Reilinger Käsekuchen Rezept – Der perfekte klassische Käsekuchen

Käsekuchen gehört zu den absoluten Klassikern der deutschen Küche und wird oft heiß diskutiert, weil jeder sein „Lieblingsrezept“ hat. Wir stellen euch hier ein sorgfältig erprobtes Rezept vor, das cremig, locker und trotzdem kompakt ist. Ein Rezept, das mit viel Liebe und vielen Versuchen entstanden ist, um endlich den perfekten deutschen Käsekuchen mit Quark zu zaubern - ohne Puddingpulver und mit einem Trick gegen das lästige Reißen der Oberfläche. Viel Spaß beim Nachbacken!

Die Zutaten im Überblick

Für den Mürbeteig:

  • 300 g Weizenmehl
  • 75 g Puderzucker
  • 150 g kalte Butter
  • 1 Eigelb (Größe M oder L)
  • 1 TL Vanilleextrakt (selbstgemacht oder gekauft)
  • 1 Prise Salz
  • 2-3 EL kaltes Wasser

Für die Käsemasse:

  • 500 g Magerquark
  • 500 g Quark (20% Fett)
  • 250 g Zucker
  • 250 g Butter
  • 6 Eier
  • 115 g Mehl
  • 15 g Speisestärke
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Bio-Zitrone (Schale und Saft)
  • 1 TL Vanilleextrakt (selbstgemacht oder gekauft)
  • 1 Prise Salz
Reilinger Käsekuchen auf einem Kuchenteller mit Vanilleschote und Zitrone

Schritt-für-Schritt Zubereitung

1. Mürbeteig vorbereiten

Alle Zutaten für den Mürbeteig bis auf das Wasser in die Schüssel der Küchenmaschine geben und mit dem Flachrührer zu einem Mürbteig verkneten lassen. Falls der Teig zu trocken ist, 2-3 EL kaltes Wasser dazugeben. Alternativ kannst du die Zutaten auch mit den Händen rasch verkneten. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine Springform (26 cm Durchmesser) damit auskleiden. Den Rand vollständig hochziehen - aus eventuellen Teigresten lassen sich leckere Butterplätzchen backen. Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen und die Form in den Kühlschrank stellen.

2. Käsemasse zubereiten

Zuerst die Butter schmelzen und abkühlen lassen. Die Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz in einer fettfreien Schüssel zu steifem Schnee schlagen. Die Eigelbe mit der zerlassenen Butter mit dem Handrührgerät oder in der Küchenmaschine gut verrühren. Zucker, Vanillemark, Zitronenabrieb sowie den Zitronensaft dazugeben und alles gut vermischen.

Anschließend Mehl, Speisestärke und Backpulver in die Eigelbmasse einrühren. Nun den Quark unterrühren, bis die Masse glatt ist. Den Eischnee vorsichtig unterheben, damit die Masse locker bleibt.

3. Backen & Besonderer Trick gegen Risse

Den Backofen auf 160 Grad Heißluft vorheizen. Die Käsemasse auf den gekühlten Mürbeteigboden geben. Die Springform 5-6 Mal kräftig auf die Arbeitsplatte klopfen, damit Luftblasen entweichen können. Den Kuchen auf der mittleren Schiene ca. 65-75 Minuten backen.

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Wichtig: Nach etwa 20-25 Minuten Backzeit den Kuchen kurz aus dem Ofen nehmen und mit einem scharfen Messer ca. 1 cm tief rundherum zwischen Mürbteigrand und Käsemasse einschneiden. So verhindert ihr effektiv das Reißen der Oberfläche - ganz ohne Wasserbad oder komplizierte Abkühlmethoden.

Der Kuchen geht beim Backen stark auf, ähnlich wie ein „Atompilz“, sinkt aber nach dem Backen wieder ab. Nach dem Backen den Kuchen vollständig auskühlen lassen.

4. Kühlung & Servieren

Vor dem Servieren sollte der Kuchen mindestens 1-2 Stunden im Kühlschrank ruhen, damit er sich besser schneiden lässt. Am besten schneidet man den Käsekuchen mit einem feuchten Messer, so erhält man die schönsten Stücke. Wer es plant, kann den Kuchen auch über Nacht im Kühlschrank aufbewahren - dadurch setzt er sich besonders gut und schmeckt noch besser.

Querschnitt des Käsekuchens mit locker-cremiger Textur

Tipps für das perfekte Ergebnis

  • Auch wenn das Aufschlagen von Eischnee aufwendig ist, lohnt es sich für die luftige, leichte Textur.
  • Der Einschneide-Trick während des Backens verhindert unerwünschte Risse auf der Kuchenoberfläche.
  • Der Käsekuchen sollte möglichst kalt serviert werden.
  • Die Kombination aus Magerquark und Quark mit 20% Fett sorgt für eine ausgewogene, cremige Konsistenz.
  • Butter, Zucker und Vanillezucker werden schaumig aufgeschlagen - das verleiht dem Kuchen eine feine Süße und einen intensiven Geschmack.
  • Wer es ganz traditionell mag, verwendet eine Springform mit mindestens 26 cm Durchmesser.

Geschichte & Hintergrund des Rezepts

Das Rezept ist das Resultat vieler Versuche, um den Käsekuchen so zuzubereiten, wie er in Reilingen und Umgebung gern gegessen wird - klassisch mit Quark, nicht mit Frischkäse. Die Familientradition reicht weit zurück, wobei auch Omas Rezepte mit „Upside-Down“-Käsekuchen ihren Platz einnahmen. Doch das hier vorgestellte Rezept steht für die deutsche Variante des Käsekuchens, die mit regionalen Zutaten zubereitet und immer wieder verfeinert wurde.

In Zeiten, in denen viele Rezepte auf Convenience-Produkte wie Puddingpulver setzen, geht dieses Rezept bewusst einen anderen Weg und verwendet nur hochwertige Zutaten - ohne künstliche Zusatzstoffe. Dies sorgt für ein besonders natürliches Aroma und eine feine, zarte Textur. So wird der Käsekuchen zum Liebling auf jedem Kaffeetisch - auch an festlichen Tagen wie Weihnachten oder Geburtstag.

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Rezeptkarte mit den wichtigsten Arbeitsschritten für Mürbteig und Käsemasse

Backzeit- und Temperaturübersicht

Backart Temperatur Dauer
Gasbackofen (kleine Flamme 1-2) - 2 Stunden
Umluft 150 °C max. 1 Stunde
Ober-/Unterhitze 160 °C 1 - 1,5 Stunden (inkl. Einschneiden)

Weitere Empfehlungen

Wer den Reilinger Käsekuchen nachbacken möchte, dem wird empfohlen, über Nacht auszukühlen und vor dem Genuss einige Stunden im Kühlschrank zu lagern. Der Boden wird mit viel Liebe selbst zubereitet, denn: Fertigteige kommen für den klassischen Geschmack nicht in Frage.

Besonders originell ist auch die Idee, bei dieser Art von Rezeptregionalität und alte Familienrezepte zu verbinden. Im Rahmen eines geplanten Reilinger Kochbuchs sollen weitere Gerichte mit regionalen Zutaten zusammengetragen werden, um die kulinarische Tradition lebendig zu halten.

Videoanleitung: Reilinger Käsekuchen Schritt für Schritt backen

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