Glutenfreie Pulsnitzer Lebkuchen: Ein Rezept und mehr
Pulsnitzer Lebkuchen sind eine sächsische Spezialität, die besonders zur Weihnachtszeit beliebt ist. Traditionell werden sie mit Weizenmehl hergestellt, was sie für Menschen mit Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) ungeeignet macht. Glücklicherweise gibt es aber auch glutenfreie Varianten, die den vollen Genuss ermöglichen.
Was macht Pulsnitzer Lebkuchen aus?
Pulsnitzer Lebkuchen zeichnen sich durch ihre spezielle Würzung und die Verwendung von Honig aus. Oft sind sie mit Schokolade überzogen oder mit Marmelade gefüllt. Die traditionelle Herstellung erfordert eine lange Lagerung des Teigs, um den Geschmack optimal zu entwickeln. Da dies jedoch zeitaufwendig ist, gibt es auch schnellere Varianten, die dennoch ein hervorragendes Ergebnis liefern.
Glutenfreie Alternativen
Für Menschen mit Zöliakie ist es wichtig, auf glutenfreie Zutaten zu achten. Bei Lebkuchen bedeutet dies, dass das herkömmliche Weizenmehl durch glutenfreie Mehlsorten ersetzt werden muss. Geeignete Alternativen sind:
- Reismehl
- Maismehl
- Kartoffelstärke
- Maisstärke
- Hirsemehl
- Buchweizenmehl
- Lupinenmehl
Auch fertige glutenfreie Backmischungen können verwendet werden. Es ist jedoch wichtig, darauf zu achten, dass auch die Oblaten glutenfrei sind. Hierfür eignen sich Oblaten aus Stärke und Maismehl.
Rezept für glutenfreie Elisenlebkuchen
Ein beliebtes Rezept für glutenfreie Lebkuchen sind Elisenlebkuchen. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie ohne Mehl gebacken werden und stattdessen auf eine Mischung aus Nüssen und Mandeln setzen.
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Zutaten:
- 250 g gemahlene Haselnüsse
- 150 g gemahlene Mandeln
- 3 Eier
- 200 g Zucker
- 1 TL Zimt
- 1 TL Lebkuchengewürz
- 50 g Orangeat
- 50 g Zitronat
- Glutenfreie Oblaten
- 100 g Zartbitterschokolade (optional)
Zubereitung:
- Eier und Zucker schaumig schlagen.
- Nüsse, Gewürze, Orangeat und Zitronat unterrühren.
- Mit einem Löffel kleine Portionen auf die Oblaten setzen.
- Bei 160 Grad etwa 20 Minuten backen.
- Nach dem Abkühlen mit geschmolzener Schokolade bestreichen (optional).
Dieses Rezept ergibt besonders aromatische und saftige Lebkuchen, die auch für Menschen mit Glutenunverträglichkeit geeignet sind.
Weitere glutenfreie Lebkuchenvarianten
Neben Elisenlebkuchen gibt es noch viele andere Möglichkeiten, glutenfreie Lebkuchen zu backen. So können beispielsweise auch Honiglebkuchen oder Pfefferkuchen mit glutenfreien Mehlsorten hergestellt werden. Wichtig ist, dass alle Zutaten glutenfrei sind und auf eine sorgfältige Verarbeitung geachtet wird.
Tipps für die Zubereitung
- Achten Sie auf hochwertige Zutaten.
- Verwenden Sie frische Gewürze für ein optimales Aroma.
- Lassen Sie den Teig vor dem Backen ausreichend ruhen.
- Backen Sie die Lebkuchen nicht zu lange, damit sie nicht trocken werden.
- Bewahren Sie die fertigen Lebkuchen in einer Blechdose auf, um sie vor dem Austrocknen zu schützen.
Glutenfreie Lebkuchen kaufen
Wer keine Zeit oder Lust zum Selberbacken hat, kann glutenfreie Lebkuchen auch kaufen. Viele Hersteller bieten mittlerweile eine große Auswahl an glutenfreien Lebkuchenvarianten an, darunter Elisenlebkuchen, Honiglebkuchen und Pfefferkuchen. Achten Sie beim Kauf auf das Glutenfrei-Symbol, um sicherzustellen, dass die Lebkuchen tatsächlich glutenfrei sind.
Pulsnitzer Lebkuchenmanufakturen
Einige traditionelle Pulsnitzer Lebkuchenmanufakturen bieten ebenfalls glutenfreie Varianten an. So zum Beispiel die Firma Georg Gräfe, die seit Jahrhunderten für ihre hochwertigen Pfefferkuchen bekannt ist. Auch Löschners in Pulsnitz pflegt seit 200 Jahren das Pfefferkuchenhandwerk und bietet möglicherweise glutenfreie Optionen an. Es lohnt sich, direkt bei den Herstellern nachzufragen oder deren Online-Shops zu besuchen.
Vielfalt an Lebkuchen
Die Welt der Lebkuchen ist vielfältig und bietet für jeden Geschmack etwas. Neben den traditionellen Varianten gibt es auch moderne Interpretationen mit neuen Zutaten und Geschmacksrichtungen. So sind beispielsweise Lebkuchen mit weißer Schokolade, Cranberries oder verschiedenen Nusskombinationen erhältlich. Auch vegane Lebkuchen sind mittlerweile im Angebot.
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Lebkuchen und seine Geschichte
Lebkuchen haben eine lange Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Ursprünglich wurden sie in Klöstern gebacken und dienten als nahrhafte und haltbare Verpflegung. Im Laufe der Zeit entwickelten sich verschiedene regionale Varianten, die sich in ihren Zutaten und ihrer Zubereitung unterscheiden. Besonders bekannt sind die Nürnberger Lebkuchen, die Elisenlebkuchen und die Aachener Printen.
Lebkuchenhaus
Ein besonderes Highlight in der Weihnachtszeit ist das Lebkuchenhaus. Dieses wird aus Lebkuchenplatten gebaut und mit Zuckerguss und Süßigkeiten verziert. Das Lebkuchenhaus ist nicht nur eine schöne Dekoration, sondern auch ein beliebtes Naschobjekt für Kinder und Erwachsene. Die Tradition des Lebkuchenhauses geht auf das Märchen Hänsel und Gretel zurück, in dem die Geschwister ein Knusperhäuschen im Wald entdecken.
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