Traditionelles Lebkuchen Rezept aus dem Servus Magazin: Geschichte, Zutaten und Zubereitung

Lebkuchen ist ein Alleskönner: Durch die geringe Feuchtigkeit im Teig und die Zugabe von Honig bleibt er besonders lange haltbar. Ein saftig-weicher Lebkuchen gehört zur Weihnachtszeit wie der Christbaum oder die Vanillekipferl! Besonders köstlich ist er, wenn man ihn mit Mandelsplittern, Schoko-Glasur oder Zuckerguss verziert. Die Mengenangabe passt haargenau. Vielen Dank für das tolle Rezept. Danke für das Rezept! Wir machen unsere Lebkuchen schon seit 5 Jahren nach deinem Rezept und lieben ihn nach wie vor!

Lebkuchen und Weihnachtsmarkt

Die Geschichte und Tradition des Lebkuchens

Der Lebkuchen, in der Steiermark oft auch Lebzelt genannt, gehört zu den ältesten adventlichen Süßspeisen. Nicht nur bei uns in Österreich gilt der Lebkuchen als klassisches Weihnachtsgebäck. Auch in vielen Teilen der Welt findet man ihn auf den Weihnachtstellern. So ist unser Lebkuchen auch bekannt als Pfefferkuchen, Magenbrot, Labekuchen, Leckkuchen, Lebenskuchen oder Lebzelten.

Da früher fast ausschließlich in Klöstern Bienen gehalten wurden, fand man den Lebkuchen vorzugsweise dort. Das Gewinnen von Honig der Waldbienen war hingegen eher mühsam. Im Laufe der Zeit wurden Handelsrouten etabliert und Honig sowie exotische Gewürze fanden ihren Weg in die Haushalte. Der Lebkuchen blieb aber ein Leckerbissen für besondere Anlässe wie Weihnachten, Ostern oder Hochzeiten. Der Lebkuchen gewann immer mehr an Beliebtheit, denn vor allem die leichte Lagerung und die lange Haltbarkeit machten ihn zum Verkaufsschlager. In Deutschland entstanden Berufe wie Lebküchner bzw. Lebzelter. Heute noch beliebte Spezialitäten wie die Aachener Printen oder die Nürnberger Lebkuchen entstanden ebenfalls in dieser Zeit.

Besondere Lebkuchen-Arten

Besonders bekannt sind in der Steiermark der Mariazeller und der Ausseer Lebkuchen. Beim ersten Bissen in einen dieser herrlichen Lebkuchen stellt sich unmittelbar danach die Weihnachtsstimmung ein. Eine Adventzeit ohne Lebkuchen können wir uns gar nicht vorstellen.

  • 1. Mandel-Lebkuchen: Die geschmackliche Geheimwaffe dieser Mandel-Lebkuchen sind die Mandelblättchen.
  • 2. Gefüllter Lebkuchen: Wer hat schon entdeckt, womit wir den Lebkuchen gefüllt haben?
  • 3. Lebkuchen-Mobile: Eine ganz besonders hübsche Idee ist das Lebkucken-Mobile für die Adventszeit.
  • 4. Honigbümmel: Honigbümmel sind eine Lebkuchenart, die man gerne in Vorarlberg zubereitet.
  • 5. Lebkuchenbuchstaben: Was lacht uns denn da so bunt über den Keksdosenrand entgegen?
Verschiedene Lebkuchenarten

Gesundheit und typische Zutaten

Rund um Weihnachten wird oft zu viel genossen, Kalorien und gesunde Ernährung stehen zu dieser Zeit gerne hinten an. Hier sind gerade Rezepte aus früheren Tagen ohne Überfluss besonders interessant, wenn es um den Gesundheitswert geht. Anis, Ingwer, Zimt und andere Gewürze sorgen für das intensive Aroma der beliebten Weihnachtsbäckerei. Dazu Honig als Süßungsmittel und Nüsse machen den Lebkuchen gesund! so Sandra Holasek von der Med Uni Graz.

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Gewürze sind einerseits bei uns mit positiven Momenten verbunden, andererseits wirken diese auch über die neurophysiologische Ebene hinaus: Entzündungshemmende Wirkung im Fettgewebe und der Leber oder eine verlangsamte Aufnahme von Zucker und Fett. Nüsse sind auch eine wichtige Nährstoffquelle.

