Max King Schokolade: Inhaltsstoffe, Nährwerte und Herstellung

In diesem ausführlichen Beitrag werden die Zusammensetzung, Nährwerte, technologische Funktionen der Zutaten sowie Hinweise zu Allergenen, Nachhaltigkeit und Lagerung der Max King Schokolade (bzw. ähnlicher Produktausführungen wie Kinder Maxi King) zusammengefasst. Viele der Angaben beruhen auf Analyse von Verpackungsangaben und Produktdatenbanken; relevant sind immer die Informationen auf dem Produktetikett.

Hauptinhaltsstoffe und Deklaration

Die Deklaration typischer Zutaten einer Milchschokolade- oder Riegel-Variante lautet beispielsweise:

  • MILCHSCHOKOLADE 28,5 % (Kakaobutter, Zucker, VOLLMILCHPULVER, Kakaomasse, Emulgator Lecithine (SOJA), Vanillin)
  • frische VOLLMILCH (14,5 %)
  • Zucker
  • MILCHKARAMELL 11 % (gezuckerte KONDENSMILCH, Zucker, HASELNÜSSE, Palmöl, Aroma)
  • HASELNÜSSE (10,5 %)
  • Palmöl
  • MAGERMILCHPULVER (5,5 %)
  • Mehle: WEIZEN, Reis
  • BUTTERREINFETT
  • Tapiokastärke
  • Emulgatoren: Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren, Lecithine (SOJA)
  • Vanillin, Salz
  • Backtriebmittel Natriumhydrogencarbonat
  • Verdickungsmittel Tarakernmehl

Hinweis: Manche Produkte können "Kann Spuren von Haselnüssen enthalten" ausweisen; ohne Zusatz von Farbstoffen, Alkohol und Konservierungsstoffen.

Riegel und Schokoladenstück mit Kennzeichnung der Hauptzutaten

Nährwertangaben pro 100 g (Beispielangaben)

Angaben für eine Portionsgrösse von 100 g (bei einzelnen Produkten zusätzlich je Stück z. B. 35 g):

  • Energiewert 1925 kJ (462 kcal)
  • Eiweiß 6,1 g
  • Kohlenhydrate 41,4 g
  • Fett 30,2 g

Bei packungsbezogenen Werten können zusätzliche Angaben für Vitamine und Mineralstoffe vorkommen, z. B. je 100 g:

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  • Vitamin B2 0,24 mg = 15%*
  • Vitamin B12 0,46 µg = 46%*
  • Calcium 125 mg = 15%*
  • Phosphor 177 mg = 22%*
  • Magnesium 53 mg = 17%*

* der empfohlenen Tagesmenge (RDA)

Allergene, Laktose, Gluten und tierische Bestandteile

Viele der oben aufgeführten Zutaten machen deutliche Allergenhinweise erforderlich:

  • Dieses Produkt enthält Gluten (z. B. durch Weizenmehl). Gluten ist ein Klebereiweiß, das in vielen Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Roggen und Hafer vorkommt.
  • Dieses Produkt enthält Laktose; Laktose (Milchzucker) ist ein Zweifachzucker aus Glukose und Galaktose und kommt in Milch sowie allen aus Milch hergestellten Produkten vor.
  • Dieses Produkt enthält Bestandteile tierischen Ursprungs (z. B. Vollmilch, Kondensmilch, Butterreinfett), ist jedoch als vegetarisch deklariert.
  • Kann Spuren von Haselnüssen enthalten; Haselnüsse sind deklarationspflichtige Allergene.

Die Einschätzung zu Allergenen beruht auf Analyse der Verpackungsangaben. Verwenden die Verpackungsangaben keine üblichen Formulierungen oder sind sie unvollständig, so kann die Einschätzung falsch sein. Relevant sind nur die Angaben auf dem Etikett des Produktes.

Funktion und Herkunft technischer Zutaten

Emulgatoren: Lecithin und Mono-/Diglyceride

Lecithin kommt in jeder lebenden Zelle vor. Als natürlicher fettähnlicher Stoff gehört es zur Gruppe der Phospholipide. Lecithin ermöglicht als Emulgator, dass sich Fett- und Wasser-Phasen eines Lebensmittels nicht trennen. In Margarine sorgt Lecithin dafür, dass sie in der Pfanne nicht spritzt. Als Antioxidationsmittel schützt es zudem Fette vor den verderbenden Einflüssen des Sauerstoffs.

