Vegane Tantanmen: Ein wärmendes Ramen-Rezept
Was gibt es Besseres als eine Schüssel heißer, cremiger Ramen? Vegane Tantanmen bieten genau das: Würzig, viel Umami und genau die richtige Schärfe - ohne stundenlang in der Küche stehen zu müssen.
Einleitung
Ramen hat sich neben Pizza und Sushi zu einem der beliebtesten Gerichte entwickelt. Obwohl es bereits vegane Miso-Ramen, eine Anleitung für selbstgemachte Ramennudeln und schnelle Curry-Ramen gibt, fehlte es bisher an veganisierten Klassikern wie Shoyu-, Shio- und Tonkotsu-Ramen. Dieser Artikel beginnt mit der japanischen Adaption eines beliebten Gerichts: Dan Dan Nudeln.
Was sind Tantanmen?
Tantanmen oder Tan Tan Ramen sind das japanische Äquivalent des berühmten Nudelgerichts aus der chinesischen Szechuanprovinz. Cremig, nussig und scharf - jeder Löffel der Brühe und jede Nudel ist ein Genuss.
Die Brühe
Als Basis dient eine gute Gemüsebrühe oder Pilzbrühenpulver aus dem Asialaden, optional ergänzt durch ein kleines Stück Kombu-Alge. Die typische Cremigkeit, die normalerweise von Fleischbrühe stammt, wird durch die Verwendung von veganer Barista-Milch imitiert.
Die Tare (Würzsauce)
Die eigentliche Würze der Tantanmen, die sogenannte „Tare“, besteht aus Erdnussmus, Sojasauce, Essig und Chiliöl. Das Chiliöl kann selbstgemacht oder gekauft werden. Alternativ zum Erdnussmus können auch Tahin oder chinesisches bzw. japanisches Sesammus verwendet werden.
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Die Nudeln
Für Hardcore-Ramen-Fans sind selbstgemachte Nudeln natürlich das Nonplusultra. Aber auch gekaufte, entweder eingeschweißt oder getrocknet, sind eine gute Option. In Notfällen können auch Spaghetti verwendet werden, die mit etwas Natron im Kochwasser zu halbwegs akzeptablen Ramennudeln umgewandelt werden können.
Tofu und Pilze
Pilze und Tofu können einfach in einer Pfanne zubereitet werden.
Rezept für Vegane Tantanmen
So einfach und schnell steht eine leckere, wärmende Schüssel vegane Tantanmen auf dem Tisch.
Zutaten
- 200 g Ramennudeln
- 500 ml Pilzbrühe
- 1 Stück Kombu
- 250 ml Barista-Hafermilch
- 200 g Tofu
- 120 g Champignons
- 2 Frühlingszwiebeln
- 1 EL Erdnussöl
Für die Tare:
- 3 EL Erdnussmus
- 3 EL Sojasauce
- 2 EL Reisessig
- 4 TL Chiliöl
- ½ TL Sesamöl
Zubereitung
- Nudeln nach Packungsanweisung kochen, abgießen und kurz unter kaltem Wasser abschrecken.
- Für die Brühe Pilz- oder Gemüsebrühe zusammen mit dem Stück Kombu in einen Topf geben und bei niedriger bis mittlerer Hitze langsam erhitzen. Sobald das Wasser anfängt zu köcheln, Kombu entfernen. Barista-Hafermilch einrühren und knapp unter dem Siedepunkt bei weiterhin niedriger bis mittlerer Hitze heiß halten.
- Währenddessen Tofu in etwa 1 cm dicke Würfel, Champignons in dünne Scheiben und Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Öl in eine heiße Pfanne geben, Tofu, Champignons und den weißen Teil der Frühlingszwiebel bei mittlerer bis hoher Hitze etwa 5 Minuten goldbraun braten. Alternativ den Tofu ohne Öl bei 180 °C im Airfryer rösten.
- Für die Tare je 1 ½ EL Erdnussmus, 1 ½ EL Sojasauce, 1 EL Reisessig, 2 TL Chiliöl und ein paar Tropfen Sesamöl in tiefen Schüsseln verrühren.
- Zum Servieren je etwa 4 Schöpfkellen der Brühe in eine Schüssel geben und gut mit der Tare verrühren. Nudeln optional im Sieb erneut mit heißem Wasser überbrühen und auf die Schüsseln verteilen.
Veganuary 2025: Tipps und Inspirationen für einen veganen Januar
Der Veganuary ist eine globale Initiative, die Menschen dazu ermutigt, im Januar einen Monat lang auf tierische Produkte zu verzichten. Durch pflanzliche Ernährung tun wir Gutes für die Umwelt, den Tierschutz und unsere eigene Gesundheit.
Empfehlungen für den Veganuary
- Blogs und Instagram-Accounts: Zucker & Jagdwurst für einfache und leckere Rezepte ohne „fancy“ Zutaten.
- Kochbücher: „Cosy Kitchen“ für Suppen, Eintöpfe und Currys, die perfekt für die kalte Jahreszeit sind; „Immer lecker - Das neue Kochbuch“ von Nadine und Philipp Steuer mit 80 einfachen Rezepten für den Alltag.
- Restaurants: Little Hiro in Erlangen für eine riesige vegane Auswahl; Tante Förster in Fürth für leckere Gerichte, die vegan sind oder auf Wunsch vegan zubereitet werden können.
- Apps: Pinterest für Inspiration.
7 Asiatische Nudelsorten im Überblick
Während die Italiener von Spaghetti, Linguine, Orecchiette und Pappardelle schwärmen, landen in den Ländern Asiens Sobanudeln, Reisnudeln, Udonnudeln und Ramen auf dem Tisch.
