Macarons: Ursprung, Herstellung und Besonderheiten des französischen Baisergebäcks

Macarons sind ein ikonisches französisches Schaumgebäck, das aus Mandelmehl, gezuckertem Eischnee und einer cremigen Füllung besteht. Ihre Wurzeln reichen bis ins Mittelalter zurück: Damals waren sie einfache Mandelkekse ohne Füllung. Erst im 18. Jahrhundert wurden Varianten mit Marmelade oder Buttercreme populär, die zwischen zwei Keksböden eingebracht wurden. Macarons haben heute Kultstatus, sind ein Genuss und fast schon eine Sucht.

historische Entwicklung der Macarons

Die Entwicklung der Macarons

Im Laufe der Jahrhunderte haben sich Macarons von einfachen Mandelgebäcken zu feinen Baiserschalen mit aufwendigen Cremeschichten entwickelt. In Frankreich sind besonders die bunten Macarons mit Cremeschicht bekannt und weit verbreitet. In der Schweiz kennt man sie als „Luxemburgerli“ bei der Confiserie Sprüngli. Die Vielfalt der Füllungen und Farben macht das Gebäck zu einem Symbol französischer Pâtisserie.

Baisermasse und besondere Eigenschaften

Das Macaron unterscheidet sich von anderen Keksen durch seine glatte, weiche Kruste, leichte Feuchtigkeit und seinen schmelzenden Charakter. Die Herstellung ist ein präzises Zusammenspiel von Physik und Chemie - das A und O ist die exakte Abwiegung der Zutaten. Macarons sind eine Art Baisergebäck, für dessen Herstellung etwas Zucker benötigt wird, um das Eiweiß als Baiser aufzuschlagen. Eier sollten idealerweise Zimmertemperatur haben, denn kalte oder zu frische Eier schlagen sich schwerer stabil.

Aufbewahrung und Frische

Macarons können im Gegensatz zu gewöhnlichen Keksen nicht lange aufbewahrt werden, da sie sonst an Geschmack verlieren und hart werden. Nach dem Befüllen werden sie in eine luftdichte Box gelegt und im Kühlschrank über Nacht durchziehen gelassen - so erhalten sie ihre typische Textur.

Die Herstellung Schritt für Schritt

Vorbereitung und Zutaten

  • Mandeln, möglichst fein gemahlen - für das perfekte Resultat empfiehlt es sich, die Mandeln zusätzlich wie Puderzucker zu mahlen.
  • Puderzucker - wird mit Mandeln vermischt.
  • Eiklar - ideal sind 36-37 g pro Rezept, abgewogen und auf etwa Raumtemperatur.
  • Zucker und Wasser für den Zuckersirup.
  • Lebensmittelfarben in Pulverform - sie beeinflussen die Konsistenz nicht und geben starke Farben.

Die Produkte findet man im Fachhandel oder Online-Shop. Mittlerweile gibt es extra feines Mandelmehl speziell für Macarons.

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Macaron-Zutaten und Zubehör

Mandelmischung

Gemahlene Mandeln werden zusammen mit Puderzucker in den Blitzhacker oder Thermomix gegeben und ca. 10 Sekunden fein zerkleinert. Pulverisierte Mandeln sind essentiell für glatte Oberflächen.

ZutatMenge
Mandeln, gemahlen100g
Puderzucker100g
Eiklar37g

Italienische Methode für die Baisermasse

Wasser und Zucker werden erhitzt, bis der Sirup 118°C erreicht. Währenddessen das Eiklar in einer fettfreien Schüssel aufschlagen, den Sirup in dünnem Strahl in das laufende Rührgerät einlaufen lassen und auf Vollgas schlagen. Das Resultat ist ein luftiger Eischnee mit guter Standfestigkeit.

Ein Drittel des Eischnees wird unter die Mandelmasse gerührt, der Rest vorsichtig untergehoben. Sobald die Masse schwer reißend vom Spatel fällt - das ist der perfekte Zeitpunkt.

Backen und Ruhezeit

Die Masse wird in einen Spritzbeutel mit Lochtülle gefüllt und als kleine Kreise auf die Backmatte oder das Backpapier dressiert. Tipp: Kreise vorzeichnen für gleiche Größen. Anschließend mit dem Handrücken gegen das Blech klopfen, damit sich die Masse verteilt und glatte Oberflächen entstehen.

