Quark statt Sahne: Ein saftiger Käsekuchen ohne Boden – Rezept und Variationen
Dieser Artikel widmet sich der Zubereitung eines köstlichen Käsekuchens ohne Boden, einer Variante des klassischen Käsekuchens, die durch ihre Einfachheit und den Fokus auf den reinen Quarkgeschmack besticht. Wir beleuchten das Grundrezept, geben Tipps für ein optimales Ergebnis und stellen verschiedene Variationsmöglichkeiten vor, um den Kuchen individuell anzupassen.
Einführung: Die Vorzüge des Käsekuchens ohne Boden
Der Käsekuchen ohne Boden erfreut sich großer Beliebtheit, da er im Vergleich zu Varianten mit Mürbeteig oder Keksboden einige Vorteile bietet:
- Konzentration auf den Quarkgeschmack: Ohne die Ablenkung durch einen Teigboden kann sich der volle Geschmack der Quarkmasse entfalten.
- Einfache Zubereitung: Das Weglassen des Bodens spart Zeit und reduziert den Aufwand bei der Zubereitung.
- Leichtere Variante: Da kein zusätzlicher Teig verwendet wird, ist der Käsekuchen ohne Boden oft etwas leichter und kalorienärmer als traditionelle Varianten.
- Glutenfrei: Durch das Weglassen des Bodens ist diese Variante oft glutenfrei.
Das Grundrezept für Käsekuchen ohne Boden
Das Grundrezept für einen saftigen Käsekuchen ohne Boden ist denkbar einfach und erfordert nur wenige Zutaten:
Zutaten:
- 750 g Magerquark
- 125 g weiche Butter
- 150 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 4 Eier
- 50 g Weichweizengrieß
- 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
- 1 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- Abrieb einer halben Zitrone (optional)
Zubereitung:
- Vorbereitung: Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Springform (ca. 26 cm Durchmesser) mit etwas Butter einfetten und mit Grieß ausstreuen.
- Quarkmasse zubereiten: Die weiche Butter mit Zucker und Vanillezucker in einer Küchenmaschine oder mit einem Handrührgerät einige Minuten schaumig schlagen. Die Eier einzeln gut unterrühren.
- Trockene Zutaten mischen: Grieß, Vanillepuddingpulver, Backpulver, Salz und Zitronenschale (falls verwendet) in einer separaten Schüssel mischen.
- Alles vermengen: Die trockenen Zutaten zur Eiermasse geben und zusammen mit dem Quark unterrühren, bis eine homogene Creme entstanden ist. Dabei nicht zu lange rühren.
- Backen: Die Quarkmasse in die vorbereitete Springform füllen, glattstreichen und ca. 50-60 Minuten backen. Sollte der Kuchen gegen Ende der Backzeit zu dunkel werden, eventuell mit Backpapier oder Alufolie abdecken.
- Abkühlen lassen: Den Käsekuchen im geschlossenen, warmen Ofen abkühlen lassen. Die Tür dabei nicht öffnen, um ein Zusammenfallen des Kuchens zu vermeiden.
Tipps und Tricks für den perfekten Käsekuchen ohne Boden
- Die richtige Quarkauswahl: Magerquark ist ideal, da er dem Kuchen eine leichte Konsistenz verleiht. Wer es etwas reichhaltiger mag, kann auch Quark mit höherem Fettgehalt verwenden.
- Zimmertemperatur: Die Zutaten sollten idealerweise Zimmertemperatur haben, damit sie sich besser vermischen.
- Nicht zu lange rühren: Die Quarkmasse sollte nur so lange gerührt werden, bis alle Zutaten gut vermischt sind. Zu langes Rühren kann dazu führen, dass der Kuchen beim Backen zusammenfällt.
- Abdeckung: Wenn der Kuchen während des Backens zu dunkel wird, kann er mit Backpapier oder Alufolie abgedeckt werden.
- Langsames Abkühlen: Das langsame Abkühlen im Ofen verhindert ein plötzliches Zusammenfallen des Kuchens.
