Prasselkuchen Rezept ohne Marmelade – Einfacher Blätterteigkuchen mit üppigen Streuseln
Prasselkuchen ist sicher nicht das bekannteste Gebäck, aber dafür ein unheimlich leckeres! Von diesem Blätterteigkuchen mit Streuseln habe ich selbst erst vor kurzem von einem Freund gehört. Denn eines steht fest: Alles mit Streuseln ist gut. Und alles mit vielen Streuseln ist noch besser 🙂 ! Davon gibt es hier mehr als genug. Es handelt sich nämlich um einen Blätterteigkuchen mit einer extrem üppigen Schicht mürber Butterstreusel. Dazwischen kommt nur noch etwas Marmelade. Das Ganze ist super schnell gemacht, also ein echtes Last Minute Rezept. Das Ergebnis: ein Prasselkuchen wie vom Bäcker.
Beim Original-Rezept für Prasselkuchen handelt es sich wie beim DDR-Rezept für LPG Kuchen ursprünglich um eine ostdeutsche Spezialität. Basis „meines“ Prasselkuchen-Rezepts ist, wie schon erwähnt, Blätterteig. Der ist bei mir zugegebenermaßen fast immer gekauft, auch wenn ich andere Teige niemals fertig kaufen würde. Es gibt auch Rezeptvarianten mit Mürbeteig. Unter die Prasselkuchen-Streusel mache ich gerne noch eine dünne Schicht Marmelade wie Erdbeer- oder Johannisbeermarmelade. Die sorgt für eine fruchtige Note sowie einen optischen Kontrast.
Auch Pflaumenmus oder Aprikosenmarmelade eignen sich. Ob es sich dann noch um einen Original schlesischen Prasselkuchen handelt? Anders als sonst meist gewünscht, soll sich der Blätterteig nicht wirklich aufplustern. Sonst wird es eher eine Art Kissen. Wenn man den Boden ein paarmal mit einer Gabel einsticht, klappt das wunderbar.
Zutaten und Zubereitung - Streusel, Blätterteig und Garnitur
Für die Streusel die kalte Butter in Stückchen, Zucker und Mehl zunächst mit den Knethaken, dann mit den Händen verkneten und zu Streuseln formen. Etwa 15 Minuten kühlstellen; gerne auch länger oder bei wenig Zeit einfach direkt verwenden. Streusel aus dem Kühlschrank holen. Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Blätterteig auf dem mitgelieferten Papier ausrollen und mit einem Nudelholz etwas dünner walzen. Auf ein mind. 40×30 cm großes Blech legen. Teig mehrfach mit einer Gabel einstechen, damit er sich nicht zu stark aufplustert.
Die Marmelade, falls sie recht fest ist, leicht erwärmen. Glattrühren und mit einem Pinsel oder einer kleinen Tortenpalette dünn auf dem Boden verteilen. Die dicken Streusel mit den Fingern üppig auf dem Boden verteilen. Kuchen 18-20 Minuten backen und am besten noch lauwarm in Stücke schneiden. Entweder pur essen oder nach dem Abkühlen mit etwas Zuckerguss besprenkeln. Dafür gesiebten Puderzucker mit sehr wenig Milch zu einer zähflüssigen Masse verrühren. Die Milch dabei schluckweise zugeben. Besonders lecker und auch optisch schön wird der Prasselkuchen mit einer eher dunklen Konfitüre (z.B. Kirsch-, Blaubeer- oder Himbeermarmelade) bzw. Pflaumenmus. Je mehr Marmelade und je üppiger die Streuselschicht, desto weniger geht der Blätterteigboden natürlich auf.
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Für den Zuckerguss den Puderzucker sieben und mit Zitronensaft zu einer glatten Masse verrühren. Den Guss gleichmäßig über die Streusel geben und etwa 20 Minuten antrocknen lassen. Den Kuchen vollständig auf dem Blech auskühlen lassen, in Stücke schneiden und servieren. Gekühlt hält sich der Kuchen etwa 3 Tage.
