Schokoladenmuseum Köln: Pralinen, Geschichte und die gläserne Schokoladenfabrik

Das Schokoladenmuseum Köln ist ein Ausflugsziel, das Geschichte lebendig und Genuss erlebbar macht.

Auf mehr als 4000 qm befindet sich die umfangreichste Darstellung der Geschichte und Gegenwart des Kakaos und der Schokolade weltweit.

Die Entstehung und der Gründer

Die Idee hatte Hans Imhoff schon 1975, als die traditionsreiche Kölner Schokoladenfabrik Stollwerck von der Südstadt an den Standort Porz umzog.

Beim Zusammenpacken fanden sich eine Menge Sachen, die von der Geschichte der Firma erzählten, darunter Maschinen, Sammelbilder, Briefe und Akten.

Sofort war ihm klar, dass er einen Schatz gefunden hatte.

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Diesen ließ er untersuchen, aufarbeiten und restaurieren; der Grundstock für ein Museum war gelegt.

Ab da begann Imhoff gezielt, Informationen und Objekte zum Thema Schokolade und Kakao zu sammeln - und von einem Museum zu träumen, in dem sich Kinder nicht nur an Schokolade "satt riechen" können.

Hans Imhoff (1922-2007) träumte von einem Schokoladenmuseum mit einem Brunnen, in dem unaufhörlich Schokolade sprudelt.

1972 übernahm Hans Imhoff die Stollwerck-Fabrik in der Kölner Südstadt.

Er verlegte den Sitz nach Porz auf die andere Rheinseite und rettete das Unternehmen vor dem Bankrott.

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Nachdem seine Frau Gerburg Klara Imhoff im Jahr 1992 mit dem alten Hauptzollamt im Kölner Rheinauhafen den besten Standort für das Schokoladenmuseum gefunden hatte, konnte Kölns neues Wahrzeichen entstehen.

Am 31. Oktober 1993 wurde das Kölner Schokolademuseum im Rheinauhafen eröffnet.

Das Schokoladenmuseum entstand für 53 Millionen Mark, ohne öffentliche Förderung, in 13 Monaten Bauzeit.

Auf dem Molenkopf der Rheinauhafen-Halbinsel ist auf mehr als 4000 Quadratmetern die weltweit umfangreichste Darstellung der Geschichte und der Gegenwart von Kakao und Schokolade zu Hause.

Sammlung, Ausstellungen und Themen

Auf die Gäste warten ein begehbares Tropenhaus, botanische Informationen zum Kakao, Exponate der präkolumbischen Kulturen Amerikas, eine bedeutende Porzellan- und Silbersammlung aus dem Barock sowie zahlreiche alte Maschinen aus der Zeit der Industrialisierung.

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Die Ausstellung führt Sie vom Ursprung des Kakaos in Mittelamerika bis zur modernen Schokoladenproduktion.

Im „Schatzraum“ erleben Sie seltene Exponate aus dieser Zeit, bevor Sie in die höfische Welt Europas eintauchen.

Völlerei, Heilmittel oder gar tödliches Speiseeis? Wer wissen will, wie die Menschen früher über Schokolade dachten, muss tief in alte Schriften eintauchen.

Die historischen Sammelbilder der Schokoladenfabrik Stollwerck aus Köln sind ein faszinierendes Zeugnis der Werbe- und Konsumkultur des frühen 20. Jahrhunderts.

Bis heute haben das Museum rund 14 Millionen Menschen aus aller Welt besucht.

Die gläserne Schokoladenfabrik und die Pralinenmanufaktur

Das Herzstück des Schokoladenmuseums ist die gläserne Schokoladenfabrik, die komplett neu gestaltet wurde und nun ein hochmodernes, informatives und sinnliches Erlebnis bietet.

Die gläserne Schokoladenfabrik im Schokoladenmuseum bietet ein unvergessliches Erlebnis für alle Schokoladenliebhaber.

Das neue Zutatenlager mit seinen lebensgroßen Rohstoffbehältern und überdimensionalen Messzylindern führt dich direkt zur Produktionsstraße.

Hier erwartet dich eine begehbare Infografik, die dir auf anschauliche Weise die Welt der Schokoladenfertigung näherbringt.

Während du den faszinierenden Einblicken in die Maschinen folgst, begleitet dich der unverwechselbare Duft frischer, flüssiger Schokolade.

