Pudding mit Mehl kochen – Rezept und ausführliche Anleitung
Wenn ihr Lust auf einen köstlichen Vanillepudding habt und die Geschäfte bereits geschlossen sind oder euch der Fertigpudding aus der Tüte nicht zusagt, gibt es keinen Grund zur Sorge. Hier findet ihr eine vollständige, sorgfältig ausgearbeitete Anleitung, wie ihr Vanillepudding schnell und ganz einfach selbst mit Mehl oder Stärke zubereiten könnt. Dieses leckere Dessert wird mit echten Zutaten und einer klassischen Technik gekocht und schmeckt ganz sicher viel besser als industrielle Produkte.
Grundzutaten für Vanillepudding mit Mehl
- 4 Eier (man trennt Eigelb und Eiweiß, nur Eigelb wird verwendet)
- 50 g Zucker
- 2 gehäufte Esslöffel Mehl oder Speisestärke (Speisestärke ist feiner und erleichtert die Bindung, Mehl verleiht eine etwas cremigere, milchigere Optik)
- 2 Päckchen Vanillezucker oder alternativ 1 Vanilleschote
- 400 ml Milch (für folgende Rezeptvarianten auch Milch-Sahne-Mischung möglich)
Das Rezept reicht für 2 bis 3 Personen, abhängig vom Hunger.
Zubereitung - Vanillepudding einfach selber kochen
Zuerst trennt ihr die Eier und benötigt nur die Eigelbe, während das Eiweiß separat aufbewahrt werden kann, zum Beispiel für Baisers. Dann vermischt ihr den Zucker, das Mehl oder die Stärke und den Vanillezucker mit einem Teil der Milch und verrührt die Zutaten so lange, bis eine gleichmäßige, klümpchenfreie Masse entsteht.
In der Zwischenzeit erhitzt ihr die restliche Milch zusammen mit dem ausgekratzten Mark der Vanilleschote (oder dem Vanillezucker) langsam in einem Topf, bis sie kurz vor dem Kochen steht. Achtet darauf, dass die Milch nicht überkocht.
Die heiße Milch gießt ihr unter ständigem Rühren langsam in die Ei-Zucker-Mehl-Mischung (niemals umgekehrt, damit die Eier nicht gerinnen). Danach gebt ihr die angerührte Mischung zurück in den Topf und bringt sie unter ständigem Rühren vorsichtig zum Kochen.
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Durch das Erhitzen bildet sich langsam eine homogene, dickflüssige Creme. Falls der Pudding nicht sofort dick genug wird, könnt ihr die Hitze etwas erhöhen und dabei weiter kräftig rühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Wichtig ist, dass die Mischung nicht zu stark kocht, sonst gerinnt das Eigelb.
Nach dem Kochen nehmt ihr den Pudding vom Herd und entfernt eventuell die Vanilleschote, sofern verwendet.
Tipps für besonders cremigen Vanillepudding mit Sahne und Vanille
Wer seinen Vanillepudding besonders sahnig und aromatisch möchte, kann die Milch durch eine Mischung aus Milch und Sahne im Verhältnis 1:1 ersetzen. Für ein intensives Vanillearoma verwendet man zusätzlich zum Vanillemark auch Vanilleextrakt und die ausgekratzte Vanilleschote.
Hier die Zutaten für eine sahnige Variante:
- 500 ml Milch-Sahne-Mischung (je 250 ml Milch und Sahne)
- 1 Vanilleschote, längs aufgeschnitten
- 60 g Zucker
- 2 Eigelbe
- 25 g Speisestärke
Die Milch-Sahne-Mischung wird zusammen mit Vanillemark und Vanilleschote aufgekocht, anschließend vom Herd genommen und nach 1 Minute Ziehenlassen wird die Vanilleschote entfernt.
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In einer Schüssel vermischt man Zucker, Eigelb und Speisestärke mit 3 Esslöffeln der warmen Milch und rührt gründlich, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Diese Mischung rührt man unter die heiße Milch-Sahne und kocht alles bei geringer Hitze unter ständigem Rühren nochmals für ca. 1 Minute, bis der Pudding angedickt ist.
Dieser Pudding wird in Schälchen oder Gläsern serviert, zum Beispiel mit frischen Beeren oder einem Klecks Sahne.
So vermeidet ihr die Puddinghaut
Viele mögen die Puddinghaut nicht, die sich beim Abkühlen bildet. Um diese zu vermeiden, deckt die Oberfläche des noch warmen Puddings unmittelbar mit Frischhaltefolie ab. Diese berührt direkt die Puddingoberfläche und verhindert dadurch die Hautbildung.
Mehlpudding - traditionelle Variante aus Schleswig-Holstein
Der Mehlpudding, auch Dithmarschen Mehlbüddel genannt, ist eine traditionelle Spezialität aus Schleswig-Holstein. Dieses Gericht wird im Gegensatz zum Vanillepudding im Wasserbad in einer Puddingform mit Deckel oder in einem Tuch als Beutel für ca. 90 Minuten gegart. Die Zubereitung erfordert etwas mehr Zeit, zahlt sich aber durch den besonderen Geschmack aus.
Ursprünglich wird der Mehlbüddel im Tuch gegart, was ihm eine eigene Form und Textur verleiht. Traditionell wird er mit Kirschsoße und herzhaftem Fleisch wie Kassler, Schweinebacken oder Kochwurst serviert - eine Kombination, die überrascht und neugierig macht.