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Reisnudeln
Reisnudeln stammen ursprünglich aus China, haben sich aber über den ganzen Kontinent verbreitet, wo sich traditionelle Reisnudel-Rezepte in unterschiedlichen Küchen entwickelt haben. Die asiatischen Nudeln werden hauptsächlich aus Reismehl hergestellt, enthalten teilweise aber zusätzliche Tapioka- oder Maisstärke. Das macht Reisnudeln, wenn nicht anders auf der Packung angegeben, zu einer sehr guten Wahl für glutenfreie Nudeln. Du kannst sie getrocknet oder frisch kaufen.
Ramen
Die Weizennudeln Ramen stammen zwar ursprünglich aus China, werden heutzutage aber stärker mit Japan verbunden, wo sie früher als Arme-Leute-Essen galten. Mittlerweile hat sich das deutlich geändert, allein in Japan gibt es über 20.000 Ramen-Bars - und die ganze Welt liebt sie.
Udonnudeln
Die dicken Udonnudeln werden aus Weizenmehl, Salz und Wasser zubereitet. Auch sie stammen ursprünglich aus China, werden aber mittlerweile vor allem in Korea und Japan gegessen - in Suppen oder gebraten.
Somennudeln
Die feinen, langen Somen sind weiße Weizennudeln und stammen aus der japanischen Küche. Im Gegensatz zu den bisher vorgestellten asiatischen Nudeln werden sie im Sommer gern kalt gegessen, zum Beispiel mit Ingwer, Frühlingszwiebeln und einer Soße namens Tsuyu zum Eintunken.
Sobanudeln
Sobanudeln sind ebenfalls in der japanischen Küche beheimatet und bestehen hauptsächlich aus Buchweizenmehl, was ihnen die typische leicht bräunliche Farbe sowie den unverwechselbaren leicht nussigen Eigengeschmack gibt.
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Mie-Nudeln
Die bekannten chinesischen Mie-Nudeln werden aus Weizenmehl, Wasser und Salz hergestellt. Teilweise enthalten sie auch Eier und werden dann oft bei uns als chinesische Eiernudeln verkauft.
Glasnudeln
Die zarten Glasnudeln werden häufig aus Mungobohnenstärke gemacht, es gibt sie aber auch aus Tapioka- oder Süßkartoffelstärke.
Asia-Nudeln mit Brokkoli und Karotte
Ein einfaches Rezept für Asia-Nudeln mit Brokkoli und Karotte.
Zutaten
- 150 g Bandnudeln (z.B. Vollkornnudeln, Reisnudeln oder normale Bandnudeln)
- 1 kleiner Kopf Brokkoli
- 1 große Karotte
- 4 Frühlingszwiebeln
- 1 Knoblauchzehe
- 1 Stück Ingwer (ca. 2 cm)
- 2 EL Sesamöl (ersatzweise ein anderes Öl)
- 3 EL helle Sojasauce
- 1 Limette (ausgepresst)
- 2 EL Ahornsirup
- 2 EL Fischsauce
- 1 TL Sriracha
- 1 TL helle Miso-Paste
- Einen Schuss kaltes Wasser
- Salz & Pfeffer
- 1 Bund frische Kräuter (z.B. Koriander, Minze, Basilikum)
Zubereitung
- Die Nudeln nach Packungsanweisung al dente kochen, anschließend abgießen und zur Seite stellen.
- Während die Nudeln kochen, das Gemüse waschen und putzen. Brokkoli in kleine Röschen teilen, die Karotte längs stifteln, die Frühlingszwiebeln schräg in Ringe schneiden, Knoblauch und Ingwer fein hacken.
- Das Sesamöl (oder ein anderes Öl) in einem Wok erhitzen und das Gemüse darin rundherum für 3-4 Min. scharf anbraten. Gemüse aus dem Wok nehmen und zu Seite stellen.
- Sojasauce, Limettensaft, Ahornsirup, Fischsauce, Sriracha, Miso-Paste und einen Schuss kaltes Wasser verrühren.
- Die Nudeln in den Wok geben, die Sauce hinzufügen und alles einmal kurz erhitzen. Gemüse hinzufügen, vermengen und ggf. mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Kräuter waschen und trocken schütteln, die Blättchen abzupfen und grob hacken.
Vegane Ernährung muss nicht teuer sein
Das Vorurteil, dass vegane Ernährung teuer ist, ist weit verbreitet. Es gibt jedoch zahlreiche Rezepte, die zeigen, dass veganes Essen durchaus günstig sein kann.
Günstige vegane Rezepte
- Haferflocken Porridge mit Kokosmilch: Haferflocken sind gesund und günstig. Mit Kokosmilch und Toppings nach Wahl wird daraus ein leckeres Frühstück.
- Vegane Flammkuchen: Der Teig ist schnell zubereitet und der Belag kann je nach Vorrat variiert werden.
- Klassische Pancakes mit Ahornsirup: Pancakes lassen sich einfach veganisieren und mit Beeren und Ahornsirup genießen.
- No-Fishburger: Dieser Burger mit Noriblättern sorgt für den besonderen Fischgeschmack und ist reich an Omega-3-Fettsäuren.
- Grüner Smoothie: Ein Smoothie mit Obst, Gemüse und Kräutern liefert wichtige Nährstoffe.
- Veganer Makkaronisalat: Ein Klassiker mit einem nussigen Mandeldressing.
- Vegane Bolognese: Eine schnelle und günstige Nudelsoße mit Zutaten, die man meistens zu Hause hat.
- Linsensuppe: Ein Eintopf, der am nächsten Tag noch besser schmeckt.
- Chili sin Carne: Ein deftiger Eintopf mit Kidneybohnen.
- Gegrilltes Gemüse: Nahezu jedes Gemüse kann auf dem Grill zubereitet werden.
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