Lecithin wird überwiegend aus Sojabohnen gewonnen. Auch Sonnenblumen, Raps, Erdnüsse, Mais und Eigelb können Rohstoffe sein. Kann aus Sojabohnen, Mais, Erdnüssen, Eigelb, Sonnenblumen- oder Rapsöl hergestellt sein. Daher besteht Pflicht der Allergenkennzeichnung.

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Mono- und Diglyceride sind Spalt- bzw. Abbauprodukte von Speisefettsäuren, die aus Triglyceriden bestehen. In Verbindung mit warmem Wasser haben sie emulgierende Eigenschaften. Mono- und Diglyceride werden in einer chemischen Reaktion (Veresterung) aus Fettsäuren und Glycerin (E 422) hergestellt. Üblicherweise werden pflanzliche Fette wie etwa Sojaöl eingesetzt.

Backtriebmittel und Natrium-/Ammoniumcarbonate

Zu den Ammoniumcarbonaten gehören Ammoniumcarbonat und Ammoniumhydrogencarbonat (Hirschhornsalz). In Kontakt mit Luft und besonders schnell bei hohen Temperaturen werden die Verbindungen abgebaut. Durch den Abbau werden Kohlendioxid und Ammoniak frei. Teige, die Ammoniumcarbonate enthalten, vergrößern dadurch ihr Volumen und verbessern die Bräunung von Backwaren. Bei der Herstellung von Extrakten dienen Ammoniumcarbonate als Säureregulatoren.

Während Soda vor allem zur Regulation des Säuregrades von Trinkwasser und zum Aufschluss von Kakao und Milcheiweiß verwendet wird, ist Natron vor allem in Backpulvern im Einsatz. Natriumcarbonate werden durch den Kontakt mit Säuren abgebaut; dabei wird Kohlendioxid frei.

Verdickungs- und Ballaststoffe: Tarakernmehl

Für die Herstellung von Tarakernmehl werden die Samen des in Peru und Ecuador beheimateten Tara-Strauches (Caesalpinia spinosa) zerrieben und gemahlen. Die entstehende Masse enthält Polysaccharide, die für den Menschen unverdaulich sind. Tarakernmehl gilt als Ballaststoff mit verdauungsfördernder Wirkung. Tarakernmehl ist als E 417 ein zugelassener Lebensmittelzusatzstoff, der für den Menschen keine schädlichen Nebenwirkungen hat; lediglich für Allergiker wird von einigen Quellen eine Bedenklichkeit genannt.

Palmöl: Herkunft, Nachhaltigkeit und Kritik

Folgender Inhaltsstoff ist aus Bestandteilen der Ölpalme hergestellt: Palmöl. Palmöl findet sich in vielen Produkten - von Margarine, Pizzen und Süßwaren bis zu Kosmetika und Waschmitteln. Seit 2016 müssen in der EU Lebensmittel die Palmöl enthalten entsprechend deklariert werden.

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Für den Anbau von Ölpalmen werden grosse Flächen von Regenwäldern gerodet. In Indonesien sind bereits über zwei Drittel der Regenwälder zerstört. Die Ausdehnung der Palmölplantagen führt zu sozialen Konflikten, Landverlust für die einheimische Bevölkerung und zur Zerstörung von Torfgebieten, wodurch riesige Mengen CO2 freigesetzt werden.

Ferrero erhält 22,96 von 24 möglichen Gesamtpunkten auf der WWF International Scorecard 2024. Sie setzten 100 Prozent zertifiziertes Palmöl ein. Palmöl kann als nachhaltig bezeichnet werden, wenn seine Produktion nicht zu Regenwald- und Torflandzerstörung und/oder zu sozialen Konflikten führt. Leider ist der Anteil an wirklich nachhaltigem Palmöl auf dem Markt noch sehr klein. Der Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) geht zwar mit seinen Kriterien in die richtige Richtung, wird aber auch kritisiert; Greenpeace bemängelt, dass der RSPO in einigen Fällen nicht in der Lage war, nachhaltige Anbaumethoden der zertifizierten Lieferanten sicherzustellen.