Macarons dressieren & Ruhen

Die Macarons müssen mindestens 30 Minuten antrocknen, damit sich eine leichte Kruste bildet. Die Ruhezeit variiert je nach Wetter und Luftfeuchtigkeit. Sie sorgt dafür, dass beim Hochbacken die „Füßchen“ entstehen und die Macarons oben nicht reißen.

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Backprozess

Der Backofen wird auf 160°C (Umluft) bzw. 170°C (Ober- und Unterhitze) vorgeheizt. Die Macarons werden 12 Minuten gebacken, dürfen aber nicht bräunen - so bleibt ihr farbenfrohes Aussehen erhalten. Nach dem Backen müssen die Macarons komplett auskühlen.

Macarons richtig backen: Tipps und Fehlerbehebung

Fehler, Probleme und Lösungen

  • Keine „Füßchen“ - Baisermasse zu lange oder kräftig untergehoben, oder Backofen nicht heiß genug.
  • Macarons fallen zusammen - Deckel schneller gebacken als die Füßchen, Temperatur stimmt nicht.
  • Zu viel Luft im Teig - Macarons gehen hoch, aber fallen nach Minuten zusammen. Lösung: Teig 2-3 Mal mehr arbeiten, aber nicht überarbeiten!
  • Risse - keine oder falsche Ruhezeit, zu hohe Luftfeuchtigkeit, ungenügendes Antrocknen.
  • Hohle Macarons - zu lange oder zu heiß gebacken.

Backzubehör

  • (Einweg-)Spritzbeutel (Profiqualität)
  • Lochtülle (Ball Tülle oder Glatte Tülle, 7-8,5 mm)
  • Backpapier oder Silikonmatte - beide funktionieren gut
  • Schablonen für gleichmäßige Kreise

Füllungen und Varianten

Macarons werden meist mit Ganache aus Schokolade und Sahne, Fruchtpüree oder Marmelade gefüllt. Auch Buttercreme ist beliebt. Die Füllung sollte großzügig dosiert sein: Zwei Drittel Schalen, ein Drittel Füllung - so schmecken die Macarons nicht fad.

Die cremigen Füllungen werden mit einem Dressierbeutel auf eine Schale aufgetragen und mit der zweiten Schale zusammengeklappt. Nach dem Füllen reifen die Macarons im Kühlschrank und entwickeln ihre typische Textur.

Verschiedene Macaronfülungen und -farben

Geschmackliche und optische Variationen

Macarons lassen sich aromatisieren mit Vanille, Safran, Kakao, Lebkuchen-Gewürz - alles was in Pulverform ist. Auch Pistazien-, Haselnuss- oder Kokos-Varianten sind möglich, wobei deren Mehl meist nicht so fein ist wie Mandelmehl, daher können die Schalen etwas rauer werden.

Lebensmittelfarben sollten als Pulver oder Gel und nicht flüssig verwendet werden, um die Konsistenz der Masse nicht zu beeinflussen. Für besondere Effekte kann die Farbe lose im Spritzbeutel vermischt werden.

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Tipps für gelungene Macarons

  • Arbeitsplatz vorbereiten - alle Utensilien griffbereit, um hektische Fehler zu vermeiden.
  • Die Zutaten exakt abwiegen - besonders Eiklar (optimal 36-37 g).
  • Mandeln mehrfach mahlen für ein glattes Ergebnis.
  • Kreise vorzeichnen für gleiche Größen.
  • Macaronsmasse nicht überarbeiten - schwer reißend vom Spatel ist ideal.
  • Macarons müssen unbedingt ruhen - es bildet sich eine Mikrokruste, die beim Aufgehen hilft.
  • Backofen gut kennenlernen - Ober-/Unterhitze hat sich bewährt.
  • Geduld: Anpassen, analysieren und erneut versuchen.

Macarons sind ehrlich und zeigen sofort, wenn etwas nicht stimmt: Eiweiß zu wenig fest, Ofen zu instabil, Zutaten zu grob. Wer einmal die Technik und die Zutaten beherrscht, kann wunderbare Macarons zaubern. Das Grundrezept lässt sich vielfach variieren - ob klassische Schokolade, extravagant mit Safran oder exotisch mit Pistazien oder Kokos. Der entscheidende Faktor bleibt jedoch die Füllung! Bei Fragen zu Zutaten, Technik oder Backzeit hilft experimentieren und das Fundamentwissen aus der eigenen Küche. Wer das Macaron einmal gemeistert hat, kann eine Vielfalt an Varianten und Farben gestalten und genießt ein Gebäck, das nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich begeistert.

Farbenfrohe Macarons auf Schablone
Macaron-Füllungen und kreative Variationen

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