Dr. Oetker Rezepte: Marmelade kochen leicht gemacht

Selbstgemachte Marmelade bringt den Geschmack des Sommers das ganze Jahr auf den Frühstückstisch und ist ein Highlight für Genießer. Mit den erprobten Rezepten von Dr. Oetker gelingt Marmelade kinderleicht und bietet zahlreiche Möglichkeiten zur kreativen Verfeinerung. Ob mit Erdbeeren, Beerenmischungen, exotischen Früchten oder in Kombination mit Gewürzen und Likören - für jeden Geschmack ist etwas dabei.

frische Erdbeeren in Gläsern, Marmelade und Obst auf einem Holztisch

Was ist der Unterschied zwischen Marmelade und Konfitüre?

Der Unterschied zwischen Marmelade und Konfitüre wird durch die Konfitüren-Verordnung beschrieben. Während früher Fruchtstückchen in der Masse das Zeichen für eine Konfitüre waren, ist heute zum Großteil der Mindestfruchtgehalt ausschlaggebend. Dabei wird genau bestimmt, wieviel Gramm Frucht je Kilo Erzeugnis enthalten sein müssen. Grundsätzlich kann von einem Mindestfruchtanteil von 350 Gramm je Kilogramm des fertigen Produkts ausgegangen werden. Allerdings gelten für spezielle Sorten wie Johannisbeeren, Quitten und Sanddorn beispielsweise niedrigere Werte.

Die Grundausstattung und Vorbereitung

Zum Kochen von Marmelade werden Schüsseln, ein Sieb, Einmachgläser mit Twist-off-Deckeln (nicht geeignet sind einige Honig- oder Nuss-Nougat-Creme Gläser), ein ausreichend großer Topf, ein Schneidebrett, ein Küchenmesser, eine Küchenwaage, ein Kochlöffel sowie eine Schöpfkelle benötigt. Diese Utensilien sollten sauber sein, um ein Verderben der gekochten Marmelade zu verhindern.

Vor Beginn des Marmeladekochens die Gläser gründlich mit klarem heißen Wasser ausspülen, um evtl. Spülmittelreste zu entfernen, da Spülmittel die Gelstruktur der Marmelade zerstören kann. Die Deckel der Einmachgläser in einem Topf mit Wasser etwa 5 Min. sprudelnd kochen, danach das Wasser abgießen. Die Deckel nicht abtrocknen, diese können tropfnass auf die Gläser geschraubt werden.

Warum selbst kochen?

Der Vorteil selbst gekochter Marmelade gegenüber gekauften Produkten liegt auf der Hand: Man weiß genau, was drin ist, und kann den Aufstrich nach eigenen Wünschen kreieren. Wer es nicht zu süß mag, verwendet Gelierzucker im Verhältnis 3 zu 1. Marmeladen selber machen muss kein kompliziertes Unterfangen sein.

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Marmeladengläser mit selbstgemachten bunten Aufstrichen und Etiketten

Erdbeermarmelade - Das klassische Rezept von Dr. Oetker

Zutaten für etwa 6 Gläser à 200 ml:

  • 1000 g Erdbeeren (vorbereitet gewogen)
  • 1 Pck. Dr. Oetker Gelierzucker 2:1

Zubereitung (ca. 30 Minuten, gelingt leicht):

  1. Früchte vorbereiten: Erdbeeren vorsichtig waschen und putzen. 1000 g abwiegen, klein schneiden oder pürieren. Gläser und Schraubdeckel (Twist-off) auskochen bzw. mit ganz heißem Wasser ausspülen.
  2. Marmelade kochen: Erdbeeren mit Gelierzucker in einem großen Kochtopf gut verrühren. Alles unter Rühren zum Kochen bringen und unter ständigem Rühren mind. 3 Min. sprudelnd kochen.
  3. Gelierprobe durchführen: 1 TL der heißen Erdbeermarmelade auf einen Teller geben. Falls sie nicht fest wird, 1 Min. weiterkochen oder bei süßen Früchten 1 Pck. Dr Oetker Zitronensäure unterrühren.
  4. Marmelade in Gläser füllen: Marmelade bei Bedarf abschäumen. Erdbeermarmelade sofort randvoll in Gläser füllen.
Zubereitung von Erdbeermarmelade Schritt für Schritt als Infografik

Beerenmarmelade - das fruchtige Zusammenspiel

Zutaten für etwa 8 Gläser à 200 ml:

  • 400 g Himbeeren
  • 300 g Brombeeren
  • 150 g Heidelbeeren
  • 150 g rote Johannisbeeren
  • 1 Pck. Dr. Oetker Gelierzucker 2:1

Zubereitung (ca. 40 Minuten, gelingt leicht):

  1. Früchte vorbereiten: Himbeeren und Brombeeren verlesen, vorsichtig waschen, abwiegen. Heidelbeeren und Johannisbeeren ebenfalls waschen und abwiegen.
  2. Marmelade kochen: Beeren mit Gelierzucker in einem großen Kochtopf gut verrühren. Alles unter Rühren zum Kochen bringen und mindestens 3 Min. sprudelnd kochen.
  3. Gelierprobe durchführen: 1-2 TL der heißen Masse auf einen Teller geben und erkalten lassen. Falls sie nicht fest wird, 1 Min. weiterkochen und erneut eine Probe machen.
Step-by-Step Video: Beerenmarmelade selber kochen mit Dr. Oetker

Hilfreiche Tipps und Antworten auf häufige Fragen

Wie wird eine Gelierprobe gemacht?

