Rezept für warmen Schokoladenkuchen mit flüssigem Kern
Der Schokoladenkuchen mit flüssigem Kern ist eines der leckersten Desserts und eignet sich hervorragend als romantisches Dessert oder als Highlight nach dem Grillabend. Nur wenige Schritte sind für dieses Rezept nötig und dazu ein bisschen Basteln (mit Backpapier). Man denkt immer, dass dieser unheimlich schwer zuzubereiten ist, aber eigentlich ist es ganz einfach.
Was macht den Lavakuchen so besonders?
Eine knusprige, karamellige Außenhaut, darunter ein weicher und saftiger Schokoladenkuchen und in der Mitte ein fast flüssiger Kern. Der Kern darf auch nicht zu flüssig bleiben, er sollte beim Anschneiden wie Lava geschmeidig fließen. Die Schwierigkeit ist nicht eine besonders raffinierte Technik, sondern der perfekte Garpunkt: Außen soll der Kuchen fluffig und saftig sein, während er innen weich und fast flüssig ist.
Zutaten (für ca. 6-8 kleine Förmchen bzw. 7 Stück)
- Schokolade (Zartbitter und/oder Vollmilch, z. B. 150 g Vollmilchschokolade + 100 g Zartbitterschokolade 70% oder insgesamt 210 g Schokolade)
- Butter (ca. 150-210 g, plus etwas zum Einfetten)
- Zucker (z. B. 100-270 g je nach Rezeptvariante; für karamelligen Geschmack Kokosblütenzucker möglich)
- Mehl (ca. 80-120 g)
- Kakaopulver (etwa 40-55 g)
- Eier (6-7 Eier oder 4 große je nach Rezeptgröße)
- eine Prise Salz
- optional: Vanilleextrakt, gemahlene Haselnüsse, Puderzucker zum Bestäuben
Empfohlenes Equipment
- Simmertopf oder Wasserbad zum Schmelzen von Butter und Schokolade.
- kleine Portionsförmchen (Aluförmchen, Porzellanformen Ø 7-8 cm oder Muffinförmchen)
- Backpapier, Dessert-Ringe (optional) oder Springform für größere Varianten
- Ofen oder Grill mit konstanter Temperatur (bei Grill möglich: oberes Grillrost)
Vorbereitung
Als erstes wird die Butter und die Schokolade über einem Wasserbad oder einem Simmertopf geschmolzen. Dieser Simmertopf haben wir im Einsatz, relativ günstig und erfüllt absolut seinen Zweck. Schokolade, Butter und Kokosblütenzucker in einem Topf gemeinsam langsam schmelzen.
In einer Schüssel die Eier mit dem Salz schaumig rühren und dann die geschmolzenen Zutaten aus dem Topf hinzugeben. Die Eier mit dem Zucker schlagen, bis es schaumig wird. Anschließend fügen wir der Masse die Eier und den Zucker hinzu und rühren das Ganze gut durch.
Teig fertigstellen
Dann geben wir das Mehl und den Kakao dazu und vermengen alles gut durch. Mehl ebenfalls sieben und zu den Zutaten geben. Gut unterrühren. Am Ende die geschlagenen Eier dazu geben. Die geschmolzene Butter in die Kakaomischung gießen und glatt rühren. Die Eier einzeln unter die Masse rühren, dann die Vanille untermischen. Das Mehl unterziehen, bis der Teig glatt und seidig ist.
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Formen vorbereiten und Teig verteilen
Nun nehmen wir die Förmchen und fetten diese mit einem Stück Butter ein und verteilen die flüssigen Schokoladenmasse gleichmäßig auf die ca. 7 Förmchen auf. Die Förmchen ausbuttern und mit Kakao bestäuben (es geht auch Mehl, sieht dann hinterher nicht ganz so schön aus). Für ca. 7 Stück den Boden der Springform mit Backpapier auslegen oder Muffinförmchen verwenden. Backpapier auf einen Holzbrett legen, 2 Dessert-Ring darauf platzieren und mit Backpapier belegen, und darin den Teig gießen.
Kühl-Trick für die perfekte Konsistenz
Stelle den Teig ein paar Stunden in den Kühlschrank. Die Küchlein vor dem Backen kühlen, am besten über Nacht. Ich friere die Formen mit dem Teig dann erst einmal ein und hole sie bei Bedarf völlig komplikationslos aus dem Froster. Die Gelinggarantie: Mit dem Kühlen erreicht man, dass die Küchlein von außen nach innen backen, weil sie erst einmal „aufwärmen“ müssen. Der Teig sollte vor dem Backen gut durchkühlen. So gart die Masse im Ofen langsamer, backt außen durch und bleibt innen cremig bis flüssig.
