Einkochen leicht gemacht: Die ultimative Zubehörliste für Marmelade, Kompott und mehr

Wie schön ist es, wenn man einfach in die Vorratskammer oder den Keller gehen kann, um leckere selbstgemachte Erdbeermarmelade, Apfelmus oder eingekochtes Gemüse wie Sauerkraut oder Rote Bete zu holen. Klar kannst du all diese Dinge auch fertig im Supermarkt kaufen - doch natürlicher und leckerer ist es immer selbst eingekocht. Mit dem richtigen Zubehör wird das Einkochen zum Kinderspiel.

Einkochen: Eine Tradition mit Zukunft

Einkochen ist eine bewährte Methode, um Lebensmittel lange haltbar zu machen - ganz ohne Kühlschrank und künstliche Zusatzstoffe. Wir alle kennen die langen Reihen an Einmachgläsern mit verschiedenen Inhalten aus Omas Vorratskammer. Die kannst du mit dem richtigen Einkochen-Zubehör auch ganz einfach selbst herstellen. Und dazu braucht es kein aufwendiges Equipment oder einen riesigen Keller - einkochen kannst du mit ein paar cleveren Einkochhelfern auch in einer kleinen Stadtwohnung. Es gibt zahlreiche einfache Rezepte für das Einkochen von Obst und Gemüse - damit entspricht es perfekt dem angesagten Do-it-Yourself-Trend.

Einkochen, Einmachen, Einwecken: Was ist der Unterschied?

Beim Einkochen werden Lebensmittel durch Hitze sterilisiert: Man gibt die gewünschten Zutaten mit etwas Flüssigkeit in ein Glas, verschließt den Deckel und stellt das Glas ins Wasserbad - die Lebensmittel werden also direkt im Glas eingekocht. Das geht auf dem Herd ebenso gut wie in einer tiefen Auflaufform oder einem tiefen Backblech im Backofen.

Einmachen bedeutet dagegen, Marmelade, Apfelmus oder Sirup im Topf zu kochen, noch heiß in sterilisierte Gläser zu füllen und den Deckel sofort zu verschließen. Beim Abkühlen entsteht ein Vakuum und der Deckel wird fest auf das Glas gepresst, sodass Luft und Keime nicht eindringen können.

Beide Konservierungsmethoden haben eins gemeinsam: Beim ersten Öffnen des Glases hörst du das typische Knacken, wenn du einen Schraubdeckel verwendet hast. Einmachen wird jedoch häufig auch als Oberbegriff für alles verwendet, das im Glas länger haltbar ist - wie beim Sprichwort „Es geht ans Eingemachte“. Doch egal, ob einkochen oder einmachen - es braucht das richtige Einkochen-Zubehör, um schnell und einfach alles länger haltbar zu machen.

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Die Basis-Ausstattung fürs Einkochen

Um Obst und Gemüse lange genießen zu können, bietet sich das klassische Einkochen an. Ob Marmelade, Sauerkraut oder einfach die Frucht selbst: Durch das Einwecken haben Sie auch noch im Winter Freude an den Schätzen des Gartens. Wenn Sie also auf der Suche nach dem passenden Einkochzubehör sind, werden Sie hier auf jeden Fall fündig.

Unverzichtbare Helfer für den Einkochprozess

  • Einmachgläser und Flaschen: Als erstes braucht es dazu natürlich passende Einmachgläser oder Flaschen, die vor dem Befüllen unbedingt gut gereinigt werden müssen. Bei Gläsern mit Bügelverschluss solltest du vor jedem Einkochen oder Einmachen den Zustand des Gummirings im Deckel überprüfen. Sobald er spröde ist, solltest du ihn unbedingt ersetzen, da er luftdurchlässiger wird und leichter Keime an den Inhalt des Glases gelangen können. Auch Verschlussbügel aus Metall sollten ersetzt werden, wenn sie nicht mehr so gut halten - es wäre schließlich sehr schade, wenn du das gute Obst oder Gemüse umsonst eingekocht hättest und es schnell verdirbt. Bei Haushalt-Krausse.de finden Sie ganz unterschiedliche Ausführungen und Größen - für jeden Zweck das Passende! Und sollten Sie das Glas bereits haben, aber der Deckel fehlt Ihnen, ist das kein Problem, da wir diese auch einzeln führen. Unsere Einmachgläser machen sich besonders gut zur Marmeladenherstellung.