Mit einer Gelierprobe kann man sehen, wie fest die Marmelade nach dem Erkalten in den Gläsern wird. Ein Teelöffel der Marmeladenmasse wird auf einen kalten Teller gegeben. Wenn die Masse innerhalb einer Minute erkaltet, ist die Probe gelungen. Wird sie nicht fest, sollte sie noch etwas länger auf dem Herd verweilen oder es wird Zitronensäure zugegeben.

Was tun, wenn Marmelade nicht geliert?

Ein Grund für eine zu flüssige Konsistenz kann eine zu geringe Kochzeit sein. Indem die Fruchtmasse noch etwas länger aufgekocht wird, sollte sich die Festigkeit steigern. Eine weitere Möglichkeit, um das Gelieren zu fördern, kann die Zugabe von Zitronensäure sein. Dies ist besonders hilfreich bei Früchten mit einem hohem PH-Wert wie Äpfeln, Erdbeeren oder Wassermelone.

Was mache ich, wenn meine Marmelade schäumt?

Schaum kann beim Kochen, z. B. Erdbeermarmelade, durch die Eiweiße in den Früchten entstehen und die Farbe beim Lagern beeinflussen. Deshalb sollte der entstandene Schaum vor dem Abfüllen abgenommen werden. Der Schaum kann unter Joghurt gerührt oder als erste Kostprobe auf Brot gegessen werden. Manchmal hilft es auch, 2-3 Tropfen geschmacksneutrales Speiseöl (z.B. Sonnenblumenöl) beim Kochen unterzurühren.

Wie lang muss Marmelade kochen?

Grundsätzlich sollte die Konfitüre bei starker Hitze 4 Minuten aufkochen. Um sicherzugehen, dass die Konfitüre die gewünschte Konsistenz zeigt, sollte die Gelierprobe gemacht werden.

Wieviel Zucker kommt in Konfitüre?

Häufig wird mit einem Verhältnis von 1:1 Gelierzucker zu Fruchtmasse gearbeitet. Mit Dr. Oetker Gelierzucker sind auch Verhältnisse 2:1 oder 3:1 möglich. Dabei entscheidet die persönliche Vorliebe hinsichtlich Süße und Fruchtgehalt.

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Schema: Zuckerverhältnisse beim Marmeladekochen (1:1, 2:1, 3:1)

Kreative Varianten und Tipps zur Verfeinerung

Mit Gewürzen oder einem Schuss Alkohol lässt sich der Geschmack der Marmelade verfeinern. Dazu eignen sich etwa Ingwer, Kardamom, Vanille oder Zimt sowie fruchtige Liköre mit Orangen oder Schwarzen Johannisbeeren (Cassis). Wer gerne experimentiert, kann auch einen Spritzer Bitterlikör, Tequila oder Gin dazugeben. Orangenmarmelade entfaltet pur ihr volles Aroma und ist ein echter Frühstücksklassiker.

Etwas exotischer wird es mit der Grapefruit-Physalismarmelade. Der saure Geschmack der Grapefruit zusammen mit dem fruchtigen Aroma der Physalis ergeben eine besondere Kombination. So können Freunde ganz einfach mit einem neuen Frühstückserlebnis begeistert oder Gastgeber mit einem leckeren Mitbringsel überrascht werden.

Tipps zur Verarbeitung und Aufbewahrung

Damit die Marmelade geliert, also eine gelartige Konsistenz bekommt, bedarf es eines Geliermittels wie etwa Pektin. Dieses ist in handelsüblichem Gelierzucker bereits enthalten. Er wird in drei verschiedenen Varianten angeboten: im Verhältnis 1:1 (ein Anteil Frucht, ein Anteil Zucker), 2:1 (zwei Anteile Frucht, ein Anteil Zucker) und 3:1 (drei Anteile Frucht, ein Anteil Zucker). Wer auf Konservierungsstoffe verzichten möchte, greift zu Bio-Gelierzucker.

Auch gefrorene Früchte eignen sich für Marmeladen, Konfitüren und Gelees. Die tiefgekühlten Früchte gefroren abwiegen, dann erst auftauen lassen und den entstehenden Fruchtsaft beim Kochen der Marmelade mitverwenden. Die aufgetauten Früchte lassen sich am besten mit dem Pürierstab zerkleinern.

Kühl und möglichst dunkel gelagert, hält Marmelade viele Monate lang. Marmeladengläser sollten beschriftet werden, so ist immer nachvollziehbar, welche Marmelade in die Gläser gefüllt wurde.

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Praktische Übersichten für Einsteiger

Frucht Empfohlenes Zucker-Frucht-Verhältnis Besonderheiten
Erdbeeren 2:1 oder 3:1 Evtl. mit Zitronensäure gelieren
Beerenmischung 2:1 Gut kombinierbar mit Gewürzen
Orangen 1:1 Mit Orangensaft und Gelierzucker
Johannisbeeren 2:1 Niedrigerer Mindestfruchtgehalt
Einmach-Tipps und Lagermöglichkeiten für Marmelade

Marmelade, Konfitüre und Gelee direkt nach dem Kochen mit Hilfe einer Schöpfkelle und eines Einfüllrings randvoll in die Gläser füllen, der Glasrand sollte dabei sauber bleiben. Danach die Gläser sofort mit den Deckeln fest verschließen.

Das Beste im Glas - saisonale Köstlichkeiten mühelos haltbar machen. Probieren Sie Leckerbissen wie Apfelkompott mit Cidre, Aprikosen-Erdbeer-Konfitüre, Gemüserelish, klassische eingelegte Gurken, Himbeeressig oder Pflaumenketchup mit Schalotten.

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