sind immer ein gutes Mitbringsel. Pralinen selber machen ist ganz einfach! Pralinen selber machen: Auf die Schokolade kommt es an. Eine der wichtigsten Zutaten von Pralinen ist Schokolade. Hier sollte man auf gute Qualität setzen. Achte speziell darauf, dass die Schokolade nicht zu viel Fett enthält.

Warum Pralinen selbst machen?

Pralinen sind das ideale kleine Geschenk. Genau das richtige also, um sie an Weihnachten, Geburtstagen oder auch einfach nur so an ganz liebe Menschen zu verschenken. Als Krönung der Chocolatierkunst sind Pralinen vor allem in der Advents- und Weihnachtszeit willkommene Geschenke. Edel, zart, bitter und lecker gefüllt - so kennen und lieben wir sie!

Pralinen in Geschenkbox

Grundlagen: Ganache, Kuvertüre und Zutaten

Als Grundlage für viele verschiedene Pralinen dient bei der Herstellung die Ganache. Sie ist verantwortlich für Geschmack und Konsistenz der Süßigkeiten. Es ist eine Masse aus Kuvertüre und Sahne oder auch aromatisierter Butter, die zum Füllen und Überziehen der edlen Schokokugeln verwendet wird. Die klassische Ganache enthält Schokolade und Sahne im Verhältnis 2:1. Um den Geschmack zu verfeinern, können Sie zum Beispiel auch Kaffee oder Tee, Liköre, Gewürze wie Chili oder Vanille, Nüsse und Mandeln einsetzen.

Für die Füllungen (Ganache) empfiehlt sich die Verwendung hochwertiger Kuvertüren, mit denen die Pralinen auch umhüllt werden. Spezial-Ingredienzen wie Glucosesirup sind zum Beispiel im Konditoreibedarf oder bei diversen Internethändlern erhältlich. Gut zu wissen: Pralinen müssen einen Schokoladenanteil von mindestens 25 Prozent aufweisen, ansonsten spricht man von Konfekt.

Einfach anfangen: Basisrezepte für Anfänger

Es gibt sehr viele einfache Rezepte, die man problemlos ohne Vorkenntnisse zu Hause zubereiten kann. Einfache Rumkugeln oder kompliziertes Konfekt mit Füllung: Wer Pralinen selber machen möchte, kann selbst entscheiden, wie aufwendig es sein soll. Rumkugeln sind das perfekte Geschenk für Freunde und Bekannte. Diese Pralinen selber zu machen ist überraschend leicht.

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Rumkugeln (einfaches Rezept)

  • Zutaten: 100 g Butter, 100 g Puderzucker, 200 g Schokolade (Vollmilch oder Zartbitter), 4 EL Rum (54 %), Vollmilchschokoladen-Streusel
  • Die Butter mit dem Puderzucker schaumig rühren. Schokolade in einer kleinen Schüssel über einem heißen Wasserbad schmelzen. Vorsicht: Es darf kein Wasser in die Schokolade geraten. Die geschmolzene Schokolade zur Butter hinzufügen und den Rum hineingießen. Zum Schluss kommt das Ganze für circa eine Stunde in den Kühlschrank.
  • Hände mit kaltem Wasser befeuchten und kleine Kugeln aus der Schokomasse formen. Kugeln in Schokoladen-Streuseln wälzen und eine weitere Stunde in den Kühlschrank stellen.

Schnelle Schoko-Nuss-Häufchen

  • Zutaten: 200 g Schokolade, 300 g Mandeln in Stiften, 50 g gehackte Mandeln.
  • Schokolade in einer kleinen Schüssel über einem heißen Wasserbad schmelzen. Mit Mandelstiften und gehackten Mandeln vermengen. Mit zwei Esslöffeln kleine Häufchen auf ein Backblech mit Backpapier setzen und gut auskühlen lassen.
Schoko-Nuss-Häufchen

Rezepte für weihnachtliche Pralinen und Klassiker

Einfache Lebkuchenpralinen sind die perfekte Geschenkidee. Das Rezept für die Lebkuchenpralinen ist so einfach, dass du auch kurz vor Weihnachten die Pralinen selber machen kannst und dennoch ein super persönliches Geschenk am Ende hast. Einfache Lebkuchenpralinen mit nur wenigen Zutaten.

Vor dem Umhüllen: Die weiße Schokolade fein hacken und beiseite stellen. Die Sahne in einen kleinen Topf geben und auf dem Herd kurz aufkochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und Schokolade und Butter dazugeben. Danach den dritten Teelöffel Zimt mit dem Puderzucker vermischen. Die erkaltete Masse aus dem Kühlschrank nehmen und mit zwei Teelöffeln kleine Portionen abstechen.

