Wabenhonig selber herstellen: Ausführliche Anleitung, Praxistipps und Verpackung
Wabenhonig, auch als Honigwabe bekannt, ist eine besondere Form des Honigs, die direkt in den Waben von Bienen produziert wird. Dieser Honig bleibt in seiner natürlichen Struktur erhalten und wird direkt aus den Waben genossen. Wer Wabenhonig produziert, erhält eine unverfälschte Delikatesse mit einzigartigem Geschmack, die von Honigliebhabern weltweit geschätzt wird.
Wabenhonig: Definition und besondere Eigenschaften
Wabenhonig ist Honig, der in den Waben der Bienen verbleibt, ohne dass er extrahiert oder verarbeitet wird. Da der Honig direkt in den Waben gelagert wird, bleibt er in seiner reinsten Form. Wabenhonig bietet neben Honig auch Bienenwachs, Pollen und Propolis, die gesundheitliche Vorteile bieten können. Die von Bienen aus reinem Bienenwachs im Holzrahmen gebauten Waben sind mit Honig gefüllt und werden, wenn der Honig reif ist, von den Bienen mit Wachsdeckeln versiegelt. Diese Kombination macht Wabenhonig zu einem außergewöhnlich aromatischen Produkt mit einer Tiefe, die man im geschleuderten Honig oft nur erahnen kann.
Textur und Geschmackserlebnis
Wabenhonig bietet eine einzigartige Textur, die beim Kauen des Bienenwachses ein besonderes Geschmackserlebnis bietet. Er enthält, neben dem reinen Bienenwachs, Blütennektar, Pollen und Honigtau. Diese Mischung zaubert ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis auf den Gaumen - erklären kann man das kaum. Viele Imker schätzen Wabenhonig als ein Stück unverfälschter Natur und bieten ihn ihren Kunden als seltene Spezialität an.
Anleitung: Wabenhonig herstellen Schritt für Schritt
- Verdeckelte Waben auswählen:
Stellen Sie sicher, dass die Waben, die Sie ernten möchten, vollständig verdeckelt sind. Nur so ist gewährleistet, dass der Honig reif und lagerfähig ist.
- Entnahme der Waben:
Nehmen Sie die ausgewählten Wabenrahmen vorsichtig aus dem Bienenstock. Die Beuten damit würde ich möglichst wenig, am besten gar nicht bewegen, um die empfindlichen Waben zu schützen.
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- Vorbereitung der Rähmchen:
Hat einer von euch mal probiert Naturwaben im Honigraum bauen zu lassen, um Wabenhonig zu gewinnen? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dies zu unterstützen: Entweder den Honigraum ohne Mittelwände aufsetzen, oder nur eine Hälfte des Honigraumes ohne Mittelwände bestücken. Benötigen die Bienen einen Anfangsstreifen? Auch bei Naturbau braucht man immer ein paar ausgebaute Waben als Aufstiegshilfe. Wenn diese noch nicht verfügbar sind, dann Mittelwände.
Ich habe letztes Jahr Wabenhonig erstellen lassen. Dabei genutzt habe ich Dickwabenrähmchen. Diese habe ich mit dem Oberträger nach unten auf ein Backblech gestellt und in den auf ca. 40°C erwärmten Backofen gestellt. Auf die Oberträger würde jeweils ein halben Zentimeter breiter Mittelwandstreifen gelegt. Dieser ist etwas zerflossen und ist dann auf dem Oberträger abgekühlt und fest geblieben. Diese Rähmchen habe ich an Stelle 2 und 9 (von 10 Rähmchen) in den Honigraum gehängt. Ach ja, ich nutze DN 1/2 im Honigraum.
Im Backofen geht auch gut. So befestige ich gerne meine Anfangsstreifen. Ich stecke einen 1cm breiten Streifen in die Nut, nachdem die Rähmchen ein paar Minuten bei 80 Grad im Ofen waren... schmilzen sofort fest.
Die Naturbauwaben wären dann bei einem 10er:-,2,3,4,-,-,7,8,9,-. Naturbauwaben am besten in der Frühtracht ausbauen lassen. Da ist meiner Meinung nach mehr Bautrieb als in der kurzen Sommertracht.
- Schneiden der Waben:
Schneiden Sie die Waben in die gewünschte Größe, um sie für den Verkauf oder den persönlichen Gebrauch vorzubereiten. Mit einem sauberen Honigglas auf die Wabe drücken und innerhalb des Abdrucks ausschneiden, anschließend in ein Glas füllen.
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Wachs, gerade hauchdünn in den Waben, ist bekanntermaßen mechanisch empfindlich. Egal, wie man sie ablegt, irgendeine Seite der Wabe kontaktiert die Unterlage und muss die Schwerkraft aufnehmen bzw. kompensieren. Einzelne Wachsdeckel oder Zellen überstehen das nicht immer, sodass die "Schmadderei" unumgänglich ist, das ist einfach Physik.
