Vegane Puddingplätzchen Rezept

Das Backen von Plätzchen hat für uns etwas Meditatives, vom Teigkneten, Ausrollen und Ausstechen bis zum Backen und Verzieren. Wenn ihr Plätzchen liebt, aber meist nicht die Muße habt, den Teig auszurollen, die Formen auszustechen, um am Ende auch noch die Kekse zu verzieren, dann sind vegane Puddingplätzchen wirklich perfekt für euch.

Warum Puddingpulver im Teig?

Anders als der Name vielleicht vermuten lässt, steckt kein Pudding drin. Stattdessen werden die Plätzchen mit Puddingpulver im Teig gemacht - was ja letztlich nichts anderes als aromatisierte Speisestärke ist. Und die macht die einfachen Puddingplätzchen herrlich zart; siehe auch die Bienenstich-Kekse. Vanille-Puddingpulver sorgt nicht nur für einen intensiven Vanillegeschmack, es macht deine Plätzchen auch schön weich und zart. Außerdem liefert das Bourbon-Vanillepuddingpulver natürlich ein tolles Aroma mit.

Was macht dieses Rezept so schnell und einfach?

Der Teig der Puddingplätzchen besteht aus gerade einmal fünf Zutaten: Weizenmehl, Puderzucker, Vanillepuddingpulver, Vanillezucker und veganer Butter. Wir wetten, dass ihr (fast) alle Zutaten sowieso schon zu Hause habt. Für uns ist es das perfekte Rezept, das man noch entspannt zwischen Geschenke einpacken und Abendessen vorbereiten erledigen kann. Für ihren charakteristischen Look sorgt nämlich schon der Abdruck einer Gabel, mit der man den Keksteig etwas platt drückt. Das war's!

Geformte Puddingplätzchen auf Backblech

Rezept für vegane Puddingplätzchen (12 Plätzchen)

Zutaten

  • 150 g Weizenmehl Typ 405
  • 50 g Puderzucker
  • 36 g Vanillepuddingpulver (z. B. von Byodo)
  • 8 g (1,5 TL) Vanillezucker
  • 130 g vegane kalte Butter

Zubereitung

  1. In einer Schüssel Weizenmehl, Puderzucker, Vanillepuddingpulver und Vanillezucker vermischen.
  2. Vegane Butter hinzugeben und mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig kneten. Für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  3. Teig aus dem Kühlschrank nehmen und Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Zwölf gleich große Kugeln à 30 g aus dem Teig formen und diese auf einem Backblech mit Backpapier verteilen.
  4. Die Teigkugeln mit einer Gabel flach drücken, sodass das typische Muster auf den Puddingplätzchen entsteht.
  5. Die Plätzchen ca. 10-12 Minuten bei 180°C Umluft auf mittlerer Schiene backen.

Dekoration: Himbeerpulver-Glasur

Da es uns am Ende aber dann doch in den Fingern gejuckt hat, haben wir uns etwas Kleines für die Dekoration überlegt. Keine Sorge, es ist überhaupt nicht aufwendig, aber zieht den Plätzchen dennoch ein schönes Dress an. Nach dem Backen haben wir die Plätzchen mit einer Mischung aus gefriergetrockneten Himbeeren und Puderzucker eingepinselt. Das passt geschmacklich wirklich irre gut, da Vanillepudding und Himbeeren ein absolutes Traumpaar sind.

  • Für die Dekoration: 5 g gefriergetrocknete Himbeeren und 5 g Puderzucker.
  • Gefriergetrocknete Himbeeren mit Puderzucker in einer Mühle zermahlen und in eine kleine Schüssel füllen.
  • Plätzchen aus dem Ofen nehmen und die Hälfte der noch warmen Plätzchen (oder auch alle, ganz wie ihr wollt) mit dem Himbeerpulver bepinseln.
Himbeerpulver auf Pinsel mit Plätzchen

Tipps für das Gelingen

  • Ein gekühlter Teig, weniger Fett als bei anderen Rezepten, ein kühles Blech und ein sehr deutlich sichtbares Muster vor dem Backen sind entscheidend. Sonst zerläuft der Teig zu platten langweiligen Fladen.
  • Damit die Plätzchen ihre Form behalten und das Muster nach dem Backen noch zu sehen ist, sollte der Teig weder zu warm noch eiskalt sein. Der Gabelrücken sollte recht tief eingedrückt werden. Die Gabel evtl. leicht mit Mehl bestäuben.
  • Wer Zeit hat, kann die Plätzchen vor dem Backen auch nochmal kurz kühlstellen (das Blech sollte dann natürlich nur so groß sein, dass es in den Kühlschrank passt).
  • Statt die schnellen Puddingplätzchen mit Rillenmuster zu versehen, kann man sie auch einfach nur zu Kugeln formen, nach dem Backen z. B. mit Zuckerguss bepinseln und bunten Streuseln dekorieren. Besonders schön fürs Plätzchenbacken mit Kindern.

