Martinshörnchen mit Marmelade – fluffige Hefekrüstchen gefüllt mit Hagebutten-Cassis

Ob zum Frühstück oder Nachmittagskaffee: diese fluffigen Marmeladen-Hörnchen, mit cremiger Hagebutten-Cassis-Konfitüre gefüllt, passen perfekt auf jede Kaffeetafel. Die südfranzösischen Eindrücke von Cassis verbinden sich hier mit einem klassischen martinsgebäck zu einem unverwechselbaren Genuss.

Hintergrund und Inspiration

Vor mittlerweile über 10 Jahren verbrachte ich einen wundervollen Sommer in Südfrankreich. Um ehrlich zu sein - es war ein perfekter Sommer, der jedem kitschigen Provence-Klischee gerecht wurde, stets begleitet von dem Duft von Lavendel, leckeren Calissons und einem schön gekühlten Glas Weißwein oder Rosé. Cassis, der malerische Fischerort am Mittelmeer, war der schönste Ort meiner Reise durch Südfrankreich. Die schwarze Johannisbeere - auf Französisch „Cassis“ - verfehlt seine Wirkung in dieser Konfitüre nicht: Hagebutten-Cassis ist eine besonders aromatische Kombination, die durch feine Cremigkeit überzeugt.

Warum diese Konfitüre so gut passt

Die schwarze Johannisbeere hat einen besonders hohen Gehalt an Vitamin C, und auch die Hagebutte punktet mit Vitamin C sowie A, B1 und B2. Anders als bei vielen Früchten bleibt der hohe Vitamin-C-Gehalt der schwarzen Johannisbeere beim Erhitzen quasi erhalten. Maintal achtet darauf, dass nur feinste, sonnengereifte Früchte im besten Reifestadium verwendet werden. Die Hagebutten werden zunächst tiefgefroren, von Härchen und Kernen befreit, das Hagebuttenmark aus der Schale gewonnen und schließlich nach einem alten Familienrezept zur Konfitüre weiterverarbeitet. Durch den Einsatz eines Vakuumkessels in kleinen Kochchargen gelingt maximaler Fruchtgenuss und höchste Qualität.

Zutaten und Hefeteig-Grundlage

Für den Teig benötigen Sie:

  • 180 ml Milch
  • 1 Beutel Trockenhefe
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 150 g Dinkelvollkornmehl
  • 250 g Dinkelmehl Typ 630
  • 1 Prise Salz
  • ½ Bio-Orange, abgeriebene Schale
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 Ei
  • 60 g kalte Butter

Die Milch leicht erwärmen, Hefe und Zucker darin auflösen und 10 Minuten stehen lassen. Die Mehle mit Salz vermischen, eine Mulde bilden, Hefemilch hineingeben, Orangenschale, Vanilleextrakt und Ei hinzufügen. Alles mit Knethaken zu einem glatten Teig verarbeiten, Butter nach und nach unterkneten, bis der Teig sich vom Rand löst. Bei Bedarf noch 1-2 EL Mehl hinzufügen. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen.

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Füllung und Form der Hörnchen

Die Marmelade Hagebutten-Cassis von Maintal ist ideal, da sie fein-cremig ist und keine Kerne oder Stücke enthält - perfekt für zarte Hörnchen. Den Teig zu einem Kreis ausrollen (ca. 0,5 cm Dicke) und in 12 Stücke schneiden. Jedes Teigstück breitsseitig mit 1-2 TL Marmelade füllen und von der breiten Seite her aufrollen, zu Hörnchen formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen - ggf. in zwei Chargen backen. Backzeit: ca. 12-15 Minuten bei 180 Grad Ober-/Unterhitze, bis sie goldbraun sind. Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben. Am besten noch lauwarm genießen.

Alternative Zubereitungsweisen und Tipps

  • Hefeteig kann auch über Nacht im Kühlschrank gehen; am nächsten Morgen 30-60 Minuten Raumtemperatur geben.
  • Der Hefeteig lässt sich gut vorbereiten - ich verwende mein eigenes Hefeteig-Grundrezept mit Vorteig, wodurch der Teig aromatisch bleibt und lange frisch hält.
  • Für eine glanzvolle Oberfläche kann man die Hörnchen vor dem Backen mit einer Ei-Milch-Mischung bestreichen.
  • Statt Marmelade können auch Cremes wie Zimtcreme oder andere Füllungen verwendet werden, aber die Marmeladenhörnchen behalten so ihren klassischen Charakter.
  • Wenn Sie Vorrat anlegen möchten, lassen sich die Hörnchen gut einfrieren; vor dem Servieren kurz auftauen und ggf. sanft aufwärmen.

Typische Martins- und Frühstücksvariationen

Die Martinshörnchen erinnern optisch an halbe Brezeln, was ihren Ursprung in der Festtagstradition rund um Martinstag hat. Ursprünglich wurden sie oft mit Mohn oder anderen Füllungen versehen. Die Füllung sollte maßvoll dosiert sein, damit der Teig nicht reißt. Wenn Sie möchten, können Sie zwei Hörnchen-Teiglinge auf dem Blech nah beieinander legen, damit sie beim Backen zusammenbacken - eine hübsche, soziale Idee für eine Festtafel.

Nährwerte, Haltbarkeit und Lagerung

Die Marmeladenhörnchen sind saftig und aromatisch. Sie lassen sich bei Bedarf einfrieren, sollten aber vor dem Verzehr wieder aufgebacken oder frisch erwärmt werden, damit sie ihr volles Aroma entfalten. Aufbewahren Sie die Hörnchen in luftdichten Vorratsdosen bei kühler Raumtemperatur. Für die Zubereitung selbst reicht die aufgeführte Hefemenge; der Vorteig sorgt für eine aromatische Note und lange Frische ohne Konservierungsstoffe.

Verwandte Rezepte und weiterführende Ideen

  • Schokohörnchen
  • Hefehörnchen mit Nussfüllung
  • Brotaufstrich nach Wahl in den Hörnchen

Praktische Schritte im Überblick

  1. Teig zubereiten: Hefemilch, Mehl, Salz, Orangenschale, Vanille, Ei und Butter kneten.
  2. Teig gehen lassen, dann ausrollen und in 12 Dreiecke schneiden.
  3. Füllung aufbreiten, Dreiecke aufrollen und Hörnchen formen.
  4. Backen bei 180 Grad, abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben.
  5. Optional: mit Glasur verzieren oder glätten.
Bild: Süße Marmeladenhörnchen auf dem Backblech, frisch gebacken
Videoanleitung: Martinshörnchen mit Marmelade - Hefeteig richtig kneten und formen

Eigenschaften und Besonderheiten des Rezepts

Dieses Rezept kombiniert die Provençe-Atmosphäre mit einem traditionell-himmlischen Martinsgebäck. Die feine Marmelade verführt mit cremiger Textur, während der Hefeteig für eine luftige, zarte Konsistenz sorgt. Die Kombination aus Hagebutten-Cassis und Hefeteig erinnert an warme Nachmittage in Cassis und bietet gleichzeitig einen klassischen Festtagscharakter.

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