Die Gewürzmischung

Er entsteht aus Roggenmehl, Honig und einer typischen Gewürzmischung, dem „Neunerlei Gewürz“. Köstliche Gewürze verleihen dem Lebkuchen seinen typischen Geschmack. Darunter finden wir unsere beliebten Brotgewürze: Fenchel, Koriander und Anis aber auch andere wie Vanille, Zimt, Kardamom, Muskat, Piment, Ingwer und Nelken. Orangen- oder Zitronenschalen sorgen für eine fruchtige Note. Ölsaaten und Nüsse bringen Konsistenz und ein nussiges Aroma mit: Hier werden gerne Mandeln, Walnüsse oder Haselnüsse verwendet. Wer mag, gibt auch Trockenfrüchte wie Rosinen, Orangeat oder Zitronat dazu.

Lebkuchengewürze, Zutaten und Nüsse

Backtriebmittel und Besonderheiten

In Omas Rezeptbuch findet man als Lockerungsmittel gerne Begriffe wie Hirschhornsalz und Pottasche. Hirschhornsalz ist ein Backtriebmittel, dass bei mehr als 60 Grad in Kohlendioxid, Wasserdampf und Ammoniak zerfällt und bei dem die entstehenden Gase den Teig lockern. Bei Pottasche handelt es sich um die Kaliumsalze der Kohlensäure, das sogenannte Kaliumcarbonat. Pottasche treibt den Teig eher in die Breite als in die Höhe, daher wird sie gerne für Lebkuchen genutzt. Backpulver oder Natron können Pottasche oder Hirschhornsalz ersetzt. Bei Natron ist aber wichtig zu wissen, dass es mit Säure reagieren muss, damit es wirkt, wie es soll.

Das Lebkuchen Rezept benötigt ein paar spezielle Zutaten: und zwar Pottasche und Hirschhornsalz. Die beiden Backtriebmittel helfen, dass der schwere Lebkuchenteig beim Backen aufgeht und länger hält. Üblicherweise kann man Pottasche und Hirschhornsalz in der Apotheke kaufen, oft muss man es auch vorbestellen und kann es dann am Folgetag abholen. Vor Weihnachten findet man Pottasche und Hirschhornsalz in Wien mit etwas Glück bei auch den Backzutaten bei Spar und Billa, und bei Denn's oder DM. Eventuell auch bei Reimer (Wollzeile).

Pottasche und Hirschhornsalz

Traditionelles Lebkuchen Rezept aus dem Servus Magazin

Zutaten für den Lebkuchenteig

Zutat Menge
Honig 500 g
Wasser 125 ml
Roggenmehl 300 g
Weizenmehl 330 g
Natron 15 g

Zutaten für die Glasur

  • 2 Eiklar
  • 150 g Staubzucker
  • 1 TL Zitronensaft

Dekoration

  • 40 g geschälte, halbierte Mandeln
  • Zuckerperlen und -herzen
  • Evtl. Staubzucker und Kokosflocken zum Bestreuen

Herstellung des Lebkuchenteigs

  1. Den Lebkuchenteig bereits am Vortag zubereiten.
  2. Dazu das Wasser kurz aufkochen, den Honig einrühren und abkühlen lassen.
  3. Die beiden Mehlsorten in eine große Schüssel sieben und in die Mitte eine Mulde drücken.
  4. Das Honigwasser mit dem Lebkuchengewürz zum Mehl geben und locker vermischen.
  5. Das Natron zugeben, die Masse auf eine Arbeitsfläche stürzen und zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
  6. Den Lebkuchenteig mit Klarsichtfolie bedecken und mindestens 12 Stunden kühl stellen.

Der Teig sollte immer kühl sein und mit genügend Mehl bestäubt, damit er nicht klebt. Ist der Lebkuchenteig zu fest, lässt er sich gar nicht Austreiben, ist er dagegen zu weich, entstehen Sprünge beim Austreiben. Wird der Teig zu fest oder zu dünn ausgerollt, kann der Lebkuchen schneller hart werden.

