Operation Zucker Teil 4: Jagdgesellschaft – Eine Zusammenfassung

Der Fernsehfilm "Jagdgesellschaft" aus dem Jahr 2016, unter der Regie von Sherry Hormann, ist eine Fortsetzung des mehrfach preisgekrönten Dramas "Operation Zucker" aus dem Jahr 2013. Erneut wird das brisante und erschütternde Thema Kinderprostitution in Deutschland behandelt.

Handlung

Karin Wegemann (Nadja Uhl), die nach den Ereignissen von "Operation Zucker" das LKA verlassen hat und nun an einer Polizeischule unterrichtet, wird durch den Journalisten Maik Fellner (André Szymanski) mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Fellner verfügt über Informationen und eine Zeugin, die auf einen überregional organisierten Täterkreis hinweisen, der minderjährige Opfer missbraucht. Die Hinweise sind so konkret, dass Wegemann sich entschließt, zum LKA zurückzukehren und die Ermittlungen aufzunehmen, auch gegen den Widerstand ihres neuen Kollegen Ronald Krug (Mišel Matičević).

Fellner hat von einem Ring in Potsdam erfahren, der Kinder und Jugendliche an Männer in gehobenen Positionen vermittelt. Um diesen Ring zu sprengen, benötigt er die Hilfe der Polizei. Wegemann und Krug nehmen die Ermittlungen auf, unterstützt vom Innenminister (Matthias Matschke) und Staatsanwalt Mack (Rainer Bock). Eine Spur führt zu dem Bauunternehmer Kai Voss (Sebastian Hülk) und seiner Frau (Jördis Triebel), die in die Machenschaften verwickelt zu sein scheinen. Der Beweis gestaltet sich jedoch schwierig.

Brisantes Thema und seine Darstellung

Das Thema Kindesmissbrauchs ist hochemotional und sensibel. Im Filmbereich führt die bloße Erwähnung des Themas oft zu einer großen Resonanz, die nicht immer im Verhältnis zur filmischen Qualität steht. "Jagdgesellschaft" hält sich eng an die Erzählweise des Vorgängers, wobei die Fälle jedoch unabhängig voneinander stehen. Das Publikum muss nicht viel rätseln, da die Täter frühzeitig enthüllt werden. Die Geschichte variiert bekannte Elemente des Verschwörungsthrillers und zeigt Verbindungen der Täter zu hochrangigen Politikern.

Der Titel "Jagdgesellschaft" bezieht sich auf eine Besonderheit des Films. Als Zuschauer möchte man die Kinder aus den Fängen der Täter befreien. "Jagdgesellschaft" vermeidet es, eine typische Heldengeschichte zu erzählen, was jedoch durch die Mischung aus Klischees und Übertreibungen erschwert wird. Die schauspielerischen Leistungen sind durchwachsen. Nadja Uhl bemüht sich, der traumatisierten Polizistin Tiefe zu verleihen, während Jördis Triebel ihre Figur überzeichnet darstellt.

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Hintergrundinformationen und Produktion

Wie schon "Operation Zucker" basiert auch "Jagdgesellschaft" auf wahren Begebenheiten. Regisseurin Sherry Horman und ihr Team recherchierten intensiv im Bereich der Kinderprostitution und brachten ihre Erfahrungen in den Film ein. Die Produktion legte Wert auf eine nüchterne Darstellung, um Berührungsängste abzubauen und zum Hinschauen zu verführen.

Produzentin Gabriela Sperl betonte die politische Brisanz des Themas Kinderprostitution in Deutschland und sah eine moralische Verpflichtung, das Thema nicht ruhen zu lassen. Sie wünschte sich, dass ihre Filme ein Bewusstsein für Frauen- und Kinderschutz schaffen können.

Unterschiede zum Vorgänger

Während "Operation Zucker" die Opfer aus Osteuropa in den Fokus rückte, verlagert "Jagdgesellschaft" den Fokus auf die Täter in der Mitte der deutschen Gesellschaft. Es werden die "Kunden" und "Dienstleister" beleuchtet, die sich hinter bürgerlichen Fassaden verbergen. Der Film zeigt keine sexuellen Handlungen, sondern deutet sie lediglich an, um die Phantasie des Zuschauers anzuregen.

Die Charaktere

  • Karin Wegemann (Nadja Uhl): Eine traumatisierte LKA-Ermittlerin, die nach den Geschehnissen von "Operation Zucker" in den Innendienst versetzt wurde, aber von ihrer Vergangenheit eingeholt wird.
  • Ronald Krug (Mišel Matičević): Wegemanns neuer Kollege in Potsdam, der anfangs undurchsichtig wirkt.
  • Maik Fellner (André Szymanski): Ein investigativer Journalist, der Wegemann auf die Spur des Kinderhändlerrings bringt.
  • Kai Voss (Sebastian Hülk) und Helen Voss (Jördis Triebel): Ein Ehepaar, das unter dem Deckmantel bürgerlicher Fassade Kinderprostitution betreibt.

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