  • Einkochringe: Die Dichtungen werden auch Einkochringe oder Gummidichtungen genannt. Sie werden zwischen das Glas und den Glasdeckel gelegt und sorgen für einen luftdichten Abschluss, ein Vakuum. Diese speziellen Ringe haben eine Lasche. Wenn Du an dieser Lasche ziehst, gibt es ein Plopp-Geräusch und das Weckglas ist geöffnet. Auch die Ringe können mehrmals verwendet werden. Du reinigst die Ringe am besten, wenn Du sie zwei bis drei Minuten in Wasser aufkochst, dem Wasser fügst Du einen Schuss Essig hinzu.

  • Federklammern: Diese Federklammern nennt man auch Einkochklammern. Sie werden genutzt, um das Glas während des Einweckens sicher zu schließen. Am Ende dieses Einkochvorganges werden die Klammern wieder vom Glas entfernt. Du benötigst zwei solcher Klammern, um ein Glas sicher zu verschließen. Die klammern werden aus rostfreiem Edelstahl gefertigt und halten einige Einkochvorgänge aus.

  • Twist-Off-Gläser: Wenn Du nicht mit Weckgläsern arbeiten möchtest, wären vielleicht TwistOff-Gläser eine Alternative für deine Basis-Ausstattung. Hierbei handelt es sich um Gläser mit einem Schraubverschluss. Der Vorteil hier ist, dass Du sie nach dem ersten Öffnen einfach wieder zuschrauben kannst. Du erkennst den erfolgreichen Einweckvorgang an dem nach außen gewölbten Deckel. Wenn Du diese Gläser das erste Mal nach dem erfolgreichen Einkochen öffnest, solltest Du ein Knackgeräusch hören. Diese Gläser gibt es ebenfalls in unterschiedlichen Größen und Formen. Die Deckel kannst Du leicht nachkaufen, denn die Deckel halten zwar mehrere Durchgänge aus, aber nicht so viele wie die Gläser. Wenn Du vom normalen Einkauf Gläser übrig hast, beispielsweise von Marmelade oder Joghurt, kannst Du diese Gläser ebenfalls verwenden, wenn die nachkaufbaren Deckel darauf passen. Einige Firmen bieten Gläser mit zweiteiligem Deckel an. Hier wird eine Metallscheibe auf das Glas gelegt und das kommt der Verschluss darüber. Auch hier erkennst Du an der Wölbung den Erfolg. Ein Nachteil hierbei ist, dass die Metallscheiben für jeden Einweckvorgang neu gekauft werden müssen.

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  • Einkochtopf oder -automat: Entweder nutzt Du Deinen Backofen oder du schaffst Dir einen Einkochautomat an. Ein Einkochautomat ist recht flexibel einsetzbar und gehört eigentlich auf jede Austattungsliste. Du kannst damit das Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten haltbar machen. Du kannst ihn nutzen, um Marmelade oder Apfelmus kochen. Er ist perfekt, um Eintöpfe oder Suppen zuzubereiten. Manche Modelle eignen sich als Entsafter. Ein Einkochautomat ist quasi ein elektrischer Einkochtopf. Wenn Du ihn zum Einkochen nutzt, stehen die Gläser meist auf einem Gitter. Er wird mit Wasser befüllt, welches zum Kochen gebracht wird. Ein Einkochautomat hat auf jeden Fall einen Regler, an dem Du die Temperatur einstellen kannst. Viele Modelle haben zusätzlich noch einen Timer. Alternativ kannst Du im Backofen oder auf dem Herd in einem Kochtopf einkochen. Dann benötigst Du zusätzlich ein Thermometer, welches Dir hilft, die passende Temperatur zu halten, damit die Arbeit von Erfolg gekrönt wird.

  • Einkochthermometer: Wenn du dich statt für einen Einkochautomaten für einen Einkochtopf entscheidest, benötigst Du auch ein Einkochthermometer. Mit dem Thermometer wird die Temperatur des Wasserbades gemessen, in dem die verschlossenen Glasbehälter erhitzt werden. Für einen direkten Kontakt mit Lebensmitteln ist das Thermometer nicht vorgesehen.

  • Einlegerost: Die Weckgläser sollten während des Einkochvorganges nicht auf dem Boden des Topfes oder Automaten stehen, dass erreichst Du mit einem Einlegerost. Ein solcher Rost ist in der Regel aus Kunststoff gefertigt und hält einiges Zyklen aus.

