Lebkuchen Plätzchen ausstechen: Rezept und Tipps für perfekt gewürzte Weihnachtskekse
Weihnachtszeit ist Backzeit! Der Duft von Honig, Zimt und Gewürzen erfüllt die Küche, wenn Lebkuchen-Ausstechplätzchen zubereitet werden. Wer weihnachtliche Gewürze liebt, kann mit einer Lebkuchen-Gewürzmischung klassische Ausstech-Plätzchen ganz einfach zu köstlichem Lebkuchen-Gebäck veredeln. Diese Plätzchen sind nicht nur ein Highlight auf jedem Plätzchenteller, sondern auch ideal zum Backen mit Kindern geeignet.
Die Geschichte der Lebkuchen und ihre Tradition
Die Tradition der Lebkuchen geht zurück auf das alte Ägypten und die Römer, die sie als Zeichen des Wohlstands und der Fülle betrachteten. Heute sind Lebkuchen-Plätzchen in vielen Ländern ein fester Bestandteil der Weihnachtsbäckerei und es gibt unzählige Rezepte und Variationen. Ein klassisches Lebkuchen-Rezept besteht aus Mehl, Eiern, Honig, Gewürzen und Nüssen. Diese Zutaten werden zu einem Teig verarbeitet, ausgerollt und ausgestochen.
Zutaten für Lebkuchen-Plätzchen zum Ausstechen
Es gibt - je nach Region und Geschmack - viele verschiedene Rezepte und Varianten. Hier findet ihr eine tabellarische Übersicht besonders typischer Zutaten für einfache und klassische Lebkuchen zum Ausstechen:
| Zutat | Menge | Hinweis |
|---|---|---|
| Weizenmehl (Type 405 o. 550) | 500 g | Basis für den Teig |
| Honig | 200-250 g | Für Süße und Aroma |
| Butter | 125-150 g | Für die Bindung |
| Brauner Zucker | 100-350 g | Karamellige Noten, je nach Rezept |
| Lebkuchengewürz | 1-2 TL / 1 Pck. | typisch: Zimt, Nelke, Muskat, Kardamom |
| Kakaopulver | 30-40 g | Für Farbe und Geschmack |
| Ei(er) | 1-2 St. | Bindet den Teig |
| Backpulver/Natron/Pottasche | 1 TL/1 EL | Triebmittel, je nach Rezept |
| Haselnüsse (gemahlen) | 125 g | Optional für Nuss-Aroma |
| Zitronenschale, Vanille | nach Geschmack | Aroma & Frische |
Weitere Zutaten & Varianten
- Für die vegane Variante könnt ihr das Ei weglassen und Margarine statt Butter nutzen.
- Wer mag, kann Reissirup oder Zuckerrübensirup anstelle von Honig verwenden.
- Der Teig lässt sich mit Muscovadozucker verfeinern - ein unraffinierter Zucker mit Melasse-Karamell-Geschmack.
Der perfekte Lebkuchenteig: Tipps für die Zubereitung
Die Herstellung eines Lebkuchenteigs ist unkompliziert, erfordert aber Geduld für das optimale Aroma:
- Honig, Zucker und Butter in einen kleinen Topf geben und unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Masse etwas abkühlen lassen.
- Mehl, Lebkuchengewürz, Kakao, Haselnüsse, Backpulver/Natron und ggf. Zitronenschale und Vanille vermischen.
- Die halb abgekühlte Butter-Honigmischung und die Eier (bzw. das Ei) dazugeben und mit einem Knethaken oder der Hand zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.
- Den Teig luftdicht in Frischhaltefolie verpacken und mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank ruhen lassen. In manchen Rezepten empfiehlt sich sogar eine Ruhezeit von 2-3 Tagen - dadurch entwickeln die Lebkuchen noch mehr Aroma und werden besonders zart.
Der Teig ist zu Beginn meist recht klebrig, lässt sich aber nach dem Kühlen gut weiterverarbeiten. Wer möchte, kann einen Teil des Teigs nacheinander weiterverarbeiten und den Rest im Kühlschrank lagern.
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Ausstechen und Backen der Lebkuchen-Plätzchen
Vor dem Ausrollen sollte der Teig nochmals durchgeknetet werden. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche 3-5 mm dick ausrollen. Danach mit Plätzchenausstechern beliebige Formen (Sterne, Herzen, Rentiere, Weihnachtsmänner) ausstechen. Wer die Plätzchen als Anhänger nutzen möchte, sollte daran denken, vor dem Backen ein kleines Loch für die Schnur vorzusehen.
- Die Kekse auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen.
- Bei 170-200 °C Ober-/Unterhitze je nach Größe und Dicke 8-15 Minuten backen. Lieber etwas zu kurz als zu lang, damit sie nicht austrocknen.
- Nach dem Backen die Plätzchen zunächst auf dem Blech etwas abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen.
