Rezepte für Plätzchen mit Glasur und Marmelade
Dies ist tatsächlich eines der beliebtesten und auch der ältesten (oder ersten?!?) Rezepte auf meinem Blog. Einfache Marmeladen-Kekse nach einem Rezept aus dem handgeschriebenen Kochbuch meiner Mutter. Als ich vor ziemlich genau 10 Jahren mit dem Bloggen anfing und anfing, meine Rezepte auf Madame Cuisine zu teilen, war unsere große Tochter gerade mal ein Jahr alt. Ich hatte ja keine Erfahrung im Muttersein und war doch immer wieder überrascht, wie viel Energie so ein kleines Wesen haben kann. Sie war - um es vorsichtig auszudrücken - ein kleiner Wirbelwind, der von Mittagsschlaf nicht wirklich viel hielt.
Gefühlt war sie immer in Action und wollte bespielt und bespaßt werden. An manchen Tagen gingen mir schon mittags die Ideen aus. Meistens nahm ich das Mäusekind dann mit in die Küche und wir fingen an zu backen. Eierpfannkuchen, Marmorkuchen oder diese leckeren Marmeladen-Kekse zum Beispiel. Die Kekse machte meine Mutter schon, als ich Kind war und die Zubereitung ist denkbar einfach.
Grundprinzip: Mürbeteig als Basis
Der typische Grundteig für Marmeladenplätzchen ist ein Mürbeteig aus Mehl, Butter, Zucker und Ei. Für den Mürbeteig Mehl, Backpulver, Zucker, Butter, Bio-Zitronenschalenabrieb und Ei auf der Arbeitsfläche mit den Händen zügig zu einem Teig kneten. Das Mehl in eine große Schüssel geben und mit dem Backpulver und einer Prise Salz vermischen. Eine Mulde in die Mitte formen. Die kalte Butter in kleinen Stückchen in die Mulde geben, anschließend die Eigelbe und den Zucker zusammen mit dem Vanillezucker darüber geben.
Alle Zutaten mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Anschließend zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen. Der Teig sollte vor der Weiterverarbeitung wirklich kalt und fest sein!
Teigverarbeitung und Kugeltechnik
Sobald der Teig richtig schön kalt und fest ist, kann man den Backofen vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Man bricht sich ein bisschen von dem Teig ab und rollt ihn zwischen den Händen zu einer Kugel mit ca. 2 cm Durchmesser. Anschließend drückt man mit dem Daumen eine Mulde in die Teigkugel. Wer es besonders gleichmäßig haben möchte, kann dazu auch die Rückseite eines Kochlöffels nehmen.
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Wichtig: die Mulde sollte tief genug und der Rand drumherum nicht zu dünn sein! Damit verhindert ihr, dass beim anschließenden Backen die Marmelade aus dem Keks herausläuft. Für die Kekse jeweils ein kleines Stückchen Teig abbrechen und zwischen den Händen zu einer Kugel mit ca. 2 cm Durchmesser rollen. Anschließend mit dem Daumen oder der Rückseite eines Kochlöffels eine Mulde in die Teigkugel drücken. Die Mulde sollte tief genug und der Rand um die Mulde nicht zu dünn sein. In die Mulde einen Klecks gekühlte Marmelade setzen.
Welche Marmelade passt?
Im Prinzip lassen sich die Kekse mit jeder Marmelade zubereiten. Meine Kinder mögen nur fein passierte Marmelade ohne Kerne und ohne Stückchen. 😉 Ich bewahre Marmelade grundsätzlich immer im Kühlschrank auf, weiß aber auch, dass Marmelade bei vielen im Küchenschrank steht. In diesem Fall empfehle ich, die Marmelade vorher unbedingt zu kühlen! Auch das hilft, dass sie beim backen im Keks bleibt, da sie dann nicht zu flüssig ist.
Marmelade, Konfitüre oder Gelee? Auch wenn wir sie gern Plätzchen mit Marmelade nennen: Für die fruchtig-knusprigen Kekse eignet sich Gelee am besten, da der Aufstrich schön glatt ist und sich gut verarbeiten lässt. Marmelade wird meist als Synonym für Konfitüre verwendet. Auch diese kannst du für die Marmeladenplätzchen verwenden. Wer keine Lust auf Stückchen oder Kerne hat, streicht sie besser vor der Verarbeitung durch ein Haarsieb.
Backen: Temperatur und Zeit
Jeder Ofen ist anders! Die Backzeit kann daher etwas variieren, beträgt aber in der Regel etwa 12-15 Minuten. Ich heize meinen Ofen auf 175-180 Grad Umluft vor und backe die Kekse in der Mitte des Ofens. Sobald der Rand der Kekse goldgelb ist und anfängt leicht zu bräunen, sind die Kekse fertig. Ich setze die Kekse direkt nach dem Backen zum Abkühlen auf ein Gitter. Lässt man die Kekse auf dem warmen Backblech abkühlen, werden sie oft weich. Für mich dürfen sie jedoch gerne ein bisschen knuspern.
Alternative Formen: Ausgestochene Plätzchen und Linzer
Aus dem Teig 4 Zentimeter große Kreise ausstechen. Nun bei der Hälfte der ausgestochenen Plätzchen mittig erneut einen Kreis (1,5 Zentimeter Durchmesser) ausstechen. Die bekanntesten Plätzchen mit Marmelade sind Spitzbuben, Linzer Plätzchen, Engelsaugen und Terrassenplätzchen - wer kennt und liebt sie nicht! Spitzbuben sind klassische, gefüllte Weihnachtsplätzchen, die aus zwei Schichten bestehen: Die obere Schicht hat kleine Ausstechmotive wie Herzen, Kreise oder Sterne, die die Füllung sichtbar machen. Zwischen den beiden Schichten wird meist eine Schicht Marmelade, traditionell rote Johannisbeer- oder Himbeermarmelade, aufgetragen.