  • Glasheber: Der Glasheber ist perfekt, um die Gläser sicher in den Topf oder Automaten zu stellen, und die heißen Gläser später wieder ohne Verbrühungen herauszuholen. Der Glasheber von WECK ist eine ideale Hilfe beim Einkochen. Er erleichtert das Herausheben von heißen Gläsern, ist stabil und hat handfreundliche Kunstoffgriffe. Die Metallteile sind verchromt, was jahrelange Haltbarkeit garantiert. Der praktische, kleine Glasheber eignet sich für alle Einweckgläser.

  • Einfülltrichter: Dank praktischen Einfülltrichtern geht beim Einfüllen des heißen Inhalts mit dem Schöpflöffel auch wirklich nichts daneben. Mit einem Trichter bekommst Du die Weckgläser kleckerfrei und sicher gefüllt, denn oft ist das Füllgut ebenfalls schon recht heiß.

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  • Etiketten: Etiketten zum Aufkleben verraten sicher, was im Glas ist und wann es hergestellt wurde. Hier ist wichtig, dass sich die Etiketten ohne Rückstände wieder entfernen lassen. Und wenn liebevoll gemachte Marmeladen, Apfelmuse oder Mixed Pickles dann fertig gekocht darauf warten, vernascht zu werden, kannst du ihnen mit hübschen Einmachetiketten oder bunten Anhängern noch eine ganz persönliche Note verleihen.

  • Frischhaltedeckel: Wenn Du angebrochene Weckgläser nicht komplett leerst, gibt es spezielle Frischhaltedeckel, die das Innere weiterhin frisch halten und schützen.

Zusätzliche Helfer für die Vorbereitung

Bevor es ab ins Glas geht, kommt weiteres praktisches Einkochen-Zubehör zum Einsatz - vom klassischen Schäler über den passenden Entkerner oder Teiler für dein liebstes Obst bis hin zu multifunktionalen Passiergeräten mit verschiedenen Lochscheiben, mit denen du im Handumdrehen samtiges Marmelade oder Mus ganz ohne Kernchen und Stückchen zauberst. Das Passiergerät eignet sich dank austauschbarer Lochscheiben sowohl für Obst als auch Gemüse, damit kannst du also auch kinderleicht Kartoffeln passieren und leckeres Püree herstellen, wenn Presse oder Stampfer gerade nicht zur Hand sind. Und wenn Sie z.B. stolzer Besitzer von Obstbäumen sind und aus Ihren Früchten diesen leckeren Aufstrich zaubern wollen, sind bei Steinobst die Kerne ziemlich lästig. Wir bei Haushalt-Krausse.de freuen uns deswegen, Ihnen die äußerst praktischen Entkerner anzubieten.

Tipps und Tricks für langlebige Köstlichkeiten

Beim Einwecken spielt die Hygiene eine wichtige Rolle. Wenn Du die Gläser und Dichtungen vor der Nutzung auskochst, finden sich hier keine Mikro-Organismen mehr. Diese Mikro-Organismen sind der Auslöser, damit ein Lebensmittel schlecht oder schimmelig wird. Durch den Einweckvorgang werden zusätzlich eventuell vorhandene Mirko-Organismen abgetötet. Durch das Abkühlen nach dem Einweckvorgang schliessen die Weckgläser luftdicht ab, so kommen keine neuen Mikro-Organismen hinein. Dann musst Du während des Einkochvorgangs die richtige Temperatur und die genaue Zeit einhalten. Ist Dir das alles gelungen, halten sich die eingeweckten Lebensmittel monatelang, vielleicht sogar jahrelang, wenn Du sie richtig lagerst. Eingekochte Lebensmittel sollten vor Temperaturschwankungen und Licht geschützt untergebracht sein, wie in einem kühlen Vorratsraum oder in einem kühlen Kellerraum. Ärger Dich nicht, wenn Dir mal ein Glas schlecht wird, dass passiert selbst Profis, die seit Jahren einwecken. Sicherheitshalber solltest Du Deine selbsteingeweckten Gläser deshalb regelmäßig kontrollieren. Würde es in einem Glas über längere Zeit gären, könnte das Glas explodieren oder Dir kommt beim Öffnen alles entgegen gespritzt.

Was kann man alles einkochen?

