Pralinen Kuvertüre Herstellung: Eine Anleitung für köstliche, selbstgemachte Pralinen
Pralinen sind kleine, süße Köstlichkeiten, die aus einer Schokoladenhülle und einer cremigen Füllung bestehen. Sie sind ein beliebtes Geschenk und eine schöne Nascherei für besondere Anlässe. Mit der richtigen Anleitung und ein paar Tipps und Tricks können Sie Pralinen einfach selber machen. Dieser Artikel bietet eine umfassende Anleitung zur Herstellung von Pralinenkuvertüre, von der Auswahl der richtigen Zutaten und Werkzeuge bis hin zur Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Herstellung von gefüllten Pralinen.
Zutaten und Werkzeuge
Um Pralinen selber zu machen, benötigen Sie folgende Zutaten und Werkzeuge:
- Kuvertüre: Pralinen werden am liebsten mit Kuvertüre anstatt herkömmlicher Schokolade hergestellt. Sie enthält mehr Kakaobutter und schmilzt dadurch schneller.
- Pralinenhohlkörper: Wer sich für die Pralinenherstellung ein wenig mehr Zeit nehmen möchte, kann online oder im Fachhandel Formen für die Pralinenhohlkörper erwerben und sie selber herstellen. Diese Hohlkörper werden mit Ganache befüllt und anschließend mit temperierter Kuvertüre überzogen.
- Sahne: Die Ganache ist die sahnige Grundmasse der Pralinen.
- Weitere Zutaten für die Füllung: Je nach Geschmack können Sie die Füllung mit Nüssen, Früchten, Alkohol oder anderen Aromen verfeinern.
- Metallschüssel und Kochtopf: Zu Beginn der Pralinen-Herstellung braucht man zunächst eine Metallschüssel und einen Kochtopf, die als Wasserbad dient. Hier drin wird die Kuvertüre gleichmäßig und schonend geschmolzen.
- Küchenthermometer: Um herauszufinden ob die Kuvertüre die richtige Temperatur hat, verwendet man ein spezielles Küchenthermometer.
- Pralinengabel: Um die Pralinen mit Kuvertüre zu ummanteln ist eine Pralinengabel hilfreich.
- Pralinen-Gitter: Die fertigen Leckereien können dann auf einem Pralinen-Gitter abgelegt werden, um zu trocknen.
- Spritzbeutel: Zum Einfüllen der Füllung in die Hohlkörper.
- Palette: Zum Glätten der Oberflächen und Verschließen der Pralinen.
- Silikonform für Pralinen: (15 Mulden)
Pralinen selber machen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Hier ist eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung, die auf den vom Benutzer bereitgestellten Informationen basiert, um den Prozess der Pralinenherstellung zu vereinfachen:
1. Hohlkörper herstellen
- Kuvertüre schmelzen: Die Zartbitterkuvertüre über einem heißen Wasserbad oder in der Mikrowelle langsam schmelzen. Achten Sie darauf, die Kuvertüre nicht zu schnell zu erhitzen, besonders in der Mikrowelle.
- Temperieren: Zunächst auf 46 Grad erhitzen, dann auf 28 Grad abkühlen lassen und erneut auf 31-33 Grad erwärmen. Dies ist die perfekte Temperatur, um die Hohlkörper zu gießen.
- Form füllen: Die temperierte Schokolade komplett in eine Silikonform für Pralinen (15 Mulden) füllen.
- Luftbläschen entfernen: Die gefüllte Form mehrmals auf den Tisch klopfen, damit Luftbläschen entweichen können. So entstehen später keine Löcher in den Pralinen.
- Ruhezeit: 5 Minuten ruhen lassen.
- Überschüssige Schokolade entfernen: Nach der Ruhezeit die überschüssige Schokolade in eine Schüssel abgießen und beiseite stellen.
- Glätten: Mit einer Palette die Formen glätten.
- Aushärten: Die Pralinenhohlkörper für 30 Minuten ruhen lassen.
- Für dickere Hohlkörper: Wenn der Hohlkörper zu dünn ist, kann dieser Vorgang einfach nochmal wiederholt werden. Vor dem Einfüllen nochmal prüfen, ob die Schokolade noch die optimale Temperatur von 31-33 Grad hat.
2. Füllung zubereiten
- Sahne aufkochen: Sahne in einen kleinen Topf geben, die Vanilleschote einschneiden, Vanillemark auskratzen, zur Sahne geben und alles einmal aufkochen.
