Nougat-Nusstorte: Ursprung, Variationen und das perfekte Rezept
Wer eine köstliche Kombination aus luftigem Boden und cremiger Creme liebt, kommt an der Nougat-Nusstorte nicht vorbei. Ob als Highlight beim Kaffeetrinken oder besondere Überraschung zu Geburtstagen - ihr nussig-schokoladiges Aroma sorgt immer für Genuss. Die Torte schmeckt dabei besonders intensiv, wenn sie mit Nougat und gerösteten Haselnüssen zubereitet wird. Mit einer unglaublichen Cremigkeit, die sich vor allem aus Mascarpone, Sahne und Nougat ergibt, sorgt diese Torte für einen unvergleichlichen Genuss auf jedem Tortenbuffet.
Die Herkunft der Nougat-Furtorte: Genuss mit Tradition
Grundsätzlich gibt es Nougat in zwei Varianten. Hier die helle, dort die dunkle. Erstere entsteht aus einer Masse aus Eischnee sowie Honig, der meistens Nüsse, vielleicht Trockenfrüchte, eventuell Gelatine untergemischt werden. Dunkler Nougat enthält dagegen Schokolade respektive Kakao - und dient daher als Basis für Köstlichkeiten wie das klassische Nougatparfait oder eine feine Nougatcreme für Torten. Besonders beliebt ist der dunkle, schokoladige Nougat in der deutschen und österreichischen Backtradition.
Die Verknüpfung von Nougat mit Nusstorten begann im 20. Jahrhundert, als Bäckereien begannen, eigene Nougatmassen und Haselnussböden zu kombinieren. Regional unterschiedlich, mal als "Törtchen", mal als "Torte" angepriesen, ist die Nougat-Furtorte heute aus vielen Konditoreien nicht mehr wegzudenken. Ihr Ursprung ist vermutlich im Alpenraum zu suchen, von wo sie ihren Siegeszug in ganz Deutschland und Österreich antrat.
Wichtige Zutaten: Qualität und Variationen
- Haselnüsse: Das nussige Aroma entsteht durch frisch gemahlene oder geröstete Haselnüsse.
- Nougat: Zur Auswahl stehen Nuss-Nougat-Masse aus Haselnüssen, Kakao und Zucker oder Milchschokolade-Nougat.
- Mascarpone und Sahne: Sorgen für Cremigkeit und eine stabile, vollmundige Füllung.
- Kakao und Schokolade: Im Boden und als Dekorationsglasur ein Muss.
- Weitere Bestandteile: Mehl, Zucker, Eier, Backpulver - meist klassisch, doch auch glutenfreie Varianten sind möglich.
Zutatenbeispiele für die klassische Variante (20cm Durchmesser)
| Komponente | Menge | Bemerkungen |
|---|---|---|
| Eier | 4 | Größe M |
| Mehl | 100g | Typ 405 oder Dinkel |
| Haselnüsse (gemahlen) | 70-100g | nach Geschmack, geröstet |
| Kakao | 25-30g | Backkakao |
| Zucker | 100g | alternativ brauner Zucker |
| Nougat | 200-300g | Nuss-Nougat-Masse |
| Mascarpone | 250g | Für Cremigkeit |
| Sahne | 200-400g | geschlagen |
So gelingt die perfekte Nougat-Furtorte: Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Vorbereitung der Böden
Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Eier in einer großen Schüssel für etwa 1 Minute auf höchster Stufe aufschlagen, dann die beiden Zuckersorten langsam einrieseln lassen und alles hell und luftig aufschlagen. Den Vanilleextrakt hinzugeben. Mehl, gemahlene Haselnüsse, Backkakao und Backpulver vermengen und vorsichtig unter die Eimasse heben, sodass möglichst viel Volumen erhalten bleibt. Den Teig auf drei Springformen (à 18 cm) verteilen. Glatt streichen und für 28-30 Minuten backen, bis kein Teig mehr am Zahnstocher klebt.
Nach dem Backen aus dem Ofen nehmen, mit einem Messer vom Rand der Form lösen und komplett auf einem Gitter abkühlen lassen. Die Kuchenschichten kann man problemlos schon am Vortag backen und luftdicht verpackt lagern.
