Philipp Kaufmann Schokolade Herkunft und Sortiment
Die Wohlgeschmackswelt der Schokolade ist weit mehr als nur süßer Genuss. Sie ist eng verbunden mit einer jahrtausendealten Geschichte, der Herkunft der Kakaobohne und modernen nachhaltigen Anbau- und Verarbeitungsmethoden. Philipp Kaufmanns Engagement mit „Original Beans“ steht exemplarisch für die Verbindung von ursprünglicher Kakaoherkunft, Umweltbewusstsein und einem vielfältigen, hochwertigen Sortiment.
Geschichte und Herkunft des Kakaos
Der Kakao ist eine Pflanze, die den mittelamerikanischen indianischen Hochkulturen der Maya und Azteken schon lange vor der europäischen Kolonialisierung bekannt war. Im Inneren der aufgeschlagenen Kakaofrucht befindet sich das weiße Fruchtfleisch, auch „Pulpa“ genannt, umgeben von den Samen, den späteren Kakaobohnen. Die alte indianische Kakaokultur geriet nach der europäischen Eroberung zunächst in Vergessenheit. Die Europäer bereiteten süße Kakao-Getränke zu, die bald in den höchsten Adelskreisen Beliebtheit erlangten.
Von Mittelamerika aus verbreitete sich der Kakao auf mehrere europäische Kolonien: Die Engländer bauten Kakao auf Sri Lanka an, die Franzosen auf den karibischen Inseln Martinique und Guadeloupe, die Holländer auf indonesischen Inseln wie Java und Sumatra. Die heimische Mittelamerikanische Bevölkerung wurde durch eingeschleppte Krankheiten dezimiert, sodass der Kakaoanbau in den ehemaligen Kolonien expandierte. Heute findet der Großteil der weltweiten Kakao-Produktion nicht mehr in Mittelamerika, sondern in Afrika und Asien statt.
Industrielle Entwicklung der Schokoladenherstellung
Mit der Industriellen Revolution ab 1800 wurden technologische Neuerungen eingeführt, die die Verarbeitung von Kakao stark verbesserten. So wurde die Herstellung von Schokolade einfacher, günstiger und für breitere Bevölkerungsschichten möglich. 1847 stellte die englische Firma „Fry & Sons“ die erste essbare Tafelschokolade her. Der holländische Apotheker Coenraad van Houten erfand eine hydraulische Presse, um gemahlenen Kakao zu entfetten, was die Produktion erleichterte.
Der Schweizer Rodolphe Lindt revolutionierte die Schokolade mit der Erfindung der „Conchiermaschine“, die Schokolade maschinell knetete und durchlüftete. Dadurch verschwand der bittere Geschmack, und Schokolade erreichte einen zarten Schmelz. Die Kakaobohnen werden heute vor allem in den Tropen geerntet, während die Weiterverarbeitung zu Schokolade in den Industrieländern des Nordens, darunter Deutschland, die USA und die Niederlande, erfolgt.
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Die gesundheitlichen Vorteile von Kakao und Schokolade
Wissenschaftliche Studien zeigten, dass Kakao und Schokolade gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe enthalten. Theobromin regt beispielsweise die Nierentätigkeit an und wirkt als Stimulans im zentralen Nervensystem. Phenylethylamin beeinflusst das menschliche Belohnungssystem und wird als „Liebesdroge“ bezeichnet, da es mit Dopamin- und Adrenalinwirkung verwandt ist.
Weiterhin bietet Kakao Polyphenole, die schädliche freie Radikale im Körper neutralisieren können, was antioxidative Eigenschaften mit sich bringt. Anandamid, ein in Schokolade enthaltener Wirkstoff, wirkt im Gehirn ähnlich wie THC, allerdings in so geringen Konzentrationen, dass keine berauschende Wirkung entsteht. So ist Schokolade nicht nur Genussmittel, sondern auch ein Stimmungsaufheller.
Philipp Kaufmann und die Original Beans Philosophie
Philipp Kaufmann, ehemaliger Manager in Amsterdam, entschied sich mit 27 Jahren, sein Leben nach ökologischen und sozialen Prinzipien auszurichten. Er gründete 2008 „Original Beans“, ein Unternehmen, das nachhaltigen Kakaoanbau mit hochwertiger Schokoladenherstellung verbindet. Das Motto lautet „The planet: replant it“ - für jede verkaufte Tafelschokolade wird ein Baum gepflanzt. Dies unterstützt den Umweltschutz und die Lebensgrundlage der Bauern in den Herkunftsregionen.
Original Beans arbeitet eng mit Kleinbauern aus vier Regenwaldgebieten in Bolivien, Ecuador, Peru und dem Kongo zusammen. Die kakaobauenden Familien profitieren vom sogenannten „Direct Trade“, bei dem sie bis zu sechsmal mehr erhalten als beim Fairtrade-Standard. Durch diese Direktpartnerschaften werden Mittelsmänner umgangen, was die Einkommen der Bauern deutlich verbessert.
Die Verarbeitung der Original Beans Schokolade erfolgt in der Schweiz durch die Manufaktur Felchlin, die sich auf Gran Cru Kakao spezialisiert hat. Die Schokoladen sind mit Ausnahme weniger Sorten bio-zertifiziert und alle glutenfrei. Die Verpackungen sind kompostierbar, was die Klimafreundlichkeit der Produkte unterstreicht - ein innovatives Konzept, das die Kreislaufwirtschaft unterstützt.