Backen im Ofen oder Grill
In der Zwischenzeit kann der Grill auf eine Temperatur von ca. 200 Grad aufgeheizt werden. Sobald der Grill die gewünschte Temperatur erreicht hat, geben wir die Förmchen mit der Schokoladenmasse in den Grill. Bei unserem Gasgrill haben wir die Förmchen auf das obere Grillrost platziert. Wenn im Backofen gebacken wird: Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft: 160 Grad) vorheizen.
Je nach Temperatur dauert der Kuchen nach mehreren Versuchen zwischen 10-13 Minuten. Für größere Formen (z. B. 20-cm-Springform) empfiehlt sich eine längere Backzeit, z. B. 30-40 Minuten, bis die Oberseite gerade fest ist und die Mitte noch leicht wackelt. Wenn die Küchlein in Muffinförmchen gemacht werden, reduziert sich die Backzeit auf ca. 8 Minuten.
Timing prüfen
Sobald der Kuchen über 10 Minuten im Grill ist, sollte man auf die Konsistenz achten. Dabei kann man vorsichtig an einem Förmchen leicht schütteln, um die Konsistenz zu überprüfen. Ein gutes Indiz für das richtige Timing ist, wenn der Kuchen an der obersten Schicht leicht einreist. Wenn in der Mitte der Form ein "Auge" sichtbar wird, dann sind sie perfekt! Die Backzeit unbedingt einhalten! Nur so erhält man den flüssigen Kern.
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Stürzen und Servieren
Sobald der Kuchen fertig ist, nehmen wir die Förmchen aus dem Grill und lassen diese für ein paar Minuten auskühlen. Direkt heiß den Rand lösen und auf einen kleinen Teller stürzen. Um den Kuchen aus der Form zu bekommen, sollte man vorsichtig mit einem Messer den Rand des Förmchens entlangfahren. Dabei solltet Ihr unbedingt noch einen Handschuh anziehen, da die Förmchen immer noch sehr heiß sind. Nun die Förmchen stürzen und mit der anderen Hand auffangen. Dann mit Puderzucker bestäuben und sofort servieren.
Der Kern bleibt schön flüssig und schmeckt mit frischen Früchten oder Vanilleeis superb. Zum Servieren kann man aufgeschlagene Sahne (alternativ Crème fraîche) oder Vanillesauce reichen. Nach Belieben mit etwa 1 TL Kakaopulver und 1 Prise Zimt bestäuben.
Varianten und Tipps
- Für einen leicht bitteren Karamellgeschmack ersetzt ihr normalen Zucker durch dunkelbraunen oder Kokosblütenzucker. Der besondere Karamell-Geschmack von meinem Coulant kommt durch den Kokosblütenzucker.
- Wer mag, kann zuvor gefrorene Ganache in die Mitte geben - oder mit kürzerer Backzeit arbeiten, um den flüssigen Kern zu erhalten.
- Weil jeder Ofen anders ist, muss man sich an die „perfekte” Backzeit herantasten. Da hilft nichts, da muss man einfach ausprobieren.
- Ich empfehle, zuerst eine Form zu backen und zu prüfen, wann sie perfekt ist - Update mit anderem Ofen kann die Zeit verändern (z. B. von 11 auf 14 Minuten).
- Gefährdungshinweis: Süßspeisen mit rohen Eiern oder nicht durchgebackene Kuchen sind für schwangere Frauen ein Tabu wegen möglicher Bakterien.
Typische Rezeptvarianten (Kurzüberblick)
| Variante | Merkmal | Backzeit (typisch) |
|---|---|---|
| Kleine Förmchen (Ø 7-8 cm) | Intensives Schokoaroma, flüssiger Kern | 10-13 Minuten (oder 8 min in Muffins) |
| Gefrorene Ganache | Sehr flüssiger Kern nach kürzerer Backzeit | je nach Größe 10-14 Minuten |
| Große Springform (20 cm) | mehr Kuchen, weniger flüssiger Kern, dickere Konsistenz | 30-40 Minuten |
Weitere Hinweise
Der Lavacake gehört zu den süßesten Versuchungen, die die Backwelt zu bieten hat - er ist aber auch eine kleine Herausforderung. Viel schief gehen kann bei dem Schokokuchen nicht, außer dass der Kern vielleicht einen Hauch zu fest wird. Schmecken wird der Kuchen trotzdem! Ich backe meistens mit Zartbitterschokolade; diese hat einen höheren Kakaoanteil und einen herben Geschmack, der beim Backen für ein vollmundiges Schoko-Aroma sorgt.
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