Du kannst fast alles einwecken, wie Eintöpfe, Fleisch, Gemüse, Obst oder Suppen. Natürlich eignen sich auch Soßen, wie zum Beispiel selbstgemachte Tomatensoße für den nächsten Pasta-Abend hervorragend zum Einkochen. Als Neuling auf dem Gebiet solltest Du eiweißhaltige Lebensmittel, wie Fleisch oder eiweißhaltige Gemüse, wie Bohnen erstmal nicht in Angriff nehmen, denn dafür benötigst Du einen Druck-Einkochtopf. Du kannst sogar ganz coole Sachen, wie Brot, Kuchen, Maroni oder grüne Nüsse durch das Einwecken haltbar machen. Das eignet sich dann auch echt gut als Geschenk oder wenn du mal Freunde einlädst als kreative und essbare Tischdeko!

Was sollte man nicht einkochen?

Das Einwecken von pürierten Gemüse, wie bei Kartoffelbrei oder einigen cremigen Suppen wird nichts. Da nutzt auch die beste Ausstattung nichts. Wenn Du Soßen oder Eintöpfe mit Mehl angedickt hast, taugen sie nicht mehr zum Einwecken, denn sie würden im Glas verderben. Wenn Du solche Gerichte einwecken möchtest, dann weck sie ohne sie anzudicken ein. Das Andicken kannst Du erledigen, wenn Du das Glas öffnest und die Speise aufwärmst. Zarte Lebensmittel, wie Blattgemüse eignen sich nicht zum Einwecken, da sie total matschig werden würden. Nudel und Speisen mit Nudeln, wie Lasagne oder Suppe eignen sich ebenfalls nicht zum Einkochen. Möchtest Du etwas einwecken, dass Zwiebeln enthält, musst Du bei der Zubereitung sicher stellen, dass die Zwiebeln gründlich angebraten wurden.

Einkochen mit Twist-Off-Gläsern

Oft finden Twist-Off-Gläser beim Einkochen von Lebensmitteln Verwendung. Ob ganze Früchte, Soßen oder Fleischgerichte - die Möglichkeiten sind vielfältig. Sofern die Twist-Off-Gläser hitzebeständig sind, können Sie mit ihnen problemlos einkochen. Bei den Deckeln gibt es jedoch Unterschiede: In der Regel halten sogenannte pasteurisationsfeste Twist-Off-Deckel Temperaturen bis etwa 100 Grad Celsius stand. Sterilisierbare Twist-Off-Deckel verfügen über eine festere Dichtung und eignen sich für das Einkochen bei höheren Temperaturen. Entsprechende Informationen entnehmen Sie der jeweiligen Produktbeschreibung. Twist-Off-Gläser gelten als echte Alleskönner. Sie kommen vor allem bei der Heißabfüllung von Marmelade, Konfitüre, Kompott, Gelee und Chutney zum Einsatz. Aber auch zum Einlegen und Einkochen diverser Lebensmittel eignen sie sich. Besonders oft werden diverse Obst- und Gemüsesorten eingekocht, wie zum Beispiel folgende:

  • Äpfel
  • Birnen
  • Aprikosen
  • Zwetschgen
  • Kirschen
  • Erdbeeren
  • Gurken
  • Möhren
  • Tomaten
  • Kohlrabis
  • Zucchini

Statt ganzer oder geschnittener Früchte können Sie auch Muse wie Apfelmus oder Johannisbeermus einkochen. Soßen und ganze Gerichte wie Gulasch, Suppen und Eintöpfe lassen sich ebenfalls gut in Twist-Off-Gläsern einmachen. Fleisch, Wurst und Brotaufstrich finden vor allem in Twist-Off-Sturzgläsern Platz, die ein besonders einfaches Entnehmen ermöglichen. Wichtig: Wenn Sie ölige Füllgüter einmachen möchten, achten Sie darauf, dass der Twist-Off-Verschluss dafür geeignet ist.

Wie funktioniert das Einkochen mit Twist-Off-Gläsern?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit Twist-Off-Gläsern einzukochen. Generell bieten die praktischen Behältnisse den Vorteil, dass Sie keine zusätzlichen Utensilien wie Klammern oder Dichtungsringe benötigen. Charakteristisch für das Einkochen ist, dass die Gläser erst befüllt und dann samt Einmachgut in einem Wasserbad oder mithilfe von Wasserdampf erhitzt werden. Wichtig ist, dass das Wasser anfangs etwa die gleiche Temperatur wie der Glasinhalt hat. Erst wenn die Einmachgläser im Wasser stehen, bringen Sie es zum Kochen. Durch die Hitze werden eventuell enthaltene Keime und Mikroorganismen wie Bakterien abgetötet. Ein Twist-Off-Verschluss sitzt - anders als ein klassischer Schraubverschluss - recht locker auf dem Glas. Somit kann Luft entweichen, wenn sich während des Einkochens ein Überdruck bildet. Von außen gelangt jedoch nichts ins Innere. Beim Abkühlen bildet sich ein konservierendes Vakuum und ein Unterdruck entsteht, sodass das Twist-Off-Glas luftdicht verschlossen wird.

