Nestlé Schokolade Sorten und Herstellungsverfahren: Vielfältige Genüsse aus einer weltweiten Königsklasse
Es ist wohl nicht übertrieben zu behaupten, dass Nestlé der Alleskönner unter den Lebensmittelherstellern ist, und natürlich kann Nestlé auch Schokolade - und zwar einige von den allerfeinsten Sorten. Immerhin üben die Zuständigen die Perfektionierung der Schokoladenherstellung auch schon seit 1875. Bei so viel Erfahrung ist es kein Wunder, dass Nestlé einige der köstlichsten Schokosorten hervorgebracht hat, die in jedem guten Schokoladen Shop zu haben sein sollten. Tafelschokolade ebenso wie Schokoriegel, gefüllte Pfefferminz Sorten und auch Instant Schokolade.
Der Schweizer Konzern Nestlé ist weltweiter Marktführer, wenn es um die Herstellung von Nahrungsmitteln geht. In fast 200 Ländern beschäftigt der Genuss-Riese 335.000 Mitarbeiter und ist in einer Vielzahl an verschiedenen Produktarten vertreten. Das vom Schweizer Henri Nestlé 1867 gegründete Unternehmen wurde ursprünglich mit der Herstellung von Babymilch bekannt und stieg erst im späten 20. Jahrhundert in den Süßwaren-Markt ein. Ein großer Schritt dazu war die Übernahme des für seine Fruchtgummis bekannten britischen Süßwarenherstellers Rowntrees.
Schokoladensorten und EU-Regelungen
Schokoladensorten gibt es in zahlreichen Sorten, Qualitäten und Geschmacksrichtungen. Grundsätzlich lassen sich diese aber auf einige grundlegende Schokoladensorten reduzieren, von denen die verschiedene Geschmacksrichtungen, Sorten und Qualitäten nur Abwandlungen sind, denen ggf. andere Zutaten zugegeben werden. Wie vieles in unseren Leben sind auch die Schokoladensorten gesetzlich geregelt. Die Richtlinie 2000/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Juni 2000 über Kakao- und Schokoladeerzeugnisse für die menschliche Ernährung ist für alle EU-Mitglieder bindend.
Nach der EU-Richtlinie wird prinzipiell nur unterschieden zwischen Schokolade, Milchschokolade und Weißer Schokolade:
- Schokolade: Erzeugnis aus Kakaoerzeugnissen und Zuckerarten, das mindestens 35 % Gesamtkakaotrockenmasse, davon mindestens 18 % Kakaobutter und mindestens 14 % entölte Kakaotrockenmasse, enthält.
- Milchschokolade: Erzeugnis aus Kakaoerzeugnissen, Zuckerarten und Milch bzw. Milcherzeugnissen, das mindestens 25 % Gesamtkakaotrockenmasse enthält, mindestens 14 % Milchtrockenmasse, mindestens 2,5 % entölte Kakaotrockenmasse, mindestens 3,5 % Milchfett und einen Gesamtfettgehalt von mindestens 25 %.
- Weiße Schokolade: Erzeugnis aus Kakaobutter, Milch oder Milcherzeugnissen und Zuckerarten, das mindestens 20 % Kakaobutter und mindestens 14 % Milchtrockenmasse enthält, davon mindestens 3,5 % Milchfett.
Unter diesen Vorgaben werden Handelsschokoladensorten je nach Zusammensetzung angeboten, darunter Bitterschokolade, Zartbitterschokolade, Halbbitterschokolade, Vollmilchschokolade und Magermilchschokolade sowie die oft als „Weiße Schokolade“ bezeichnete Variante. Bitterschokolade zeichnet sich durch hohe Kakaoanteile (mindestens 60 %) und einen weniger süßen Charakter aus, während Milch- und Weißer Schokolade durch Milch- und Zuckeranteile weicheren Schmelz und fruchtig-cremige Noten bieten. Die Feinheiten der Herstellung erlauben es Herstellern, Aromen und Texturen gezielt zu steuern.
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Nestlé-Marken, Sorten und typische Produkte
Zu den bekanntesten Marken von Nestlé, die in typischen British Shops erhältlich sind, gehören die Schokolade Aero, der Schoko-Riegel „Lion“, die Minz-Schokolade „After Eight“ oder das Nestlé Kakaopulver „Nesquik“ für die Schoko-Milch zum Frühstück. Die Palette reicht von Tafelschokolade bis hin zu gefüllten Sorten, Riegeln und Instant-Produkten. Aero präsentiert sich als besonders luftige Delikatesse, während Rolo Häppchen ideale Snacks für zwischendurch bieten. Die Weisse von Nestlé oder die Crisp-Variante sind weitere Beispiele der Vielfalt.
Im Zentrum der Produktions- und Qualitätsführung steht Nestlé Cocoa Plan, ein umfassendes Programm zur Unterstützung von Kleinbauern und der nachhaltigen Beschaffung von Kakao. Grundlage ist der Ansatz, in Westafrika besonders die Lebensbedingungen der Bauern zu verbessern, Kinderarbeit zu reduzieren, und eine transparente Lieferkette zu etablieren. Über 100.000 Farmer wurden bereits geschult, Millionen Setzlinge verteilt und zahlreiche Schulen und Brunnen in Dörfern gebaut. Der Cocoa Plan zählt zu den umfangreichsten Projekten der Entwicklungszusammenarbeit des Unternehmens.
