Geschichte und Herstellung Toblerone Schokolade: Herkunft, Form, Logos, Produktion und Sortiment
Die Toblerone wurde 1908 von den Chocolatiers Theodor Tobler und Emil Baumann erfunden. Die Toblerone kam bereits in der typisch prismatischen Form auf den Markt, welche seit 1909 rechtlich geschützt ist. Über die dreieckige Form der Toblerone gibt es verschiedene Legenden. Meist wird angenommen, dass sich Theodor Tobler von der heimischen Bergwelt hatte inspirieren lassen, namentlich vom Matterhorn mit seiner charakteristischen Dreiecksform.
Ob in Tokio, Rio, New York, London oder Berlin, Liebhaber dieser dreieckigen Spezialität können sie in immer gleichbleibend hoher Qualität auf der ganzen Welt geniessen. Toblerone ist eine Schokoladenmarke, die - ursprünglich von Tobler & Cie. in der Schweiz hergestellt - seit 1990 vom US-amerikanischen Hersteller Mondelez International (früher Kraft Foods) produziert und in 122 Staaten verkauft wird.
Die Anfänge der Marke Tobler
ENTDECKE DIE SPANNENDE GESCHICHTE VON TOBLERONE!1867WIE ALLES BEGANNDem „kantonsfremden“ Jean Tobler wird in Bern die Niederlassungsbewilligung erteilt. Er arbeitet zunächst in der Konditorei Kuentz in der Marktgasse in Bern und als Kuentz erkrankt, übernimmt Tobler den Betrieb. Da ihm der Standort nicht passt, richtet er schon einige Monate später (1868) seine „Confiserie Spéciale“ im ersten Stock eines Neubaus an der Mittelstrasse im Längassquartier ein. Jean Tobler fertigt in seinem Geschäft Schokoladeprodukte zunächst nur aus Halbfabrikaten an, die er von anderen bekannten Herstellern bezieht.
1899JEAN TOBLER STARTET MIT DER INDUSTRIELLEN SCHOKOLADEPRODUKTION IN BERNDie Nachfrage nach Toblers Schokoladeprodukten wird so gross, dass Jean Tobler eine eigene Schokoladefabrik eröffnet. Er gründet mit seinen Söhnen die ‚Fabrique de Chocolat Berne, Tobler & Cie
Die Erfindung der Toblerone und die ikonische Form
1908THEODOR TOBLER UND EMIL BAUMANN ERFINDEN DIE TOBLERONETheodor Tobler (Jean Toblers Sohn) und Emil Baumann (Produktionsleiter und Cousin von Tobler) erfinden eine einzigartige Schokolade: Toblerone! "Toblerone" ist ein Wortspiel aus den Namen "Tobler" und "Torrone", der italienischen Bezeichnung für Honig-Mandel-Nougat. Die Toblerone kam bereits in der typisch prismatischen Form auf den Markt, welche seit 1909 rechtlich geschützt ist. Über die dreieckige Form der Toblerone gibt es verschiedene Legenden. Meist wird angenommen, dass sich Theodor Tobler von der heimischen Bergwelt hatte inspirieren lassen, namentlich vom Matterhorn mit seiner charakteristischen Dreiecksform.
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Logo- und Verpackungsgeschichte
Das ursprüngliche Logo auf der Verpackung zeigte einen Adler mit Schweizer und Berner Fahne in den Krallen, dahinter eine Bergkulisse. Der Adler wird von der Toblerone-Verpackung entfernt. An seine Stelle tritt das Wappentier von Bern, der Berner Bär. Erst in den 1960er-Jahren tauchte das Matterhorn auf dem kleinen Seitendreieck auf. 1970DAS MATTERHORN ERSCHEINT AUF DER PACKUNGDas Matterhorn kommt erst 1970 zum Auftritt auf der Verpackung der Toblerone, noch nicht auf der Vorderseite, sondern vorerst nur auf den beiden Kopfseiten. Im Jahr 2000 rückte es auf die Längsseite der Toblerone. Darin versteckt ist ein Bär als Hinweis auf die Stadt Bern. Das alte Toblerone-Logo in Form des Matterhorns mit einer Schattensilhouette des Berner Bärs. 2023 musste das charakteristische Matterhorn-Logo verändert werden.
Produktionsstandorte und industrielle Entwicklung
1985DIE PRODUKTION WIRD NACH BERN BRÜNNEN VERLEGTIm Rahmen eines Schweizer Grossprojekts wird im Westen der Stadt Bern eine leistungsfähige Schokoladefabrik neugebaut, wo noch heute ein Grossteil der Toblerone Artikel hergestellt werden. Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin weiht eine neue Toblerone-Produktionslinie im Werk Bern Brünnen ein. Heute ist dieses Werk für rund 90 Prozent der weltweiten Toblerone Produktion zuständig.