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Backen und Glasieren

  1. Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Bei Gasherd auf niedriger Stufe.
  2. Auf mittlerer Schiene für ca. 10-20 Minuten goldbraun backen.
  3. Nach dem Erkalten mit Kuvertüre (dunkel oder hell, nach Belieben) oder Zitronen-Zuckerguss überziehen.
  4. Für die Schoko-Glasur Schokolade und Margarine im Wasserbad erhitzen, gut verrühren. Margarine macht die Glasur flüssig, Butter macht sie fester.
  5. Für die Zuckerglasur Eiklar mit Zitronensaft und Staubzucker mixen, bis sie dickflüssig ist.
Lebkuchen Herstellung - Schritt für Schritt

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Dieser Lebkuchen kann gleich nach dem Backen verköstigt werden! Eine längere Lagerung in einer Blechdose trägt dazu bei, dass der Lebkuchen schön durchzieht und auch noch weicher wird! Dafür am Besten Apfelstücke zum Lebkuchen in die Dose legen. Diese jedoch regelmäßig auswechseln! Richtig gelagert - kühl, trocken und luftdicht in einer Blechdose - hält sich Lebkuchen mehrere Wochen. Wenn die Lebkuchen zu hart sind, mit einem Stück hartem Brot oder einem Apfel gemeinsam aufbewahren.

Tipps für die Lebkuchenhaus-Bau

Kekse & Plätzchen: Eiszapfen aus Zuckerguss, Mandeln als Dachziegel und Zuckerperlen, die an Lüftlmalerei erinnern - ein Lebkuchenhaus ist ein süßes Stück Architekturkunst. Nur eines ist schöner, als es im Familienverband zu bauen: gemeinsam an ihm zu knabbern. Servus-Tipp: Will man das Knusperhäuschen so richtig leuchten lassen - auch von innen -, kann man dafür kleine Lämpchen nehmen, die auch für Weihnachtskrippen verwendet werden.

Für die einzelnen Teile des Lebkuchenhauses Schablonen aus Karton ausschneiden und Teigteile ca. 1 cm dick ausrollen. Lebkuchen im Backrohr, je nach Größe, 10-15 Minuten nicht zu dunkel backen. Sofort nach dem Backen aus dem noch weichen Lebkuchen die Fenster und die Tür aus der Vorderseite und den Seitenwänden aus schneiden bzw. ausstechen. Das Lebkuchenhaus mit Zahnstochern zusammenstecken. Staubzucker mit dem zweiten Eiklar und Zitronensaft zu einer glatten, zähflüssigen Creme verrühren, die als Glasur und Klebstoff dient.

Lebkuchenhaus mit Deko

Erfahrungen und Tipps aus der Community

Mein erster selbstgemachter Lebkuchen - und er wurde mit diesem Rezept einfach köstlich. Sehr weich und flaumig. Habe das Rezept zum ersten mal probiert und bin begeistert! Alles genauso gemacht wie angegeben - Ergebnis: 👌 Werde ich mir ausdrucken fürs nächste Jahr……und vermutlich muss ich das auch öfter weitergeben, nachdem die Gaste gekostet haben. Mit diesem Lebkuchen Rezept gelingen dir weiche Lebkuchen in der Adventzeit. Sie schmecken superlecker und sind sehr einfach zu machen.

Lebkuchen Bewertung und Community

Lebkuchen auf dem Weihnachtsmarkt

Was ist für Euch ein Must-Have auf jedem Weihnachtsmarkt? Was muss obligatorisch gefuttert oder getrunken werden? Das wäre dann diesen Monat auch das Thema für das gemeinsame „Bake Together - die Backüberraschung“ von Marc - Bake to the roots - und mir. Leckereien vom Weihnachtsmarkt. Eigentlich wollte ich Euch ja, hicks, mein Glühwein-Rezept verraten, aber unsere Aktion heißt ja schließlich BAKE together und nicht DRINK together! Daher verrate ich Euch heute mein Rezept für Nürnberger Elisenlebkuchen, so müsst Ihr gar nicht zum Weihnachtsmarkt und Euch den Allerwertesten abfrieren. Ihr könnt sie gemütlich backen und dann zu Hause mit einem schönen heißen Tee genießen.

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Weihnachtsmarkt Lebkuchen

Backen macht Freude - gemeinsam und traditionell

Warum wir zusammen backen, das wisst Ihr, oder? Einmal im Monat backen Marc und ich jeweils zu einem Thema, allerdings jeder für sich in seiner Küche und die liegen so ca. 500 km auseinander. Mit dem Ergebnis überraschen wir sowohl uns gegenseitig als auch Euch! Mit unserem Rezept gelingen dir Lebkuchen, die gleich nach dem Backen weich sind und mit der Zeit noch zarter werden.

Lebkuchen ist durch Honig, Gewürze und Nüsse nicht nur aromatisch, sondern auch lange haltbar und gesund. Traditionelle Rezepturen bieten intensive Geschmackserlebnisse und verbinden Generationen.

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