Marillenmarmelade mit Marzipan: Zwei Varianten perfekt zubereiten
Marillenmarmelade ist der Klassiker unter den Marmeladen. Jedes Jahr freue ich mich, wenn endlich die österreichischen Marillen reif sind. Und zwar nicht nur, um sie in Marillenknödel oder den luftigesten Marillenblechkuchen zu verwenden. Denn: Marillenmarmelade ist meine Lieblings-Marmelade. Es klingt vielleicht etwas eigenartig, weil diese Marmelade nur aus 2 Zutaten besteht. Ich habe die Marillen in unterschiedlich großen Stücken eingekocht, habe die frischen Marillen einmal Saft ziehen lassen (von 1 Stunde bis über Nacht), einmal sofort eingekocht. Es kamen unterschiedliche Gelierzucker und Kochzeiten zum Einsatz. Zugegeben, das ist vielleicht etwas exzessiv. Aber: Ich kann sagen, ich habe die für mich perfekte Marillenmarmelade gefunden. Genauer gesagt: ich habe zwei Lieblings-Varianten gefunden. Eine Marillenmarmelade mit kleinen Fruchtstücken und eine fein-passierte.
Auswahl der Früchte und Vorbereitungen
Für die Marmelade reife Marillen verwenden. Die Marillen zuerst waschen. Die Früchte halbieren und die Steine entfernen. Die Hälften dann in ca. 1 cm große Stücke schneiden. Den Gelierzucker gründlich unterrühren. Die Marillen zugedeckt ca. 2 Std. ziehen lassen. Das entzieht den Früchten Wasser, macht die Fruchtstücke weich und der Zucker löst sich teilweise bereits auf. Währenddessen Einmachgläser vorbereiten - lieber eines zu viel als zu wenig.
Grundrezept: Marillenmarmelade klassisch
Die Marillen-Zucker Mischung im Topf erhitzen und die Marmelade 4 Min. sprudelnd kochen lassen (gilt ab sprudelndem Kochen). Damit nichts anbrennt umrühren. Während der letzten Minute die Marmelade bei Bedarf mit einer Schaumkelle oder einem Löffel abschäumen. Der Schaum ist zwar harmlos, kann aber die Haltbarkeit negativ beeinflussen. Eine Gelierprobe machen. Dazu ein paar Tropfen Marmelade auf einen zuvor im Tiefkühlfach eisgekühlten Teller geben. Wird sie schnell fest und bilden sich Falten beim Zusammenschieben mit dem Finger, ist sie fertig. Andernfalls noch 1 Min. Die Marmelade heiß randvoll in die vorbereiteten Gläser füllen. Ein Marmeladentrichter ist hierfür sehr hilfreich. Die Gläser rasch verschließen und die Marmelade abkühlen lassen.
Varianten: Passierte Marmelade vs. Stückige Marmelade
Für eine passierte Marmelade siehe Tipp: Die Marmelade heiß durch ein Passiersieb in eine Schüssel streichen. Die Marmelade mithilfe eines Teigschabers zurück in den Topf geben und 1 Min. kochen. Das Passieren ist zwar eine mühsame Angelegenheit, aber mit dem seidig-weichen Ergebnis wird man mehr als belohnt. Der Schaum in den Gläsern kann sich negativ auf die Haltbarkeit der Marmelade auswirken, daher schöpfe/löffle ich ihn am Ende der Kochzeit mit einer Schaumkelle oder einem Löffel ab. Beides ist essbar (wer den Schaum nicht mag, kann auch nur die abgesunkene Marmelade essen).
Marillenmarmelade mit Marzipan - eine besondere Note
Dieses Jahr waren die Marillen ganz wunderbar. Man kann jetzt noch die späten Sorten kaufen, diese sind süß und aromatisch. Eine Bekannte von meinem Mann hat von Marillenmarmelade mit Marzipan & Apfelstückchen geschwärmt und ich war anfänglich gar nicht begeistert, weil ich kein Marzipan mag. Wir haben dann einen Kompromiss gefunden: Marillenmarmelade mit Marzipan! Die Kombination aus fruchtig-süßen Marillen und dem feinen Mandelaroma von Marzipan macht diesen Aufstrich zu einem echten Highlight. Marillenmarmelade zählt zu den beliebtesten Klassikern in der österreichischen Küche. Doch mit einem Hauch Marzipan wird sie zu etwas ganz Besonderem: Das feine Mandelaroma harmoniert perfekt mit der fruchtigen Süße der Marillen. Ungeöffnet hält sich die Marmelade mehrere Monate an einem kühlen, dunklen Ort. Marillenmarmelade mit Marzipan eignet sich nicht nur fürs Frühstückssemmerl, sondern auch als raffinierte Füllung für Gebäck und Desserts.
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- Zutaten 1 kg Marillen entsteint und gewogen, 350 g Gelierzucker (2:1), 150 g Marzipanrohmasse, 1 TL Zitronensäure, Rum (z.B. Zubereitung
- Vorbereitungen: Marillen waschen, entsteinen und vierteln. Marzipan klein schneiden. Gläser und Deckel auskochen und mit Rum ausspülen.
- Marmelade kochen: Marillen mit Gelierzucker aufkochen, pürieren und ca. 5 Minuten sprudelnd kochen. Zitronensäure hinzufügen. Marzipan einrühren und nochmals aufkochen lassen. Gelierprobe durchführen.
- Heiß in Gläser füllen. Optional Rum hinzufügen oder weglassen.
Die Anleitung zu Marillenmarmelade mit Marzipan kann in mehreren Varianten erfolgen, darunter auch Rezepte mit Äpfeln, Rum oder Amaretto, die den Geschmack verfeinern. Die Grundtechnik bleibt jedoch dieselbe: Frucht vorbereiten, Gelierzucker hinzufügen, kochen, Gelierprobe durchführen und heiß in Gläser füllen.
Weitere Varianten und Tipps aus dem Thomastik-Repertoire
Für 2 Gläser (je ca. 250 ml) ergibt sich eine praktische Portion mit folgenden Zutaten: Aprikosen 250 g, Marzipanrohmasse 150 g, Äpfel (geschält, entkernt) 150 g, Zitronensaft 2 EL, Gelierzucker 1:1 evtl. Aprikosenlikör. Zubereitung: Aprikosen fein würfeln und Marzipan zerrupfen. Mit Zitronensaft und Zucker mischen. Die Mischung langsam erhitzen und ziehen lassen. Danach pürieren, erneut erhitzen und Gelierprobe durchführen. Die fertige Marmelade in Gläser füllen. Für eine cremige Textur kann man nach dem Aufkochen durch ein Passiersieb arbeiten und das Passierte zurück in den Topf geben. Marzipanstücke sorgen für eine zarte Mandelnote, während Äpfel Frische einbringen. Dieses Zusammenspiel macht die Marmelade zu einem vielseitigen Begleiter für Brot, Käseplatten oder Desserts.
Küchentaktiken und Lagerung
Ungeöffnet hält sich die Marmelade mehrere Monate an einem kühlen, dunklen Ort. Der Schaum sollte am Ende abgeschöpft werden, da er die Haltbarkeit beeinträchtigen kann. Für passierte Varianten empfiehlt sich ein feines Passiersieb, um eine seidige Textur zu erreichen. Marmelade kann sowohl heiß in Gläser gefüllt als auch im Kühlschrank aufbewahrt werden, wobei die Frische nach dem Öffnen am besten innerhalb weniger Wochen verbraucht wird.
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