Spekulatius-Trüffel

Von der Grundidee her sind diese weihnachtlichen Spekulatiuspralinen wie meine Zimtkugeln aufgebaut. Die weiße Schokolade fein hacken und beiseite stellen. Etwa 6 Spekulatiuskekse grob zerkleinern, den Rest z.B. mit Hilfe eines Nudelholzes und einem Gefrierbeutel sehr fein zerbröseln. Die Sahne in einen kleinen Topf geben und auf dem Herd kurz aufkochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und Schokolade, Butter, einen Teelöffel Spekulatiusgewürz dazu geben und verrühren, bis sich die Schokolade aufgelöst hat. Nun die 6 zerkleinerten Spekulatiuskekse dazugeben. Die restlichen feinen Brösel für später aufheben. Danach die Spekulatiusbrösel in einem tiefen Teller bereit stellen. Die erkaltete Masse aus dem Kühlschrank nehmen und mit Hilfe zweier Teelöffel kleine Portionen abstechen.

Kokos- und Raffaelo-ähnliche Pralinen

Wer kennt sie nicht, die kleinen Kokosbällchen »ganz ohne Schokolade«. Zuerst muss die weiße Schokolade fein gehackt werden. Danach wird der Inhalt einer Dose Milchmädchen in einem kleinen Topf unter ständigem Rühren vorsichtig erhitzt. Wenn die Creme heiß ist, kommt der Topf vom Herd und die weiße Schokolade, sowie 160 g der Kokosflocken dazu. Alles gut verrühren und in eine Schüssel abfüllen. Etwas ausgekühlt und abgedeckt kommen sie dann für etwa drei bis vier Stunden in den Kühlschrank. Mit zwei kleinen Teelöffeln werden die Kugeln nun portionsweise abgestrochen. Eine Mandel in der Mitte platzieren, das Ganze in die übrigen Kokosflocken geben und darin zu ebenmäßigen Kugel rollen.

Kokospralinen

Weitere kreative Füllungen und Sorten

Bitterschokoladen Trüffeln mit Matcha Tee: Ich liebe Matcha und bereite oft eine weiße Schokoladen-Ganache mit etwas Matcha für meine Macarons. Truffes au piment d’Espelette - eine scharfe Variante. Für mich die perfekte Kombination: herbe Zartbitterschokolade und starker, schwarzer Kaffee auf die zartschmelzende Süße feinster, weißer Schokolade treffen (Latte Macchiato Kugeln).

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Die Pralinenherstellung erlaubt viele Varianten: Earl Grey innen, Blattgold außen; herber Espresso verschmilzt mit weißer Kuvertüre und umschließt salzige Macadamia; konzentrierte Frucht und gehackte Mandeln unterm Kokosmantel - ein Powerball, der nicht gebacken wird.

Matcha Trüffel

Technik: Schokolade schmelzen, temperieren und Formen

Schokolade schmelzen muss nicht immer kompliziert sein. Beim Schokolade schmelzen musst du aufpassen, dass das Wasser nicht zu heiß ist, da die Schokolade sich sonst zersetzt und brüchig wird. Dadurch lässt sie sich nicht weiterverarbeiten. Am besten verwendest du zum Schokolade schmelzen eine Glas- oder Metallschüssel. Die perfekte Temperatur beim Schmelzen der Kuvertüre liegt bei 38-35 °C. Auch die Temperatur in der Küche spielt eine Rolle: Der Arbeitsraum sollte nicht wärmer als ca. 20 Grad sein.

Damit die Pralinen perfekt gelingen, benötigen Sie dazu bestimmtes Zubehör. Küchenthermometer ist ein unverzichtbares Hilfsmittel für das Schmelzen und Temperieren von Kuvertüre. Spezielle Pralinengabeln sollten auch zur Grundausstattung gehören. Es gibt sie mit zwei oder drei Zinken oder spiralförmig. Mit ihrer Hilfe taucht man die Pralinen zum Abschluss in geschmolzene Kuvertüre und verpasst ihnen so einen glänzenden Überzug. Zum Abtropfen können Sie die fertigen Süßigkeiten auf Pralinengitter aus dem Fachhandel lagern. Diese Gitter kommen auch bei der Herstellung von typischen Trüffeln mit kleinen Schokoladenspitzen zum Einsatz. Als Ersatz können vorerst auch normale Kuchengitter dienen.

