Pfirsich-Campari-Marmelade Rezept
Heute wird schon wieder eingekocht: Und zwar eine umwerfend fruchtige und nach Sommer schmeckende Pfirsich-Maracuja-Konfitüre. Nach den vielen Pfirsichrezepten der letzten Jahre folgt hier eine Variante mit Pfirsich und Campari-Anklang, die den Sommer ins Glas holt.
Welche Pfirsiche eignen sich am besten?
Pfirsichsorten gibt’s ja viele… Doch eine ganz bestimmte Pfirsichsorte wird bei uns in Deutschland immer beliebter. Es geht um einen aromatischen Pfirsich, der etwas kleiner ist als die üblichen Sorten und so aussieht, als hätte man ihn mit den Händen platt gedrückt. Daher auch der weit verbreitete Name Plattpfirsich. Weil dieser Pfirsich in Deutschland häufig in den Wein-Gebieten angebaut wird, kennt man ihn auch meist als Weinbergpfirsich. Und da ich diesen von allen Namen am aller schönste finde, durfte dieser auch gleich mit in den Rezept-Titel für diese Pfirsich-Maracuja-Konfitüre.
Doch was macht diese kleine platte Flunder so besonders? Es ist das herb-fruchtiges Aroma. Der kleine etwas pelzige Weinbergpfirsich ist eher weniger süß als seine runden Verwandten. Dafür soll das Fruchtfleisch wohl aber das intensivste Pfirsicharoma von allen Sorten haben. Ich finde: Hauptsache schön reif und saftig- besonders zum Weiterverarbeiten ist das wichtig!
Die Gartenpfirsiche sind bei uns übrigens auch etwas kleiner und deutlich pelziger als die hochgezüchteten Verwandten aus dem Supermarkt. Die Wildpfirsiche oder auch Weinbergpfirsiche von der Mosel finden sich jetzt aber auch auf unseren Wochenmärkten. Jetzt im Spätsommer gibt die Natur noch mal so richtig Gas und schenkt uns wunderbare Früchte, die von der Sonne geküsst wurden.
Herkunft und Besonderheiten
Ursprünglich stammt der Weinbergpfirsich wie so viele Obstsorten aus China. Zu uns kam er dann wieder über den Weg, den schon viele andere Früchte genommen haben: Die Perser brachten den Weinbergpfirsich nach Griechenland. Dort entdeckten ihn die Römer, die diesen dann im europäischen Raum verbereiteten. Die Importware kommt heutzutage vor allem aus dem sonnigen Italien und Spanien. Doch auch in Deutschland gibt es einige Gebiete, in denen der Weinbergpfirsich wachsen kann, zum Beispiel das Moselgebiet. Genau genommen geht es dort um den roten Weinbergpfirsich, auch als Moselweinbergpfirsich bekannt. Wenn im April die Tage wärmer werden, erblühen an den Steilhängen die Pfirsichbäume in zartem Rosé. Das Fruchtfleisch dieser Pfirsiche ist besonders rot und macht sie daher zu einer kleinen Besonderheit. Meist aber erst ab September in den Handel erhältlich.
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Zutaten für Pfirsich-Campari-Marmelade (ca. 4 Gläser á 300 g)
- ca. 900-1000 g Pfirsiche (für 700-900 g Fruchtfleisch je nach Rezeptvariante)
- Campari nach Geschmack (z. B. 40-100 ml je nach Rezept)
- Gelierzucker 2:1 (Menge je nach Fruchtmenge, z. B. 500-900 g)
- Zitrone: Saft und Schalenabrieb für Frische
- Optional: Maracuja-Nektar statt Wasser oder zusätzlicher Geschmacksträger
Marmelade, Konfitüre, Fruchtaufstrich, Gelee… Ich weiß, ich weiß. Man sagt Marmelade eigentlich nur zu Produkten aus Zitrusfrüchten. Dafür gibt es sogar eine eigene Marmeladenverordnung. Aus allen anderen Früchten hergestellt nennt man es Fruchtaufstrich oder Konfitüre. Da die meisten den Begriff Marmelade aber umgangssprachlich verwenden - ich auch - mache ich das hier auch.
Vorbereitung der Gläser und Früchte
Einmachgläser nochmal sehr gründlich reinigen oder auskochen bzw. sterilisieren. Gläser und Glasdeckel (keine Twist-Off-Deckel) auf das Ofenrost stellen und in den ausgeschalteten, kalten Ofen schieben. Die Temperatur auf 150 °C Ober- und Unterhitze einschalten und die Gläser ab Erreichen der Temperatur noch 10 Minuten im Ofen lassen. Twist-Off-Deckel bzw. bei Weckgläsern die Gummiringe müssen genau wie der Einmachtrichter und die Schöpfkelle etwa 5 Minuten in kochendem Wasser abgekocht werden. Alle Komponenten sollten Raumtemperatur haben, bevor die kochend heiße Marmelade mit dem Trichter in die Gläser eingefüllt wird.
Nach Wunsch Pfirsiche schälen oder blanchieren, kalt abschrecken und danach die Schale abziehen (es sollten am Ende 500 g Pfirsich-Fruchtfleisch übrig sein). Die Pfirsiche gründlich waschen, entsteinen und in Stücke schneiden. Ich gehöre zu denjenigen, die ihre Marmelade möglichst fein mögen. Ich bin kein Fan von groben Stücken und koche meine Marmelade deswegen immer fein püriert. Wer es lieber etwas stückiger mag, kann die Pfirsiche vorab mit kochendem Wasser überbrühen und die Haut abziehen.