Aprikosenmarmelade ist eine der klassischen Varianten. Die Marmelade für den Prasselkuchen kannst du einfach selber machen. Zweimal Schlesischer Prasselkuchen mit nur einmal backen: Links mit Himbeermarmelade, rechts mit Eischnee und Mandeln. Der Original wird ohne Marmelade gebacken, doch mit Marmelade schmeckt er oft noch frischer und farblich ansprechender.
Varianten und Tipps für schnelle Backkunst
- Du brauchst nur 5 Zutaten für den Blitzkuchen: Blätterteig, Marmelade, Streusel, Puderzucker, Zitrone/Wasser für den Guss.
- Der Blätterteigboden spart Zeit und Mühe - Hefeteig ist hier nicht nötig.
- Prasselkuchen lässt sich auch mit Pflaumenmus oder Mohn abwandeln - Hauptsache Streusel und Blätterteig.
- Der Teig kann luftdicht verschlossen über Nacht aufbewahrt werden, ohne dass die Streusel weich werden.
Um das Aufgehen zu minimieren, rolle den Blätterteig vorsichtig aus und lasse ihn nur 10 Minuten bei Zimmertemperatur ziehen. Dann die Oberfläche mit einer Gabel einstechen, damit er nicht zu stark aufgeht. Die Streusel lassen sich gut vorbereiten und sogar einfrieren - so hast du bei Bedarf immer passende Streusel griffbereit.
Wenn sich unerwarteter Besuch ankündigt oder plötzlich Kuchenbedarf entsteht, ist Prasselkuchen die schnelle und knusprige Lösung. Bis auf den frischen Blätterteig, den man heutzutage bequem im Kühlregal findet, hat man die Zutaten immer zu Hause. Der Prasselkuchen ist wirklich kinderleicht gemacht und es braucht gar nicht viele Worte, um ihn nachzubacken.
Hintergrund und Varianten
Für eine schnelle historische Einordnung: Der Original-Rezept für Prasselkuchen stammt wie der DDR-Rezept für LPG Kuchen aus der ostdeutschen Küche. Die Blätterteigvariante ist heute populär, da sie Zeit spart - Hefeteig benötigt mehr Geduld. In der Jugend kannte ich diese Art Kuchen eher mit Hefeteigboden; heute bevorzugen viele Blätterteig als schnelle Basis. Die Streusel bestehen typischerweise aus einem einfachen 3-2-1-Verhältnis von Mehl, Zucker und Butter, ergänzt durch eine Prise Salz und Zimt.
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Mit Sahne oder Eischnee verziert entfaltet der Kuchen eine zusätzliche Textur. Wer mag, kann zusätzlich Zuckerguss oder Puderzucker als Dekor verwenden. Die Vielfalt der Marmeladen reicht von Aprikose über Erdbeere bis Himbeere - je nach Saison und Vorrat.
Prasselkuchen lässt sich auch ohne Marmelade backen, dann werden Belege und Streusel etwas anders verteilt, aber das Grundprinzip bleibt: Blätterteigboden + üppige Streusel + optionale Glasur.
Serviervorschläge und Lagerung
Gebacken, abgekühlt, in Stücke schneiden und servieren. Am besten schmeckt er frisch oder am nächsten Tag, wenn der Blätterteig noch knackig ist. Gekühlt hält sich der Kuchen etwa 3 Tage. In einer gut verschlossenen Dose bleibt er länger knusprig, besonders wenn die Streusel gut fest geworden sind.
Du kannst die Stücke vor dem Servieren auch mit etwas Zuckerguss verzieren oder zusätzlich Puderzucker darüber streuen. Wer es besonders süß mag, verwendet mehr Marmelade oder eine dunkle Konfitüre für einen intensiveren Geschmack und einen stärkeren Kontrast zum Boden.
| Zutaten | Menge |
|---|---|
| Blätterteig (kühl) | 1 Rolle |
| Marmelade | ca. 100 g |
| Butter | ca. 250 g |
| Mehl | 250 g |
| Zucker | 100 g |
| Vanillezucker | 1 Päckchen |
| Zimt | 1 TL |
| Guss | Puderzucker, Zitronensaft, Wasser |
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