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Die Butter in kleine Würfel schneiden, mit den restlichen Zutaten für die Linzer-Plätzchen in eine Rührschüssel (oder Küchenmaschine) geben und mit den Knethaken zu einem geschmeidigen Teig kneten. Backofen auf 170 °C (150 °C Umluft) vorheizen. Teig in zwei Stücke teilen, den einen Teil auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen (ca. 3 mm) und mit Euren Wunschformen ausstechen. Alles auf mit Backpapier ausgelegte Bleche geben und im vorgeheizten Backofen für 10 - 12 Minuten hell ausbacken, herausnehmen und abkühlen lassen. Die gelochten Scheiben mit Puderzucker bestäuben, die anderen Hälften jeweils gleichmäßig mit dem Gelee bestreichen, dann die Puderzucker-Hälften aufsetzen.
Glasur-Varianten
Für die Glasur in einer tiefen Schüssel Glasur- oder Puderzucker mit Zitronensaft verrühren und die vorbereiteten Plätzchen jeweils zur Hälfte in die Glasur tauchen. Wer die Marmeladenplätzchen zusätzlich glasieren möchte, kann sie zur Hälfte in eine Zitronenglasur tauchen oder die Ränder verzieren.
Tipps für perfekte Plätzchen
- Der Teig sollte vor der Weiterverarbeitung kalt und fest sein.
- Die Mulde darf nicht zu flach sein, damit die Marmelade nicht herausläuft.
- Die Marmelade vorher kühlen oder leicht erwärmen - je nach Konsistenz: Es lohnt sich, die Marmelade für Plätzchen zu erwärmen, damit sie sich leichter verstreichen lässt und eine glattere Oberfläche auf dem Gebäck bildet.
- Nach dem Backen die Kekse auf einem Gitter abkühlen lassen, damit sie knusprig bleiben.
- Zum Aufbewahren eine luftdicht verschlossene Dose verwenden; Tipp: Lege zum Aufbewahren eine Lage Backpapier zwischen die Schichten.
Haltbarkeit
Die Kekse halten sich in einer luftdicht verschlossenen Dose ca. 1 Woche. Sofern sie nicht vorher aufgegessen werden. Plätzchen mit Marmelade sind im Vergleich zu trockenen Sorten etwas empfindlicher. In einer luftdicht verschlossenen Dose und kühl gelagert halten sie sich in der Regel etwa 2-3 Wochen. Wichtig ist, die Plätzchen getrennt von feuchten oder sehr saftigen Sorten zu lagern, da sie sonst zu weich werden könnten.
Saisonale Varianten und Gewürztipps
Die Marmeladen-Kekse sind übrigens nicht nur in der klassischen Kekse-Backen-Saison zur Adventszeit ein Highlight, sondern schmecken zu jeder Jahreszeit. Versucht sie gerne einmal mit unterschiedlichen Marmeladensorten und passt sie so den Jahreszeiten an. Noch festlicher schmecken sie, wenn du weihnachtliche Gewürze wie Zimt oder auch geriebene (Bio-) Orangenschale unter den Teig knetest. Auch eine gute Idee: Auf weihnachtliche Marmelade wie Glühwein-Gelee, Orangenmarmelade oder Apfel-Ingwer-Gelee für die Füllung zurückgreifen. So verwandelst du dein Lieblingsplätzchen im Nu zum Weihnachtsplätzchen.
Mitmachen und Spaß in der Küche
Holt Euch für die Zubereitung Unterstützung von kleinen Helfern und Helferinnen und macht es so zu einem kleinen Event. Meine Kinder waren immer stolz wie Oskar, wenn ich ihnen eine kleine Schürze umgebunden habe und sie beim Teig kneten helfen durften. Die Marmeladen-Kekse schmecken hinterher gleich noch mal so gut.
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Zutaten für das Basisrezept (ca. 30-40 Stück)
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Mehl (Weizen 405 oder Dinkel 630) | 250 g |
| Backpulver | 1 TL |
| Rohrzucker | 100 g |
| Bourbon-Vanillezucker | 1 Päckchen |
| Prise Salz | 1 |
| Eigelbe | 3 |
| kalte Butter | 150 g |
| Marmelade/Ge lee nach Wahl | je nach Bedarf |
Schritt-für-Schritt-Kurzfassung
- Mehl, Backpulver und Salz mischen, Mulde formen.
- Butter in Stücken, Eigelbe und Zucker hinzufügen.
- Mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten, kaltstellen (mind. 30-60 Min.).
- Kugeln formen, Mulde drücken, mit gekühlter Marmelade füllen.
- Im vorgeheizten Ofen bei 175-180 °C Umluft ca. 12-15 Min. backen.
- Auf einem Gitter auskühlen lassen und genießen.
Diese Marmeladen-Kekse sind einfach in der Zubereitung und schnell gebacken. Sie sind ein köstlicher Snack zum Nachmittags-Tee oder -Kaffee und lassen sich mit jedweder Marmelade füllen. Ich wünsche Euch gutes Gelingen - für den Sonntagskaffee, für die Adventszeit, und zu jedem anderen Anlass!
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