Rezepte für Nachtisch: Alte Kekse clever verwerten
Na, habt ihr die Feiertage gut überstanden? Wir haben bereits gestern die Deko abgebaut und so langsam schalten wir wieder „auf Normalmodus“ um. Nur ein Rest vom Fest lässt sich immer nicht so schnell beseitigen wie die Deko: Die restlichen Plätzchen. Kaum ist Weihnachten vorbei, hat keiner mehr Lust auf die kleinen, liebevoll hergestellten Plätzchen.
Warum Plätzchenreste nicht wegwerfen?
Gerade im Weihnachtsgebäck stecken neben vielen leckeren Zutaten vor allem auch Zeit und Liebe. Alles wertvolle Ressourcen, weswegen ein Wegwerfen für mich nicht infrage kommt. Deshalb habe ich an einem Rezept für einen Keksrestekuchen getüftelt. Die übrigen Plätzchen werden fein gemahlen und dienen zum Teil als Mehlersatz.
Praktische Tipps zur Aufbewahrung
Damit du die Plätzchen auch nach Weihnachten noch essen oder weiterverwerten kannst, ist die richtige Aufbewahrung wichtig. Dafür empfehlen sich für die meisten Plätzchensorten Blechdosen. Neben dem richtigen Material des Behälters ist übrigens der richtige Ort entscheidend. Kekse und Co. können im Gefrierschrank zwei, drei Monate aufbewahrt werden.
Keksrestekuchen (Gugelhupf) - das Basisrezept
Der Plätzchen-Reste-Kuchen habe ich hier entdeckt und war gleich neugierig, wie das wohl schmecken würde! Ich kann euch sagen: von allen vier Plätzchen-Verwertungen definitiv die leckerste und „alltagstauglichste“. In Form eines Gugelhupfes ist er die ideale Plätzchenverwertung.
Die Zubereitung ist denkbar einfach: Die Plätzchen ersetzen im Grunde das Mehl, einen Teil vom Zucker und das Fett. Geschmacklich und von der Konsistenz her erinnert der Kuchen etwas an einen fluffigen Rotwein- oder Schoko-Kuchen.
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Zutaten für den Kuchenteig
- 400 g Weihnachtskekse
- 220 ml Milch
- 4 Eier
- 75 g Zucker
- 50 g Mehl
- 50 g gemahlene Mandeln
- 1/2 Pck. Backpulver
- Optional: etwas Eierlikör, Schokostreusel oder gehackte Schokolade
Anleitung
- Die Plätzchen in einen Mixer geben und fein zerkleinern. Mit der Milch übergießen, kurz vermengen und für etwa 15 Minuten stehen lassen.
- Nachdem die Plätzchen gequollen sind, kannst du die Masse noch einmal pürieren.
- Eier und Zucker ca. 5 Minuten schaumig schlagen.
- Mehl mit Kakao (falls gewünscht) und Backpulver mischen und mit Vanilleextrakt unter die Eier-Plätzchen-Mischung heben.
- Der Teig sollte dickflüssig sein, wie bei einem Rührkuchen üblich.
- Teig in eine gefettete und mit Mehl bestäubte Gugelhupfform geben und bei 180°C Ober-/Unterhitze etwa 30-40 Minuten backen (Stäbchenprobe machen).
Du siehst schon, dieser Kuchen ist wirklich sehr wandelbar. Es kommt einfach rein (und drauf) was noch über ist. Bei diesem Gugelhupf hier habe ich einige Gewürzplätzchen verwendet. So schmeckt er auch etwas nach einem Gewürzkuchen. Dank einiger Schokoplätzchen ist er auch etwas dunkler geworden, als würde man nur helle Kekse verwenden.
Trifle mit zerbröselten Keksen - schnell und festlich
Du hast noch Weihnachtsplätzchen übrig, aber keine Lust mehr auf trockene Kekse? Dann haben wir die perfekte Idee: ein himmlisches Trifle, das nicht nur köstlich schmeckt, sondern auch wunderbar aussieht. Der englische Dessertklassiker wird in unserer Variante ganz einfach mit zerbröselten Keksen oder Plätzchen zubereitet - ideal zur Resteverwertung!
Zerstoße die Kekse grob, schichte sie abwechselnd mit der Creme und den Birnen in hübsche Gläser, und schon ist das Dessert fast fertig. Abgedeckt mit Frischhaltefolie kommt das Trifle in den Kühlschrank und kann so perfekt durchziehen. Dieses Dessert ist ideal für festliche Anlässe, Brunch oder einfach als raffinierte Resteverwertung.
Plätzchendessert mit Quark und Kirschen
Ich habe übrigens Zimtsterne verwendet, so dass dieses Dessert auch als Dessert für Weihnachten wunderbar geeignet ist. Die Quark-Joghurt-Creme wird ganz einfach mit sauren Kirschen aus dem Glas und einem Päckchen Vanillezucker verrührt. Da die Plätzchen, die Trüffel und auch die Schattenmorellen im Glas bereits Zucker enthalten, kannst Du für diese Creme ruhig etwas weniger Zucker verwenden.
Das Dessert nun schichtweise in die Dessertgläser füllen. Du kannst dieses Dessert natürlich auch mit anderen Keksresten machen. Ja, sogar Browniereste wären hier eine tolle Alternative.
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Crumble mit Keksstreuseln - Obst plus Crunch
Glück gehabt! Denn endlich hast du die Gelegenheit, eines der folgenden Rezepte auszuprobieren, die Keksen, Cookies und Plätzchen ein neues Leben, neuen Geschmack und längere Haltbarkeit verleihen. Egal, ob Spekulatius oder andere leckere Kekse - anstatt sie zu entsorgen, wird heute ein leckeres und super einfaches Crumble daraus gezaubert.