Bio-Suisse zertifiziertes Palmöl folgt Richtlinien, welche die Rodung von Flächen mit hohem Schutzwert verbieten. Fordere Hersteller aktiv dazu auf, kein Palmöl aus Regenwald- und Torflandzerstörung mehr zu verwenden. Je mehr KonsumentInnen wirklich nachhaltiges Palmöl verlangen, desto eher sind Hersteller bereit, etwas zu unternehmen.

Plantage und Regenwaldkonflikte durch Palmölproduktion

Milchversorgung, Qualitätssicherung und Verarbeitung

Milch ist eine wichtige Zutat für die Produkte von kinder und in allen Produkten enthalten. Deshalb verwenden wir nur Milch von sorgfältig ausgewählten Lieferanten, die konsequent Geschmack, Qualität und Sicherheit ihrer Milch gewährleisten. Bei unserer Milch führen wir auf Basis unserer Richtlinien Kontrollen durch, die zahlreicher und in einigen Fällen noch strenger sind als die gesetzlich vorgeschriebenen Standardanforderungen.

Direkt nach dem Melken wird die Milch auf eine Temperatur von 4°C gebracht und in Tanks zur Molkerei transportiert, wo sie getestet wird. Hier wird der Rahm von der Milch getrennt, sodass teilentrahmte und entrahmte Milch entstehen. Die Milch wird analysiert und ihr Fett- und Proteingehalt standardisiert. Dann wird sie wenige Sekunden bei 75°C pasteurisiert und danach wieder abgekühlt. So wird sichergestellt, dass sie sicher und frei von schädlichen Bakterien ist, aber ihre charakteristischen Merkmale beibehält.

Um flüssige Milch in Milchpulver umzuwandeln, wird die sogenannte "Sprühtrocknung" angewendet, bei der durch den vorsichtigen Einsatz von Heißluft der Großteil des enthaltenen Wassers verdampft.

Herstellungsprozess von Milchpulver und Qualitätskontrollen bei Milchlieferanten

Ernährungs- und Gesundheitsaspekte

Ein hoher Zuckerkonsum kann zu Gewichtszunahme und Zahnverfall führen. Ein hoher Zuckerkonsum kann zu Gewichtszunahme und Zahnverfall führen. Verbraucher:innen sollten daher Genussprodukte wie Schokolade in Maßen konsumieren und auf Portionsgrößen achten.

Bei Laktoseintoleranz kann der Konsum zu Symptomen wie Völlegefühl, Bauchkrämpfen, Blähungen und Durchfall führen. Bei Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit sind Produkte mit Weizen bzw. deklarationspflichtigem Gluten zu vermeiden.

Lagerung, Kennzeichnung und rechtliche Hinweise

  • Nur im Kühlschrank aufbewahren! (je nach Produktangabe)
  • Ohne Zusatz von Farbstoffen, Alkohol und Konservierungsstoffen: manche Produkte weisen dies ausdrücklich aus.
  • Unsere Inhaltsstoffbewertung erfolgt unabhängig vom konkreten Produkt.
  • *Aufgrund zeitlicher Verzögerungen und Tippfehlern kann nicht garantiert werden, dass die auf dieser Seite publizierten Zutaten bzw. Nährwerte mit den Informationen auf der Etikette des Produktes übereinstimmen. Relevant sind nur die Angaben auf der Etikette des Produktes.

Praktische Übersicht: Zutatenfunktionen

Zutat Funktion
Milchpulver / Vollmilch Geschmack, Fett- und Proteinlieferant; sorgt für Cremigkeit
Zucker Süßung, Struktur
Kakaomasse / Kakaobutter Schokoladengeschmack und -textur
Lecithin Emulgator, verhindert Phasentrennung
Mono- und Diglyceride Emulgator, verbessert Frischhaltung und Textur
Palmöl Fettquelle, beeinflusst Schmelzpunkt und Textur
Tarakernmehl Verdickungsmittel, Ballaststoff

Mitwirken und Korrekturen

Wenn die Angaben nicht mit den Informationen auf der Verpackung übereinstimmen, können Sie sie ergänzen oder korrigieren. Melden Sie sich im Kanal #ingredients in unserem Diskussionsraum an und/oder informieren Sie sich über Zutatenanalyse in unserem Wiki, wenn Sie mithelfen möchten.

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