Marabou Schokolade: Herstellung und Herkunft – Eine süße Reise durch die Zeit

Schokolade ist mehr als nur eine einfache Süßigkeit. Sie erzählt Geschichten, weckt Erinnerungen und garantiert Momente des Genusses. Die schwedische Schokoladenlandschaft ist besonders faszinierend. Von traditionsreichen Klassikern bis hin zu modernen Kreationen bietet sie alles, was das Herz eines Schokoladenliebhabers begehrt.

Die Geschichte von Marabou: Von Freia zum schwedischen Schokoladenliebling

Die Geschichte von Marabou beginnt eigentlich in Norwegen. Bereits 1889 gründeten Olaf Larsen und Fredrik Wilhelm Hjorth Christensen in Oslo eine Schokoladenfabrik und nannten sie nach der nordischen Liebesgöttin Freia. Im Jahr 1892 übernahm Johan Throne Holst die Freia Schokoladenfabrik. 1916 expandierte Freia dann mit einer Tochtergesellschaft nach Schweden. Da die Marke Freia in Schweden bereits existierte, wurde die Schokolade dort unter dem Namen Marabou verkauft, benannt nach dem Marabu, dem Wappentier von Freia. Geleitet wurde die schwedische Tochtergesellschaft von Henning Throne Holst, dem Sohn des Eigentümers.

1990 schlossen sich die beiden Unternehmen Freia und Marabou vollständig zusammen (Freia-Marabou). Zuvor waren neben Freia u. a. 1993 wurde Freia-Marabou von dem US-Tabakkonzern Philip Morris (Marlboro) übernommen, dem bereits mehrere Süßwaren- und Nahrungsmittelhersteller gehörten (General Foods, Kraft Foods, Jacobs-Suchard, Miller Brewing) und in die Tochtergesellschaft Kraft Foods integriert. Später erwarb Kraft Foods noch weitere Unternehmen. 2012 benannte sich Kraft Foods in Mondelēz International um und verkaufte das nordamerikanische Nahrungsmittelgeschäft unter dem Namen Kraft Foods Group anschließend an seine Aktionäre. Daim, Freia und Marabou gehören nun neben zahlreichen anderen Snack- und Süßwarenmarken zu Mondelēz International.

Die Produkte von Freia und Marabou werden bis auf wenige Ausnahmen (wie Daim und Marabou Schokoladenrollen) hauptsächlich in Skandinavien verkauft und dort auch hergestellt.

Marabou erobert die Welt: Vom Ikea-Regal zum internationalen Erfolg

Vor vielen Jahren war es der schwedische Faltholzmöbelhersteller Ikea, der die schwedische Schokoladenmarke Marabou über die Landesgrenzen hinweg bekannt machte: nach stundenlangem Einkauf im Ikea-Lager ein Zuckerstoß an der Kasse, der die Angst vor dem folgenden Möbelaufbau milderte. Zur Stärkung nach Kauf (und vor Aufbau) einer Ladung Faltmöbel verkauft der schwedische Möbelhersteller Ikea schon seit langer Zeit Schokolade. Die schwedische Marke Marabou wurde nicht zuletzt auf diese Weise in den deutschen Markt eingeführt.

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Produktionsstätten: Wo die süße Magie entsteht

Als die Marabou-Fabrik in Sundbyberg in den 1970er Jahren wegen der steigenden Nachfrage nach Schokolade an ihre Kapazitätsgrenzen stieß, wurde 1976 ein neues Werk in Upplands Väsby, dreißig Kilometer nordwestlich von Stockholm, errichtet. Die Produkte von Freia und Marabou (u. a. Co-Co, Daim, Freia Backpulver, Freia Desert-/Puddingpulver, Freia Kakao, Freia Melkesjokolade, Freia Schokoladendrinks, Freia Kekse, Japp, Lohengrin, Kex, Krokanrull, Kvikk Lunsj, Marbou Mjölkchoklad, Skotte, Smil) werden bis auf einige Ausnahmen (u. a. Daim, Marabou Schokoladenrollen) vor allem in Skandinavien verkauft und auch dort hergestellt (Oslo/Norwegen, Upplands Väsby/Schweden).