Verpackung, Lagerung und Vermarktung
Wabenhonig kann in speziellen Behältern oder Schachteln präsentiert werden, um seine natürliche Schönheit und Struktur zu betonen. Ein leeres Honigglas nehmen, auf die Wabe drücken und innerhalb des Abdrucks ausschneiden, in ein Glas füllen. Wenn voll, die Zwischenräume mit flüssigem Honig auffüllen - fertig. Wabenhonig wird oftmals auf Vorbestellung in der Honigsaison (von Juni bis August) frisch aus dem Bienenstock abgegeben, auf Wunsch noch im Holzrahmen.
| Verpackungsart | Beschreibung | Vorteile |
|---|---|---|
| Im Glas mit flüssigem Honig | Wabe passend ausgeschnitten und im Glas mit Honig aufgefüllt | Schutz, einfache Lagerung, ansprechende Präsentation |
| In Folie eingewickelt | Wabe in Folie zum Transport, oft ohne weitere Verpackung | Schnell, günstig, weniger Aufwand |
| Im Holzrahmen | Unzerschnittene Wabe wird im Rahmen verkauft | Authentisch, sauber, hohe Qualität |
Stabilität der Waben: Mit oder ohne Draht?
Sind die Waben ohne Draht stabil genug? Hängend auf jeden Fall, dafür sind Bienenwaben von Natur aus ausgelegt, jedoch beim Transport wirken seitliche Kräfte, die den Waben, gerade, wenn diese mit schwerem Honig zugbelastet sind/werden, schwer zusetzen können. Die Beuten damit würde ich möglichst wenig, am besten gar nicht bewegen. Einzelne Wachsdeckel oder Zellen überstehen das nicht immer.
Ich habe mir eigens für den Wabenhonig Miniwaben aus Holz gefertigt, von denen fünf Stück in einen Dadant-Honigrahmen passen. Mache ich aber nur auf Vorbestellung. Die meisten deutschen Kunden können damit nicht umgehen und denken immer, man könne das Wachs nicht mitessen. Entsprechend ist das Gematsche auf dem Teller, wenn ich so etwas im Familienkreis mal anbiete.
Erfahrungen aus der Praxis: Vorteile und Herausforderungen
Er hat den Vorteil, dass er nicht geschleudert werden muss und somit nicht mit anderen Honigsorten vermischt werden kann. Warum Wabenhonig nicht günstig ist, liegt an den Waben selbst. Während beim Schleuderhonig die Wachswaben im Bienenstock verbleiben (Waben werden nach dem Ausschleudern wieder in den Stock gegeben), wird Wabenhonig samt den Waben verkauft. Ergo müssen die Bienen diese erst wieder selbst produzieren, bevor sie wieder Honig einlagern können. Dies geht stark zu Lasten des Honigertrags. Für die Produktion von 1 kg Wachs benötigen die Bienen, neben der Zeit, ca.
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In der Imkerei RP-Bienenhonig werden jedes Jahr ca. 200 kg Wabenhonig, inklusive den Wachswaben, meist schon auf Vorbestellung, produziert. Unseren Bienen werden lediglich leere Holzrahmen, ohne Mittelwand und ohne Anfangsstreifen, in den Honigraum gehängt. Deshalb müssen sie vor der Honigeinlagerung zuerst die Waben selbst herstellen. Auch das trägt zur erstklassigen Qualität des Wabenhonigs bei.
Wabenhonig bleibt deutlich länger flüssig als Honig im Glas. Ich hatte hier mal eine Charge in einem Honigraum vergessen, der war selbst nach 2 Jahren noch flüssig, während der selbe Honig im Eimer nach 4 Monaten knochenhart wurde.
Tipps zur Vermarktung und zur Kundenerfahrung
Ich möchte dieses Jahr meinen Honigkunden auch Wabenhonig anbieten. Ich wurde schon einige Male gefragt, ob ich so etwas habe und ich glaube, dass ich damit einen höheren Preis erzielen kann, als wenn ich den Honig nur im Glas verkaufe. Da er nicht erhitzt oder verarbeitet wird, bleiben alle natürlichen Inhaltsstoffe vollständig erhalten: wertvolle Enzyme, Pollen, Propolisanteile, ätherische Öle und die feine Wachsschicht, die von den Bienen selbst gebaut wurde.
Wabenhonig bietet nicht nur ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis, sondern ist auch ein natürliches und gesundes Produkt, das sich gut vermarkten lässt. Erfahrungen zeigen, dass viele Kunden einen höheren Preis akzeptieren und die Naturwaben ein Stück Kindheit oder Ursprünglichkeit repräsentieren.
Weitere Ressourcen & Inspiration
Schau doch auch mal bei den Montagsimkern auf YouTube. Da haben Ralf und Ludger eine komplette Sendung zum Thema Naturbau gemacht. Erfahrungen aus einer Erwerbsimkerei. Berufsimkerin Mechthild Mennicken war dabei. Auch Videos von Imkerei Fam. Bleise geben praktische Einblicke. Die von den Bienen aus reinem Bienenwachs im Holzrahmen gebauten Waben sind mit Honig gefüllt und bieten ein unvergleichliches Geschmackserlebnis.
Fazit: Wabenhonig als hochwertige Spezialität
Guter Wabenhonig ist eine Delikatesse. Er hat den Vorteil, dass er nicht geschleudert werden muss und somit nicht mit anderen Honigsorten vermischt werden kann. Für Imker bietet Wabenhonig neben einem höheren Verkaufspreis und intensiver Kundenbindung auch beste Qualität aus dem Bienenstock. Wer sich einmal auf die Herstellung einlässt, wird mit einer unverfälschten Honig-Komposition belohnt, die ihresgleichen sucht.
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