Einkochen im Topf

Ganz klassisch in der heimischen Küche ist das Einkochen im Einkochtopf oder Kochtopf:

  • Bevor Sie die befüllten Twist-Off-Gläser im Topf platzieren, legen Sie ein Gitter oder ein Geschirrtuch hinein. Die Gläser dürfen den Topfboden nicht berühren.
  • Gießen Sie so viel Wasser hinzu, dass die Gläser etwa zu drei Viertel davon umgeben sind.
  • Verschließen Sie den Topf mit einem Deckel und erhitzen Sie das Wasser. Ist die erforderliche Temperatur erreicht, beginnt die Einkochzeit. Kontrollieren Sie die Wassertemperatur mit einem Einkochthermometer.
  • Nach dem Einkochen schalten Sie die Herdplatte aus und lassen die Einmachgläser noch einige Minuten im Wasserbad stehen.
  • Abschließend stellen Sie sie zum Abkühlen auf ein Geschirrtuch. Nehmen Sie hierfür beispielsweise eine Zange oder einen Glasheber zu Hilfe.

Einkochen im Schnellkochtopf

Für das Einkochen im Schnellkochtopf sollten Sie Twist-Off-Gläser mit sterilisierbaren Deckeln nutzen, deren Dichtungen dem entstehenden Druck standhalten. In Deutschland ist diese Methode des Einkochens allerdings nicht besonders gängig, weshalb es nur wenige Rezepte gibt. Im Idealfall steht im Handbuch Ihres Schnellkochtopfes oder Dampfkochtopfes eine Anleitung zum Einkochen. Die Vorbereitung läuft ab wie beim Einkochen im Kochtopf. Allerdings wird weniger Wasser benötigt, da der Dampf, der während des Kochens entsteht, nicht entweichen kann. Wenn die Gläser im Wasser stehen, schließen Sie den Schnellkochtopf und stellen die benötigte Garstufe ein. Die Einkochzeit startet, wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist. Ob das der Fall ist, zeigt Ihnen in der Regel das Ventil des Topfes an. Nach Ende der Garzeit lassen Sie die Einkochgläser zunächst im geschlossenen Topf. Wenn Sie den Topfdeckel zu früh öffnen, kann es passieren, dass das Eingemachte aus den Gläsern herausplatzt. Öffnen Sie den Verschluss erst, wenn im Topf kein Druck mehr besteht. Dann können Sie die Gläser entnehmen und auskühlen lassen.

Einkochen im Einkochautomaten

In einem Einkochautomaten gelingt das Einkochen wohl am einfachsten. Schließlich können Sie Temperatur und Dauer ganz genau einstellen. Die Vorbereitung läuft ab wie beim Einkochen im Topf. Nachdem Sie den Automaten geschlossen haben, stellen Sie die Temperatur und die Zeit ein. Nach dem Einkochvorgang entnehmen Sie die Gläser.

Einkochen mit Dampfgarer

Im Dampfgarer wird das Einmachgut ausschließlich mithilfe von Wasserdampf konserviert. Bevor es losgeht, müssen Sie gegebenenfalls den Wassertank befüllen. Die Gläser platzieren Sie mit etwas Abstand zueinander auf einem Lochblech auf der untersten Schiene. Wie beim Automaten stellen Sie auch hier die Zeit und Temperatur ein. Nach Ablauf der Einkochzeit schalten Sie das Gerät aus. Die Gläser lassen Sie noch etwa eine Stunde im Gerät abkühlen, bevor Sie diese entnehmen und mit einem Küchentuch abdecken.

Einkochen im Backofen mit Twist-Off-Gläsern

Sie können Twist-Off-Gläser auch ganz einfach im Backofen einkochen: Die befüllten Einkochgläser stellen Sie in eine Fettpfanne. Diese kommt auf die unterste Schiene des Backofens und wird mit Wasser gefüllt, sodass die Gläser etwa 3 cm im Wasser stehen. Stellen Sie sicher, dass sich die Gläser nicht berühren. Anschließend schalten Sie den Ofen ein und wählen die benötigte Temperatur. Wenn Bläschen im Glasinneren aufsteigen, beginnt die Einkochzeit. Gegebenenfalls muss nun die Temperatur reduziert werden. Nach Ende der Einkochdauer schalten Sie den Ofen aus und lassen die Gläser darin abkühlen.