Geschmacksvielfalt: Mehr als nur Mjölkchoklad

Marabou ist bekannt für seine große Auswahl an Geschmacksrichtungen. Neben der klassischen Mjölkchoklad (Milchschokolade) gibt es viele weitere Sorten, die für jeden Geschmack etwas bieten.

  • Marabou Mjölkchoklad: Der Inbegriff klassischer schwedischer Schokolade.
  • Marabou Apelsin Krokant: Diese exquisite Schokoladenkreation verwöhnt die Sinne mit einer einzigartigen Kombination aus fruchtiger Frische und knuspriger Textur. Sie vereint die reichhaltige, cremige Basis der klassischen Marabou-Milchschokolade mit einer erfrischenden Note von Apfelsine und feinen Krokantstückchen.
  • Marabou Black Saltlakrits: Eine ungewöhnliche, aber faszinierende Kombination aus süßer Schokolade und salzigem Lakritz.
  • Marabou Daim: Die Kombination aus Schokolade und knusprigem Mandelkrokant ist ein Klassiker.
  • Marabou Fudge & Havssalt: Die Kombination aus klassischer Vollmilchschokolade mit zart schmelzendem Karamell und Meersalz.
  • Marabou Mint Krokant: Eine erfrischende Kombination aus Vollmilchschokolade und Minz-Karamellstücken.
  • Marabou Oreo: Eine unwiderstehliche Kombination aus schwedischem Schokoladen-Zartschmelz und dem weltweit beliebten Oreo-Keks.
  • Marabou Caramello: Ein Riegel mit cremigem Karamellkern.
  • Marabou Movie Night: Kombiniert Digestif-Kekse mit einer Kaffeenote in der klassischen Marabou-Milchschokolade.
  • Marabou Noblesse: Eine exquisite Schokoladenkreation, die durch ihre zarte Textur und den vollmundigen Geschmack besticht.

Marabou im Test: Qualität zahlt sich aus

Die Qualität von Marabou Schokolade wurde auch von unabhängigen Testinstituten bestätigt. Im Test der Stiftung Warentest 2018 belegte die Marabou Mjölk Choklad einen beeindruckenden zweiten Platz. Im Vergleich von 25 verschiedenen Pralinen - darunter bekannte Namen wie Milka, Merci und Ritter Sport - zeigte die schwedische Marke, dass sich Tradition und Handwerk auszahlen. Die Tester bewerteten vor allem den Geschmack, den Anteil an Kakao und Milch sowie die Schadstofffreiheit. Marabou Mjölk Choklad überzeugte in all diesen Kategorien und erhielt das Qualitätsurteil „gut“ (2,0).

Nachhaltigkeit im Fokus: Cocoa Life

Marabou engagiert sich für einen nachhaltigen Kakaoanbau. Die diesjährige Herbstkampagne von Marabou folgt dem Leitspruch „A Sweet Future Begins with Marabou“. Den Schwerpunkt der Kampagne bildet der Blick auf die Initiative Cocoa Life, das Nachhaltigkeitsprogramm von Mondelez, dem Unternehmen hinter Marabou. Das Programm setzt sich für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen der Kakaobauern in den Herkunftsländern sowie für Umweltaspekte ein.

Marabou und die schwedische Fika-Kultur

Wie der Elch zur Natur gehört die Fika, die beliebte Kaffeepause, zum schwedischen Alltag. Schokolade ist dabei ein fester Bestandteil und wird oft als süße Ergänzung zum Kaffee genossen. Diese Tradition fördert nicht nur den Genuss, sondern auch die Geselligkeit.

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Marabou heute: Ein Blick in die Zukunft

Marabou gibt sich nicht mit Klassikern zufrieden. Immer wieder überrascht das Unternehmen mit neuen Kreationen und saisonalen Spezialitäten. Die Marke ist bestrebt, den sich ändernden Bedürfnissen der Konsumenten gerecht zu werden und innovative Produkte auf den Markt zu bringen.

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