Von Ende 2023 an soll erstmals ein Teil der Toblerone-Produkte nicht mehr in Bern oder überhaupt in der Schweiz hergestellt werden, sondern in der Slowakei. Bis Mitte 2023 stand auf der Verpackung noch «Schweizer Milchschokolade». Diese Herkunftsbezeichnung musste Mondelez streichen, denn gemäß einer Branchenvereinbarung dürfen nur diejenigen Produkte dieses Siegel tragen, die zu 100 % über alle Arbeitsschritte hinweg in der Schweiz produziert worden sind.[6] Im Februar 2023 wurde bekannt, dass mit der Produktionsverlagerung auch der Verlust des ikonischen Logos in Form des Matterhorns einhergehen wird.
Fusionen, Eigentümerwechsel und internationale Marke
Durch die Fusion mit Philippe Suchard - dem Erfinder der Marke Milka - entstand 1970 das Unternehmen Interfood. Durch eine weitere Fusion mit dem traditionsreichen Bremer Kaffeeröster Jacobs entstand 1982 Jacobs Suchard. Seit 1990 gehören die Marken von Jacobs Suchard - darunter Toblerone - dem US-Lebensmittelkonzern Mondelez International (damals Kraft Foods), der die Mehrheit an Jacobs Suchard erworben hatte. Toblerone ist eine Schokoladenmarke, die - ursprünglich von Tobler & Cie. in der Schweiz hergestellt - seit 1990 vom US-amerikanischen Hersteller Mondelez International (früher Kraft Foods) produziert und in 122 Staaten verkauft wird.
Sortiment, Formate und Rezepturen
1969 wurde erstmals neben der „klassischen“ Toblerone in verschiedenen Grössen ein weiteres Toblerone-Produkt eingeführt: die schwarze Toblerone (inzwischen Toblerone Dunkel genannt). 2010TOBLERONE FÜR ALLEDie ikonische Toblerone gibt es mittlerweile in verschiedenen Geschmacksrichtungen, Rezepturen sowie Formaten - von Milchschokolade bis Frucht und Nuss oder dunkel in 100gr bis 4,5kg - für jeden Geschmack ist heute etwas dabei.
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Marktreaktionen und Gewichtsdebatten
Anfang November 2016 brachte Mondelez International im Vereinigten Königreich eine Toblerone im speziellen Design, mit grösserem Abstand zwischen den einzelnen Zacken und dadurch zehn Prozent verringertem Gewicht auf den Markt. Begründet wurde die Änderung mit höheren Einkaufspreisen. In den Medien und sozialen Netzwerken wurde spekuliert, dass dies eine Folge der Abwertung des Britischen Pfunds infolge der Brexit-Entscheidung sei.[9] Dies führte zu ablehnenden Kommentaren in den Medien.[10][11] Kurz darauf wurde auch die in Deutschland vertriebene Toblerone-Packung von 400 auf 360 Gramm reduziert. Während die englische Version von 12 auf 9 Zacken reduziert wurde, wurde die kompaktere deutsche Version von 15 auf 11 gekürzt.[12] Am 21. Juli 2018 kündigte Mondelez an, dass die britische Variante mit dem vergrösserten Zackenabstand zugunsten der ursprünglichen Form zurückgenommen werde, da die Änderung bei den Kunden nicht gut angekommen sei. Die bisherige Packungsgrösse im Vereinigten Königreich solle von 150 Gramm auf 200 Gramm erhöht werden.