Arbeitstechniken bei Pralinen

  1. Pralinen von Hand rollen: Die erkaltete Ganache wird von Hand zu kleinen Kugeln gerollt. Einsatz findet die Methode zum Beispiel bei Trüffeln.
  2. Füllen von Hohlkörpern: Zur Herstellung gefüllter Pralinen wird flüssige Ganache in vorgefertigte Schokoladenformen, sogenannten Hohlkörpern, gefüllt.
  3. Ausgießen: Die flüssige Ganache wird in flache rechteckige Formen gegossen. Nach dem Abkühlen lässt sich die Tafelform in kleine, rechteckige Stücke schneiden.
  4. Aufspritzen: Die warme, flüssige Ganache wird in Spritzbeuteln zu individuellen Formen gespritzt.
Pralinenformen und Hohlkugeln

Aufbewahrung und Haltbarkeit

In einer luftdichten Dose verpackt halten sich die handgemachten Pralinen etwa eine Woche im Kühlschrank. Pralinen mit Früchten oder Sahne sollten innerhalb von zwei Wochen gegessen werden, Schoko-Nuss-Häufchen sind dagegen länger haltbar. Damit die Pralinen so lange wie möglich frisch bleiben, solltest du sie trocken und kühl aufbewahren, aber bitte nicht im Kühlschrank, da die Schokolade dort schnell weiß wird. Es empfiehlt sich, sie in einer kleinen Box zu lagern.

Verpackungsideen für selbstgemachte Pralinen

Demnach verdienen sie auch eine Verpackung der ihrer würdig ist. Die meisten Patzer lassen sich sogar mit Hilfe der richtigen Verpackung kaschieren, sodass dem glücklichen Erhalter des Geschenkes gar nicht auffällt, dass Sie (noch) kein Profi sind. Kapseln eignen sich besonders gut, um runde Pralinen geschmackvoll zu verschenken. Zum Verpacken der Köstlichkeiten sind Pralinentüten aus Klarsichtfolie sehr praktisch. Der Empfänger sieht direkt, worauf er sich freuen kann. Einfach die gezauberten Pralinen vorsichtig in die Tüte legen, eine liebe Botschaft, selbst gebastelte Anhänger oder Farbtupfen, zum Beispiel Konfetti beifügen und mit einer hübschen Schleife verschließen - perfekt.

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Pralinen in Geschenkbeutel

Gemeinsam Pralinen machen

Pralinen selbst herzustellen, eignet sich als gemeinsame Aktivität mit der Familie, Freunden und Kindern. Sie finden bei uns zahlreiche Pralinenrezepte, die Sie nach Herzenslust ausprobieren können. Wir können Ihnen auch nur empfehlen, Pralinen in Gemeinschaft mit anderen herzustellen. Sie werden sehen, dass es viel einfacher wird, wenn sich jeder auf einen Arbeitsschritt konzentriert. Dann ist es nicht mehr schwer, an einem Nachmittag mehrere Hundert Pralinen selbst zu machen.

Tipps & Tricks für den Erfolg

  • Investieren Sie lieber ein bisschen mehr in hochwertige Kuvertüre sowie feines Marzipan und Nougat.
  • Verbrauchen Sie auch für die Füllungen nur beste Zutaten - schließlich wenden Sie auch viel Zeit und Arbeit auf.
  • Gute Pralinen brauchen Zeit - kalkulieren Sie also großzügig: Oft sind mehrere Zwischenschritte des Erkaltens, Füllens und Trocknens nötig.
  • Wer sich unter Anleitung an dieses Thema herantasten möchte, findet vielleicht auf einer Pralinenkursseite einen Kursanbieter ganz in seiner Nähe.
  • Wenn Sie unsere Profi-Tipps beherzigen und die Pralinen außerdem mit extra viel Liebe zubereiten, werden die Geschenke aus der Küche garantiert ein Erfolg!
Schritt-für-Schritt Anleitung Pralinen selber machen

Rezepte-Übersicht (Auswahl)

Rezept Schwierigkeit Besonderheit
Rumkugeln einfach Klassiker, mit Alkohol
Schoko-Nuss-Häufchen sehr einfach Schnell, kinderfreundlich
Lebkuchenpralinen einfach Weihnachtlich, wenig Zutaten
Kokos-Pralinen (Raffaelo-Style) einfach Ohne Schokolade, mit Kokos
Matcha-Trüffel mittel Feines Aroma, weiße Ganache

Pralinen selber machen? Probieren Sie einfache Rezepte wie Rumkugeln, Schoko-Nuss-Häufchen oder Kokospralinen als Einstieg und erweitern Sie nach und nach Ihr Repertoire.

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