Nougat Schokolade im Edeka Sortiment: Marken, Eigenmarken und Hersteller im Überblick

Die Schokoladenwelt bei Edeka erlebt derzeit eine spannende Entwicklung. Zahlreiche Medien sprechen von einer „Schoko-Offensive“, einem „großen Wurf“ und einem „Angriff auf Milka“, da Edeka sein Angebot an Tafelschokoladen mit neuen Eigenmarken erweitert. Diese Entwicklung hat strategische Bedeutung, denn in den letzten Jahren haben große Handelsketten und Markenhersteller zunehmend Spannungen erlebt, die sich im Wettbewerb um Regalflächen und Kunden zeigen.

Edekas Eigenmarken im Vergleich zu etablierten Schokoladenherstellern

In den vergangenen Jahren haben Hersteller durch Preiserhöhungen, die deutlich über die Kostensteigerungen hinausgehen, Preise am Regal durchgesetzt, die merklich höher sind als das Niveau von Eigenmarken. Gleichzeitig setzt Edeka seine Eigenmarken gezielt ein, um etablierte Hersteller zu Innovationen zu zwingen. Das Sortiment trägt das EDEKA-Herz und hat den Anspruch, einen nachvollziehbaren Mehrwert gegenüber vergleichbaren Artikeln des Wettbewerbs oder der Markenindustrie zu bieten.

Die neuen Tafelschokoladen, die bereits in einigen Edeka-Märkten in Berlin direkt neben oder sogar über Milka im Regal positioniert sind, sind nüchtern betrachtet nichts anderes als Kopien der Markenartikel. Sie sind verpackt in einem ins Lila tendierenden Blauton, der gerade so unterscheidungsfähig ist, um rechtlichen Angriffen zu entgehen. Der Preis liegt bei 1,69 Euro für 90 Gramm - nur wenig günstiger als Milka, die trotz gleichbleibendem Preis von 1,99 Euro das Gewicht einzelner Sorten von 100 auf 90 Gramm reduziert haben (z.B. Alpenmilch, Noisette, Kuhflecken).

Regal mit Edeka-Herz Tafelschokolade neben Milka in einem Edeka-Markt

Strategische Bedeutung des Herzstücke-Schokotafelsortiments

Auf lange Sicht scheint das Herzstücke-Schokotafelsortiment für Edeka eine strategische Komponente zu erfüllen. Große Handelsketten und ihre Einkaufsallianzen führen regelmäßig Streitigkeiten mit den großen Markenherstellern, die bis zum Aussetzen der Belieferung führen können. Solche Regallücken sind unerwünscht, weil sie Kunden dazu einladen, zur Konkurrenz zu wechseln. Mit den Tafelschokoladen in blau-dunkellila Verpackung bietet Edeka eine gleichwertig wirkende Alternative zu beliebten Schokoladenmarken und stärkt damit seine Position im Wettbewerb.

Fairer Handel und Nachhaltigkeit im Fokus

Edeka setzt bei seinem Schokoladensortiment auf bunt gestaltete Verpackungen und besondere Sorten, die ausschließlich Schokolade aus fair gehandeltem Kakao enthalten. Damit soll für bessere Arbeitsbedingungen in der Kakaobranche gekämpft werden. Das eigene „Cocoa for Future“-Label verspricht „Bessere Schokolade für alle“ und bringt zusätzliche Informationen auf der Innenseite der Verpackung.

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Dieses Bemühen um faire Bedingungen steht in engem Wettbewerb zu Marken wie Tony’s, die sich als fairer Handel positionieren. Tony’s hatte im Vorjahr mit einer Kopie großer Schoko-Konkurrenten kurzfristig für Aufsehen gesorgt, diesmal ist Tony’s jedoch selbst das „Copycat“-Opfer: Die sechs Sorten der Edeka-Eigenmarke „Chocoluv“ sind in Papier und Alufolie verpackt und nutzen typische Farbkontraste sowie Schriftarten, die an die fair gehandelten Schokoladen von Tony’s Chocolonely erinnern.