Grundrezept: Pfirsich-Campari-Marmelade (klassisch im Topf)
Pfirsiche mit kochendem Wasser überbrühen und abschrecken. Pfirsiche häuten und entsteinen. Pfirsiche würfeln. 900 g Fruchtfleisch abwiegen. Pfirsiche, Campari und Gelierzucker in einem großen Topf gut verrühren. Alles unter ständigem Rühren bei starker Hitze aufkochen. Dann unter ständigem Rühren mindestens 3 Minuten sprudelnd kochen. Campari unterrühren. Konfitüre sofort randvoll in vorbereitete Twist-off-Gläser füllen. Verschließen und umgedreht auskühlen lassen.
Eine Variante mit Orange beschreibt das Vorgehen ähnlich: Orangenfilets und -saft mit Gelierzucker in einem großen Kochtopf gut verrühren. Alles unter Rühren zum Kochen bringen und unter ständigem Rühren mind. 3 Min. sprudelnd kochen. Jetzt Campari unterrühren. Gelierprobe durchführen: 1-2 TL der heißen Masse auf einen Teller geben. Falls sie nicht fest wird, 1 Min. weiterkochen oder bei süßen Früchten 1 Pck. Zitronensäure unterrühren.
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Gelierprobe und Konsistenz
Am Ende der Kochzeit mit einem Löffel etwas Konfitüre entnehmen und die heiße Masse daran abtropfen lassen. Wird der letzte Tropfen fest, wird auch die Konfitüre fest. Die Gläser brauchen nicht auf den Kopf gestellt werden. Der Gelierzucker oder aber das Pektin und das Süßungsmittel werden im kalten Zustand untergerührt. Unter ständigem Rühren ca. 10 min kochen lassen.
Varianten: Mit Maracuja, Vanille oder Basilikum
Die Zugabe von Zitronensaft ist eigentlich nicht nötig. Ich verwende ihn aber trotzdem, weil er eine tolle Frische an die süßen Wildpfirsiche gibt. Auch die Zeste reibe ich ab und gebe sie mit in die Pfirsich-Marmelade. Mein heutiges Rezept habe ich deswegen mit diesem Gelierzucker in meiner Küchenmaschine hergestellt. Und das ist super easy! Für mehr Exotik kann Maracuja-Nektar zugeführt werden, wodurch die Marmelade eine schöne Fruchtnote erhält. Wer die Marmelade aromatisieren möchte, kann statt Maracuja auch Vanille oder Basilikum verwenden; Basilikumblättchen werden dabei frisch in die Gläser gelegt und die heiße Marmelade darüber gegossen, damit das Aroma erhalten bleibt.
Pfirsich-Marmelade in der Küchenmaschine oder Thermomix
Falls ihr euch jetzt fragt: Warum gibt es denn dafür einen eigenen Gelierzucker? - Tatsächlich hat der Diamant Gelierzucker 2:1 für Küchenmaschinen mit Kochfunktion ein paar Besonderheiten und wurde speziell für den Einsatz in der Küchenmaschine mit Kochfunktion entwickelt. Im Mixtopf werden die Temperaturen nämlich nicht so hoch wie in einem Kochtopf auf dem Herd - das ist ein entscheidender Punkt beim Marmeladekochen, damit die Marmelade anschließend auch richtig geliert. So dass man, egal welches Gerät man verwendet, immer eine perfekte Marmelade, Konfitüre oder auch ein Gelee herstellen kann! Und das funktioniert sogar mit Früchten direkt aus dem Tiefkühler, ganz unabhängig von ihrem Pektingehalt.
Pfirsiche gründlich waschen, entsteinen und in Stücke schneiden. Zitrone gründlich waschen und trocken reiben. Die Schale fein reiben, den Saft auspressen. Die Pfirsiche 20 Sekunden auf Stufe 7 zerkleinern (bei sehr reifen oder weichen Früchten reichen 20 Sekunden auf Stufe 6). Packung Gelierzucker 2:1, die fein abgeriebene Schale und den Saft der Zitrone zugeben und alles kurz unterrühren. Die Maschine auf 13 Minuten bei 100 °C und Stufe 1-2 einstellen. Die Pfirsich-Marmelade kann jetzt direkt abgefüllt oder nach Belieben noch mal fein püriert werden.
Tipps aus der Praxis
- Nur einwandfreie Früchte verwenden; die Wildpfirsiche sollten keine schadhaften Stellen haben.
- Bei sehr reifen Früchten kann die Mixzeit reduziert werden.
- Wer es weniger süß mag, kann weniger Zucker verwenden: Koche dafür die Marmelade mit 350 g 3:1-Gelierzucker statt mit 2:1.
- Gläser zügig so voll wie möglich befüllen und sofort gründlich verschließen.
- Bei Flaschen oder Twist-off-Deckeln diese wie angegeben steril behandeln; gebrauchte Deckel nur verwenden, wenn sie einwandfrei sind.
Eine schnelle Rezeptübersicht (klassische Topf-Methode)
| Zutat | Menge (Beispiel) |
|---|---|
| Pfirsiche (entsteint) | 900 g (ergibt ca. 700-900 g Fruchtfleisch) |
| Gelierzucker 2:1 | 500-900 g je nach Fruchtmenge |
| Campari | 40-100 ml nach Geschmack |
| Zitronensaft & Schale | 1 kleine Zitrone |
Zubereitung (Kurz)
- Gläser sterilisieren und vorbereiten.
- Pfirsiche häuten (optional), entsteinen und würfeln.
- Pfirsiche mit Gelierzucker und Zitronensaft mischen, aufkochen.
- 3 Minuten sprudelnd kochen, Campari unterrühren, Gelierprobe machen.
- Heiß in Gläser füllen, verschließen und abkühlen lassen.
Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren! Hast du eine Frage oder möchtest mir dein Feedback schicken?
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