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Das Rezept für den Mehlpudding:
- 120 g Butter
- 120 g Zucker
- 3 Eier (getrennt)
- Etwas Tonkabohne oder 1/2 Vanilleschote
- 1 Zitrone (Abrieb)
- 250 ml Milch
- 370 g Einkorn Vollkornmehl “extra fein” (Urkorn mit nussigem Geschmack und gelber Farbe)
- 1 Päckchen Vanillinzucker
Die Butter wird bei geringer Hitze geschmolzen (nicht kochen), dann nach und nach das Mehl eingerührt. Anschließend wird die Milch tassenweise zugegeben, dabei ständig gerührt, bis die Masse eindickt. Danach kommt Vanillinzucker dazu.
Den Mehlpudding gart man etwa 90 Minuten im Wasserbad, entweder in einer Puddingform mit Deckel oder in Weck-Gläsern, die sich als praktische Alternative bewährt haben.
Zum Servieren passt klassische Erdbeersoße wunderbar dazu, alternativ kann man die Erdbeeren auch pürieren. Für Erwachsene empfiehlt sich eine Glasur aus Rum und Puderzucker als besonderes Topping.
Unterschiedliche Bindemethoden und die Rolle von Mehl und Eigelb
Bei der Herstellung von Pudding geht es im Wesentlichen um die perfekte Bindung und Konsistenz der flüssigen Basis. Dabei spielen Stärke oder Mehl und Eigelb eine wesentliche Rolle:
- Stärke: Extrahierte Stärke wie Mais- oder Kartoffelstärke quillt unter Hitzeeinfluss auf und bildet einen Kleister, der Flüssigkeiten sämig und cremig macht.
- Mehl: Enthält auch Stärke, ist aber in der Süßspeisenherstellung weniger gebräuchlich, da es eine milchige Trübung verursacht und mehr Menge benötigt als reine Stärke.
- Eigelb: Bindet durch Hitze und sorgt für cremige, glatte Konsistenz und einen gehaltvollen Geschmack sowie eine attraktive gelbliche Farbe.
Das besonders gelungene Vanillepudding-Rezept kombiniert Stärke (oder Mehl) sinnvoll mit Eigelb. Die Stärke sorge für die sämige Konsistenz, während das Eigelb den Geschmack optimiert und für Stabilität sorgt. So braucht man weniger Eigelb als bei reinem Eigelb-Pudding, aber erhält trotzdem ein volles Aroma.
Technik "Zur Rose abziehen" für das perfekte Gelingen
Ein wichtiger Trick beim Kochen des Puddings ist das “Zur Rose abziehen”. Dabei wird die Eigelb-Milch-Mischung vorsichtig und langsam auf 70 bis 85 °C erhitzt, ohne aufzukochen. Währenddessen rührt man konstant kräftig, damit das Eigelb cremig bindet, aber nicht gerinnt.
Das Ergebnis ist ein feiner, cremiger Pudding ohne Klümpchen oder Rührei-Struktur. Diese Technik mag anfangs anspruchsvoll scheinen, sorgt aber für den unvergleichlichen Wohlfühlgenuss von selbstgemachtem Vanillepudding.
Varianten und Kombinationsmöglichkeiten
Ob Vanille- oder Schokopudding: Das Grundrezept für Vanillepudding kann leicht abgewandelt werden. Für Schokopudding bringt man zum Ende der Kochzeit noch ca. 120 g gehackte dunkle Schokolade unter den heißen Pudding, rührt gut um und lässt die Schokolade schmelzen.
Optional kann auch ein Hauch von Orangenzesten oder andere Aromen zugesetzt werden, um eine frische Note zu erhalten.
Vanillepudding schmeckt pur hervorragend, genießt man ihn doch ganz ohne zusätzliche Sauce. Wem jedoch eine klassische Vanillesauce dazu vorschwebt, der kann diese auch selbst herstellen. Sie basiert auf Milch, Sahne, Eiern und Vanille, die unter Wasserbadzubereitung vorsichtig eingedickt wird.
Zum Servieren und Lagern
Vanillepudding lässt sich wunderbar vorbereiten, in Gläsern aufbewahren und mit frischen Früchten oder Sahne verfeinern. Zum Abkühlen zuerst auf Raumtemperatur kommen lassen und dann im Kühlschrank fest werden lassen.
Wer keine Haut auf dem Pudding mag, sollte die Oberfläche sofort mit Frischhaltefolie abdecken. Der Pudding ist nach dem Abkühlen perfekt genießbar, wobei große Puddingoberflächen mehr Haut entwickeln.
| Zutat | Menge | Funktion |
|---|---|---|
| Eigelb | 4 Stück | Bindung, Geschmack, Farbe |
| Zucker | 50 g | Süße |
| Mehl oder Stärke | 2 EL gehäuft | Eindickungsmittel |
| Vanilleschote / Vanillezucker | 1 Schote oder 2 Päckchen | Aroma |
| Milch | 400 ml | Flüssigkeitsbasis |
Viel Freude beim Nachkochen und Genießen dieses klassischen, selbstgemachten Puddings mit Mehl oder Stärke! Er hat den unvergleichlichen Vorteil echter Zutaten, bester Frische und intensiven Vanillegeschmacks - ein Genuss, an den sich noch lange erinnert wird.
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