In der Ausstellung kannst du historische Maschinen bestaunen, die zur Industrialisierung der Schokoladenproduktion beigetragen haben.

In der Schokoladenmanufaktur kannst du den Maîtres Chocolatiers bei der Arbeit über die Schulter schauen und dich von ihren Kreationen inspirieren lassen.

Wie schon in der gläsernen Schokoladenfabrik, kannst du hier alle Verarbeitungsschritte durch große Sichtfenster verfolgen.

Handarbeit dominiert in der Schokoladenmanufaktur.

Beobachte, wie Trüffel ihre exquisite Verzierung erhalten oder Hohlfiguren in Form von Nikoläusen, Osterhasen oder Einhörnern hergestellt werden.

Von Hand „geschminkte“ zweifarbige Figuren, wie der Schokoladen-Fußball oder der Pandabär sind ein Höhepunkt deines Besuchs.

Nimm ein „Stück“ Schokoladenmuseum mit nach Hause und lasse dir deine ganz individuelle Lieblingsschokolade in Handarbeit von unseren Maîtres Chocolatiers herstellen.

Wähle deine liebste Lindt Schokolade in Alpenvollmilch, Edelbitter oder Weiß und suche aus einer Vielzahl an köstlichen Zutaten bis zu vier passende aus!

Nach nur 45 Minuten ist deine persönliche Schokoladentafel abholbereit.

drei Meter hoher Schokoladenbrunnen im Schokoladenmuseum

Der Schokoladenbrunnen und Verkostung

Ein weiteres Highlight des Museums ist der drei Meter hohe Schokoladenbrunnen.

200 Kilogramm frische Lindt Schokolade sprudeln in der Brunnenschale - ein wahrhaft beeindruckender Anblick!

Unsere Maîtres Chocolatier erwarten dich und reichen dir eine Kostprobe.

In der museumseigenen Produktion werden täglich um die 400 Kilo Schokolade hergestellt, die auch verkostet werden darf.

Besondere Exponate, öffentlicher Raum und Kultur

Highlights: das begehbare Tropenhaus, in dem bei 25 Grad Celsius und 70 Prozent Luftfeuchtigkeit Kakaopflanzen wachsen, der drei Meter hohe Schokoladenbrunnen, die Produktionsanlagen sowie die Sammlung historischer Schokoladen-Verkaufsautomaten und ein original restaurierter alter Kaufmannsladen.

Die Wahl fiel auf ein durchsichtiges Gebäude aus Aluminium und Glas in Hülle und Fülle, dass das alte Hauptzollamt umrahmt.

Die Halle über zwei Ebenen mit einer Gesamtfläche von mehr als 1.300 Quadratmetern hat dem Gesamtkomplex zugleich ein schönes Promenadendeck beschert, zu dem von außen zwei großen Freitreppen hinaufführen.

Optisch unterstreichen sie die Anmutung des Museumgebäude als „erstes Schiff“ im Rheinauhafen.

Begehbares Tropenhaus mit Kakaopflanzen

Programm, Jubiläum und Besucherzahlen

Köln · Das Schokoladenmuseum Köln feiert Jubiläum mit Neuerungen und Programm bis November.

In diesem Jahr hat es Jubiläum: 25 Jahre auf der süßen Seite gilt es zu feiern.

Mit vielen Neuerungen und abwechslungsreichem Programm noch bis in den November hinein.

Höhepunkte der Feierlichkeiten sind die Schokoladen-Themenwoche vom 18. bis 24. Juni und der Markt der Chocolatiers vom 14. bis 18. November.

Heute ist es mit 550 000 Besuchern pro Jahr das meistbesuchte Museum in Köln - und weit über die Stadtgrenzen bekannt.

Bis heute haben das Museum rund 14 Millionen Menschen aus aller Welt besucht.

Veranstaltungen, Bekanntheit und Medien

Im Schokoladenmuseum dinierten am 9. Juni 1999 während des G8-Gipfels die Außenminister der wichtigsten Industrienationen, 2001 wurde es zum Schauplatz des Kölner "Tatorts".

Auch die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) wissen das Museum zu schätzen.

Seit dem 9. April fährt eine Straßenbahn mit Schoko-Motiven auf den Linien 1, 7, 9, 12 und 15 - bis 2019.

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