Einkochen in der Mikrowelle mit Twist-Off-Gläsern

Kleine Mengen Obst und Gemüse können Sie im Mikrowellengerät einmachen. Nutzen Sie jedoch ausschließlich mikrowellengeeignete Twist-Off-Gläser. Andernfalls besteht Brandgefahr! Platzieren Sie die gefüllten Gläser in einer Schale, um Feuchtigkeit aufzufangen, die möglicherweise dem Glas entweichen wird. Erhitzen Sie die Gefäße für einige Minuten auf höchster Stufe. Nach der Einkochzeit öffnen Sie die Tür. Lassen Sie die Gläser noch eine Weile in dem Gerät stehen.

Worauf müssen Sie beim Einkochen achten?

Damit die Lebensmittelkonservierung gelingt, sollten Sie einige Dinge beachten:

  • Die Twist-Off-Gläser und -Deckel müssen unbeschädigt sein.
  • Nutzen Sie ausschließlich frische und saubere Zutaten.
  • Sauberkeit ist das A und O: Sterilisieren Sie die Gläser vor der Benutzung und achten Sie beim Einfüllen darauf, dass keine Reste am Glasrand oder Deckel zurückbleiben. Nehmen Sie gegebenenfalls einen Trichter zu Hilfe.
  • Generell sollten Sie Einmachgläser nicht bis zum Rand befüllen, sondern einige Zentimeter frei lassen.
  • Achten Sie darauf, dass Sie die Deckel nicht überdrehen. Ansonsten schließen sie nicht mehr einwandfrei.
  • Die Einkochtemperatur sollte mindestens 80 Grad Celsius betragen.
  • Kochen Sie Fleisch und Gemüse sicherheitshalber doppelt ein, um der Lebensmittelvergiftung Botulismus vorzubeugen.
  • Lagern Sie die konservierte Nahrung nicht bei direkter Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen. Ansonsten kommt es möglicherweise zu einer Veränderung der Farbe und Konsistenz oder sogar zum Verderb. Geeignet ist eine trockene Lagerung im Keller oder in der Vorratskammer.

Twist-Off-Gläser sterilisieren

Bevor Sie Lebensmittel abfüllen, sollten Sie Twist-Off-Gläser und -Deckel sterilisieren. Das machen Sie beispielsweise, indem Sie diese in einem Wasserbad für etwa zehn Minuten auskochen. Anschließend lassen Sie die sterilisierten Gläser auf einem Küchenhandtuch trocknen.

Twist-Off-Gläser überprüfen

Auch wenn Sie all unsere Tipps berücksichtigen und ein Rezept genau befolgen, ohne dass Ihnen Fehler unterlaufen, gelingt der Konservierungsvorgang eventuell nicht. Deshalb sollten Sie sich die abgekühlten Twist-Off-Gläser nach dem Einkochen einmal genauer ansehen. Dass sich ein Vakuum gebildet hat, erkennen Sie daran, dass sich die Mitte des Deckels nach innen wölbt. Wenn Sie das Glas später öffnen, entsteht zudem ein Knacken, das die Haltbarkeit des Inhalts signalisiert.

Beschriftung nicht vergessen!

Unabhängig davon, ob Sie die eingekochten Köstlichkeiten verkaufen, verschenken oder selbst verbrauchen möchten, sollten Sie die Einmachgläser beschriften. Auf diesen können Sie beispielsweise den Namen des Produkts, die Zutaten und das Herstellungs- oder Mindesthaltbarkeitsdatum festhalten.

Können Sie Twist-Off-Gläser erneut nutzen?

Twist-Off-Gläser können Sie problemlos wiederverwenden. Sie sind in der Regel spülmaschinengeeignet und lassen sich somit ganz einfach reinigen. Die Deckel sind grundsätzlich nicht für die wiederholte Nutzung ausgelegt, können aber dennoch erneut verwendet werden, wennsie unbeschädigt und nicht verformt sind, die Dichtmasse intakt ist und sich im Deckel keine Rostflecken oder Verunreinigungen befinden, die sich nicht lösen lassen. Bedenken Sie, dass bei der Wiederverwendung ein erhöhtes Risiko dafür besteht, dass sich kein Vakuum bildet.

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