Meilensteine im Überblick
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1867-1868 | Dem „kantonsfremden“ Jean Tobler wird in Bern die Niederlassungsbewilligung erteilt; Einrichtung der „Confiserie Spéciale“ |
| 1899 | JEAN TOBLER STARTET MIT DER INDUSTRIELLEN SCHOKOLADEPRODUKTION IN BERN; Gründung der ‚Fabrique de Chocolat Berne, Tobler & Cie |
| 1908-1909 | THEODOR TOBLER UND EMIL BAUMANN ERFINDEN DIE TOBLERONE; prismatische Form rechtlich geschützt |
| 1960er-2000 | Matterhorn erscheint auf der Verpackung; 2000 auf der Längsseite; versteckter Berner Bär |
| 1969 | Einführung der schwarzen Toblerone (Toblerone Dunkel) |
| 1970-1982 | Interfood entsteht; später Jacobs Suchard |
| 1985 | Produktion wird nach Bern Brünnen verlegt |
| 1990 | Marke gehört zu Mondelez International (damals Kraft Foods) |
| 2008 | TOBLERONE FEIERT DEN 100. GEBURTSTAG |
| 2010 | TOBLERONE FÜR ALLE - Vielzahl an Geschmacksrichtungen und Formaten |
| 2016-2018 | UK-Design mit grösserem Zackenabstand; Rückkehr zur ursprünglichen Form |
| 2023 | Produktionsverlagerung teilweise in die Slowakei; Anpassung des Matterhorn-Logos; Wegfall «Schweizer Milchschokolade» |
| 2026 | Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin weiht neue Produktionslinie in Bern Brünnen ein |
Herstellungsschwerpunkte und Swissness
Im Rahmen eines Schweizer Grossprojekts wird im Westen der Stadt Bern eine leistungsfähige Schokoladefabrik neugebaut, wo noch heute ein Grossteil der Toblerone Artikel hergestellt werden. Heute ist dieses Werk für rund 90 Prozent der weltweiten Toblerone Produktion zuständig. Bis Mitte 2023 stand auf der Verpackung noch «Schweizer Milchschokolade». Diese Herkunftsbezeichnung musste Mondelez streichen, denn gemäß einer Branchenvereinbarung dürfen nur diejenigen Produkte dieses Siegel tragen, die zu 100 % über alle Arbeitsschritte hinweg in der Schweiz produziert worden sind.[6]
Von Ende 2023 an soll erstmals ein Teil der Toblerone-Produkte nicht mehr in Bern oder überhaupt in der Schweiz hergestellt werden, sondern in der Slowakei. Im Februar 2023 wurde bekannt, dass mit der Produktionsverlagerung auch der Verlust des ikonischen Logos in Form des Matterhorns einhergehen wird.
Kulturgeschichte und Rezeption
Wenn wir heute von «Globalen Marken» sprechen, gehört Toblerone zweifelsfrei dazu. Ob in Tokio, Rio, New York, London oder Berlin, Liebhaber dieser dreieckigen Spezialität können sie in immer gleichbleibend hoher Qualität auf der ganzen Welt geniessen. Das ursprüngliche Logo auf der Verpackung zeigte einen Adler mit Schweizer und Berner Fahne in den Krallen, dahinter eine Bergkulisse. Erst in den 1960er-Jahren tauchte das Matterhorn auf dem kleinen Seitendreieck auf. Im Jahr 2000 rückte es auf die Längsseite der Toblerone. Darin versteckt ist ein Bär als Hinweis auf die Stadt Bern.
Das alte Toblerone-Logo in Form des Matterhorns mit einer Schattensilhouette des Berner Bärs. 2023 musste das charakteristische Matterhorn-Logo verändert werden.
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Quellenhinweise und weiterführende Literatur
- Patrick Feuz, Andreas Tobler: Schoggibaron. Das bittersüsse Leben Theodor Toblers (1876-1941).
- Patrick Feuz, Andreas Tobler, Urs Schneider: Toblerone. Die Geschichte eines Schweizer Welterfolgs.
- ↑ Christian Liechti: Toblerone verabschiedet sich von «Swissness». In: SRF.ch, 22.
- ↑ vgl. April 2010 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft.
- ↑ Das Geheimnis des süssen Dreiecks. 100 Jahre Toblerone Interview mit Andreas Tobler, Enkel des Gründers. Coop Zeitung, 19. Februar 2008 / Gemeindeblick Bern 2008; abgerufen am 28.
- ↑ Gustav Theile: Toblerone ist jetzt halal. In: FAZ.net.
- ↑ Johannes Ritter, Toblerone ohne „Swissness“, In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 27.
- ↑ Swissness weg - Matterhorn weg - Kann der Logowechsel Toblerone schaden?
- ↑ Mehr Swissness - Toblerone investiert in Bern - und setzt neu aufs Schweizerkreuz. In: srf.ch.
- ↑ Damien Gayle: Toblerone gets more gappy, but its fans are not happy. In: The Guardian.
- ↑ Schoki: Toblerone spart an Dreiecken. In: Spiegel Online.
- ↑ Toblerone perd ses dents et les fait grincer chez ses fans.
- ↑ Toblerone: Bar to revert to original shape.
Die Toblerone wurde 1908 von den Chocolatiers Theodor Tobler und Emil Baumann erfunden. Die Toblerone kam bereits in der typisch prismatischen Form auf den Markt, welche seit 1909 rechtlich geschützt ist. 1969 wurde erstmals neben der „klassischen“ Toblerone in verschiedenen Grössen ein weiteres Toblerone-Produkt eingeführt: die schwarze Toblerone (inzwischen «Toblerone Dunkel» genannt). Seit 1990 gehören die Marken von Jacobs Suchard - darunter Toblerone - dem US-Lebensmittelkonzern Mondelez International (damals Kraft Foods), der die Mehrheit an Jacobs Suchard erworben hatte.
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