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Die Sortenvielfalt von Original Beans
Original Beans bietet derzeit rund 12 verschiedene Schokoladensorten, die die Vielfalt der weltweit seltenen und ursprünglichen Kakaosorten widerspiegeln. Das Sortiment reicht von weißer Schokolade mit 40% Kakaogehalt bis zu sehr dunklen Varianten mit 100% Kakaogehalt. Seltene Kakaosorten wie Piura Porcelana, Beni Wild Harvest, Cru Virunga aus dem Virunga Nationalpark oder Cru Udzungwa aus Tansania sind vertreten.
Besonderheiten sind zum Beispiel die Piura Porcelana aus Peru, die mit ihren Himbeernoten besticht und trotz 75% Kakao überraschend mild schmeckt. Die Beniano-Varietät aus bolivianischem Amazonasgebiet verfügbare Schokolade duftet nach süßer Frucht und karamellisierten Nüssen. Die Virunga-Schokolade aus dem Kongo unterstützt den Schutz bedrohter Berggorillas, während die Udzungwa-Schokolade aus Tansania innovative Schutzmaßnahmen gegen wühlende Elefanten nutzt.
| Schokolade | Herkunft | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Piura Porcelana | Peru, Piura-Tal | Weiße Kakaobohnen, fruchtig mit Himbeernoten, 75% Kakao |
| Beni Wild Harvest | Bolivien, Amazonas Waldinseln | Wildkakao, kleine Bohnen, fruchtige Aromen, limitierte Menge |
| Cru Virunga | Kongo, Virunga Nationalpark | Bio-Kakao, unterstützt Gorillaschutz, süße Honig- und Nussnoten |
| Cru Udzungwa | Tansania, Udzungwa Mountains | Ökologischer Anbau, Bienenschutz gegen Elefanten, florale und fruchtige Aromen |
| Grand Cru Blend No. | Peru, Ecuador, Kongo | 80% Kakao, keine zusätzliche Kakaobutter, fruchtig und aromatisch |
Nachhaltigkeit und Naturschutz als Kern der Unternehmung
Original Beans steht für ein klima-positives Geschäftsmodell. Über zwei Millionen Bäume wurden seit Gründung des „One Bar: One Tree“-Programms gepflanzt. Die Schokoladenverpackungen sind komplett kompostierbar und zersetzen sich innerhalb von drei Monaten im Boden. Gleichzeitig schützt und bewahrt das Unternehmen seltene Edelkakaosorten und die umliegenden Ökosysteme durch Partnerschaften mit Kleinbauern, indigenen Völkern und internationalen Agronomie-Instituten.
Mit dem Direkt-Handel werden faire Preise gezahlt, langfristige Partnerschaften etabliert und Abhängigkeiten von Zwischenhändlern vermieden. So entsteht eine nachhaltige Produktionskette, die Umweltschutz und wirtschaftlichen Erfolg vereint - ein Modell, das weit über die übliche Fairtrade-Konvention hinausgeht.
Weitere Premium-Schokoladenhersteller in Deutschland
Ein weiterer bedeutender Anbieter ist die Hachez Manufaktur in Bremen, die seit fast 130 Jahren Premium-Schokolade aus hochwertigen Kakaobohnen produziert. Hachez legt ebenfalls Wert auf nachhaltigen Anbau und soziale Standards bei den Lieferanten in Papua-Neuguinea, São Tomé und Venezuela. Die Produktion erfolgt mit größter Sorgfalt, wobei natürliche Zutaten wie Mandeln, Orangenschalen oder Bourbon-Vanille verwendet werden, und auf künstliche Aromen und Palmöl verzichtet wird.
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Die Produktlinie „A Matter of Taste“ bietet Kunden eine Übersicht über vier Geschmacksprofile (sahnig, süß, fruchtig, kakaointensiv), sodass Schokoladenliebhaber gezielt ihre Lieblingssorte nach persönlicher Präferenz wählen können.
Philipp Kaufmanns persönliche Reise und Mission
Philipp Kaufmann verließ im Alter von 27 Jahren seine Karriere als erfolgreicher Manager in Amsterdam, um eine nachhaltige und sinnstiftende Berufung zu finden. Inspiriert von Pionieren wie Jane Goodall und engagiert für Umweltschutz, gründete er „Original Beans“ mit dem Ziel, die Kakaokultur wiederzubeleben und zugleich den Schutz der Regenwälder zu fördern. Seine Schokolade ist Ausdruck eines bewussten Lebensstils, der Genuss und Verantwortung harmonisch verbindet.
Zusammenarbeit mit indigenen Gemeinschaften
Ein Beispiel für die enge Zusammenarbeit ist die Partnerschaft mit der Familie von Don José in der Selva Zoque, Mexiko. Hier werden traditionelle Kakaoanbaupraktiken mit modernem Naturschutz kombiniert. Die gemeinschaftlichen Projekte unterstützen die Bauernfamilien durch stabile Preise und Aufforstungsprogramme. Das stärkt nicht nur die wirtschaftliche Situation, sondern bewahrt auch die kulturelle und ökologische Vielfalt der Regionen.
Das Sortiment von Chocolats Kaufmann
Chocolats Kaufmann aus der Schweiz verbindet handwerkliches Können mit hochwertigen Rohstoffen, die unter nachhaltigen Bedingungen gewonnen werden. Bio-Eier, qualitativ hochwertige Mehle und Grand Cru Couverturen von Felchlin bilden die Basis für die Produktpalette. Der Fokus liegt auch hier auf Qualität und einer transparenten Lieferkette. Das Sortiment umfasst Schokoladenträume, edle Pralinés, feine Knabbereien und ausgewählten Kaffee.
Die Philosophie von Kaufmann spiegelt sich im respektvollen Umgang mit Mitarbeitern und Kunden wider, in der Begeisterung für die Produkte und in der nachhaltigen Beschaffung. Ausgewählte Zutaten und handwerkliches Know-How sorgen für Genuss auf höchstem Niveau.
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