Varianten und Verfeinerungen

Wenn ich etwas Aufregung benötige, füge ich meinem kleinen Teigklops noch ein paar Gewürze wie Zimt, Tonkabohne oder Piment hinzu - oder ich lasse sie ganz weg - auch das ist denkbar. Wer mag, verfeinert den Teig zusätzlich noch z. B. mit 2 Prisen Salz, 1 Teelöffel Vanillepaste oder etwas Zimt.

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Alternativen: Ausstech- und Mürbeteig-Methoden

Falls ihr lieber Ausstechplätzchen möchtet: Ein einfacher veganer Plätzchenteig für Ausstecher besteht aus Mehl, Zucker, Vanillezucker, einer Prise Salz und veganer Butter oder Margarine. Teig ca. 5 mm dick ausrollen, ausstechen und bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 10 Minuten backen. Danach könnt ihr mit Zuckerguss, Schokolade, Streuseln oder Marmelade dekorieren.

Ausgestochene vegane Plätzchen mit Zuckerguss

Lagerung und Einfrieren

  • Die Plätzchen bei Raumtemperatur in einer Keksdose lagern. Sie halten sich ca. einige Tage, abhängig von Füllung und Dekoration.
  • Die fertigen Plätzchen am besten in eine Gefrierdose legen. Du kannst auch den rohen Mürbeteig (als Kugel) oder die ausgestochenen, ungebackenen Plätzchen einfrieren. Rohe Plätzchen auf dem Backblech liegend einfrieren, bis sie hart sind. Dann in eine Box oder Tüte geben. Auftauen bei Zimmertemperatur.

Vegane Backpraxis: Was ihr sonst noch wissen solltet

Ein Großteil der klassischen Zutaten für Plätzchen ist beim veganen Backen von Natur aus rein pflanzlich. Mehl, Zucker, Nüsse, gemahlene Mandeln, Kokosraspel, Haferflocken oder Trockenfrüchte kannst du auch für vegane Plätzchen und Kekse ohne Bedenken verwenden. Zerdrückte Banane, Leinsamen oder Apfelmus sind ein guter Ei-Ersatz, und mit Margarine oder speziellen veganen Produkten lässt sich ganz einfach Butter ersetzen. Auch für Milch gibt es eine Vielzahl an pflanzlichen Alternativen.

Beliebte Verzierungsideen

  • Schokolade: Viele dunkle Sorten mit hohem Kakaoanteil sind vegan.
  • Zuckerguss: aus Puderzucker und Wasser oder Zitronensaft.
  • Lebensmittelfarbe: flüssig oder als Paste.
  • Bunte Zuckerperlen: Zutatenliste prüfen, da nicht alles vegan ist.
  • Natürliche Deko: gehackte Nüsse, Pistazien, Mohn, Mandelblättchen, Kokosraspel oder Trockenfrüchte.
Kurzanleitung: Puddingplätzchen formen und gabelmuster

Kleine Fehlerbehebung

  • Wenn der Teig zu trocken wirkt: Die trockenen Zutaten (Mehl, Zucker, Salz) zuerst gut vermischen; nur so lange kneten wie nötig, damit die Margarine nicht zu warm wird und der Teig „brandig“ wird (brüchig beim Ausrollen).
  • Ist der Teig nach Kühlung noch zu weich, einfach länger kühlen oder kurz in den Gefrierschrank legen (5-10 Min) und dann weiterverarbeiten.
  • Wenn der Teig zu krümelig ist: Oft hilft etwas zusätzliche kalte Margarine oder ein Spritzer pflanzliche Milch, vorsichtig einkneten.

Weitere vegane Plätzchen-Ideen

Wer einmal etwas Aufregung in der Küche haben möchte, probiert sich gerne mal an Keksrezepten mit falschem Eischnee (Aquafaba) aus. Saftige Schokoladenkekse, Haselnussplätzchen oder vegane Zimtsterne sind ebenfalls tolle Ergänzungen auf dem Plätzchenteller. Einfache Weihnachtsplätzchen aus nur 4 Zutaten, die durch das Puddingpulver im Teig herrlich zart und vanillig werden, sind ideal, wenn es schnell gehen soll.

Schritt Dauer
Teig zubereiten 10 Minuten
Kühlen 30 Minuten (oder länger)
Backen 10-12 Minuten
Dekorieren 5-10 Minuten

Viel Spaß beim Ausprobieren dieses schnellen, unkomplizierten und leckeren Rezepts für vegane Puddingplätzchen - ideal für entspannte Wintersonntage, Last-Minute-Backaktionen oder gemeinsames Backen mit Kindern.

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