Glasieren & Dekorieren: Royal Icing und weitere Ideen
Nach dem Auskühlen kommt die Kür - das Verzieren! Die Veredlung mit zartschmelzender Bitterschokolade verleiht den Plätzchen geschmacklich und optisch den letzten Schliff. Zum Schluss steht natürlich die Frage: Wie kann man die Lebkuchenplätzchen verzieren? Dafür gibt es unterschiedlichste Möglichkeiten:
Zuckerguss (Royal Icing) aus Eiweiß
- Ein Eiweiß in einer sauberen, fettfreien Schüssel halbsteif schlagen.
- Einige Tropfen Zitronensaft zugeben und weiterschlagen.
- Nach und nach gesiebten Puderzucker (etwa 175-250 g) einrieseln lassen, bis eine feste, glänzende Masse entsteht, die Spitzen zieht.
- Nach Belieben mit Lebensmittelfarbe einfärben. Die Glasur in einen Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle füllen oder die Spitze des Gefrierbeutels abschneiden und die Lebkuchen kreativ verzieren. Das Icing bei Raumtemperatur trocknen lassen.
Wer kein Eiweiß verwenden möchte, kann stattdessen einen klassischen Zuckerguss aus Puderzucker und Zitronensaft oder Wasser nutzen. Auch Schokolade, Zuckerstreusel, Perlen oder Schokoladenstreusel sind beliebte Dekorationen.
Lebkuchenplätzchen: Aufbewahrung und Genuss
Nach dem Dekorieren die Plätzchen in einer Blechdose luftdicht verschlossen aufbewahren. Lebkuchenplatten können mehrere Wochen aufbewahrt werden, ideal zum Vorbereiten der Weihnachtsteller. Nach dem Backen sind Lebkuchen häufig etwas fest - kein Grund zur Sorge! Nach 1-2 Tagen weichen sie nach und sind dann herrlich zart. Tipp: Ein Apfelschnitz mit in die Dose legen, um die Plätzchen angenehm weich zu halten.
Diese Teilchen sind lecker, einfach zu backen und vor allem auch zum Backen mit Kids gut geeignet. Ich mache das sehr gerne und schreibe dann die jeweiligen Namen auf die Lebkuchen-Plätzchen - sieht hübsch aus, ist persönlich und außerdem noch nachhaltig.
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Weitere Inspirationen & Varianten
- Statt klassischer Formen auch mal Tierformen - z.B. eine ganze Herde „Rudolphs“ - ausprobieren.
- Das Basisrezept eignet sich sowohl für pure Lebkuchen als auch als Grundteig für festliche Häuschen.
- Kreative Verzierungen mit Royal Icing, Zuckerperlen oder Schokolade machen aus jedem Plätzchen ein Unikat.
- Wer die Plätzchen nur zur Deko machen will, kann das Ei sogar weglassen.
Ob ihr die Lebkuchen dabei ohne Verzierung genießt oder eurer Kreativität freien Lauf lasst, ist euch überlassen. Ein bisschen Geduld und ein ruhiges Händchen braucht ihr schon, aber es lohnt sich allemal.
Lebkuchen Plätzchen: Schnellübersicht aller Schritte
- Zutaten abwiegen und bereitstellen.
- Butter, Honig und Zucker schmelzen und abkühlen lassen.
- Trockene Zutaten mischen, abgekühlte Mischung und das Ei zugeben, verkneten.
- Teig mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, kühlen.
- Teig ausrollen, ausstechen, auf Bleche legen.
- Backen & abkühlen lassen.
- Nach Wunsch verzieren.
- Kühl und luftdicht lagern.
Fragen & Tipps aus der Weihnachtsbäckerei
- Wie lange vor Weihnachten anfangen? Mindestens 1 Woche vorher, damit die Lebkuchen schön durchziehen können.
- Wie viele Sorten gehören auf den Plätzchenteller? Das ist Geschmackssache! Gute Nachricht: Auch nur zwei bis drei Sorten reichen oft aus - Lebkuchen dürfen nicht fehlen!
- Wie bekommt man die Lebkuchen schön weich? Nach dem Auskühlen 1-2 Tage in der Dose lagern (ggf. mit Apfelschnitz). Nicht zu lange und zu heiß backen.
- Wie kreativ darf man dekorieren? Alles ist erlaubt: Glasuren, Icing, Streusel, Schokolade. Wichtig ist eine relativ feste Konsistenz der Glasur zum Aufspritzen feiner Linien und Zahlen.
- Können Kinder beim Ausstechen und Verzieren helfen? Natürlich! Gerade das Ausstechen der verschiedenen Formen bereitet schon den Kleinsten viel Freude und wird zum besonderen Familienerlebnis.
Dank und Inspiration
Vielen Dank an Lisa Nieschlag vom Foodblog Liz & Friends für die immer wieder fantastischen Rezepte, die sie für uns kreiert. Auch lieben wir ihre Bücher, die wir hier regelmäßig vorstellen. Lisa ist Designerin und Fotografin, betreibt zusammen mit Lars Wentrup eine Kommunikationsagentur in Münster.
Jetzt wird es weihnachtlich in der Küche - wir wünschen eine schöne Weihnachtszeit und viel Spaß beim Backen und Dekorieren!
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