- Schokolade schmelzen: Weiße Schokolade fein hacken und in eine Schüssel geben. Die heiße Sahne in kleinen Portionen über die Schokolade gießen, immer wieder umrühren.
- Verfeinern: Butter in Stücken zur Schoko-Sahne geben und die Füllung für einige Minuten mit dem Pürierstab mixen.
- Abfüllen: In einen Spritzbeutel füllen und die Pralinenhohlkörper bis kurz unter den Rand damit befüllen.
- Fest werden lassen: Für 3 Stunden fest werden lassen.
3. Pralinen verschließen
- Kuvertüre temperieren: Die übrige Schokolade, wie in Schritt 1 beschrieben, nochmal temperieren.
- Verschließen: Die Schokolade auf die Form gießen und mit Hilfe einer Palette verstreichen, um die Pralinen zu verschließen.
- Kühlen: Sobald die Schokolade fest ist, die Form für 2 Minuten ins Tiefkühlfach stellen. So lassen sich die Pralinen besser aus der Form lösen.
4. Verzieren und Genießen
Nachdem die Pralinen fertig sind, können sie nach Belieben verziert werden. Hier sind einige Ideen:
- Vergolden: Die Silikonform vor dem Füllen mit farbigem Lebensmittelfarbpuder auspinseln.
- Nüsse und Trockenfrüchte: Mit gehackten Nüssen oder Trockenfrüchten, Schokolade oder Zucker verzieren.
- Muster erzeugen: Durch das Rollen der noch nassen Pralinen auf dem Pralinen-Gitter hübsche Muster und Maserungen entstehen.
- Präge- und Dekorfolien: Speziell dafür vorgesehene Präge- und Dekorfolien verleihen den leckeren Schokoladen-Kugeln ein edles Finish.
Tipps und Tricks für perfekte Pralinen
- Die richtige Kuvertüre: Verwenden Sie hochwertige Kuvertüre mit einem hohen Kakaobutteranteil.
- Die richtige Temperatur: Achten Sie auf die richtige Temperatur der Kuvertüre beim Schmelzen und Temperieren.
- Sauberkeit: Achten Sie auf Sauberkeit beim Arbeiten, um die Haltbarkeit der Pralinen zu gewährleisten.
- Kreativität: Seien Sie kreativ bei der Gestaltung der Füllung und der Dekoration.
- Ruhe: Nehmen Sie sich Zeit und arbeiten Sie in Ruhe, um perfekte Pralinen zu erhalten.
- Haltbarkeit: Pralinen mit Ganache sind ca. 2 Wochen haltbar, Pralinen mit hohem Alkoholgehalt bis zu 6 Wochen. Generell sollten die Leckerbissen verschlossen an einem kühlen, dunklen Ort gelagert werden.
- Schokoladenarten: Alle Schokoladenarten mit Basisviskosität (drei Tropfen) sind geeignet.
- Lagerung: Stellen Sie die Pralinen nicht direkt in den Kühlschrank, sondern lassen Sie sie bei Zimmertemperatur (18 bis 20 °C) einige Minuten lang ruhen, bis die Schokolade sich trocken anfühlt.
Pralinen als Geschenk
Selbstgemachte Pralinen sind eine tolle Geschenkidee für viele Anlässe. Verpacken Sie die Pralinen in einer schönen Schachtel oder einem Cellophantütchen und überraschen Sie Ihre Lieben mit dieser süßen Köstlichkeit.
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Pralinen-Sorten
Es gibt viele verschiedene Pralinen-Sorten, die sich in Form, Füllung und Dekoration unterscheiden. Hier sind einige Beispiele:
- Trüffel: Im Gegensatz zu Formpralinen werden Trüffel von Hand gerollt und geformt.
- Formpralinen: Werden in einer Form hergestellt, die zuerst mit Kuvertüre ausgepinselt und dann gefüllt wird.
- Gefüllte Pralinen: Haben eine leckere Füllung aus Ganache, Nüssen, Früchten oder Alkohol.
- Schnittpralinen: Bestehen aus einer festen Schokoladenmasse, die in Würfel, Rauten oder Kreise geschnitten wird.
- Marzipan-Pralinen: Werden aus Marzipan geformt und mit Schokolade überzogen.
- Früchte-Pralinen: Aus getrockneten Früchten wird eine Fruchtmasse geformt, mit Schokolade überzogen oder besprenkelt.
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