Die Äpfel und Birnen gut waschen, teilen, entkernen und in gleichmäßige Würfel schneiden. In einer Schüssel mit Zitronensaft, Amaretto und Zucker vermengen und etwas durchziehen lassen. Die Kekse zerbröseln und mit der Butter zu Krümeln verarbeiten. Die Obststücke auf die Dessertgläser verteilen und die Crumblemasse darauf geben. Mit einem Klecks Joghurt, Mascarpone oder einer Kugel Vanilleeis servieren.
Ice-Cream-Sandwiches mit eingefrorenen Keksen
Du hast schon Kekse im Gefrierschrank? Sehr gut. Falls nicht, ist das der erste Schritt beim Zubereiten deiner Ice-Cream-Sandwiches. Erfahrungsgemäß eignen sich zähe oder knusprige Kekse mit niedrigem Feuchtigkeitsanteil am besten.
- Je zwei Kekse, die ungefähr gleich groß sind, nebeneinander legen.
- Dick mit Eiscreme bestreichen oder eine Eiskugel formen und darauf geben.
- Den zweiten Keks als Deckel andrücken und bei Bedarf die Ränder in geschmolzene Schokolade tauchen und mit Streuseln bestreuen.
- Mini-Sandwiches einzeln in Haushaltsfolie einschlagen, damit sie nicht aneinander festfrieren.
Keks-Butter - Aufstrich aus Plätzchenresten
Das Schwierigste an diesem Rezept? Kekse plus Butter. Klingt ein bisschen over-the-top? Ist es auch! Und gerade deshalb so unglaublich gut. Keks-Butter eignet sich hervorragend zum Bestreichen von Apfelstückchen oder zum Aufpeppen von Backwaren: Ob Toast, Waffeln oder Pfannkuchen, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
- Kekse fein zerbröseln (Küchenmaschine oder Nudelholz).
- Mit geschmolzener Butter, Sahne und Zucker verrühren (für 500 g Kekskrümel circa 80 ml Sahne, 2 EL brauner Zucker, 1 EL geschmolzene Butter).
- In einem Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren und zeitnah verzehren.
Böden, Crossies und Cakepops aus Keksresten
Gönne deinem Kuchen eine spannende geschmackliche Note, indem du Keksreste für den Boden verwendest. Die Cookies in einer Küchenmaschine fein zerkleinern, mit geschmolzener Butter vermischen und in die Form drücken. Zu guter Letzt die Mischung kalt stellen.
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Aus Keksresten können auch Cakepops gemacht werden. Dafür einfach die Plätzchen fein mahlen/zerbröseln und mit Ganache, Frischkäse oder Mascarpone vermengen. Kleine Kugeln formen und wie üblich weiter verfahren. Schoko-Crossies lassen sich ebenfalls leicht herstellen: anstatt Cornflakes kannst du zerkleinerte Kekse mit Schokolade überziehen.
Besondere Hinweise zu Keksarten
Ihr könnt dafür auch wirklich jede Art von Plätzchen verwenden: Ich hatte auch mit Nougat gefüllte Terrassen dabei, also es gehen auch leicht „feuchte“ Plätzchen. Aber bitte keine Trüffel oder Rumkugeln etc. verwenden, da diese zu feucht sind. Es sollten schon trockene Plätzchen sein, wie z.B. Terrassen, Butterplätzchen, Spekulatius, American Cookies, Zimtsterne, Makronen usw.
Außer übrige Plätzchen kommen auch noch Schokostreusel und gemahlene Mandeln in den Kuchen. Die Mandeln können problemlos durch andere Nüsse ersetzt werden, die auch oft vom Plätzchen backen übrig bleiben. Außerdem lassen sich in diesem Kuchen auch übrige Schokonikoläuse oder fest gewordene Schokoglasur verwenden. Dafür die Schokolade entweder grob hacken, oder zusammen mit den Keksen mahlen.
Weitere Ideen zur Resteverwertung
- Plätzchendessert mit Cranberry-Kompott und Mascarpone.
- Apfelstrudel mit Keksresten statt Rosinen.
- Schoko-Crossies mit zerbröselten Keksen statt Cornflakes.
- Käsekuchen ohne Backen oder Eistorte mit Keksboden (gute Kandidaten: Butterkekse, Löffelbiskuit).
Manchmal landen Kekse direkt im Müll. Das ist natürlich sehr schade und muss nicht sein! Schau dir gerne auch unsere Rezepte für Käsekuchen ohne Backen und Eistorte an, hier besteht jeweils der Boden aus Keksen. Für Keksböden eignen sich gut trockene Kekssorten wie Butterkekse und Löffelbiskuit.
Hast du Fragen oder Variationen?
Hast Du Fragen, Kritik oder Anregungen zum Rezept oder das Rezept schon ausprobiert? Dann hinterlass mir in den Kommentaren doch gerne Deine Meinung, stell Deine Fragen oder mach gerne Verbesserungsvorschläge. Ich bin mir sicher, dass ich nicht die einzige bin, bei der in den Keksdosen noch einige übrig gebliebene Kekse von Weihnachten ein einsames Dasein fristen, oder?
| Rezept | Hauptzutat | Aufwand |
|---|---|---|
| Keksrestekuchen (Gugelhupf) | gemahlene Kekse, Milch, Eier | mittel (ca. 45-60 min) |
| Trifle | zerbröselte Kekse, Creme, Obst | gering (kalt ziehen lassen) |
| Crumble | Keksstreusel, Äpfel/Birnen | gering (ca. 30 min) |
| Ice-Cream-Sandwiches | eingefrorene Kekse, Eis | gering (30-60 min inkl. Gefrieren) |
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