Lesen Sie auch: Genuss pur: Nougat-Himbeer-Torte selber machen
2. Zubereitung der Nougatcreme
Für die Füllung das Nougat grob hacken und in eine hitzebeständige Schüssel geben. Sahne in einem kleinen Topf erhitzen, bis kleine Bläschen aufsteigen, und über das Nougat gießen. Nach etwa 5 Minuten glattrühren und in den Kühlschrank stellen, bis die Masse kalt und fest ist.
Anschließend Nougatmasse und Mascarpone zu einer glatten Creme verrühren. Die Sahne wird steifgeschlagen und mit Vanillezucker gesüßt, dann vorsichtig unter die Nougat-Mascarpone-Masse gehoben. Die Creme bis zur weiteren Verwendung kühl stellen.
3. Zusammensetzen und Dekorieren der Torte
Die Biskuitböden waagerecht halbieren oder dritteln. Die unterste Schicht auf eine Tortenplatte legen und etwa ein Viertel der Nougatcreme darauf verteilen. Den nächsten Boden auflegen und den Vorgang wiederholen, bis alle Böden und Creme verbraucht sind. Die Oberfläche und die Ränder der Torte mit der restlichen Creme dünn einstreichen und alles mehrfach gut durchkühlen lassen.
Die Torte jetzt für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen, damit sie komplett fest wird. Der Schokoladenguss für die Dekoration wird aus geschmolzener Schokolade und etwas Kokosöl zubereitet und erst aufgetragen, wenn die Torte gut durchgekühlt ist. Die Glasur am Rand leicht überlaufen lassen, dann die Oberseite komplett bedecken.
Mit gehackten, leicht angerösteten Haselnüssen, Pralinen (z. B. Toffifee), Waffelröllchen oder kleinen Cremetupfen dekorieren. Wer mag, kann einen Spritzbeutel mit Cremetupfen aufsetzen und den Rand mit Krokant bestreuen.
Lesen Sie auch: Festtagstorte mit Nougat
Varianten und Tipps für individuelle Nougat-Furtorten
- Fruchtige Komponenten: Wer mag, kann zwischen die Schichten auch Kirschen oder Himbeeren geben - sie passen perfekt zum Nougat.
- Vegan und glutenfrei: Anstelle von Eiern und Milchprodukten kann man vegane Alternativen verwenden und glutenfreies Mehl nutzen.
- Mit Nutella: Für die "schnelle" Variante eignet sich ein Aufstrich wie Nutella anstelle klassischer Nuss-Nougat-Masse in der Creme.
- Kleine Törtchen: Das Rezept eignet sich auch für Muffins oder Mini-Torten (Zutatenmenge entsprechend anpassen).
Weitere Inspirationen und Tortenideen
Neben der klassischen Nougat-Torte sind auch Schoko-Nuss-Kuchen, Smarties-Torten sowie Versionen mit verschiedenen Süßigkeiten beliebt. Mit einer Kombination aus Biskuit, Nougatcreme und knackigen Toppings bietet diese Torte unzählige Varianten für Geburtstage, Festtage oder einfach als Genussmoment zwischendurch.
Tipps zum Aufbewahren und Haltbarmachen
Die Nougat-Nusstorte hält sich am besten abgedeckt (z.B. mit einer Tortenhaube) im Kühlschrank und bleibt so mindestens drei Tage frisch. Die Creme sollte immer gut gekühlt werden, damit sie ihre feste, cremige Konsistenz bewahrt.
Selbstgemachtes Nougat lässt sich auch in Schraubgläsern einlagern und/oder als Geschenk verwenden. Es ist im Kühlschrank etwa vier Wochen haltbar.
Der besondere Moment: Nougat-Furtorte zu feiern und zu verschenken
Eine selbst gebackene Nougat-Nusstorte ist immer ein Highlight. Sie eignet sich ausgezeichnet als Geschenk zum Geburtstag und für feierliche Anlässe, da sie beim Servieren durch ihre elegante Optik und ihren vollmundigen Geschmack begeistert. Ihre konzeptionelle Nähe zu bekannten Süßigkeiten-Spezialitäten wie Nutella- oder Toffifee-Torten macht sie besonders bei Kindern und Schokoladenfans beliebt.
Und selbstgemachte Haselnuss-Nougat-Creme lässt sich wunderbar verschenken oder zum Frühstück aufs Brötchen streichen - als genussvolle Erinnerung an den letzten Tortenmoment!
Lesen Sie auch: Genuss pur: Nuss-Nougat-Torte
tags: #Nougat-Furtorte #Rezept #und #Herkunft