Variationen für jeden Geschmack
Der Käsekuchen ohne Boden lässt sich vielseitig variieren und an den persönlichen Geschmack anpassen. Hier einige Ideen:
- Fruchtiger Käsekuchen: Frische Früchte wie Mandarinen, Kirschen, Himbeeren oder Erdbeeren können unter die Quarkmasse gemischt oder nach dem Backen als Topping verwendet werden. Auch Apfelstücke passen gut in einen Quarkkuchen.
- Käsekuchen mit Rosinen: Rosinen, die vorab in Rum oder Saft eingeweicht wurden, verleihen dem Kuchen eine besondere Note.
- Zitronen-Käsekuchen: Der Abrieb einer Zitrone oder etwas Zitronensaft in der Quarkmasse sorgt für eine frische, zitronige Note.
- Käsekuchen mit Gewürzen: Gewürze wie Zimt, Kardamom oder Muskatnuss passen hervorragend zu einem Käsekuchen und verleihen ihm eine winterliche Note.
- Low-Carb-Variante: Für eine Low-Carb-Variante kann der Zucker durch Erythrit oder andere Süßstoffe ersetzt und auf den Grieß verzichtet werden.
- Apfel-Quarkkuchen: Eine besonders herbstliche Variante ist der Apfel-Quarkkuchen. Hierfür werden säuerliche Äpfel geschält, entkernt und in kleine Würfel geschnitten. Die Apfelstücke werden dann unter die Quarkmasse gehoben. Für einen intensiveren Apfelgeschmack können die Äpfel vorab in etwas Butter und Zucker angedünstet werden.
- Thermomix-Variante: Der Käsekuchen ohne Boden lässt sich auch im Thermomix zubereiten. Dabei werden die Zutaten einfach in den Mixtopf gegeben und entsprechend den Anweisungen des jeweiligen Rezepts vermischt.
Optische Aufwertung
Auch wenn der Käsekuchen ohne Boden manchmal etwas unscheinbar wirken mag, gibt es viele Möglichkeiten, ihn optisch aufzuwerten:
Lesen Sie auch: Keksboden Zitronen Kuchen
- Puderzucker: Eine einfache und effektive Methode ist das Bestäuben mit Puderzucker.
- Früchte: Frische Früchte wie Beeren, Mandarinen oder Kirschen eignen sich hervorragend als Dekoration.
- Soßen: Fruchtsoßen wie Himbeersoße oder Erdbeersoße verleihen dem Kuchen nicht nur zusätzlichen Geschmack, sondern auch eine ansprechende Optik.
- Schokoladenglasur: Eine Schokoladenglasur ist ein Hingucker.
- Gehackte Nüsse: Gehackte Nüsse wie Mandeln, Haselnüsse oder Walnüsse sorgen für einen zusätzlichen Crunch und eine schöne Optik.
Käsekuchen mit Mürbeteigboden
Wer doch nicht auf einen Boden verzichten möchte, kann den Käsekuchen ohne Boden auch mit einem Mürbeteigboden zubereiten. Hierfür wird ein einfacher Mürbeteig aus Mehl, Butter, Zucker und Ei hergestellt, ausgerollt und in die Springform gedrückt. Der Boden wird dann vor dem Einfüllen der Quarkmasse blindgebacken.
Rezept für Mürbeteigboden:
- 150 g Mehl
- 60 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillinzucker
- 1 Prise Salz
- 100 g weiche Butter
Zubereitung:
- Mehl, Zucker, Vanillinzucker und Salz mischen.
- Butter zugeben und alles zu einem Teig verkneten.
- Den Teig in die Springform drücken (einen kleinen Rand hochziehen).
- Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen und für 12-14 Minuten bei 200 Grad (Umluft: 180 Grad) backen.
Lesen Sie auch: Genuss pur: Quark-Sahne-Torte backen
Lesen Sie auch: Kaffeetorte mit Quark: Leckere Rezeptideen
tags: #quark #statt #sahne #kuchen #rezept