Vergleich Verpackungsdesigns von Tony’s und Edekas Chocoluv-Schokolade

Preis- und Qualitätsvergleich Chocoluv und Tony’s

Produkt Preis (Euro pro Tafel) Gewicht (g) Preis pro kg (Euro)
Tony’s Schokolade 3,99 180 22,17
Chocoluv (Edeka) 3,59 150 23,93

Die „Lebensmittel Zeitung“ bemerkte, dass Chocoluv gegenüber Tony’s „kaum günstiger“ sei; tatsächlich ist der Grundpreis der Edeka-Schokolade sogar etwas höher. Bei Edeka-assoziierten Kaufleuten, etwa unter „nah & gut“, stehen beide Schokoladenmarken zum gleichen Preis von 3,99 Euro nebeneinander im Regal, was die Wettbewerbssituation zusätzlich spannend macht.

Nuss-Nougat-Creme: Geschichte und Bedeutung im Sortiment

Die Nuss-Nougat-Creme ist ein beliebtes Produkt bei Kindern und Erwachsenen, die ein süßes Frühstück bevorzugen. Der charakteristische Geschmack entsteht vor allem durch gemahlene Nüsse und Kakao. Üblicherweise wird die Nuss-Nougat-Creme aus Haselnüssen hergestellt, wobei der Nussanteil mindestens 10 Prozent betragen muss.

Die Geschichte des dunklen Nougats reicht bis in die Zeit Napoleons zurück, als in der italienischen Stadt Turin Schokolade aufgrund der hohen Preise mit gerösteten und gemahlenen Haselnüssen gestreckt wurde. Im Jahr 1940 entwickelte der Konditor Pietro Ferrero aus dieser Idee die erste Nuss-Nougat-Creme, die schnell populär wurde und mittlerweile von zahlreichen Herstellern angeboten wird.

Interessant ist, dass einige Hersteller statt Palmöl Salbutter verwenden, die ähnliche Eigenschaften wie Kakaobutter besitzt und als nachhaltiger sowie gesünder im Vergleich zu gehärteten Palmfetten gilt.

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Nuss-Nougat-Creme auf Brot und als Aufstrich

Verwendung, Lagerung und Nährwerte der Nuss-Nougat-Creme

  • Verwendung: Passt hervorragend auf Brot, Brötchen oder Toast, eignet sich gut zum Backen (Kuchen, Plätzchen) und schmeckt auf Pfannkuchen, Crêpes sowie als Füllung in Pralinen oder als Zutat in Speiseeis.
  • Lagerung: Kühl und möglichst trocken aufbewahren, nicht im Kühlschrank, da die Creme sonst hart wird.
  • Haltbarkeit: Geschlossene Gläser sind aufgrund des hohen Zuckergehalts mehrere Monate haltbar; nach dem Öffnen sollte die Creme innerhalb von drei Monaten verzehrt werden, um ein Ranzigwerden der Nüsse zu vermeiden.
  • Nährwerte (pro 100 g): ca. 531 kcal, 4,3 g Eiweiß, 31 g Fett, 58 g Kohlenhydrate.

Fazit zur Schokoladenvielfalt bei Edeka

Edeka präsentiert mit seinem erweiterten Schokoladensortiment eine stärkere Eigenmarken-Offensive, die sowohl die etablierten großen Hersteller wie Milka herausfordert als auch eigene nachhaltige und faire Alternativen bietet. Die Preisgestaltung bleibt dabei wettbewerbsfähig, auch wenn die Unterschiede zu Markenprodukten nicht immer groß sind. Besonders interessant ist die strategische Bedeutung der Eigenmarken in einem von Handelsstreitigkeiten geprägten Marktumfeld sowie das deutliche Bekenntnis zu fair gehandeltem Kakao und nachhaltigen Herstellungsprozessen.

Interview mit Edeka-Experten zur Strategie der Eigenmarken im Schokoladensegment

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