Herstellungsverfahren im Nestlé Chocoladen-Werk
Im Nestlé Chocoladen-Werk in Hamburg wird rund 14.000 t Kakao pro Jahr verarbeitet, wobei die komplette Menge bis Ende 2014 aus nachhaltigem Anbau stammen sollte. Der Weg von der Kakaomasse zum Schokoriegel umfasst viele Schritte, die je nach Produktvariante variieren: vom Rösten der Kakaokörner über das Trocknen, das Verarbeiten zu Kakaomasse, Kakaobutter und -pulver bis hin zum Mischen mit Zucker, Milchbestandteilen und ansonsten zugesetzten Zutaten. Die kontinuierliche Exzellenz-Kultur (Nestlé Continuous Excellence) unterstützt diese Prozesse, um gleichbleibende Qualität und Effizienz sicherzustellen. Jedes Produkt hat seine eigene Schokoladenrezeptur, angepasst an die jeweiligen Herstellungsbesonderheiten.
Zum Beispiel erfolgt bei der After Eight-Range das detailgenaue Handling beim Eintüten, während für KitKat viele einzelne Schritte notwendig sind, um die perfekte Schicht und Knusperschichten zu erzielen. Der Weg ist stark Team- und Technik-getrieben, begleitet von hochwertigen Rohprodukten und einer strengen Qualitätskontrolle entlang der gesamten Lieferkette.
Nationale und internationale Kooperations- und Nachhaltigkeitsaspekte
Das Kakao-Engagement der Unternehmen ist vielschichtig und geht oft über die rein produkt- und mengenorientierte Optimierung hinaus. Nestlé fokussiert sich auf die Zukunft und die Qualität des Kakaos - mit Transparenz der Lieferkette und direktem Kontakt zu Kooperativen. Die Signets des Cocoa Plans kennzeichnen Produkte, bei denen nachhaltig Kakao verwendet wird, und bieten weiterführende Informationen auf der Unternehmensseite. Dazu zählen Maßnahmen wie die Bereitstellung leistungsfähiger Pflanzen, der Aufbau transparenter Lieferbeziehungen zu Kooperativen, die Schulung von Farmern sowie der Bau von Schulen, Brunnen und Hygienemaßnahmen in Dörfern.
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Tabellarische Übersicht: Sortenklassifikation nach EU-Regeln
| Sortenbegriff | Beschreibung gemäß EU-Regelung |
|---|---|
| Schokolade | 35% Gesamtkakaotrockenmasse; davon 18% Kakaobutter; 14% entölte Kakaotrockenmasse |
| Milchschokolade | 25% Gesamtkakaotrockenmasse; 14% Milchtrockenmasse; 2,5% entölte Kakaotrockenmasse; 3,5% Milchfett; Fett insgesamt ≥25% |
| Weiße Schokolade | 20% Kakaobutter; 14% Milchtrockenmasse; mind. 3,5% Milchfett |
Verbraucher-Infos und Genussphilosophie
Gute Bitterschokolade mit hohem Kakaoanteil ist keine Süßigkeit, sondern ein Genusserlebnis wie guter Wein. Bei Grand Cru und sortenreinen Schokoladen können Unterschiede in Aromen je nach Kakaosorte und Anbaugebiet schmeckbar sein. Zartbitterschokolade bietet weniger Bitterkeit, mehr Schmelz und eine Balance aus Kakaoanteil, Zucker und Fett. Milchschokolade besticht durch ihren charakteristischen Schmelz, der durch den hohen Milchanteil und Zucker entsteht, während Weiße Schokolade ausschließlich Kakaoanteile durch Kakaobutter abdeckt, aber reich an Milchprodukten ist.
Produkte und Marken im Überblick
Eine Auswahl von Nestlé-Marken umfasst Aero (luftig), Lion (Keks- und Schokoladenriegel), After Eight (Minz-Schokolade) sowie Nesquik (Kakaopulver für Schoko-Milch). Daneben gehören auch Tafelschokoladen und Instant-Schokoladenprodukte zum Portfolio, die in vielen Ländern verfügbar sind. Die nachhaltigen Bemühungen von Nestlé zeigen sich dabei in Produkten, die mit dem Cocoa Plan gekennzeichnet sind und deren Herstellung Fairness, Transparenz und Umweltbewusstsein betont.
Insgesamt spiegelt sich in Nestlés Schokoladenangebot eine Mischung aus klassischer Schokoladenkunde, moderner Produktionstechnik und verantwortungsvoller Beschaffung wider. Die Produktvielfalt passt sich regionalen Geschmäckern an, bleibt dabei den hohen Qualitätsstandards des Konzerns treu und zeigt, wie Tradition und Innovation in der Schokoladenproduktion Hand in Hand gehen.
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